So sollte Ihre Brille sitzen: Augenbrauen, Passform und mehr

Die Wahl einer Brille kann eine schwierige Aufgabe sein. Sie müssen versuchen, einen Stil zu finden, der Ihnen gefällt und der gut zu Ihrem Gesicht passt. Eine Brille sieht, je nach Knochenbau, Gesichtszügen und Augenbrauen eines Menschen, an jedem anders aus.

Ihre Brille ist nicht nur ein Hilfsmittel zum Sehen, sondern dient auch als Accessoire, das dazu beitragen kann, die Merkmale Ihres Gesichts zu betonen. Es gibt einige Schlüsselelemente die der Optiker verwendet, um den idealen Fluss zwischen Ihrer Brille und Ihrem Gesicht zu schaffen. Die Augenbrauen sind ein wesentlicher Faktor bei der Suche nach der richtigen Brille, sollten aber nicht die einzige Ursache für den Stil und die Passform sein, die Sie wählen. Achten Sie darauf, dass die Brille auf dem Nasenrücken sitzt. Daran können Sie erkennen, wie viel der Augenbraue sie wirklich verdeckt. Die Gesichtsform ist ein weiterer wichtiger Faktor, der eng mit Ihren Augenbrauen zusammenspielt, um die richtige Brille zu finden.

Die Wahl des Gestells nach der Gesichtsform hilft, die Gesichtszüge mit den Zügen der Brille entweder zu betonen oder zu verstecken.

Wie muss eine Brille sitzen? Der Selbsttest:

  • Die Brille sollte in waagerechter Position direkt auf der Nase sitzen.
  • Die Brille rutscht nicht, wenn du den Kopf nach unten neigst. Möglicherweise müssen die Bügel an die Ohren angepasst werden.
  • Du spürst keinen Druck durch die Brillenbügel auf den Schläfen.
  • Die Brille verursacht kein unangenehmes Gewicht auf der Nase.
  • Du kannst mit den Augen jeweils im oberen Drittel durch das Glas hindurchblicken.

Die Augenbrauen dienen einem anderen wichtigen Zweck als dem Schutz Ihrer Augen vor Feuchtigkeit und Licht. Sie spielen eine entscheidende Rolle in der Kommunikation, da sie eine wichtige Methode sind, mit der wir Emotionen ausdrücken. Andere können unsere Stimmungen und Gefühle besser verstehen, wenn sie sichtbar sind. Sofern Sie nicht hoffen, Ihre Emotionen zu verbergen oder anonym zu bleiben, erfüllen die Augenbrauen einen wesentlichen Zweck in der nonverbalen Kommunikation.

Brillenauswahl -Tipps

Die richtige Brillenbreite ermitteln

Bei der Brillenwahl ist die Ermittlung der individuell passenden Brillengröße unabdingbar, denn sie entscheidet maßgeblich über den Tragekomfort und ein harmonisches Gesamtbild.

Die Größe bezieht sich in erster Linie auf die Breite der Fassung. Ist sie zu groß oder zu klein, verrutscht die Brille schnell oder verursacht Druckstellen. Für die optimale Passform orientierst du dich einfach an der Breite deines Gesichts. Damit die Brille gut sitzt, muss der Brillensteg zur Breite deiner Nase passen. Die Stegbreite ist der kürzeste Abstand zwischen den Gläsern unterhalb des Steges und wird von der Innenkante Nut zur Innenkante Nut gemessen.

Wenn die Brille nicht richtig auf der Nase sitzt, ist die Sehleistung nicht optimal, weil in diesem Fall auch die bei der Glaszentrierung errechnete optische Mitte verrutscht. Durch ein zu kleines Glas ist das Sichtfeld eingeschränkt, mit einem größeren Glas erfasst dein Auge auch äußere Sichtzonen. Allerdings sollte das Glas nicht breiter als das Gesicht sein und die Augenbrauen sichtbar bleiben. Der optimale Durchblickpunkt liegt im oberen Drittel der Brille. Von der Pupille sollte nach unten hin mehr Glas vorhanden sein als nach oben.

Drei Wege, die richtige Brillengröße zu ermitteln:

  1. Mithilfe der Daten auf deiner aktuellen Brille: Du kannst das Brillen- / Kastenmaß am Innenbügel oder auf der Innenseite des Stegs ablesen.
  2. Mithilfe eines Lineals: Trägst du bereits eine deinem Wunschmodell ähnliche Brillenform (z.B. eckig), gibt diese Aufschluss über die für dich perfekte Breite. In diesem Fall kannst du einfach mit einem Lineal entlang der oberen Rahmenlinie von der einen äußeren Brillenkante zur anderen messen. Dein Favorit kann bis zu ±2 mm von deiner aktuellen Breite abweichen.
  3. Die Brillengröße mithilfe einer Kreditkarte bestimmen: Verwende eine Standard-Kreditkarte (85,60 mm x 53,98 mm), stelle dich vor den Spiegel und lege die Karte hochkant der Nase entlang an. Wo endet die andere obere Ecke der Karte?
    • Weit über das Ende des Auges hinaus: Wähle eine kleinere Größe (Breite 47 - 49 mm).
    • Am Ende des Auges: Dann passen dir mittelgroße Brillen (Breite 50 - 52 mm) am besten.
    • Noch vor dem Ende des Auges: Du brauchst eine große Brillen ab 53 mm.

Die Rolle der Augenbrauen bei der Brillenwahl

Augenbrauen verstärken die Mimik in deinem Gesicht und sind für deine Ausstrahlung verantwortlich. Beim Kauf einer neuen Brille ist es wichtig, deine Augenbrauen zu berücksichtigen, damit diese weiterhin ausdrucksstark wirken.

Die wichtigste Regel: Der obere Rand der Brillenfassung sollte immer unter deinen Augenbrauen sitzen. Das heißt, dass deine Augenbrauen nicht von dem Rahmen der Brille verdeckt sein sollten, denn so wird dir ein charakteristisches Merkmal genommen und dein äußeres Erscheinungsbild wird verfälscht.

Die verschiedenen Augenbrauenformen

Bevor es an die Wahl deiner neun Brille geht, solltest du vorerst wissen, welche Augenbrauenform du hast. Anhand dieser kannst du ein für dich optimales Brillenmodell wählen! Auch die verschiedenen Gesichtsformen solltest du nicht ganz aus den Augen lassen.

  • Gerade Augenbrauen: Bei geraden Augenbrauen empfehlen wir dir ein Brillenmodell, welches ebenfalls gerade verläuft. Somit wird ein harmonisches Gesamtbild erzeugt.
  • Geschwungene Augenbrauen: Da hier die Augenbrauenform rundlich beginnt und dann am höchsten Punkt wieder abfällt, empfehlen wir dir den Griff zu einem Modell mit abgerundeten Gläsern. Auch randlose Brillen sind perfekt geeignet, da sie das Gesicht weicher wirken lassen. Eine eckige Vollrandbrille ist bei geschwungenen Augenbrauen oft zu markant.
  • Ovale Augenbrauen: Mit dieser Form ist die Wahl der Brille nicht so schwer, denn du kannst alles tragen. Durch den gleichmäßigen Verlauf bieten sich unterschiedliche Fassungen an. Beispielsweise kannst du durch ein ebenfalls ovales Brillenmodell ein stimmiges Bild erzielen. Durch ein eckiges Brillengestell schaffst du harte Kanten und setzt ein Statement.
  • Abfallende Augenbrauen: Randlose Brillen eignen sich hervorragend, um ein natürliches Erscheinungsbild zu erzeugen. Auch Panto-Brillen, die momentan auch sehr angesagt sind, stellen eine gute Option für deine Augenbrauen dar. Panto-Brillen sind eher rund und zeichnen sich durch einen markanten Nasensteg aus.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, bei denen man sich nicht an die vorherigen Regeln halten sollte. Zum Beispiel bei den Oversize-Modellen. Diese haben ein extra großes Sichtfeld. Werden durch dieses deine Augenbrauen verdeckt, ist das nicht schlimm, bei der Oversize-Fassung ist das gewollt. Auch bei Nickelbrillen, die heutzutage nicht mehr aus Nickel bestehen, gibt es eine Ausnahme. Diese Brille ist bewusst sehr klein und rund. Bei dem Kauf einer Nickelbrille solltest du allerdings auch auf deine Gesichtsform achten, denn der runde Klassiker steht eckigen und herzförmigen Gesichtern ganz hervorragend.

Bei der Wahl der passenden Brille ist natürlich die Augenpartie zunächst das Maß der Dinge. Einer der ersten Blicke beim Kennenlernen gilt bekanntlich den Augen. Und diese werden als attraktiv empfunden, wenn Sie möglichst groß und offen wirken. Besonders wichtig bei der Brillenwahl ist der Durchblickspunkt. Denn seine Lage entscheidet über den attraktiven Sitz der Brille. Die individuellen Augenbrauenbogen sind bedeutender Teil der Augenpartie. Sie verleihen unserer oberen Gesichtspartie Kontur sowie dem ganzen Gesicht Struktur und Ausdruck. Daher spielt ihr Schwung und ihr Abstand zu den Augen bei der Brillenwahl eine wichtige Rolle.

Augenbrauen sollten gleichmäßig erscheinen und nicht hinter der Brille oder ihrem Rahmen verschwinden. Sonnenbrillen bilden hier eine Ausnahme. Sie dürfen die Augenbrauen verdecken, denn sie wirken aufgrund ihrer dunkel getönten Gläser anders auf das Gesicht als Korrektionsbrillen.

Tipps vom Optiker-Team

  • Tipp 1: Bei der Anprobe ist es immer sinnvoll, mit hohen Scheibenformen zu beginnen: Sie lassen den Augen mehr Platz zum wirken, der Rahmen ist meist nicht im Sehbereich.
  • Tipp 2: Das Auge sollte optimal in der Mitte des Glases durchschauen. Sitzt es zu weit oben, bekommt man schnell einen Schlafzimmerblick.
  • Tipp 3: Versucht man Tipp 1 und 2 zu kombinieren, passiert es manchmal, dass bei hohen Gläsern die Augen immer zu hoch sitzen. Dann ist der Abstand zwischen Ihren Augenbrauen und Ihrer Lidfalte recht kurz. In diesem Falle kann zu schmaleren Gläsern gegriffen werden.

Was tun, wenn die Brille nicht gut sitzt?

Endlich perfekte Sicht durch optimale Anpassung von Brille und Brillengläsern - doch plötzlich drücken die Brillenbügel an den Schläfen, der Nasensteg macht sich unangenehm bemerkbar, oder die Brille rutscht ständig nach vorn.

Dauerhaft entspanntes Sehen ist nämlich nicht nur von den richtigen Brillengläsern abhängig. Auch das „Drumherum“ muss stimmen, damit die Brille dauerhaft bequem sitzt und ihrem Träger nicht zur Last wird. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, um höheren Tragekomfort zu erreichen. Meist ohne großen Zeitaufwand.

  • Leichte Brillengläser: Grundsätzlich sind leichte, dünne Brillengläser angenehmer zu tragen. Brillengläser aus Kunststoff sind hier im Vorteil, da sie um bis zu 50 Prozent leichter als mineralische Brillengläser gefertigt werden können.
  • Nasenauflage: Das A und O: dass die Nasenauflage „satt“ ist, also eine möglichst große Fläche besitzt und rundum gut aufliegt. Ansonsten kann die Brille schnell den Halt verlieren. Gerade bei einer Brillenfassung aus Kunststoff sollte dies bereits bei Auswahl und Anpassung beachtet werden, da sich der Nasenbereich bei einer Kunststofffassung nachträglich nur schwer verändern lässt. Bei Brillen mit einer Fassung aus Metall sind Nasenpads in vielen verschiedenen Größen und Materialien verfügbar und lassen sich bequem austauschen und anpassen.
  • Brillenbügel: Die Brillenbügel sollten so an die Gesichtsform angepasst werden, dass auf den Schläfen zu keinem Zeitpunkt spürbarer Druck entsteht. Optimal angepasste Bügel sorgen allerdings erst hinter dem Ohr für leichten Zug und halten so das Gewicht als Last von der Nase ab.

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