Die Frage, wie oft man die Haare waschen sollte, beschäftigt viele. Dabei gibt es keine pauschale Antwort, denn die richtige Routine hängt von mehreren Faktoren ab - insbesondere vom Haartyp, der Kopfhaut und individuellen Bedürfnissen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wie viel Shampoo Sie tatsächlich für eine optimale Haarwäsche benötigen und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Wenn es eine Beauty-Regel gibt, die gefühlt immer zutrifft, dann diese: Viel hilft nicht viel. Das gilt auch fürs Haarewaschen. Es klingt vielleicht komisch, aber wenn Sie mehr Shampoo verwenden, wird Ihr Haar nicht unbedingt sauberer.
Wir neigen dazu, mehr darauf zu achten, welches Shampoo wir benutzen, statt wie viel wir verwenden. Klar, ein gutes Shampoo macht viel aus. Aber zu viel - oder auch zu wenig - davon zu benutzen, kann Auswirkungen auf die Gesundheit von Haar und Kopfhaut haben.
Tatsächlich gibt es eine optimale Shampoo-Menge. Wenn Sie mehr benutzen, wird das die Reinigungskraft nicht steigern. Benutzen Sie zu wenig Shampoo, werden die Haare nicht richtig sauber. Das kann zu Schuppen und einer juckenden Kopfhaut führen. Wenn Sie hingegen zu viel Shampoo verwenden, kann das Ihre Haare massiv austrocknen.
Es gibt verschiedene Faktoren, die dazu beitragen, ob Ihre Haare nach der Wäsche gesund und vital glänzen. Eines vorab: Es liegt nicht nur am Shampoo für Ihren Haartypen, das auf die persönliche Haarstruktur und -anforderungen abgestimmt sein sollte und die individuell benötigten Pflegeinhaltsstoffe enthält.
Die optimale Menge hängt von der Haarmenge und -dichte ab:
Wenn Sie das Gefühl haben, dass diese Shampoo-Menge nicht ausreicht, um Ihre Haare ausreichend zu reinigen, sollten Sie lieber ein zweites oder sogar drittes Mal shampoonieren, statt beim ersten Waschgang die doppelte oder dreifache Menge Shampoo zu verwenden. Die Reinigungswirkung wird nämlich nicht durch die Menge pro Waschgang, sondern die Intensität verstärkt. Und: Gründlich auswaschen nicht vergessen.
Als Faustregel können Sie sich merken: Mindestens doppelt so lange ausspülen, wie Sie zum Einschäumen gebraucht haben. Shampoo-Reste können die Ansätze beschweren und zu einer juckenden und schuppenden Kopfhaut führen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Reste im Haar bleiben, ist umso höher, je mehr Shampoo Sie verwendet haben.
Hier eine Tabelle, die die empfohlene Shampoomenge je nach Haartyp zusammenfasst:
| Haartyp | Empfohlene Shampoomenge |
|---|---|
| Dünnes/feines Haar | Kirschgroße Menge (ca. 5 ml) |
| Dickes Haar | Walnussgroße Menge (ca. 10 ml) |
Viele Flaschen enthalten sogar den Hinweis, dass sie für die tägliche Haarwäsche geeignet sind. Das Vorurteil, dass tägliches Waschen schädlich für das Haar ist, stammt aus einer Zeit, in der die Haarprodukte noch keine milden Tenside und Pflegeformeln enthielten. Heutzutage entfernen Shampoos den überschüssigen Talg und Schmutz, ohne den natürlichen Säureschutzmantel der Haare anzugreifen. Da sich dieser Schutzfilm innerhalb eines Tages regeneriert, können Sie Ihre Haare also ohne Bedenken einmal täglich waschen. Dies bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass die tägliche Haarwäsche auch wirklich notwendig ist!
Am liebsten waschen Sie Ihre Haare jeden Tag? Dann sollten Sie Ihre Waschgewohnheiten umstellen - Ihre Kopfhaut wird es Ihnen danken. Bei feinem Haar ist es vollkommen ausreichend, etwa dreimal pro Woche zu Shampoo & Co. zu greifen. Bei Lockenköpfen und allen mit dicker Haarstruktur reicht es, zweimal pro Woche die Haare zu waschen. Neben der Haarstruktur ist auch der Hauttyp für die ideale Waschfrequenz entscheidend: Je öliger der Teint, desto eher fetten die Haare nach und müssen gewaschen werden.
Der Haartyp spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, zu entscheiden, wie oft man sich die Haare waschen soll. Menschen mit fettiger Kopfhaut müssen jeden zweiten Tag waschen, während trockenes Haar nur 1-2 Mal pro Woche eine Wäsche benötigt. Hier erklären wir dir, was für verschiedene Haartypen gilt.
Feines Haar neigt schneller dazu, fettig auszusehen, da es weniger Volumen hat und Talg sich schneller verteilt. Daher empfiehlt sich bei feinem Haar eine häufigere Haarwäsche - etwa jeden zweiten Tag. Verwenden Sie ein mildes Volumenshampoo, um das Haar nicht zu beschweren.
Bei Haarausfall gilt die Faustregel “Weniger ist mehr!”, da die Kopfhaut ohnehin schon belastet ist. Eine zu häufige Wäsche kann die Kopfhaut austrocknen und noch empfindlicher machen. Die Haare sollten 2-3 Mal pro Woche mit einem milden Shampoo gewaschen werden. Zudem können spezielle Shampoos gegen Haarausfall die Haarwurzel stärken und weiteren Verlust vorbeugen.
Schuppen entstehen durch eine gestörte Kopfhautfunktion, häufig begleitet von trockener oder fettiger Haut. Für die Pflege bei Schuppen gilt: Wasche die Haare 2-3 Mal pro Woche mit einem speziellen Anti-Schuppen-Shampoo. Wer an fettigen Schuppen leidet, kann häufiger waschen, da das helfen kann, den überschüssigen Talg zu entfernen, der die Schuppenbildung begünstigt.
Eine juckende Kopfhaut kann durch Trockenheit, Reizungen oder sogar Allergien entstehen. Grundsätzlich solltest du bei juckender Kopfhaut auf aggressive Produkte verzichten und milde Shampoos verwenden. Eine Haarwäsche 2-3 Mal pro Woche ist meistens ausreichend.
Dicke Haare fühlen sich nicht schnell fettig an und sehen auch nicht danach aus, da die Strähnen mehr Talg von der Kopfhaut aufnehmen. Bei dickem Haar reicht es daher oftmals 1-2 Mal pro Woche zu waschen.
Die Profis erklären, dass die meisten Menschen ihr Shampoo viel zu kurz einwirken lassen würden und deshalb fettige Haare hätten, in denen kein Volumen hält. Also mache ich den Test, springe unter die Dusche und gucke dabei auf die Uhr, um zu checken, wie lange ich eigentlich zum Einschäumen brauche. Knapp 30 Sekunden. Wenn es nach den Profis in den Videos geht, deutlich zu kurz …
Die Stylist:innen beziehen sich in ihren Videos immer wieder auf die 60-180-Regel. Das Shampoo sollte dabei, wie der kryptische Name vielleicht schon vermuten lässt, zwischen 60 und 180 Sekunden, also zwischen einer und drei Minuten auf dem Kopf bleiben. Entscheidend für die tatsächliche Einwirkzeit seien vor allem zwei Faktoren:
Wieso es Sinn macht, das Shampoo länger wirken zu lassen, ist leicht erklärt: Die schaumbildenden Substanzen brauchen einen Moment, um die Schuppenschicht der Haare aufzustellen, darin einzudringen und Schmutzpartikel, Fett und Produktreste restlos zu entfernen. Aus ähnlichem Grund sollten Sie übrigens auch den Cleanser für Ihr Gesicht etwa eine Minute lang einmassieren. Ihre Haut wird sonst nicht richtig sauber.
Apropos massieren: Während der Einwirkzeit des Shampoos sollten Sie es gründlich in die Kopfhaut einmassieren. Und zwar die vollen 60 bis 180 Sekunden. Nur so kann das Shampoo seine volle Reinigungswirkung entfalten. Denken Sie mal darüber nach, wie lange im Salon Ihr Kopf massiert wird und wie viel länger Ihre Haare nach dem Friseurbesuch fluffig-frisch bleiben. Das liegt vor allem an der Dauer der Haarwäsche.
Auf Marlas Empfehlung hin habe ich mal die Ansatzwäsche mit einer Applikatorflasche, die man eigentlich für Coloartionen benutzt, ausprobiert.
Die Ansatzwäsche ist echt zu empfehlen! Das beste hab ich doch glatt vergessen: Meine Kopfhautprobleme sind wie weggeblasen kein Jucken, kein Schuppen, keine aufgeplatze Kopfhaut, keine Flechte. Wow!
Das Shampoo wird mit Wasser gemischt und dann auf das trockene Haar aufgetragen? Klingt gut (falls ich das jetzt richtig verstanden habe ) - ich hab auch oft das Problem daß die Haare am Ansatz fettig sind, also nur die ersten 3cm und ich muss deswegen alle 2 Tage waschen.
Ja genau richtig! Aber auch, dass das Shampoo überall hinkommt. Also einerseits Schonung der Haare andererseits gründlichere Wäsche (ich hatte sonst immer fettige Stellen hinter den Ohren...).
Ich glaub das macht so fast jeder, wie ich inzwischen festgestellt habe
Also nicht unbedingt mit so ner Applikatorflasche, manche nehmen auch ne leere Shampooflasche.
Musst du echt probieren!
Ich wasch nimmer anders!
Ich finde die Wäsche gar nicht umständlich, das geht ganz schnell, aber ist vieeel besser als nur Shampoo!
Die Vorteile der Ansatzwäsche mit der Applikatorflasche:
Wer feines oder schnell fettendes Haar hat, kennt folgendes Szenario nur zu gut: Nach dem Waschen bleibt das Haar nicht lange frisch, sondern hängt schnell schlapp herunter. Hinter dem Konzept verbirgt sich nichts Kompliziertes. Es bedeutet lediglich, erst Conditioner und dann Shampoo beim Haarewaschen zu benutzen. Doch warum eignet sich die Methode insbesondere für feines Haar? Eine Spülung wirkt hier oftmals beschwerend. Indem Sie bei der Haarwäsche zuerst Conditioner und anschließend das Shampoo verwenden, waschen Sie einen Teil des Conditioners wieder heraus. So wirkt dieser nicht so stark, pflegt das Haar aber dennoch. Auch beim Einarbeiten von Haarmasken oder -kuren kann man nach dem Reverse-Washing-Prinzip vorgehen. Erst die pflegende Haarkur einwirken lassen, dann das Haar mit Shampoo reinigen. Doch nicht nur feines Haar profitiert vom Reverse Washing, auch bei lockigem Haar wirkt die Methode. Die Locken werden bei dieser Art des Haarewaschens nicht beschwert, wodurch sie an Sprungkraft gewinnen und schöner fallen. Hier sollten Sie darauf achten, Conditioner und Haarmaske vorwiegend in die Haarlängen einzuarbeiten.
Die Vorteile des Reverse-Washing-Prinzips:
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