Nicht nur Hipster tragen heutzutage Bart - und das ist auch gut so. Männer, die ihre Gesichtsbehaarung wachsen lassen, tun nämlich was für ihre Gesundheit. Wer seinen Bart ordentlich pflegt, der kann sogar auf einige gesundheitliche Vorteile hoffen.
Selbst im Winter sollte man sich vor den gefährlichen UV-Strahlen der Sonne in Acht nehmen. Forscher der University of South Queensland in Australien fanden heraus, dass ein Bart bis zu 95 Prozent vor UV-Strahlen schützt, allerdings hängt der Sonnenschutzfaktor des Barts von seiner Länge und Dichte ab. Generell gilt allerdings: je buschiger, desto besser!
Wer keine Lust auf Haarentfernung im Gesicht hat, liegt nicht nur im Trend, sondern tut auch seinem Image was Gutes. Denn Männer, die ihrer Gesichtsbehaarung freien Lauf lassen, schützen die darunter liegende Haut vor vorzeitiger Alterung. Im Gegensatz zu glattrasierten Geschlechtsgenossen wird die Gesichtshaut bei Bartträgern vor Umwelteinflüssen wie Wind (und wie bereits erwähnt: UV-Strahlen) bewahrt und trocknet deshalb nicht so schnell aus wie haarlose Gesichtspartien. Auch Falten haben so weniger Chancen! Außerdem soll Rasieren wie eine Art Jungbrunnen wirken: 5,5 Jahre jünger wirken frisch rasierte Männer.
Bei Männern, die unter Akne leiden, kann eine Bartrasur Hautprobleme oft verschlimmern. Entledigt man sich regelmäßig seiner Gesichtsbehaarung, kommt es schnell zu eingewachsenen Haaren, verstopften und entzündeten Poren und nervigen Pickeln. Wer keine Lust auf einen Vollbart hat, der kann auch mit einem Dreitagebart Vorlieb nehmen. Es reicht, wenn man seine Gesichtsbehaarung bloß stutzt, statt sie komplett abzurasieren.
Im Herbst und Winter müssen sich Pollenallergiker zwar weniger Sorgen um Heuschnupfen machen, sobald aber der Frühling vor der Tür steht, sollten sich Männer mit Allergieproblemen einen Bart stehen lassen. Dieser fängt nämlich Pollen ab und sorgt dafür, dass diese gar nicht erst in die Atemwege gelangen und unliebsame Allergiesymptome hervorrufen.
Drei Tage wachsen lassen, einen Tag stutzen - das ist der ideale Rasurrhythmus, sagen 42 Prozent der 1034 von FriendScout24 befragten Deutschen. Der Dreitagebart à la Brad Pitt ist die beliebteste Bartform. Platz zwei (20 Prozent) belegt der Schnurrbart, lediglich 12 Prozent stimmten für den Vollbart. Trotz Bartboom: Weniger bleibt mehr. Um Rasurbrand vorzubeugen sollte man sich vor der Rasur bisschen Zeit nehmen. Barthaar ist so hart wie Kupferdraht, deshalb vor der Rasur 60 Sekunden aufweichen - unter Öl, Schaum oder einem warmen Tuch.
Markante Gesichtsbehaarung und eine erfolgreiche Sportlerkarriere müssen einander nicht ausschließen. Das bewiesen nicht nur Fußball-Legenden wie Paul Breitner, Gerd Müller und Rudi Völler, die mal mit Vollbart, mal mit Schnauzer punkteten und berühmt wurden. Auch die Tennis-Ikonen Björn Borg und André Agassi waren mit Bart siegreich. Den beeindruckendsten Bart der Bundesliga bot bislang wohl Marco Sailer, der seit seinem Abschied vom SV Darmstadt 98 für den FSV Wacker 90 Nordhausen kickt.
Da sein Vollbart ihm Glück zu bringen schien, beschloss Sailer, ihn einfach weiterwachsen zu lassen. Handballspieler Andreas Wolff wurde für seinen deutlich besser gebändigten Vollbart 2016 mit dem Ehrentitel „Bart des Jahres“ ausgezeichnet. Die Kicker David Beckham und Kevin Kuranyi schufen mit ihren exakt getrimmten Bärten sogar Trends.
Bärte wie der Dreitage- oder Obenlippenbart stehen jedem Mann. Beim Vollbart sollten Männer mit eher rundem Gesicht aufpassen. Die Backenpartie muss kürzer geschnitten sein, das Kinn länger. Das streckt. Auch wichtig: Pflege. Damit der Bart nicht struppig aussieht, sollte er täglich gekämmt werden.
Das Barthaar wächst etwa doppelt so schnell wie das normale Kopfhaar, ca. 1,5 bis 2 cm pro Monat. In der Regel dauert es bis zu einem stattlichen Vollbart vier Wochen.
Waschen Sie den Bart beim Duschen mit einem milden Shampoo. Eine Spülung macht die Barthaare geschmeidig. In die handtuchtrockenen Haare eine Sprühkur geben. Außerdem: regelmäßig Kämmen, mit einer Echthaarborsten-Bürste. Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Borstenendungen keine Verdickungen haben, damit laufen Sie Gefahr, die Haare auszureißen. Um die gereizte Haut zu beruhigen, sollten Sie eine Creme oder ein Gel ohne Parfüm und Konservierungsstoffe verwenden.
Achten Sie darauf, Schmutz und Bakterien vor der Rasur abzuwaschen, da dies sonst einen Nährboden für kleine Entzündungen in den Haarfollikeln bietet und sich rote Punkte bilden können.
Dieses Problem hat zwei Ursachen:
Gerötete, gereizte und empfindliche Haut nach der Rasur? Dann verwenden Sie wahrscheinlich einen Schaum, der keine ausreichende Barriere zwischen Rasierer und Haut bietet - es entsteht einfach zu viel Reibung.
Dermaplaning bezeichnet eine Art Gesichtsrasur für Frauen. Der Gesichtspflegetrend ist vor allem bei jungen Frauen und Mädchen im Jugendalter beliebt. Mit einem speziellen Rasierer werden dabei die feinen Gesichtshärchen und abgestorbenen Hautzellen entfernt.
Es handelt sich dabei um eine Trockenrasur, die etwa alle vier Wochen durchgeführt wird. Durch die Entfernung der Härchen soll eine glattere und reinere Hautoberfläche geschaffen werden, wodurch es zu einem „Glow-Effekt“ kommt. Außerdem sollen dadurch die Pflegeprodukte schneller wirken.
Dermaplaning reizt die Haut und schädigt die natürliche Schutzbarriere. Wenden Sie die Gesichtsrasur daher bei empfindlicher Haut und Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte oder Rosazea auf keinen Fall an. Hinweis: Dermatologen raten generell vom Dermaplaning ab.
Männliche Haut ist um etwa 16 Prozent dicker als weibliche Haut, enthält mehr Lipide und Kollagen, größere Talgdrüsen und mehr Keime. Männer bekommen öfter Infektionserkrankungen der Haut. Männer sollten bei empfindlicher Haut nicht entgegen der Wuchsrichtung der Haare rasieren. Das fördert Entzündungen der Haarbälge.
Bei sehr trockener Haut sollte auch nicht zu einem Nassrasierer gegriffen oder über entzündete Haut rasiert werden. Gewöhnliche Seife verschiebt den an sich im Gesichtsbereich saureren pH-Wert der Männerhaut in einen ungünstigen, alkalischen Bereich und fördert die Austrocknung und Infektionsanfälligkeit der Haut. Besser geeignet sind milde, ph-neutrale, synthetische Waschsubstanzen ("Syndets"), welche die schützende Barrierefunktion der Haut respektieren.
Egal ob nass oder trocken - jede Rasur stresst die Haut. Etwa 0,1 Millimeter der oberen Hornschicht werden abgetragen, und selbst sanfteste Schersysteme oder Rasierklingen verletzen die Haut.
Vorteil der Nassrasur: Sie ist ein erfrischendes Morgenritual, und die modernen, ausgefeilten Klingensysteme passen sich optimal der Gesichtsform an. Nachteil: Bei zu viel Druck auf die Klinge begünstigt die Nassrasur Schnittwunden und Entzündungen sowie langfristig trockene Haut.
Bei feuchtigkeitsarmer Haut empfiehlt Dermatologe Hebel die Trockenrasur: "Sie ist in diesem Fall schonender, weil die Haut nicht direkt mit der Klinge in Berührung kommt. So wird die Verletzungsgefahr minimiert, was auch bei Akne von Vorteil ist."
Dr. Cyrus Ehtechami, Apotheker in München, rät: "Bei empfindlicher und trockener Haut sollten Sie keine alkoholhaltigen Schäume und After- Shaves verwenden. Sie reizen die Haut und trocknen sie zusätzlich aus. Besser sind alkoholfreies Rasiergel und After-Shave-Balsam mit entzündungshemmendem Thermalwasser."
| Merkmal | Nassrasur | Trockenrasur |
|---|---|---|
| Hauttyp | Normale bis fettige Haut | Trockene und empfindliche Haut |
| Gründlichkeit | Sehr gründlich | Weniger gründlich |
| Hautreizung | Höher | Geringer |
| Vorbereitung | Erfordert Rasierschaum/Gel | Erfordert Pre-Shave-Produkte |
Rasurbrand ist eine schmerzhafte Hautreizung, die kurze Zeit nach dem Rasieren auftreten kann. Die Ursachen? Es kann aber auch vorkommen, dass nicht zu wenig, sondern das falsche Rasiermittel den lästigen Rasurbrand auslöst. Denn: Ist Ihre Haut nicht gut auf die Stoffe zu sprechen, die in Ihrem Rasierprodukt oder Aftershave enthalten sind, kann sie darauf entsprechend "gereizt" reagieren.
Rasurbrand ist normalerweise harmlos. Er kann bis zu eine Woche anhalten.
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