Haarausfall durch Alkoholismus: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Haarausfall ist ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft und unterschiedliche Ursachen haben kann. Volles und kräftiges Haar gilt als Zeichen von Gesundheit und Attraktivität. Es gibt viele Gründe, warum das Haar dünner wird und schließlich in großen Mengen sichtbar ausfällt.

Eine davon ist übermäßiger Alkoholkonsum, der die Bildung kahler und lichter Stellen auf dem Kopf begünstigt. Der regelmäßige Konsum von Alkohol ist eine Belastung für den gesamten Organismus, die auch Auswirkungen auf das Haarwachstum hat.

Kaputte Haare durch Alkohol?!

Um besser zu verstehen, wie man Haarausfall effektiv behandelt oder verhindert, ist es wichtig, die verschiedenen Faktoren zu kennen, die dazu führen können. Lassen Sie uns die Zusammenhänge zwischen Alkoholkonsum und Haarausfall genauer betrachten.

Wie Alkohol Haarausfall verursachen kann

Alkohol hat ganz unterschiedliche Effekte auf unseren Körper, die alle einen schädigenden Einfluss auf die Kopfhaut, die Haarwurzeln und die Haarstruktur haben. Hier sind einige der wichtigsten Mechanismen, durch die Alkohol Haarausfall verursachen kann:

  • Nährstoffmangel: Alkohol kann Haarausfall verursachen, indem er die Aufnahme von Nährstoffen im Körper stört. Übermäßiger Alkoholkonsum kann zu einem Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Zink, Eisen und Folsäure führen. Für ein gesundes Haarwachstum benötigen die Haare vor allem Zink, aber auch Vitamin A, C und E. Neben Zink und Vitaminen muss auch der Eisenanteil im Körper entsprechend hoch sein. Bei Alkoholikern und Alkoholikerinnen ist auch ein Eisenmangel keine Seltenheit.
  • Dehydration: Alkohol entzieht dem Körper aber das Wasser, wodurch es im gesamten Organismus und damit auch in der Kopfhaut zu einem Wassermangel und damit auch zu einer schlechteren Durchblutung kommt. Damit Haare gesund und kräftig wachsen können, muss die Kopfhaut gut durchblutet werden.
  • Entzündungen: Alkohol enthält sehr viel Zucker. Das Problem besteht nicht nur darin, dass Bier, Wein & Co. wahre Kalorienbomben sind, sondern dass Zucker auch einen entzündungsähnlichen Zustand der Kopfhaut fördert.
  • Hormonelle Störungen: Generell bringt Alkohol sehr viel in unserem Körper durcheinander, auch und insbesondere die Hormone. Alkoholkonsum setzt den Körper unter Stress und greift in den Hormonhaushalt ein. Er schwächt das Immunsystem und fördert Mangelerscheinungen.
  • Beeinträchtigung des Eiweißstoffwechsels: Unsere Haare bestehen zu einem großen Anteil aus Eiweiß, genauer gesagt dem Keratin. Daher sind sie auch auf einen guten und funktionierenden Eiweißstoffwechsel angewiesen. Nur wenn der Körper und damit auch die Kopfhaut ausreichend mit Eiweiß versorgt wird, dann können sich auch wieder neue, kräftige und gesunde Haare ausbilden.

Der Körper stellt an dieser Stelle auf den Notstandsmodus um. Haare sind nicht überlebenswichtig und gelten daher als eine Art Luxusprodukt. Dadurch wird zunächst das Wachstum der Haare und auch das der Fingernägel eingestellt, um die lebenswichtigen Organe weiter zu versorgen.

Symptome von Haarausfall durch Alkoholkonsum

Übermäßigen Haarverlust kann man von außen anhand verschiedener Anzeichen erkennen. Am Kopf macht sich Alkohol als Ursache für Haarverlust durch einen diffusen Haarausfall bemerkbar. Hier sind einige typische Symptome:

  • Trockene Haut: Typisch ist die trockene Haut der Betroffenen, wenn der übermäßige Alkoholkonsum schon über eine längere Zeit anhält.
  • Diffuser Haarausfall: Die Haare fallen am ganzen Kopf aus.
  • Stumpfes, krauses und brüchiges Haar: Schon lange vor dem Haarausfall führt übermäßiger Alkoholkonsum zu stumpfem, krausem und brüchigem Haar.
  • Vorzeitiges Ergrauen: Auch vorzeitiges Ergrauen kann auf Alkoholkonsum zurückzuführen sein.

Haare sind einem natürlichen Lebenszyklus unterworfen, der üblicherweise zwischen 4 und 7 Jahre dauert. Durch den übermäßigen Konsum alkoholischer Getränke wird dieser Zyklus aber empfindlich gestört. Die Wachstumsphasen werden aufgrund der mangelnden Sauerstoff- und Nährstoffversorgung verkürzt, die Haare fallen schneller aus und es wachsen an dieser Stelle kaum neue Haare nach.

Diagnose von alkoholbedingtem Haarausfall

Wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen und erkannt haben, dass Sie Alkohol in schädlichen Mengen zu sich nehmen, sollten Sie die Diagnose von einem Arzt abklären lassen. Alkoholbedingter Haarausfall wird von einem Arzt diagnostiziert. Es ist ratsam, bei den ersten Anzeichen den Hausarzt oder direkt einen Facharzt aufzusuchen.

Er wird die Kopfhaut untersuchen und Sie zu den Symptomen, aber auch zu Ihrem Alkoholkonsum befragen. In manchen Fällen wird der Arzt eine Blutuntersuchung anordnen, da er im Blut den Alkoholgehalt und mögliche alkoholbedingte Störungen feststellen kann. Ein erhöhter Alkoholkonsum geht immer mit einem Mangel an Nährstoffen und Vitaminen einher.

Behandlungsmöglichkeiten

Die medizinische Diagnose ist auch die Basis für eine erfolgreiche Behandlung, wenn es zu Haarausfall durch Alkoholkonsum kommt. Die beste und wichtigste Behandlung von alkoholbedingtem Haarausfall ist die Abstinenz von der Ursache. Hier sind einige Behandlungsansätze:

  • Alkoholverzicht: Wenn Sie Ihren Alkoholkonsum reduzieren oder ganz aufhören zu trinken, können Ihre Haare nach einiger Zeit wieder wachsen. Dies dauert eine Weile, da der Körper die Giftstoffe abbauen und sich vom Alkohol erholen muss.
  • Nährstoffausgleich: Im Anschluss ist es wichtig, dem Körper wieder die Nährstoffe und die Flüssigkeit zuzuführen, die durch den Alkohol entzogen wurden.
  • Haartransplantation: Sollten die Haarwurzeln an bestimmten Stellen abgestorben sein und nicht mehr nachwachsen, dann ist die Haartransplantation das Mittel der Wahl. Für eine erfolgreiche Haartransplantation muss sichergestellt werden, dass der übermäßige Alkoholkonsum nach dem Eingriff nicht weiter fortgesetzt wird.

Es gibt eine Vielzahl an Behandlungsansätzen gegen Haarausfall. Aber nicht alle sind wirksam und empfehlenswert. Wir empfehlen eine Einschätzung durch unsere Experten und eine zielgerichtete Analyse.

In unserem Zentrum für moderne Haartransplantation haben wir bereits Tausenden von Kundinnen und Kunden bei ihren Problemen mit Haarausfall helfen können und konzentrieren uns zu 100% auf die Vorbeugung und Behandlung von Haarausfall. Kontaktieren Sie uns und lassen Sie sich von unseren Experten beraten.

Vorbeugung

Die beste Vorbeugung gegen alkoholbedingten Haarausfall ist der generelle Verzicht auf Alkohol oder ein mäßiger Konsum. Der Verzicht ist besonders wichtig, wenn Sie bereits unter dünnem Haar und Haarausfall leiden. Hier sind einige Tipps zur Vorbeugung:

  • Mäßiger Alkoholkonsum: Um alkoholbedingtem Haarausfall vorzubeugen, ist es wichtig, insbesondere bei bereits schütterem Haar und beginnendem Haarausfall den Körper nicht zusätzlich mit Alkohol zu belasten.
  • Gesunde Ernährung: Ein erhöhter und regelmäßiger Alkoholkonsum vermindert die Versorgung des Körpers mit Vitalstoffen, was zu einer Unterversorgung der Haarwurzeln führt.
  • Arzt konsultieren: Wenn Sie dabei Hilfe benötigen, scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt über Ihren Haarausfall und Ihren Alkoholkonsum zu informieren.

Auch wenn in unserer Gesellschaft eine unkritisch-positive Einstellung gegenüber Alkoholkonsum herrscht, heißt das nicht, dass Alkohol unbedenklich ist. Neben dem Risiko einer Suchterkrankung wirkt sich Alkohol auf alle Organe aus.

Zusammenhang von Ernährung und Haarausfall

Volles und kräftiges Haar gilt als Zeichen von Gesundheit und Attraktivität. Doch auch Ernährungsgewohnheiten haben Einfluss auf den Haarausfall - im Fokus: Zucker, Alkohol und Vitamine. Das Forschungsteam untersuchte auch, was helfen könnte.

Zuckerhaltige Getränke und Alkohol könnten zu mehr Haarausfall und grauen Haaren schon in jüngerem Alter beitragen, während Vitamin D und Eisen wahrscheinlich vorbeugend wirken. Das ist das Ergebnis einer Übersichtsarbeit, für die ein Forschungsteam 17 Studien mit Daten von mehr als 61.000 Personen analysiert hat. Darunter waren 97 Prozent Frauen.

Konkrete Erkenntnis aus der Übersichtsarbeit: Männer, die 3,5 Liter oder mehr zuckerhaltige Getränke pro Woche zu sich nahmen, hatten ein erhöhtes Risiko für Haarausfall. Ein hoher Alkoholkonsum wurde sowohl mit Haarausfall als auch mit vorzeitigem Ergrauen in Verbindung gebracht.

Faktor Auswirkung auf Haarausfall
Zuckerhaltige Getränke (3,5 Liter/Woche) Erhöhtes Risiko
Hoher Alkoholkonsum Erhöhtes Risiko
Vitamin D und Eisen Wahrscheinlich vorbeugend

Wer einen ausgeglichenen Vitamin-D- und Eisen-Spiegel hatte, hatte auch weniger Haarausfall. Genügend Eiweiß in der Ernährung könnte insbesondere Männer vor dünnem und grauem Haar schützen.

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