Anleitung zum Selbermachen von Haarsträhnchen

Strähnchen verleihen dem Haar Frische, Lebendigkeit und Dimension. Sie lassen das Haar voller wirken und setzen wunderschöne Highlights, die das Gesicht umrahmen und die Haarfarbe auflockern. Doch der Gang zum Friseur ist nicht immer notwendig, denn du kannst Strähnchen selbst machen - und das mit verschiedenen Methoden. Egal, ob du feine Akzente setzen möchtest oder eine auffällige Veränderung anstrebst, mit der richtigen Technik und etwas Übung kannst du professionelle Ergebnisse erzielen.

Welche Strähnchen-Technik passt zu dir?

Es gibt verschiedene Methoden, um blonde Strähnen in die Haare zu setzen. Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich. Die Wahl hängt von der Ausgangshaarfarbe, dem gewünschten Effekt und deiner Erfahrung ab.

  • Foliensträhnen: Bei Foliensträhnen werden einzelne Strähnen mit Farbe oder Blondierung benetzt und für die Einwirkzeit in Aluminiumfolie vom Rest der Haare getrennt. Foliensträhnen beginnen meist direkt am Haaransatz und können in ihrer Breite stark variieren. Es sind hauchdünne Strähnen wie auch Blocksträhnen möglich.
  • Haubensträhnen: Bei dieser Technik werden Haarsträhnen mit einer Art Häkelnadel durch eine Gummi- oder Plastik-Haube gezogen und mit Farbe oder Blondierung bestrichen. Das Ergebnis ist meist besonders gleichmäßig. Blocksträhnen sind hier nicht möglich.
  • Kammsträhnen: Bei dieser Methode wird das Färbemittel auf einen grobzackigen Kamm aufgetragen und dann durch die Haare gefahren. Es ist eine der einfachsten Möglichkeiten, sich selbst blonde Strähnen ins Haar zu zaubern.
  • Balayage: Dies ist eine Auftragetechnik, mit der die neue Haarfarbe ganz natürlich und freihändig ins Haar gelegt werden soll. Die Bezeichnung “Balayage“ kommt vom französischen Wort "balayer", was so viel heißt wie "fegen". Die Farben werden also mit einem Pinsel frei ins Haar "gefegt" beziehungsweise aufgepinselt. Das Ergebnis wirkt besonders natürlich, da die Strähnchenfarbe nicht direkt am Haaransatz beginnt.
  • Foilyage: Hierbei handelt es sich um eine von Balayage abgewandelte Technik, bei der zunächst einzelne Strähnchen freihändig in die Haare eingearbeitet und anschließend mit der Folien-Technik in den Spitzen helle Akzente gesetzt werden.
  • Palm Painting: Bei dieser Strähnchen-Technik streicht der Friseur oder die Friseurin die Farbe nicht mit dem Pinsel ins Haar, sondern gibt etwas Coloration direkt auf die Handflächen und fährt damit durch die Längen - ganz ohne Applikator. "Palm" ist englisch und bedeutet soviel wie Handfläche. Damit werden ganz natürliche und ebenfalls freihändig Akzente und Schattierungen ins Haar gesetzt.

Nicht alle oben beschriebenen Strähnchen-Techniken sind dafür geeignet, sie zu Hause auszuprobieren. Wir haben aber drei Techniken für dich, mit denen du dir ganz einfach blonde Strähnen in dein Haar zaubern kannst. Folge der jeweiligen Anleitung und halte dich dazu auch an die Vorgaben auf der Verpackung.

Anleitungen für verschiedene Strähnchen-Techniken

Strähnchen selbst machen mit Haube:

  1. Die Haube fest auf das trockene Haar setzen.
  2. Mit einer Häkelnadel feine Haarpartien durch die Löcher der Haube ziehen. Dabei musst du nicht durch jedes Loch Haare ziehen - wenn du weniger blonde Strähnen haben möchtest, nimm nur jedes zweite oder dritte Loch. Achte darauf, dass du die Strähnchennadel möglichst flach hältst und dass der Haken nach oben zeigt.
  3. Kämme die herausgezogenen Strähnchen gut durch.
  4. Die Blondierung oder Farbe gleichmäßig auf die herausgezogenen Strähnen auftragen.
  5. Die Farbe gemäß der empfohlenen Einwirkzeit einwirken lassen.
  6. Anschließend mit lauwarmem Wasser gründlich ausspülen und das Haar mit einem milden Shampoo waschen. Nach der Einwirkzeit, die Haare mit Wasser ausspülen, erst dann die Haube abnehmen und die Haare mit Shampoo waschen. Fertig sind die Haubensträhnen.

Strähnchen selbst machen ohne Haube:

  1. Das Haar in mehrere Abschnitte unterteilen und mit Haarklammern abteilen.
  2. Mit einem Kamm oder einem Pinsel einzelne Haarsträhnen auswählen.
  3. Die Farbe oder Blondierung auftragen, dabei darauf achten, nicht direkt am Ansatz zu beginnen, sondern etwa 1 cm Abstand zu lassen.
  4. Die Einwirkzeit beachten und das Haar regelmäßig überprüfen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
  5. Nach dem Einwirken die Farbe mit lauwarmem Wasser ausspülen und das Haar pflegen.

Freihand-Strähnchen selbst machen:

  1. Eine kleine Menge Farbe oder Blondierung auf die Fingerspitzen oder eine Zahnbürste geben.
  2. Die Farbe gezielt in die Längen und Spitzen einarbeiten, dabei sanfte Übergänge verblenden.
  3. Für einen natürlichen Look einige Strähnen stärker betonen als andere.
  4. Je nach gewünschtem Aufhellungsgrad 15 bis 45 Minuten einwirken lassen.
  5. Mit Wasser gründlich ausspülen und eine feuchtigkeitsspendende Pflegekur auftragen.

Unabhängig von der Methode ist es wichtig, die Einwirkzeit nicht zu überschreiten, um Haarbruch oder unerwünschte Farbstiche zu vermeiden. Nach der Behandlung hilft eine nährende Haarmaske, die Haarstruktur zu stärken und das Haar gesund zu erhalten.

Blonde Strähnen: Welche Farbe passt zu mir?

Nahezu jede Haarfarbe wirkt lebendiger und jugendlicher, wenn man sie durch blonde Strähnen auflockert. Gerade rund um das Gesicht gesetzt, können Highlights viel bewirken und dich im Handumdrehen frischer aussehen lassen. Zusätzlich dazu wirken Haare mit blonden Strähnen voller und graue Härchen werden geschickt kaschiert.

Bevor du mit dem Färben oder Blondieren der Strähnen beginnst, solltest du dir überlegen, welche Farbe deine blonden Strähnen haben sollen. Wenn du dir unsicher bist, welcher Blondton zu dir passt, dann haben wir hier einen kleinen Leitfaden für die Farbfindung.

Welche Haarfarbe hast du?

  • Blonde Haare: Einen kühlen, eisigen Touch erhalten Blondinen mit Strähnchen in Platinblond. Sommerlicher und wärmer wird es mit honigfarbenen Strähnchen im blonden Naturhaar.
  • Brünette und braune Haare: Hier eignen sich aschige und honigfarbene Blondtöne, die nicht zu hell sind.
  • Dunklere Haare: Bei dunklem Naturhaar ist es besonders wichtig, dass die blonden Strähnen nicht zu hell werden. Am besten eignen sich Bernstein- oder Karamellblond.
  • Rote Haare: Diese Haarfarbe profitiert von blonden Strähnchen in einem leichten Erdbeerblond.

Welchen Hautton hast du?

  • Warmer Hautton: Wenn deine Haut leicht golden-beige oder oliv schimmert, wähle für die blonden Strähnen am besten warme Blond-Nuancen wie Karamell- oder Honigblond. Möchtest du ein bisschen mehr Kontrast, kannst du bei sehr hellem Haar aber auch platinblonde Strähnen ausprobieren.
  • Kühler Hautton: Du hast eher einen hellen, grünlich, bläulich, rosa- oder violettstichigen Hautton? Dann passen am besten Strähnen in kühlen Blondtönen wie beispielsweise Perlblond oder Champagnerblond.

Die Strähnen sollten nicht mehr als maximal zwei oder drei Nuancen heller sein als die Ausgangshaarfarbe. Hellere Nuancen können gewählt werden, wenn die Ausgangshaarfarbe bereits sehr hell oder das Haar von der Sonne ausgeblichen ist und der sonnengeküsste Effekt noch verstärkt werden soll.

Wichtige Tipps und Vorsichtsmaßnahmen

  • Führe 24 Stunden vor der Anwendung einen Allergietest durch. Die Anleitung dazu findest du auf oder in der Verpackung deines Färbeprodukts.
  • Lass die angemischte Strähnchenfarbe nicht lange stehen, sondern verwende sie möglichst direkt nach dem Anmischen.
  • Atme den entstehenden Staub beim Anrühren der Flüssigkeit nicht ein. Er kann die Atemwege reizen.
  • Trage beim Strähnchenfärben unbedingt alte Kleidung oder decke die Kleidung gut mit einem Umhang oder Handtuch ab. Färbemittel können Flecken verursachen, die nicht mehr auswaschbar sind.
  • Decke die Haare mit dem Strähnchengemisch nicht mit Folie oder einer Plastikkappe ab, es sei denn, dies steht eindeutig so auf der Verpackung. Es kann nämlich passieren, dass sich durch eine solche Abdeckung ein Wärmestau bildet und sich das Alkalisierungsmittel nicht verflüchtigen und so das Haar schädigen kann.
  • Halte dich immer an die für das Produkt angegebene Einwirkzeit. Andernfalls kann es schnell zu unschönen Ergebnissen kommen.
  • Versuche nicht gleichzeitig oder kurz hintereinander blonde Strähnen und eine Dauerwelle in dein Haar zu bringen. Gönne deinem Haar zwischen diesen Anwendungen lieber eine Pause, damit es sich erholen kann.
  • Pflege dein gesträhntes Haar nach dem Ausspülen des Färbemittels unbedingt mit dem (meist) beiliegenden Conditioner. Wenn kein Conditioner beiliegt, besorge dir ein ähnliches Produkt. Es sorgt dafür, dass die blonden Strähnen lange schön bleiben und dein Haar nach der Anwendung samtweich ist.

Pflege nach der Behandlung

Da blonde Strähnen deine Haarstruktur angreifen können, solltest du deine Haare gut pflegen. Nur so ist langfristig ein zufriedenstellendes Ergebnis möglich.

  • Versorge dein gesträhntes Haar und deine blonden Strähnen ausreichend mit Nährstoffen, indem du ein feuchtigkeitsspendendes Shampoo und eine Tiefenspülung verwendest.
  • Einmal pro Woche solltest du eine Intensiv-Kur verwenden. Diese sollte mindestens eine halbe Stunde einziehen. Tipp: Besonders wirkungsvoll ist es, wenn du die Kur über Nacht einwirken lässt und erst am nächsten Morgen ausspülst.
  • Es gibt auch spezielle Farbschutz-Haarprodukte, die dafür sorgen, dass die Farbe so bleibt wie sie sein soll. Denn ungepflegt oder schlecht gepflegt können blonde Strähnchen nach und nach vergilben oder einen Rotstich bekommen. Kommt es zu einem Gelbstich, kann ein Silberglanz-Shampoo mit lilafarbenen Farbpartikeln den gesträhnten Haaren helfen.
  • Haare mit blonden Strähnen sollten beim Stylen unbedingt vor großer Hitze geschützt werden, da sich dadurch der Farbton auf Dauer verändern kann. Verwende also für die gesträhnten Haare so wenig wie möglich Hitzestyling wie Föhn, Lockenstab oder Glätteisen. Wenn du auf die Geräte nicht verzichten kannst, besorge dir einen möglichst guten Hitzeschutz (gibt es als Spray, Gel oder Schaum) für deine Haare. Dann ist auch Hitzestyling und heißes Haare föhnen ab und zu erlaubt.

Babylights

Inspiriert von feinen Kinderhaaren, die um das Gesicht etwas heller erscheinen, sind Babylights geradezu ideal, um die Haarfarbe mit dezenten oder prägnanten Lichteffekten ein wenig aufzupeppen und dabei trotzdem einen natürlichen Look beizubehalten. Das Markenzeichen der Babylights sind sehr feine Strähnen, die sanft nach unten verlaufen. Es gibt allerdings kein Muster, nach dem sie gesetzt werden. Es liegt in der Hand des Friseurs oder besser gesagt im Auge des Profis, wo und wie viele Strähnen gesetzt werden. Denn der Colorist beobachtet ganz genau, wie das Haar fällt und wie die Sonne sich auf ihm spiegeln würde.

Babylights beginnen klassischerweise nicht direkt am Ansatz, sondern erst etwa zwei Zentimeter darunter. Vor allem den Strähnen links und rechts vom Gesicht wird dabei besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Babylights sind besonders pflegeleicht, denn sie müssen nicht ständig nachgefärbt werden.

Techniken für Babylights:

  • Painting-Technik: Ähnlich wie bei den Färbetechniken Balayage oder Ombré wird hier die Farbe freihändig mit einem Pinsel vom Friseur auf die Haare aufgebracht.
  • Folientechnik: Die Folientechnik eignet sich besonders, wenn ein etwas präziseres Ergebnis gewünscht ist. Mit einem Stielkamm werden winzige Haarsträhnen separiert und dann die Haarfarbe aufgetragen. Anschließend werden sie mit Alufolie umschlossen, solange die Coloration einwirkt.
  • Biolight Hair Color Strips: Statt der klassischen Aluminiumfolie lassen sich auch Baumwollstreifen, sogenannte Biolights verwenden. Das Ergebnis liegt dann zwischen den besonders natürlichen Babylights der Freihand-Technik und den exakten Strähnchen der Folientechnik.

Generell sollten Babylights höchstens ein bis zwei Töne heller als die Naturhaarfarbe sein, um den natural Beauty Look zu kreieren. Blondtöne eignen sich hierfür besonders gut. Doch Vorsicht: Zu stark gebleichtes, dunkles Haar wirkt schnell unnatürlich. Optimalerweise wird der Colorist die Babylights auf den Hautton und die Naturhaarfarbe abstimmen. Somit stehen die Strähnchen im Prinzip jedem. Auch für Frauen, die ihre grauen Strähnen abdecken wollen, sind Babylights perfekt.

Insbesondere bei normal bis feinem Haar funktionieren Babylights besonders gut, um mehr Volumen ins Haar zu zaubern. Denn sie konturieren das Haar und geben ihm einen gewissen 3D-Effekt. So wirkt es dicker und fülliger. Nur gesunde Haare sind schöne Haare! Sobald Haarfarbe ins Spiel kommt, braucht die Mähne das Plus an Pflege, um ihre Leuchtkraft und Lebendigkeit zu erhalten. Da bilden Babylights keine Ausnahme.

Bei Babylights besteht wie bei jeder Blondierung das Risiko für Gelbstich. Wer sich ein kühles Farbergebnis wünscht, wie die beliebten Babylights in aschblond, kann auf spezielle Silbershampoos setzen, um dem Gelbstich entgegen zu wirken. Verliert die Haarfarbe nach einiger Zeit an Glanz, muss nicht zwangsläufig sofort nachgefärbt werden. Ein Glossing kann die feinen Highlights schnell wieder auffrischen und den Farbglanz neu beleben.

Wie bei den meisten Farbtechniken sollte man auch bei Babylights darauf achten, dass Stylingtools wie Glätteisen und Lockenstab nicht zu heiß angewendet werden. Denn durch das Färben ist das Haar häufig bereits gestresst. Durch die Hitzeeinwirkung wird das Haar zusätzlich strapaziert und droht trocken und brüchig zu werden.

Babylights sind etwas aufwendiger als normale Highlights, da viel mehr und viel dünnere Strähnchen aus dem Haar gewebt werden. Der Zeitaufwand, der bei dieser Färbetechnik entsteht, ist daher etwas höher, was sich letztendlich auch in den Kosten niederschlägt. Einflussfaktoren für Zeit und Geld sind beispielweise wie viele Babylights gesetzt werden, wie lang das Haar ist und ob mehrere Nuancen eingesetzt werden.

Um ein natürliches Ergebnis zu erhalten, sind Babylights nur etwas für geübte Hände. Wir empfehlen daher die ultra feinen Strähnen vom Profi im Friseursalon machen zu lassen. Der Friseur berät nicht nur bei der passenden Coloration zur Naturhaarfarbe und zum Hautton, sondern kann die Strähnen auch gleichmäßig setzen beziehungsweise berücksichtigen, wie die Haare natürlich fallen.

Babylights sehen nicht nur bei normalen bis feinen Haaren wunderschön aus, sondern schenken auch Locken die richtige Menge an zusätzlicher Definition. Dabei muss man aber auf die Größe der gewählten Haarpartien achten. Werden bei lockigem Haar nämlich zu dünne Strähnen aufgehellt, gehen die Highlights im Wust der Haarpracht verloren, aber zu große Strähnen sehen klobig und unnatürlich aus.

Babylights sind eine tolle Lösung für alle, die ihre Haare aufhellen wollen, aber sich auch nicht ganz von ihrer Naturhaarfarbe verabschieden möchten.

Ombre Powder Brows - Vermessung & Vorzeichnung | TUTORIAL | Permanent Make-Up

Face Framing

Face Framing ist ein Frisurentrend, den Du leicht selber machen kannst und der total angesagt ist. Der Trend wird auch als „Money Piece Hair“-Style bezeichnet. Beim Face Framing wird die vordere Haarpartie, die das Gesicht umrahmt, aufgehellt. Mit Face Framing kannst Du Deine Gesichtskonturen gekonnt hervorheben und Dein Gesicht in Szene setzen. Die Highlights bringen die Konturen Deines Gesichts hervor und schmeicheln Deinem Teint. Gleichzeitig wirkt die Face Framing Technik sehr natürlich und dezent - als wäre Deine Farbe von der Sonne entstanden.

Die Face Framing Färbetechnik ist eine sehr schonende und leichte Möglichkeit für Dich, einen neuen Look auszuprobieren. Face Framing steht allen Haarfarben. Face Framing eignet sich für die meisten Haarlängen, aber für ein optimales Ergebnis sollten Deine Haare mindestens die Kinnlänge haben. Face Framing ist perfekt für alle, die Ihre Haare gerne mal offen, mal geschlossen tragen möchten. Face Framing ist eine tolle Technik für Einsteiger.

Balayage selber machen

Balayage ist nicht umsonst eine der beliebtesten Färbetechniken. Durch die Art und Weise wie die Farbe in die Haare gestrichen wird, ist das Ergebnis besonders natürlich. Du hast schon bei einigen Stars den Balayage-Look gesehen und hättest es auch gerne selbst, willst aber nicht so viel Geld ausgeben oder möchtest es einfach mal selbst ausprobieren? Kein Problem! Denn hier haben wir für dich die perfekten Tipps und Tricks, wie du am besten Balayage selber färben kannst.

Balayage selber machen: Die wichtigsten Do's and Dont's

Seit bitte nicht zu voreilig oder zu euphorisch, damit keine Flüchtigkeitsfehler auf dem Weg zu deiner neuen Haarfarbe passieren. Es kann nämlich so einiges schief gehen - und das schneller, als man denkt. Einmal falsch die Farben angemischt und zack, deine Haare sind orange oder gar fleckig. Nimm dir ruhig ein wenig Zeit, um dich bestens auf dein Färbe-Erlebnis vorzubereiten. Ganz wichtig: die Gebrauchsanweisung der Farbe akkurat durchzulesen. Deine Haare werden bei dieser Färbetechnik blondiert, weshalb sie durch eine falsche Durchführung kaputt und brüchig werden könnten. Solange du jedoch mit Sorgfalt alles genauestens Schritt für Schritt nach der Anleitung machst, wirst du ein tolles Farbergebnis bekommen.

Do’s beim Balayage selber färben:

  • Die Packungsbeilage bzw. Anleitung davor genauestens lesen und auch befolgen
  • Die Farbe (oder Blondierung) sollte ein bis zwei Nuancen heller sein, für ein schönes Farbergebnis
  • Farbe freihand auftragen
  • Gerne die Farbe auf unterschiedlichen Höhen ansetzen

Don’ts beim Balayage selber färben:

  • Niemals den Ansatz färben (nur Spitzen und Längen)
  • Das Deckhaar nicht blondieren
  • Immer von oben nach unten das Haar bepinseln
  • Nicht zu dicke Strähnen auf einmal nehmen
  • Zügig blondieren

Balayage selber machen zu Hause: Diese Utensilien benötigst du

Bevor du so richtig loslegen kannst, stell sicher, dass du auch alle notwendigen Dinge bei dir hast, um reibungslos dein DIY-Balayage machen zu können. Hier haben wir dir eine Check-Liste geschrieben, mit all den benötigten Materialien, zum selber färben.

Checkliste zum Balayage selber machen:

  • Eine Farbe in ein bis zwei Nuancen heller wie deine Naturhaarfarbe (lieber zwei Packungen kaufen, bevor du zu wenig hast)
  • Ein altes Handtuch und ein T-shirt (Bleiche geht nicht mehr aus den Stoffen heraus, also wähle irgendetwas Altes, was du sowieso nicht mehr anziehst)
  • Einen Stielkamm
  • Haarklammern oder Spangen, um das Haar abzuteilen
  • Fächer-Pinsel, wenn nicht einer in der Färbepackung ist (eignen sich am besten, um die Farbe aufzutragen)
  • Handschuhe, wenn nicht eh ein Paar in der Färbepackung ist
  • Pflegespülung/Maske um das beanspruchte Haar danach reichlich zu pflegen

Balayage selber machen: Schritt für Schritt zum natürlichen Look

Wenn es euch selber etwas zu umständlich ist, ganz alleine die Haare zu färben, dann holt euch Hilfe von einer guten Freundin. Zu zweit macht es außerdem doch gleich viel mehr Spaß.

  1. Schritt: Ganz wichtig! Ziehe dein T-Shirt, das fleckig werden darf, gleich zu Beginn an (dann bereust du sicherlich nichts im Nachhinein).
  2. Schritt: Leg das Handtuch über deine Schultern und platziere alle Utensilien griffbereit neben dir.
  3. Schritt: Nun trennst du deine Haare mit dem Stielkamm zu dem Scheitel, den du normalerweise auch immer trägst.
  4. Schritt: Weiter geht es, indem du deine Haare mithilfe des Kamms in drei Teile aufteilst. Die erste Partie soll dein Deckhaar darstellen, welches sich direkt um den Scheitel herum befindet und frei von Farbe bleibt. Die zweite Partie ist lediglich einen Ticken weiter unten, verläuft einmal rings um den Kopf. Die restlichen Haare lässt du einfach hängen, denn mit denen beginnst du. Tipp: Falls du sehr dicke oder sehr viele Haare haben solltest, teile lieber noch einmal ab.
  5. Schritt: Nun ist es an der Zeit, dass du dir deine Farbe anmischst. Halte dich hierbei so genau wie nur möglich an die beiliegende Anleitung deiner Farbpackung. Falls du dir noch nie zuvor die Haare gefärbt hast und deshalb auch nicht weißt, ob deine Haut darauf reagiert, dann mach lieber einmal den Allergie-Patch-Test.
  6. Schritt: Jetzt geht es so richtig los mit dem Balayage selber färben. Nimm je eine Strähne aus der jeweiligen Partie, die nicht dicker als 2-3 cm ist und bestreiche sie mit der Farbe. Da du einen natürlichen Farbverlauf haben möchtest, verteile die Blondierung niemals auf dem Ansatz, sondern nur in den Haarspitzen und den Längen. Für einen wunderbar natürlichen Look, den Pinsel nicht bei jeder Strähne auf derselben Höhe ansetzen und die Highlights auch mal Freihand auf deine Haare malen. Wenn es dir leichter fällt, dann stell dir einfach vor, du würdest mit ganz vielen kleinen Pinselstrichen etwas auf eine Leinwand zeichnen, denn dann machst du es genau richtig.
  7. Schritt: Dieses Prinzip machst du nun Strähne für Strähne. Die bereits bemalten Haare kannst du einfach auf das Handtuch fallen lassen. Sei lieber etwas schneller bei dem Auftragen der Blondierung, weil sonst entsteht ein zu großer Unterschied zwischen den ersten und letzten gefärbten Haare. Balayage lebt von der Imperfektion und von deiner individuellen Ader. Also hab keine Angst, denn dein Ergebnis wird sicherlich sehr cool aussehen!
  8. Schritt: Nachdem du alle Haare mit deiner Farbe bepinselt hast, ist es an der Zeit, die Blondierung einwirken zu lassen. Richte dich hierbei nach den Angaben auf der Packung und halte diese auch genauestens ein. Sobald die Zeit abgelaufen ist, wäschst du die Farbe aus. Danach unbedingt noch eine Pflegespülung auftragen.

Pflegeprodukte für gesträhntes Haar

Hier sind einige empfohlene Pflegeprodukte für gesträhntes Haar:

Produkt Beschreibung
System Professional Repair Shampoo Reparierendes Shampoo für stark beanspruchtes Haar.
System Professional Repair Conditioner Reparierender Conditioner.
System Professional Repair Mask Reparierende Maske.
System Professional Silver Blond Shampoo Silbershampoo zur Neutralisierung von Gelbstich.
WELLA PROFESSIONALS Wellaplex No. 3 Bond Maker Stärkt das Haar und reduziert Haarbruch.
WELLA PROFESSIONALS EIMI Thermal Image Hitzeschutzspray Schützt das Haar vor Hitze beim Styling.

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