"Manchmal fühle ich mich stark und erwachsen, wenn ich aber in den Spiegel schaue und meine Pickel sehe, wie ein kleiner Junge!" Solche Empfindungen sind ganz typisch für die schwierige und spannende Zeit der Pubertät. Die Entwicklungsjahre, die Jungen im Alter zwischen neun bis 18 Jahren durchlaufen, bringen nicht nur körperliche Veränderungen mit sich, sondern verändern auch deine Einstellungen, dein seelisches Erleben und dein Verhältnis zu anderen Menschen. In der Pubertät entwickelt sich dein Körper vom Jungen zum jungen Mann. Diese Zeit bringt nicht nur große körperliche, sondern auch seelische Veränderungen mit sich. Konflikte, Stimmungsschwankungen und Zweifel bleiben dabei nicht aus.
Wann die Pubertät bei Jungen einsetzt, kann man nicht verallgemeinernd sagen. Im Durchschnitt beginnt sie im Alter von neun bis elf Jahren und ist mit etwa 18 bis 19 Jahren größtenteils abgeschlossen. Jungen kommen im Durchschnitt ein bis zwei Jahre später in die Pubertät als Mädchen. Die einzelnen körperlichen Veränderungen, die du in dieser Zeit durchlaufen wirst, folgen keinem festen "Ablaufplan".
Die körperlichen Veränderungen der Pubertät bringen für viele Jugendliche Fragen mit sich. "Mir wachsen Schamhaare, aber noch keine Achselhaare." Ja, das ist gut möglich. Zwar bewirken deine Hormone (vor allem das "männliche" Sexualhormon Testosteron), dass dir sowohl im Achsel- wie im Schambereich um den Penis und auf der Brust Haare wachsen, wann dies jedoch stattfindet, ist jedoch sehr unterschiedlich. Es ist sehr häufig, dass die Schamhaare früher wachsen als die Achselhaare. Die Art, wie sie wachsen, ist aber gleich: Beide wachsen zunächst sehr glatt und beginnen sich dann zu kräuseln.
In der Pubertät wachsen dir unter den Achseln, auf der Brust und im Schambereich leicht gekräuselte Haare. Dies geschieht meist nicht zeitgleich - viele haben zum Beispiel schon Schamhaare, aber noch keine Achselhaare. Die Brusthaare wachsen zuletzt.
Der Bartwuchs beginnt bei Jungen zwischen zwölf und 15 Jahren mit einem leichten Flaum auf der Oberlippe. Später wachsen auch die Stoppeln auf dem Kinn stärker und du bekommst feste Barthaare, die immer dichter werden. Wann der Bartwuchs einsetzt und wie stark er wird, ist sehr unterschiedlich. Beides hängt von deinen Genen ab. Das heißt, du kannst weder den Zeitpunkt des Einsetzens noch die Stärke des Bartwuchses beeinflussen. Er beginnt in der Regel zwischen zwölf und 15 Jahren. Normalerweise wächst zunächst ein weicher Flaum auf der Oberlippe, der später in harte Bartstoppeln übergeht.
In der Pubertät beginnt der Bartwuchs und ein Adamsapfel bildet sich am Kehlkopf aus.
Die Duft- und Schweißdrüsen der Haut liegen an den Haarwurzeln und werden vom Körper erst in der Pubertät gebildet. Schwitzende Kinder zum Beispiel riechen deswegen so gut wie überhaupt nicht. Normalerweise ist frisch gebildeter Schweiß geruchlos. Bei Jugendlichen in der Pubertät dagegen riecht wegen der hormonellen Vorgänge im Körper auch der frische Schweiß - besonders Jungen verbreiten einen stärkeren Geruch. Diese Überfunktion der Schweißdrüsen stellt sich aber im Alter von 17 bis 18 Jahren von selbst wieder ein.
Wichtig ist, dass du während der Pubertät gut auf deine Körperpflege achtest und dich regelmäßig wäschst oder duschst. Bei der Kleidung ist zu empfehlen, Kunstfaserstoffe zu meiden, da Baumwoll- oder Leinen-T-Shirts atmungsaktiver sind. Außerdem gibt es schweißhemmende Deos. Du solltest dich aber für ein Produkt entscheiden, das die Haut nicht allzu sehr reizt.
Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt oder kein richtiges Alter, um mit dem Rasieren zu beginnen. Da die Pubertät und die Entwicklung der Körperbehaarung für Mädchen zu verschiedenen Zeitpunkten eine Rolle spielt, woher sollst du wissen, wann du deiner Tochter beibringen sollst, wie man sich rasiert?
Obwohl es kein vorgegebenes Alter gibt, um mit deiner Tochter über das Rasieren zu sprechen, kannst du nach auffälligen Hinweisen suchen, um festzustellen, dass es Zeit ist, das Gespräch zu führen. Falls deine Tochter das Thema Rasur nicht von selbst anspricht, kannst du das Gespräch beginnen wenn du anfängst, ihr Körperhaar zu bemerken. So oder so, vergewissere dich, dass sie sich bewusst ist, dass es ihre Entscheidung ist, ob sie sich rasiert, und dass du für sie da bist, um ihr zu helfen, wenn sie bereit ist.
Die körperliche Veränderung kann verwirrend sein. Wir informieren dich über alles Wichtige zum Thema Körperbehaarung.
Vor allem, wenn die Pubertät kommt, könnte deine Tochter selbstständig mit der Rasur beginnen. Es könnte aus einfacher Neugierde sein oder weil ihre Freunde anfangen, sich zu rasieren. Oder sie könnte sich unsicher fühlen, was ihre neuen Körperhaare angeht.
Veränderung kann beängstigend sein, besonders wenn es um Körperveränderungen geht. Es ist wichtig, deine Tochter daran zu erinnern, dass nichts falsch daran ist, Körperbehaarung zu haben, und die Rasur ganz allein ihre Entscheidung ist. Lass sie wissen, dass du für sie da bist, um ihr beizubringen, falls sie mit dem Rasieren beginnen will.
Die Pubertät ist eine Zeit, in der viele Jugendliche unter Selbstzweifeln leiden und sich ständig unter Druck setzen. Es ist für sie besonders wichtig, anerkannt und beliebt zu sein, gleichzeitig fühlen sie sich oft unsicher und unwohl in ihrer Haut.
Man musste sich in der Clique immer wieder beweisen und besonders "erwachsen" sein. In dieser Zeit habe ich einige Dinge getan, die ich heute ganz schön dumm finde. Mit meinen Eltern gab es sowieso viel Stress und ich weiß noch, dass ich damals oft aggressiv und fies war. Manchmal haben wir heftig gestritten und ich habe sie so beleidigt, dass sie mir Weggehverbot erteilt haben! Das hat mich noch wütender gemacht.
Die volle Schambehaarung ist spätestens zum Ende der Pubertät entwickelt. Auch Achselhaare und Härchen an den Beinen sollten bis dahin sichtbar sein.
Wer mit 14 oder 15 Jahren noch keine oder nur sehr wenig Körperhaare hat, sollte sich an einen Arzt wenden. Es kann hormonelle oder andere körperliche Gründe dafür geben, wenn das Wachstum der Körperbehaarung ausbleibt oder nur sehr spärlich sichtbar wird. Der Arzt kann hier beraten und weiterhelfen, falls eine Behandlung erforderlich ist.
Wer unter starkem Haarwuchs leidet, wie es einige Mädchen tun, sollte sich ebenfalls an einen Arzt wenden. Denn ein hormonelles Durcheinander kann auch hier die Ursache für übermäßige Behaarung sein.
Menschen mit dunklen Haaren oder dunkler Haut haben eher die Veranlagung zu starkem Haarwuchs als hellhäutige Menschen. Dunkle Haare sind außerdem besser sichtbar. Daran kann man nichts machen. Wie sich deine Haarpracht entwickelt, ist genetisch bedingt. Wenn du allerdings befürchtest, dass deine Behaarung nicht normal ist, kannst du immer einen Arzt um Rat fragen. Mädchen können einen Frauenarzt zurate ziehen. Aber auch Hautärzte sind die richtigen Ansprechpartner.
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