Leichte Rockabilly Frisur Anleitung: So gelingt der Retro-Look

Rockabilly-Frisuren sind immer ein Eye-Catcher. Mit etwas Übung wird es Ihnen im Handumdrehen gelingen, den Style umzusetzen. Wir haben einige Tipps und Tricks für Sie bereitgestellt, die Ihnen beim Stylen helfen können.

Rockabilly Frisur mit Bandana

Was ist Rockabilly?

Der Rockabilly ist ursprünglich ein Musikstil aus den USA der 50er-Jahre. Künstler wie Elvis Presley, Johnny Cash oder Buddy Holly wirbelten das Musikbusiness auf. Ihre Songs spiegelten das Lebensgefühl der jungen Generation wider, die sich von den strengen Moralvorstellungen voriger Jahrzehnte lösen wollte.

Weg von der Kultur adretter Sonntagskleidung und der Frau hinterm Herd. Frisuren und Make-up wurden auffälliger, wilder und bunter. Die Frauen trugen schwingende Petticoats und knallroten Lippenstift.

Der Vintage-Stil der 50er ist auch heute noch angesagt. Das zeigen Stars wie Burlesque-Ikone Dita Von Teese oder Sängerin Pink mit ihren Outfits. Der üppige Rockabilly-Look für die Frau schmeichelt der Figur und ist darauf ausgelegt ihre Kurven zu betonen. Der Style für Männer hingegen ist betont lässig, bequem und versprüht einen Hauch von Rebellion.

Es gibt eine ganze Szene, die sich mit dem Lifestyle rund um Rock’n’Roll-Tanz, Musik, Filme und Frisuren dieser Zeit beschäftigt.

Petticoat, Bleistiftrock, Bluse mit Punkten, Karos oder Kirschen. Details wie Schleifen und Puffärmel dürfen natürlich auch nicht fehlen. Dazu passen Riemchen-Pumps oder Peep Toes. Lederjacke, darunter ein schlichtes weißes Shirt, Dark Denim Jeans und derbe Bikerstiefel.

Wer den Retro-Trend im Alltag ausprobieren möchte, für den muss es ja nicht gleich der bauschige Unterrock sein. Einzelne Elemente aus dem Rockabilly-Stil lassen sich gut mit modernen Teilen kombinieren. Eine hochgeknotete Karobluse zur Jeans oder eine niedliche Schluppenbluse mit Puffärmeln machen den Retro-Trend alltagstauglich.

Zum gelungenen Retro-Make-Up gehören vor allem zwei Zutaten: ein klassisch-schwarz geschwungener Lidstrich und knallige Lippenfarben. Für den Lidstrich verwendet man am besten wasserfesten, flüssigen Eyeliner. Er hat den Vorteil, dass der Lidstrich auch beim Rock 'n' Roll-Tanzen nicht verwischen kann. Auffälliger, roter Lippenstift macht den Style komplett. Natürlich sollte das Rot auf den Hauttyp abgestimmt werden. Heller Haut schmeicheln Korall- und Orange-Töne, zu dunklerer Haut passen eher beerige Rottöne oder Kirschrot.

Doch das Make-up ist beim Styling nur die halbe Miete - erst die kunstvolle Haarpracht rundet den Style ab. Ob platinblonde Lockenpracht wie bei Marylin Monroe oder pechschwarze Mähne á la Bettie Page. Ob mit geradem Pony oder Tolle: Rockabilly-Frisuren sind Vielfalt pur.

Eines muss die perfekte Rockabilly-Frisur sein: auffällig und schwungvoll voluminös. Die Looks können frech und mädchenhaft oder verführerisch und weiblich gestylt werden.

Ganz wichtig: Am besten jetzt schon mal das Haarspray bereithalten.

Rockabilly-Frisuren selber machen: Was Sie benötigen

Um Frisuren im Rockabilly-Look zu stylen, brauchen Sie nur wenig Material und etwas Zeit. Dabei gibt es verschiedene Frisuren, die je nach Haarlänge ideal zu Ihnen passen. Um die zeitlosen und beliebten Frisuren im Stil der 50er und 60er Jahre zu kreieren, benötigen Sie nur die Basics des Haarstylings: Legen Sie einige Haargummis, einen Toupierkamm, Haarnadeln und ein Bandana bereit.

Rockabilly-Frisuren für kurze Haare

Haben Sie kurze Haare, sorgt eine Tolle mit Seitenscheitel für einen raffinierten Retro-Look. Ziehen Sie sich zu Beginn einen Seitenscheitel und trennen Sie die spätere Pony-Partie ab. Um diese Frisur bestmöglich zu stylen, benötigen Sie zusätzlich eine etwa walnussgroße Menge an Pomade.

Verreiben Sie die Pomade in Ihren Händen und verteilen Sie diese anschließend gleichmäßig in Ihrem Haar. Drehen Sie den toupierten Pony über zwei Finger, um die Tolle zu stylen. Die Spitzen sollten sich möglichst auf der Innenseite der Tolle befinden.

3 Basic Anfänger Rockabilly Frisuren mit Bandana/ MEGA EINFACH!

Rockabilly-Frisuren für lange und halblange Haare

Haben Sie mittellange bis lange Haare, gibt es ebenfalls verschiedene Frisuren, die Sie im Rockabilly-Look umsetzen können.

Pferdeschwanz

Bei halblangen und langen Haaren bietet es sich an, die Haare in einem Pferdeschwanz zu tragen. Einen tollen Retro-Look erreichen Sie, indem Sie den Pferdeschwanz sehr hoch zusammenbinden. Um dem Pferdeschwanz nun das gewisse Extra zu verleihen, benötigen Sie ein großes Lockeneisen. Formen Sie mithilfe des Lockeneisens Ihre Haare so, dass sie anschließend in Spiralen fallen.

Offenes Haar

Beginnen Sie damit, sich einen tiefen Seitenscheitel zu ziehen. Nehmen Sie anschließend einen Lockenstab zur Hand und drehen mit diesem leichte Wellen in Ihr Haar. Nehmen Sie sich nun von einer Seite des Scheitels eine breitere Strähne. Diese zwirbeln Sie ein und legen Sie nach hinten. Befestigen Sie die gezwirbelte Locke mithilfe von einigen Bobby Pins.

Das Bandana können Sie bei jeder beliebigen Rockabilly-Frisur als besonderes Styling-Accessoire einsetzen: Sowohl bei einem Dutt, als auch bei einem Pferdeschwanz oder einer offenen Frisur.

Verschiedene Rockabilly Frisuren

Weitere Tipps für Rockabilly-Frisuren

Möchten Sie den Rockabilly-Style jeden Tag erleben, können Sie sich einen sogenannten "Pony À la Bettie Page" schneiden lassen. Mithilfe eines Glanzsprays lässt sich jede Rockabilly-Frisur abrunden.

Rockabilly-Frisuren lassen sich zeitlos-schick mit einem geschwungenen Lidstrich und einem roten, auffälligen Lippenstift kombinieren. Dieser Make-Up-Trend ist auch als Pin-Up-Make-Up bekannt.

Ein auffällig geschwungener Lidstrich, wie er für das Rockabilly-Make-Up bekannt ist, gelingt meist besonders gut mit einem flüssigen Eyeliner.

Dutt-Frisuren im 50er-Jahre-Stil

Retro Dutt Frisuren, die heute auch gut tagsüber getragen werden können, stammen hauptsächlich aus den 50er Jahren. In den 50ern entstand eine eigene Jugendkultur und neue Frisuren wie der Pferdeschwanz. Eine der Jugend Ikonen war Audrey Hepburn, die als ehemalige Ballerina immer wieder modische Anleihen in der Tanzwelt nahm, darunter auch Chignon Frisuren. Ein 50er Dutt Frisur ist super einfach und schnell zu stylen, wurde damals aber besonders im High Fashion Bereich getragen.

Denn eher schlichte Hochsteckfrisuren brachten die ausladenden Abendkleider der Haute Couture der 50er Jahre besonders gut zur Geltung.

Ikonen der 50er Jahre

Die 1950er Jahre sind ein Jahrzehnt, das durch Eleganz, aber auch strenge Moralvorstellungen und Etikette definiert ist, und sehr starre Geschlechterrollen hatte. Die ideale Braut ist eine fügsame Schönheit, voller Vorfreude auf ihre lebenslange Rolle als Hausfrau. Bis zum Alter von 20 Jahren sollten Frauen bereits verheiratet sein.

Originale 50er Frisuren Anleitungen für langes Haar sind etwas seltener zu finden, da damals eher kürzeres Haar modisch war. Hollywood Stars wie Jane Russell, Dorothy Lamour und Debra Paget hatten aber auch in den 50er Jahren teilweise langes Haar.

Grace Kelly

Grace Patricia Kelly (1929 - 1982) war eine bekannte US Filmschauspielerin, die 1956 Fürst Rainier III. von Monaco heiratete. Ab da hieß sie Princesse Grace de Monaco oder deutsch auch Fürstin Gracia Patricia von Monaco. Sie ist ist eine Stilikone und war ein modisches Vorbild für die Frauen ihrer Generation.

Grace Kelly mit Seidentuch

Marilyn Monroe

Marilyn Monroe hat in ihrem Leben natürlich nicht immer die gleiche Frisur getragen, trotzdem denken wir sofort an lockige, kurze platinblonde Haare mit einem Schwung über der Stirn, wenn es um die Haare von Marilyn Monroe geht. Voila! Eine typische und originale Rockabilly Frisur aus den 50ern: Die Haare sind mit einem Haarkamm hochgesteckt. Modern waren damals kurze Haare beziehungsweise hochgesteckte Haare und Locken. Das kann man gut an einer der Ikonen dieser Zeit sehen - Marilyn Monroe.

Spezielle Rockabilly-Frisuren

Die Banane

Das ist eine leichte Pinup Frisur aus den 50er Jahren für langes Haar. Dieses Haarstyling kennt man auch unter dem Namen „Banane“, weil die Haare in die Form einer Banane am Hinterkopf gerollt sind. Den typischen 50er Look bekommt die Banane dadurch, dass Locken die Grundlage der Frisur sind.

Victory Rolls

Die "Victory Rolls" wurden nach einem amerikanischen Flugmanöver benannt. Auch für diese Frisur braucht es etwas Fingerspitzengefühl. Zunächst mit einem Kamm einen Seitenscheitel ziehen. Von der vorderen Ponypartie jeweils links und rechts eine dicke Strähne abteilen. Die Strähnen kurzzeitig wegstecken, da mit ihnen später weitergearbeitet wird. Anschließend die restliche Mähne mit dem Lockenstab zu lockeren Wellen aufdrehen.

Nun kommen wieder die Strähnen von vorhin zum Einsatz. Aus ihnen formt man die nach innen eingedrehten "Victory Rolls". Jetzt beide Strähnen vom Ansatz aus mit einer Bürste antoupieren. Nun folgt ein kleiner Check: Wenn die beiden Haarschnecken so zueinander zeigen, dass in der Mitte ein "V“ (wie "Victory“) entsteht, dann haben Sie alles richtig gemacht.

Pin-up-Rolls

Pin-up-Girls waren im Amerika der 50er-Jahre unglaublich beliebt. Die verzauberten durch ihren besonderen Look nicht nur die Männer, sondern inspirierten Generationen von Frauen nach ihnen. Bis heute ist der Pin-up-Stil beliebt. Vor allem das Make-up und die Pin-up-Frisuren sehen wir bis heute an vielen Frauen. Auch im Rockabilly gibt es viele Pin-up-Elemente wie die Pin-up-Rolls. Kennst du die hübschen kleinen Locken der Pin-up-Girls? Bis heute eine beliebte Vintage-Frisur!

Anleitung für Pin-up-Rolls:

Für die Pin-up-Rolls wird zunächst Schaumfestiger in die Haare gegeben, um den kleinen Curls schon vorab mehr Halt zu geben. Dann einzelne Strähnen mit den Fingern zu kleinen Locken eindrehen und mit Haarklemmen oder Haarnadeln festgesteckt. Wenn dir das zu schwer ist, kannst du auch zu Wicklern greifen, um die Curls einzudrehen.

Nach dem Trocknen kannst du auch hier die Wickler lösen und die Curls öffnen. Durch leichtes Auskämmen bekommen die Curls einen schönen Vintage-Look und fallen etwas lockerer und voluminöser.

Die Pin-up-Rolls müssen übrigens nicht am gesamten Kopf stattfinden. Es kann je nach Belieben auch nur der Pony zur Ponytolle oder die Seiten zu Pin-up-Rolls eingedreht werden.

Rockabilly-Frisuren für Männer

Elvis Presley prägte zwar auch die Frisuren der Rockabellas, vor allem aber natürlich den Rockabilly-Look der Männer. Heute zollen die Rockabilly-Anhänger dem King of Rock’n’Roll ebenfalls ihren Tribut, indem sie den Retro-Style der Fifties frisurentechnisch wieder aufleben lassen. Ihr wichtigstes Utensil dabei ist sicher die Pomade. Alternativ können Männer für den Rockabilly-Stil Haargel oder Haarwachs verwenden. Wichtig ist, dass das Haar fest fixiert ist und schön glänzt. Daher stammt auch der Begriff Grease oder Greaser Look, der häufig synonym für die Frisuren der Elvis-Fans verwendet wird.

Die deutsche Übersetzung von „to grease“ lautet „einfetten“, „schmieren“. Auch der Begriff „Schmalzlocke“ bezieht sich auf diesen Wortzusammenhang. Neben diesen Termini wird dieser Stil auch als Pompadour-Frisur bezeichnet, die auf Madame de Pompadour Mitte des 18. Jahrhunderts zurückgeht. Sie trug die Frontpartie ihrer Haare stehts hoch aufgetürmt. In Verbindung mit der Elvis-Tolle etablierte sich auch der sogenannte Ducktail. Auch Duck’s Tail, Duck’s Ass oder kurz D.A. genannt, beschreibt er die seitlichen Haarpartien, die nach hinten frisiert und am Hinterkopf leicht eingeschlagen werden, sodass mit der mittig verlaufenden Kante die Optik eines Enten-Hinterteils entsteht. Die Frisur wurde unter anderem von Frank Sinatra getragen.

Mit dem Ducktail lässt sich der Hairstyle des Elephant’s Trunk (zu deutsch: „Elefantenrüssel“) gut kombinieren. Dabei werden die vorderen Haarpartien nach oben gekämmt und über die Stirn als Locke nach unten gezogen.

Grundlage von klassischen Rockabilly-Frisuren wie Elvis-Tolle und Ducktail ist jeweils ein Faconschnitt mit etwas längerer Frontpartie. Um einen Ducktail zu frisieren, sollten die Haare von der Stirn bis zum Nacken sauber immer kürzer werden. Hier gibt es einen gleichmäßigen Übergang der Haarlängen. Oftmals tragen Rockabillies jedoch einen Faconschnitt mit deutlicher geschnittener Kante. Hierbei werden die seitlichen Partien sowie die Haare im Nacken mit der Maschine kurz getrimmt.

Eine besonders unter farbigen Männern beliebte Frisur war in den 50er Jahren außerdem der sogenannte Conk. Der Begriff leitet sich von „Congolene“ ab, dem Namen eines Haargels, das in dieser Zeit verbreitet war. Bei diesem Hairstyle wurden die üblicherweise krausen Haare mit chemischen Hilfsmitteln geglättet und dann zum Beispiel zu Pompadours frisiert.

Der Terminus „Greaser“ bezeichnet nicht nur eine bestimmte Rockabilly-Männerfrisur, sondern bezieht sich auch auf die ganze Rock’n’Roll-Jugendkultur, die sich in den 50er Jahren in den USA entwickelte. Sie war von der Musik und vom Styling der Rock’n’Roll Größen geprägt. Allen voran Elvis Presley, aber auch Chuck Berry, Little Richard und Richie Valens etablierten den markanten Look mit der Tolle, der auch in den 70er Jahre immer noch bzw. wieder beliebt war und sich auch unter anderen Subkulturen verbreitete.

In anderen Teilen der Welt entwickelten sich in der Zeit äquivalente Stilrichtungen, so zum Beispiel die sogenannten „Ton-Up Boys“ in Großbritannien. Diese britischen Jungs bildeten den Grundstein für die Biker-Szene, währen die us-amerikanischen Greaser der 50er Jahre vor allem auf Hot Rods standen.

Neben der typischen, nach hinten gelegten Frisur, zeichnete sich der Greaser-Look durch bunte T-Shirts oder Baseball-Shirts mit hochgekrempelten Ärmeln sowie Jeans- oder Lederjacken aus.

Die Haare der Frontpartie nun mit einer kleinen Rundbürste oder einer schmalen eckigen Haarbürste nach oben föhnen.

Die passende Accessoires

Eine typisch Rockabilly Frisur ist es, die Haare mit einem Bandana als Haarband zu verzieren. Dieser Look kommt aus den USA der 40er Jahre, als während des 2. Weltkrieges vermehrt Frauen typische Männerarbeiten übernahmen und dafür ihre langen Haare mit Tüchern hochbanden.

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