Was tun bei Haarausfall? Ein umfassender Ratgeber

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft und verschiedene Ursachen haben kann, darunter genetische Veranlagung, hormonelle Veränderungen, Krankheiten oder Stress. Nicht nur das Aussehen kann darunter leiden, sondern auch das Selbstbewusstsein sowie die Lebensqualität der Betroffenen. So stellt lichter werdendes Haar keinesfalls nur einen ästhetischen Makel dar. Umso größer der Wunsch nach einer effektiven Behandlung, um sich endlich wieder wohl im eigenen Körper zu fühlen.

Der erste Schritt: Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Ab wann spricht man von Haarausfall? 100 Haare täglich sind normal, so die allgemeine Annahme. Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie über einen längeren Zeitraum mehr Haare verlieren, ist es ratsam, dies ärztlich abklären zu lassen. Dies kann beispielsweise beim Kämmen auffallen. Aber auch merklich dünner werdendes Haar sowie sichtbare kahle Stellen sind mögliche Anzeichen für behandlungsbedürftigen Haarausfall.

Es gibt drei Hauptformen, zwischen denen die Medizin unterscheidet:

  • Androgenetische Alopezie
  • Diffuser Haarausfall
  • Kreisrunder Haarausfall

Die richtige Anlaufstelle: Welcher Arzt bei Haarausfall?

Da verschiedene Formen von Haarausfall existieren und dementsprechend auch unterschiedliche Ursachen, gibt es mehrere Spezialisten, die sich mit Haarausfall beschäftigen. Abgesehen von erblich bedingtem Haarausfall sind ausfallende Haare zunächst einmal ein Anzeichen dafür, dass dem Körper etwas fehlt oder dass etwas nicht stimmt. Neben dem Dermatologen bzw. der Dermatologin als erste Ansprechpartner kommen darüber hinaus somit auch andere Fachärzte in Frage.

  • Dermatologe: Bei Haarausfall ist eine Dermatologin oder ein Dermatologe der richtige Ansprechpartner. Fachärzte für Hauterkrankungen analysieren die Ursachen von Haarausfall und empfehlen eine passende Behandlung. Dies umfasst die Diagnose von erblichem, hormonellem oder krankheitsbedingtem Haarverlust und die Beratung zu wirksamen Therapien. Verlassen Sie sich somit bei Gesundheitsthemen rund um Ihre Haare am besten auf den Dermatologen oder die Dermatologin Ihres Vertrauens.
  • Hausarzt: Die Hausarztpraxis kann eine erste Anlaufstelle sein, um den Haarausfall zu besprechen und ggf. an einen Spezialisten zu überweisen.
  • Psychologe: Bei Haarverlust bedingt durch Stress oder psychische Belastungen, kann eine psychologische Beratung bzw. Behandlung sinnvoll sein, um entsprechende Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
  • Gynäkologe: Hormonell bedingter Haarausfall bei Frauen lässt sich oft vom Gynäkologen bzw. von der Gynäkologin behandeln.
  • Ernährungsmediziner: Dieser kann helfen, einen Haarausfall aufgrund eines Mineral- oder Nährstoffmangels zu diagnostizieren.
  • Endokrinologe: Der Endokrinologe beschäftigt sich u. a. mit der Schilddrüse, den Nebennieren und den Hoden. Genetisch bedingter oder als Folge einer Erkrankung, Operation oder Medikamenteneinnahme auftretender Haarausfall kann bei diesem Facharzt bestimmt werden.

Insbesondere wenn der Haarausfall auf Hormonungleichgewichte oder Stoffwechselstörungen zurückzufallen scheint, kann es sinnvoll sein, einen Endokrinologen oder Internisten aufzusuchen. Diese Spezialisten können weitere diagnostische Tests durchführen und zur ganzheitlichen Beleuchtung und Behandlung des Haarausfalls beitragen.

Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer

Dermatologie und meine Rolle bei der Behandlung von Haarausfall

Als Experte in der Dermatologie stehe ich Ihnen zur Verfügung, um Sie umfassend zu beraten und einen individuellen Behandlungsplan aufzustellen. Seit 2016 bin ich als Dermatologe, Allergologe und Ernährungsmediziner im Münchner HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER tätig und habe mich im Bereich Haarausfall auf Mesotherapie, PRP und Haartransplantationen spezialisiert. Durch mein umfangreiches Fachwissen auf dem Gebiet der Trichologie kümmere ich mich zudem um die Haargesundheit meiner Patientinnen und Patienten und bin in der Lage, verschiedene Arten von Haarproblemen zu diagnostizieren und zu behandeln. Zögern Sie nicht, mich für einen persönlichen Beratungstermin zu kontaktieren.

Diagnoseverfahren bei Haarausfall

Die Diagnose von Haarausfall erfordert in der Regel eine umfangreiche Anamnese sowie verschiedene Untersuchungen, um die zugrundeliegenden Ursachen herauszufinden. Zunächst einmal befrage ich meine Patientinnen und Patienten ausführlich zu deren Gesundheitszustand, Lebensgewohnheiten sowie möglichen Beschwerden oder Erkrankungen. Hinweise über bestimmte Krankheiten oder Haarausfall in der Familie können ebenfalls hilfreich sein.

Zusätzlich zur Anamnese gibt es verschiedene Untersuchungen, die für die Diagnose von Haarausfall bzw. dessen Ursachen durchgeführt werden können, darunter:

  • ein Bluttest zur Überprüfung des Hormonspiegels,
  • eine Haarwurzelanalyse zur Beurteilung der Haargesundheit sowie ggf.
  • eine Hautbiopsie, um mögliche Hautveränderungen abzuklären.

Ursachen für Haarausfall

Haarausfall betrifft rund die Hälfte aller Männer und etwa ein Viertel der Frauen im Laufe ihres Lebens. Häufig handelt es sich um eine genetisch bedingte Form, bei der die Haare vor allem am Scheitel oder an den Geheimratsecken dünner werden. Weitere mögliche Auslöser sind hormonelle Veränderungen, Krankheiten, Infektionen, bestimmte Medikamente, Nährstoffmangel oder starker Stress.

Ein täglicher Haarausfall von bis zu 100 Haaren ist physiologisch. Fallen mehr Haare aus, spricht man von einem verstärkten Haarausfall (Effluvium). Häufig fällt dies beim Kämmen auf. Ein Haarausfall kann sich aber auch durch kahle Stellen (Alopezie) bemerkbar machen.

Verschiedene Arten von Haarausfall

Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, die unterschiedliche Ursachen und Erscheinungsbilder haben:

  • Androgenetischer Haarausfall: Am weitesten verbreitet ist der gewöhnliche anlagebedingte Haarausfall, der androgenetische Haarausfall. Etwa 50 bis 70 Prozent aller Männer sind betroffen. Es zeigt sich der typische Haarausfall, beginnend an der Stirnhaargrenze (Geheimratsecken) und auf Scheitelhöhe (Tonsur). Aber nicht nur Männer sind vom androgenetische Haarausfall betroffen, auch 25 bis 40 Prozent der Frauen. Anders als beim Mann, zeigt sich der Haarausfall typischerweise am Scheitel und beginnt erst mit den Wechseljahren.
  • Diffuser Haarausfall: Wenn die Haare über den ganzen Kopf verteilt ausfallen, wird das als diffuser Haarausfall bezeichnet. Die Haare wirken allgemein dünner, die Kopfhaut scheint durch, aber keine einzelnen kahlen Stellen sind zu sehen.
  • Kreisrunder Haarausfall: Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) ist die dritthäufigste Form des Haarverlusts. Ungefähr 1 bis 2 Prozent der Menschen leiden einmal im Leben darunter. Hauptsächlich sind Kinder und junge Menschen unter 30 Jahren betroffen. Der kreisrunde Haarausfall tritt meist plötzlich mit zunächst einer runden haarlosen Stelle auf.
  • Atrophisierende Alopezie: Daneben gibt es noch vernarbende und atrophisierende Alopezien. Dazu gehört eine Gruppe von unterschiedlichen Krankheiten, die zu einer irreversiblen Zerstörung von Haarfollikeln führt.

Behandlungsmöglichkeiten und Therapieansätze

Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und variieren, je nach den zugrundeliegenden Ursachen und der individuellen Situation. Möglich sind sowohl Medikamente als auch innovative Behandlungen gegen Haarausfall.

Zu den Möglichkeiten zählen beispielsweise:

  • Medikamentöse Therapien: Insbesondere bei genetisch bedingtem Haarausfall kann eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein. Hier helfen beispielsweise Minoxidil oder Finasterid, die das Haarwachstum stimulieren oder das Fortschreiten des Haarausfalls verlangsamen können.
  • PRP-Behandlung: Dabei wird den Patienten Blut abgenommen, welches speziell aufbereitet und im Anschluss in die Kopfhaut injiziert wird. Möglich ist auch eine Anwendung nach einer Haartransplantation, um die Haarfollikel anzuregen. Eigenblutplasma wird in die Kopfhaut injiziert, um die Haarwurzeln mit körpereigenen Wachstumsfaktoren zu stimulieren und die Durchblutung zu verbessern.
  • Mesotherapie: Es wird eine Wirkstoffkombination aus Proteinen, Vitaminen und Wachstumsfaktoren in die Kopfhaut injiziert, was die Haarfollikel regeneriert und die Blutzirkulation verbessert, wodurch das Haarwachstum angeregt werden kann.
  • Lasertherapie: Durch eine Laserbehandlung können die Haarwurzelzellen aktiviert werden. Das Haar kann gesünder und dichter nachwachsen. Durch sanfte Laserimpulse wird die Durchblutung der Kopfhaut verbessert und die Versorgung der Haarwurzeln optimiert.
  • Haartransplantation: Gesunde Haarfollikel werden aus einer Spenderregion entnommen und in kahle oder lichte Bereiche verpflanzt - für ein natürliches und dauerhaftes Ergebnis. Im HAARZENTRUM AN DER OPER bieten wir verschiedene, effektive Methoden im Bereich der Haartransplantation an. Dazu zählen auch Verfahren zur Barthaar- oder Augenbrauentransplantation.

Bei schütterem Haar und im Zuge einer Haarausfall-Therapie kann mittels Mikro-Haarpigmentierung eine Haarverdichtung erreicht werden, die durch Spezialisten der Haarchirurgie durchgeführt wird.

Überblick über Behandlungsmethoden bei Haarausfall

Behandlungsmethode Beschreibung Geeignet für
Medikamentöse Therapie Einsatz von Minoxidil oder Finasterid zur Stimulation des Haarwachstums und Verlangsamung des Haarausfalls Genetisch bedingter Haarausfall
PRP-Behandlung Injektion von aufbereitetem Eigenblut in die Kopfhaut zur Anregung der Haarfollikel Verschiedene Formen von Haarausfall, auch nach Haartransplantation
Mesotherapie Injektion einer Wirkstoffkombination in die Kopfhaut zur Regeneration der Haarfollikel und Verbesserung der Blutzirkulation Verschiedene Formen von Haarausfall
Lasertherapie Aktivierung der Haarwurzelzellen durch Laserbehandlung Verschiedene Formen von Haarausfall
Haartransplantation Verpflanzung gesunder Haarfollikel aus einer Spenderregion in kahle oder lichte Bereiche Fortgeschrittener Haarausfall

FAQ - Häufig gestellte Fragen & Antworten zum Haarausfall

  • Ab wann sollte ich wegen Haarausfalls einen Arzt aufsuchen? Wir empfehlen, einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie plötzlichen oder auch anhaltenden Haarausfall bemerken. Ebenso sollten Sie kahle Stellen oder sichtbar dünner werdendes Haar ärztlich abklären lassen.
  • Welche Untersuchungen kann ein Arzt bei Haarausfall durchführen? Es gibt verschiedene Untersuchungen, die ein Arzt im Fall von Haarausfall durchführen kann. Dazu zählen eine umfangreiche Anamnese, Bluttests zur Überprüfung des Hormonhaushalts oder auch eine Haarwurzelanalyse oder Hautbiopsie.
  • Welche Behandlungsmethoden gibt es für Haarausfall? Die Behandlung von Haarausfall kann zum einen medikamentös erfolgen. Ebenso möglich sind innovative Ansätze wie PRP-Behandlung oder Haartransplantation, je nach individuellen Bedürfnissen der Patientin bzw. des Patienten.
  • Kann Haarausfall ein Zeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein? In seltenen Fällen kann Haarausfall ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein. Daher ist es wichtig, die Ursachen abzuklären und ggf. Ein volles, gesundes Haar steht für Vitalität, Jugend und Attraktivität - umso belastender ist es, wenn die Haare sichtbar dünner werden oder kahle Stellen entstehen. Wir bieten wir Ihnen moderne, individuell abgestimmte Behandlungsmethoden, um dem Haarausfall wirksam entgegenzuwirken.

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