Haarausfall betrifft Millionen Menschen weltweit, sowohl Männer als auch Frauen, jung und alt. Die Ursachen sind vielfältig und können genetisch, hormonell, ernährungsbedingt oder krankheitsbedingt sein. Obwohl es zahlreiche Therapien gibt, bleibt die Suche nach einer wirklich regenerativen Lösung oft frustrierend.
Jedes Haar ist eine biologische Einheit, die aus Nervenfasern, Talgdrüsen, einem kleinen Muskel, Kollagen und Blutgefäßen besteht. Je nach der eigenen Genetik wird das Haar mit zunehmendem Alter lichter.
Bei männlich-bedingtem Haarausfall ist das Epithel, d. h. die zelluläre Umkleidung des Haares anfällig auf das im Blut natürlich vorkommende Testosteron. Dabei haben diese Personen keinen erhöhten Testosteronspiegel (in der Regel), sondern nur eine erhöhte Ansprechbarkeit auf das vorhandene natürliche Testosteron. Als Folge kommt es zunächst zu einem langsameren Haarwachstum und im Verlauf zu einem Schrumpfen des Haarfollikels und im weiteren Verlauf zu einem völligen Untergang desselben.
Dieses Wissen bedingt, dass sämtliche Therapien zur Vermeidung oder Reduzierung eines männlich-bedingten Haarausfalls frühzeitig vor einer teilweisen Glatzenbildung erfolgen sollten. Bei rechtzeitiger Therapie und Verhinderung des fortschreitenden Ausfalls von Haaren kann eine Haartransplantation durchaus vermieden werden.
Die Stammzellentherapie wird jedoch selten als alleinige Behandlungsmethode eingesetzt, da sie in Kombination mit anderen Therapien und Behandlungsansätzen die Wirkung gegen Haarausfall verstärkt. Die Stammzelltherapie sollte mit anderen regenerativen Therapien kombiniert werden, um die Wirksamkeit zu erhöhen.
Es gibt mehrere Studien, die die Wirksamkeit der Stammzelltherapie bei Haarausfall untersuchen:
Grundsätzlich müssen Stammzellen zunächst gewonnen und aufbereitet werden. Dies kann auf zwei Arten geschehen: Aus Fettgewebe oder aus Haarfollikeln.
In den allermeisten Fällen greifen wir jedoch auf Stammzellen aus dem Fettgewebe zurück, da diese undifferenzierter sind und die Haarfollikel geschont werden.
Die Injektion von isolierten Stammzellen kann das Zellwachstum und die Zellvermehrung in degenerierten Haarfollikeln, die von Haarausfall betroffen sind, stimulieren.
Seit ca. 2 Jahren wird die hocheffektive Stimulation der Haarfollikel mit eigenen Follikelstammzellen und Stammzellextrakten - „Regenera-Activa® - durchgeführt. Bei der autologen Stammzelltransplantation werden zu Beginn unter örtlicher Betäubung 3 Hautproben mit je einem Durchmesser von 2,5 mm hinter dem Ohr aus der Kopfhaut entnommen. Die Gewebestücke werden in einer zweimaligen Prozedur in einem speziellen Mikrodermatom auf zelluläre Bestandteile verkleinert. Nach Filtration bleibt eine zellhaltige Suspension zurück, die mittels steriler Kochsalzlösung auf 6 ml angereichert wird. Diese 6 ml werden in 60 kleinen Mikroinjektionen á 0,1 ml subkutan in die Kopfhaut in die Regionen noch vorhandener, geschrumpfter Haarfollikel injiziert.
Die Sitzung dauert ca. Sichtbare Ergebnisse sind frühestens in 4 Monaten erkennbar. Es handelt sich um eine einmalige Behandlung, die ggf. nach 5 Jahren wiederholt werden kann.
PRP steht für „Plättchen-reiches Plasma“ (engl: Platelet-Rich Plasma). Unser Blut enthält verschiedenste lebende Zellen. Bei PRP handelt es sich um das konzentrierte, angereichertes Blutplasma des Patienten.
Diese Therapie wurde bereits mehrfach publiziert und ist eine Standardtherapie bei Haarausfall geworden. Es ist bekannt, dass insbesondere in den eigenen Blutplättchen viele Wachstumsfaktoren die umgebenen Epithelzellen eines Haarfollikels direkt zu stimulieren vermögen.
Das PRP kann an der Haarwurzel in der Kopfhaut eine Verjüngung und Zell-Regeneration anregen. Diese sog. autologe Zellregeneration kann Haarausfall stoppen und das Haarwachstum anregen.
Die Wirksamkeit von PRP bei Haarausfall ist ein Thema, das von vielen Studien untersucht wurde. Hier einige Beispiele:
Wir empfehlen 5 Sitzungen im Abstand von jeweils 4 Wochen. Aufgrund der kurzen Regenerationszeit können Sie direkt danach Ihren alltäglichen Aufgaben wie gewohnt nachgehen.
Die Stammzelltherapie wird jedoch selten als alleinige Behandlungsmethode eingesetzt, da sie in Kombination mit anderen Therapien und Behandlungsansätzen die Wirkung gegen Haarausfall verstärkt. Die Stammzelltherapie sollte mit anderen regenerativen Therapien kombiniert werden, um die Wirksamkeit zu erhöhen.
Exosomen sind winzige, membranumhüllte Vesikel - also kleine Bläschen - die von Zellen abgesondert werden. Sie enthalten eine Vielzahl biologisch aktiver Moleküle: Proteine, Lipide, mRNA, microRNA und andere Signalstoffe. Ihre Hauptfunktion ist die Kommunikation zwischen Zellen.
Studien zeigen, dass Exosomen die Expression von Wachstumsfaktoren wie VEGF und IGF-1 erhöhen können - beides wichtige Moleküle für die Durchblutung und Vitalität der Haarwurzel. Gleichzeitig reduzieren sie proinflammatorische Zytokine, also Botenstoffe, die Entzündungen fördern.
Die Exosomen werden direkt in die Kopfhaut injiziert - meist in die betroffenen Areale mit dünner werdendem Haar. Der Eingriff dauert etwa 30 bis 60 Minuten, ist nahezu schmerzfrei und erfordert keine Ausfallzeit.
Im März 2021 erhielt Thu-Thao V. als weltweit erste Patientin CAR-T-Zellen gegen die Autoimmunerkrankung Systemischer Lupus erythematodes (SLE). Weil verschiedene immununterdrückende Therapien bei Thu-Thao V. fehlschlugen, waren gentechnisch veränderte Immunzellen - sogenannte CAR-T-Zellen - ihre letzte Hoffnung. Sie sollten diejenigen Immunzellen (B-Zellen) zerstören, die für die Bildung der schädlichen Autoantikörper verantwortlich waren - und genau das taten die per Infusion verabreichten CAR-T-Zellen dann auch.
Bereits wenige Wochen später ging es der jungen Frau wieder gut: Die Gelenkschmerzen und die gerötete Haut verschwanden, Herz und Nieren erholten sich, Atmung und Schlaf wurden wieder normal, das starke Herzklopfen und der Haarausfall gingen zurück. Statt einer Perücke wie noch 2021 hat sie heute wieder eigene lange Haare.
Neben den genannten Therapien spielen auch der Lebensstil und die richtige Haarpflege eine wichtige Rolle:
Grundsätzlich ist die Stammzelltherapie minimalinvasiv, narbenfrei und wird mit körpereigenen Stammzellen durchgeführt. Sie ist risikoarm, gut verträglich und wirkungsvoll - insbesondere wenn sie mit anderen Therapien kombiniert wird.
Die Zelltherapie bietet vielversprechende Ansätze zur Behandlung von Haarausfall. Stammzelltherapie, PRP-Therapie und Exosomen-Therapie sind innovative Methoden, die in Kombination mit anderen Therapien und einem gesunden Lebensstil zu einer Verbesserung des Haarwachstums und der Haardichte führen können. Es ist wichtig, sich von einem Facharzt beraten zu lassen, um die individuell passende Therapie zu finden.
| Therapie | Beschreibung | Wirkung |
|---|---|---|
| Stammzelltherapie | Verwendung von Stammzellen aus Fettgewebe oder Haarfollikeln zur Regeneration der Haarfollikel. | Stimuliert Zellwachstum und -vermehrung in degenerierten Haarfollikeln. |
| PRP-Therapie | Injektion von plättchenreichem Plasma (PRP) in die Kopfhaut. | Stimuliert Stammzellen der Haarwurzeln, verbessert die Blutzirkulation, regeneriert absterbende Haarwurzeln. |
| Exosomen-Therapie | Injektion von Exosomen (kleinen Vesikeln mit biologisch aktiven Molekülen) in die Kopfhaut. | Erhöht die Expression von Wachstumsfaktoren, reduziert Entzündungen. |
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