Wie lasse ich meine Haarfarbe am besten rauswachsen?

Du hast keine Lust mehr, ständig deine Haare nachfärben oder blondieren zu müssen und möchtest zurück zu natürlichem Haar? Dann wird es Zeit, Handschuhe und Pinsel zur Seite zu legen oder den nächsten Besuch im Friseursalon abzusagen!

Der Weg zurück zur Naturhaarfarbe kann allerdings langwierig sein. Doch keine Bange, der Übergang von gefärbtem zu natürlichem oder grauem Haar kann mit einigen Tipps erleichtert werden.

Du färbst dir seit einer Ewigkeit die Haare, doch das ständige Färben geht dir so langsam aber sicher auf die Nerven? Oder hat das jahrelange Blondieren deine Haare extrem in Mitleidenschaft gezogen und Haarbruch sowie Spliss sind die sichtbaren Auswirkungen der Chemie auf deinem Kopf? Dies sind nur zwei von vielen Gründen, mit dem Haarefärben aufzuhören und die Haarfarbe rauswachsen zu lassen.

Einfach gesagt, doch spätestens nach einigen Wochen macht sich der oftmals viel hellere Ansatz bemerkbar, der, je größer er wird, immer unschöner wird.

Hier sind einige Methoden, um den Übergang so angenehm wie möglich zu gestalten:

1. Haarfarbe rauswachsen lassen mit Strähnchen

Gerade dann, wenn der Farbunterschied zwischen deiner natürlichen und gefärbten Haarfarbe riesig ist, bringt es nichts, die Töne in einer Hauruck-Aktion aufeinander anpassen zu wollen. Damit machst du dir nur deine eh schon strapazierten, colorierten Haare kaputt. Hier heißt es, langsam und Step-by-Step vorzugehen.

Ein Weg, um den Übergang nicht so blockartig, sondern fließender zu machen, sind bei dunkel gefärbtem Haar Highlights mit der beliebten Balayage-Technik. Wer blondierte Haare hat, kann zur Reverse-Balayage greifen. Bei Bedarf kann diese Strähnen-Technik alle 4-6 Monate wiederholt werden - so schön war das Haarfarbe herauswachsen lassen noch nie!

Balayage-Technik

Investiere in einen Friseurbesuch! Auch wenn du dir bisher deine Haare immer selbst gefärbt hast, solltest du bei diesem Farbexperiment lieber den Friseur oder die Friseurin deines Vertrauens aufsuchen. Wenn es um Übergänge von unterschiedlichen Haarfarben geht, werden auch unterschiedliche Farben oder Tönungen benötigt, um diese auszugleichen.

Dies erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch die geeignete Technik. All dies bekommst du im Friseursalon. Die Profis wissen genau, was dein Haar braucht und freuen sich auf deinen Besuch. Und wer sich sorgen um die Kosten macht: Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es nach einem misslungenen Heimexperiment noch teurer wird und im schlimmsten Fall sogar dein Haar in eine Länge gekürzt werden muss, die dir nicht gefällt!

Investiere also für dich selbst in deine geliebten Haar - sie werden es wert sein!

2. Lass deine Haare ein gutes Stück abschneiden

Wenn du nicht so sehr an deiner aktuellen Haarlänge hängst, dann ist jetzt die beste Zeit für einen neuen, deutlich kürzeren Haarschnitt. Es muss ja nicht gleich ein Buzzcut sein (wobei du hier das Problem mit dem Übergang natürlich überhaupt nicht mehr hättest), aber ein Bob wäre doch nicht schlecht, oder?

Bob Haarschnitt

So lässt sich der Übergang zwischen Ansatz und Längen auch besser vereinheitlichen.

3. Ansatz kaschieren mit Hochsteckfrisuren

Wie man einen Ansatz kaschieren kann? Indem man die Haare locker hochsteckt, statt den Farbunterschied mit einer streng gescheitelten Frisur noch zu betonen. Flechten, Zwirbeln oder einfach so kopfüber nach oben nehmen und zusammenbinden, wie du es machst, ist ganz dir allein überlassen.

Natürlich fällt der Ansatz dann trotzdem noch auf, jedoch ist der größte Teil der anderen Haarfarbe am Hinterkopf versteckt und der messy Look tut sein Übriges.

4. Haare entfärben mit Shampoo & Hausmitteln

Eigentlich wird einem ja bei colorierten Haaren zu einer speziellen Pflege geraten, um die Haarfarbe möglichst lang beizubehalten. Weil du genau das ja nicht willst, machst du einfach das Gegenteil zu dem, was empfohlen wird!

Shampooniere deine Haare zum Beispiel öfter und verwende dabei ein Cleansing-Shampoo. Dies kannst du sogar wie eine Haarkur einwirken lassen - das wirkt oftmals wunder bei dunkler gefärbtem Haar. Beim Auswaschen kannst du förmlich zusehen, wie die Haarfarbe sich verflüssigt.

Bei dunkler gefärbtem Haar helfen aber auch Hausmittel wie Zitronensäure oder natürlich Sonnenlicht, dass deine Haare natürlich aufhellt. Strapaziere sie jedoch nicht zu sehr!

5. Graue Haare: Übergänge mit Ansatzspray kaschieren

Du hast graue Haare aber keine Lust mehr, ständig deine Ansätze nachzufärben und fragst dich nun, wie du es schaffst, den Übergang von gefärbten zu grauen Haaren zu überstehen?

Ein Profi-Tipp für den Übergang von gefärbtem zu grauem Haar ist ein passendes Ansatzspray! Diese färben dein Haar nicht dauerhaft, sondern legen ihre Farbpigmente nur an die Oberfläche deiner Haare. Auch lose Pigmente zum Aufpudern sind eine tolle Lösung.

6. Haarfarbe schnell rauswachsen lassen: Haarwachstum ankurbeln!

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Wer zurück zur Naturhaarfarbe will, der braucht von dieser natürlich möglichst schnell ein gutes Stück. Um dein Haarwachstum anzukurbeln, hast du verschiedene Möglichkeiten:

  • Mach viel Sport! Durch den Kreislauf-Push regst du deine Haarwurzeln an.
  • Nimm vermehrt Biotin und andere, bekannte Haar-Booster zu dir.
  • Einige Promis schwören auch auf diese blauen Gummibärchen für eine lange Mähne.
  • Schließlich soll auch die Inversion Method für ein Power-Haarwachstum sorgen.

Geduld ist aber hier die wichtigste Tugend.

Warum werden die Haare grau?

Streng genommen werden Haare gar nicht grau. Der körpereigene Farbstoff Melanin ist für die Haarfarbe verantwortlich und wenn aus diversen Gründen nicht genügend Melanin produziert wird, ersetzen kleine Luftbläschen das fehlende Melanin, welche das Haar weiß schimmern lassen.

Die grauen Haare, die wir sehen, sind demnach meist ein Zusammenspiel aus Haaren, die noch pigmentiert sind und die nicht mehr pigmentiert sind. Wann die Haare grau werden, ist bei jedem Menschen unterschiedlich und genetisch bedingt.

Neben dem zunehmendem Alter gibt es aber noch andere Ursachen, die für graue Haare sorgen können:

  • Stress: Chronischer Stress kann dazu führen, dass die Haare grau werden. Grund dafür ist, dass bei einem hohen Stresslevel Zellen beschädigt werden können, die für die Pigmentierung der Haare zuständig sind. So verlieren die Haare schleichend ihre Farbe.
  • Ungesunder Lebensstil: Eine ungesunde Ernährung, Nikotinkonsum, Umweltverschmutzung, Alkohol und ein Nährstoffmangel können dafür sorgen, dass die Haare grau werden. Nährstoffe wie Vitamin B12, Eisen und Kupfer sind wichtig für die Haare und ein Mangel kann für eine reduzierte Pigmentbildung sorgen.
  • Krankheiten: Erkrankungen der Schilddrüse, Autoimmunerkrankungen und andere Krankheiten können unter Umständen für ein vorzeitiges Ergrauen der Haare sorgen. Mit Krankheiten geht auch oft psychischer Stress einher, der, wie bereits erwähnt, auch für graue Haare verantwortlich sein kann.
  • Medikamente: Es gibt einige Medikamente, welche die Melaninbildung hemmen können. Beispielsweise Medikamente für die Behandlung von Malaria oder Bluthochdruck, sowie eine Chemotherapie mit Bestrahlung.

Wie kann man graue Haare am besten rauswachsen lassen?

Wer sich dagegen entscheidet, weiterhin alle paar Wochen seine Haare nachzufärben, sucht oft nach Lösungen, den Übergang zu grauen Haaren möglichst sanft zu gestalten. Mit folgenden Tipps gelingt Ihnen der Übergang:

  • Aufhellende Shampoos: Hat man von Natur aus blondes Haar, welches nur etwas dunkler ist als der Grauton, kann beim Rauswachsen grauer Haare auch zu einem aufhellenden Shampoo greifen. Diese Shampoos strapazieren die Haare jedoch meist, weshalb eine feuchtigkeitsspendende Haarkur dazu empfohlen wird.
  • Haarwachstum anregen: Das Haarwachstum anzuregen kann auch eine gute Möglichkeit sein, denn je schneller die Haare nachwachsen, desto schneller bekommt man eine einheitliche Haarfarbe. Hierfür gibt es folgende Möglichkeiten:
    • Pflege mit Rosmarin- und Rizinusöl: Rosmarinöl fördert die Durchblutung der Kopfhaut, Rizinusöl stärkt mit Vitamin E und schützt vor Haarbruch. Beides kann das Haarwachstum unterstützen. Anwendung: Einige Tropfen in die Kopfhaut einmassieren, 30 Minuten oder über Nacht einwirken lassen, dann ausspülen.
    • Kopfmassagen zur Anregung der Durchblutung: Tägliche Massagen mit Fingern oder einer Silikonbürste verbessern die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln und regen das Wachstum an.
    • Strenge Frisuren vermeiden: Enge Zöpfe oder strenge Dutts können Haare strapazieren und das Wachstum hemmen. Locker gebundene Frisuren sind schonender.
  • Übergang zu grauen Haaren mit Strähnchen: Grey Blending ist eine Färbetechnik, bei der graue Strähnen gezielt in die vorhandene Haarfarbe eingearbeitet werden. So entsteht ein weicher Übergang zwischen gefärbtem Haar und grauem Ansatz - ohne harten Kontrast. Der Vorteil: Der Look wirkt natürlich, das Nachfärben wird seltener nötig, und der Übergang zu grauem Haar erfolgt schrittweise und unauffällig.
  • Ansatz kaschieren: Zu Beginn empfiehlt es sich, graues Haar ein Stück herauswachsen zu lassen. Ein sichtbarer Ansatz - besonders bei dunklem Haar - ist dabei kaum zu vermeiden. Für die Übergangsphase bieten sich verschiedene Kaschiermöglichkeiten an:
    • Ansatzspray
    • Frisuren, die den Ansatz verdecken
    • Haaraccessoires (z. B. Tücher, Haarbänder)
    • Trockenshampoo mit Farbeffekt
    • Haarmascara
    • Farbiges Haarpuder
  • Frisuren: Offenes Haar betont oft den Kontrast zwischen gefärbtem und grauem Haar. Locker gebundene Frisuren wie ein Messy Bun oder Half Bun kaschieren den Ansatz sichtbar. In Kombination mit Strähnchen oder Grey Blending lässt sich der Übergang deutlich harmonischer gestalten.

Wie lange dauert es, bis graue Haare komplett rausgewachsen sind?

Wie lange es dauert, bis graue Haare vollständig herausgewachsen sind, hängt vom individuellen Haarwachstum und der gewünschten Haarlänge ab. Im Durchschnitt wächst das Haar etwa 1 bis 1,5 Zentimeter pro Monat. Wer also schulterlanges Haar hat, muss mit rund 1,5 bis 2 Jahren rechnen, bis die grauen Haare komplett nachgewachsen sind. Bei kurzen Haarschnitten kann es deutlich schneller gehen - oft reichen bereits 6 bis 12 Monate, insbesondere wenn das Haar regelmäßig gekürzt wird.

Auch die Ausgangshaarfarbe und der Grauanteil spielen eine Rolle: Je stärker der Kontrast zwischen gefärbtem und grauem Haar, desto sichtbarer ist der Übergang. Um die Übergangszeit optisch angenehmer zu gestalten, können Techniken wie Grey Blending, sanfte Strähnchen oder kaschierende Frisuren helfen. Damit lässt sich der Prozess zwar nicht beschleunigen, aber deutlich harmonischer wirken.

Meist beginnt das Ergrauen schleichend mit einzelnen Strähnen, die mit der Zeit zunehmen. Die Geschwindigkeit kann dabei individuell stark schwanken - sie kann sich im Laufe der Jahre beschleunigen oder auch verlangsamen.

Wie pflegt man graue Haare am besten?

Neben passenden Färbetechniken und Frisuren spielt auch die Pflege grauer Haare eine wichtige Rolle. Mit dem Alter produziert die Kopfhaut weniger Melanin und natürliche Öle, was graues Haar oft trocken, stumpf und spröde wirken lässt. Um dem entgegenzuwirken, sollte die Pflegeroutine gezielt angepasst werden.

Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Conditioner und Leave-ins helfen, das Haar geschmeidig zu halten. Eine wöchentliche Haarkur kann zusätzlich für mehr Pflege sorgen. Da graues Haar - ähnlich wie blondes Haar - zu einem Gelbstich neigt, eignen sich Silbershampoos oder spezielle Toner, um einen kühlen, klaren Grauton zu bewahren.

Auch Hitzeschutz ist wichtig, denn graues Haar reagiert empfindlicher auf Styling Hitze. Wer regelmäßig föhnt oder glättet, sollte daher auf ein schützendes Produkt nicht verzichten. Zudem empfiehlt es sich, die Spitzen regelmäßig zu schneiden, um Spliss zu vermeiden und den Haarschnitt in Form zu halten. Für zusätzlichen Glanz sorgen nährende Haaröle, die gleichzeitig Feuchtigkeit spenden.

Kann man graue Haare rückgängig machen?

Graue Haare entstehen, wenn die Melanozyten in den Haarfollikeln weniger Melanin produzieren. Das ist ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses, kann aber auch durch genetische Veranlagung, Stress, Nährstoffmangel oder bestimmte Erkrankungen beeinflusst werden.

In Einzelfällen konnten Forscher beobachten, dass graue Haare wieder nachgedunkelt sind - etwa nach Stressabbau oder bei Ernährungsumstellungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es viele Möglichkeiten gibt, den Übergang zu einer natürlichen Haarfarbe zu gestalten. Ob mit Strähnchen, einem neuen Haarschnitt oder speziellen Pflegeprodukten - wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen und Ihre Haare gesund bleiben.

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