Die meisten Menschen duschen nie allein - Nassrasierer sind ihre täglichen Begleiter für streichelzarte Beine, haarlose Achseln und eine glatte Intimzone. Viele sind deshalb unzufrieden mit ihrem rasiermesserscharfen Partner und schielen auf langfristigere Methoden, wie Waxen oder Epilieren.
Um herauszufinden, wie gut die rotierenden Pinzetten Körperhaaren zu Leibe rücken, welche Unterschiede welche Epilierköpfe machen, wie gut man auch an schwer erreichbare Stellen herankommt, welches Zubehör sinnvoll ist, und wie weh das Ganze tut, wurden 15 Epilierer getestet - darunter sowohl Markenprodukte als auch No-Name-Epilierer.
Schon mal vorab: Ein bisschen ziepen wird es auch mit dem besten Epilierer. Und günstig ist in diesem Fall leider auch nicht gut.
Körperhaare ohne Chemie entfernen, das gelingt mit Epilierern. COMPUTER BILD hat beliebte Modelle von Braun, Philips und Panasonic auf Leistung, Komfort, Schmerzfaktor und Ergebnis geprüft.
Sie sprießen an Beinen, Armen, unter den Achseln, im Gesicht oder im Intimbereich: Körperhaare - für viele Menschen ein störendes Übel. Wer sich glatte Haut wünscht, greift regelmäßig zu Rasierern, Wachsstreifen und anderen Werkzeugen. Epilierer stellen eine Möglichkeit dar, lästige Haare für etwas längere Zeit zu entfernen. Das Prinzip: Sie zupfen die Haare samt Wurzel mithilfe von Pinzetten heraus - vor allem am Anfang eine schmerzhafte Angelegenheit. COMPUTER BILD hat verschiedene Geräte getestet und zeigt, welche Epilierer am effektivsten und sanftesten für glatte Haut sorgen.
Ein Epilierer gleitet wie ein Rasierer von Hand langsam über die Haut. Er arbeitet mit Pinzetten, die die Haare inklusive Wurzel aus der Haut zupfen. Die Pinzetten sind auf einer Rolle angeordnet, die sich schnell dreht.
Wer zum ersten Mal epiliert, empfindet das meist als schmerzhaft. Mit regelmäßiger Anwendung lässt das Schmerzempfinden nach.
Technik soll gegen den Schmerz helfen: Liegt ein Massageaufsatz für den Epilierer bei, lenkt dieser vom Zupfgefühl ab.
Die Haare können beim Nachwachsen in die Haut einwachsen. Um diese Gefahr zu mindern, empfiehlt sich regelmäßiges Peelen der Haut - ob nun mit den Peelingbürsten, die manchmal zum Lieferumfang gehören, oder einem Körperpeeling, also einem Pflegeprodukt mit Schmirgelsubstanz.
Die meisten Modelle arbeiten kabellos. Wir haben die Akkulaufzeit beim tatsächlichen Gebrauch überprüft. Sie lag bei Nutzung in höchster Intensitätsstufe zwischen 39 und 75 Minuten - was bei allen Modellen für mehrere Epiliersessions ausgereicht hat.
Der wasserfeste, kabellose Braun Silk-épil 9 ist ein Favorit vieler Nutzer. Er liegt super in der Hand und entfernt dank breitem Epilieraufsatz mit 40 Micro-Grip-Pinzetten selbst feine Haare effektiv und vergleichsweise schmerzarm. Der Akku hält mit rund 50 Minuten richtig lange durch und ein helles LED-Licht garantiert, dass man selbst in der schummrigsten Duschkabine nichts übersieht.
Durch den flexiblen Kopf passt sich der Braun Silk-épil 9 flex gut an die Körperform an. Foto: COMPUTER BILD/Alena Zielinski
Leuchtet sie rot auf, warnt das Gerät, dass man zu stark aufdrückt - diese SensoSmart-Kontolle der neuen Braun-Epilierer-Generation macht die Haarentfernung besonders hautschonend und effektiv.
Besonders flexibel arbeitet der Schwingkopf des Braun Silk-épil 9 Flex, mit welchem sich auch schwierige Stelle problemlos bearbeiten lassen. Der Gummigriff liegt bei der Verwendung unter der Dusche rutschsicher in der Hand, zwei leise Geschwindingkeitsstufen, die helle LED-Leuchte, eine Andruckkontrolle sowie eine sehr lange Akku-Laufzeit garantieren ein Spitzen-Epiliererlebnis, bei dem es unserem Empfinden nach kaum noch ziept.
Optisch ähnelt die neue Serie ihrem Vorgängermodell: Es bleibt beim klassischen Design mit Bedienungsrädchen - und das ist auch gut so, denn die Silk-épil-Reihe gefällt nicht nur durch ihren dezenten Look, sondern auch durch ihre kleine und handliche Form. Der Epilierer kann problemlos für die gesamte Dauer des Haarentfernens gehalten werden, ohne dass der Arm ermüdet, und liegt gut in der Hand. Neu ist die sogenannte SensoSmart-Leuchte: Presst man den Epilierer zu stark an die Haut, leuchtet sie auf.
Dank breitem Epilierkopf und 40 Micro-Grip-Pinzetten arbeitet das Gerät überraschend schnell und angenehm, selbst feine Härchen lassen sich prima entfernen und werden dank des hellen Präzisionslichts nirgends übersehen. Wir schaffen beide epilier-gewöhnten Beine komplett in rund 15 Minuten. Schmerz und Hautreizungen fanden wir in unserem Praxistest an den Beinen vergleichsweise gering, der Epilierer gehört auf jeden Fall zu den angenehmeren - vor allem, wenn man ihn unter der Dusche benutzt. Denn auch da kommt der wasserfeste und kabellose Trocken- und Nassepilierer problemlos zum Einsatz und hält dank stabilem Akku um die 50 Minuten durch. Das reicht auch für viele, dicke Haare. Wer schneller oder nur kleine Bereiche epiliert, muss nur nach jeder vierten oder fünften Session laden.
Je nach Set hat Braun noch einiges mehr an Extras zu bieten: So verfügt beispielsweise das teurere Braun Silk-épil Beauty-Set 9 9-995 über zwei Peeling-Bürsten-Aufsätze, einen Gesichtsepilierer, drei Gesichtsbürsten-Aufsätze, ein Make-up-Schwämmchen sowie einen Aufsatz, der nur der Massage dient.
Weitere nette Features von Braun sind die 100-Tage-Geld-zurück-Garantie des Epilierers sowie obendrauf noch die zwei Jahre Herstellergarantie.
Der Silk-épil 9 9-725 ist identisch mit dem Braun Silk-épil 9 9-720, die Unterschiede liegen nur im Lieferumfang.
Wer eine Form mit Stielgriff bevorzugt, könnte an diesem Modell Gefallen finden: Die kabellosen Epilierer der Panasonic ES-EY-Serie arbeiten dank zwei Epilierwalzen mit stolzen 60 Pinzetten schnell, sanft und so effizient, dass den meisten die nicht allzu lange Akku-Laufzeit von 30 Minuten reichen sollte. Der flexible Schwenkkopf des Epilierers passt sich gut an den Körper an und ist besonders bei der Verwendung unter der Dusche wenig schmerzhaft. Der hochwertige Epilierer erreicht auch knifflige Stellen problemlos.
Der Panasonic ES-EY30 macht sich gut am Bein - und spart Zeit: Dank doppelter Epilierrolle bekommt er Haare dort sehr gut zu fassen. Foto: COMPUTER BILD/Alena Zielinski
Wie schon der von uns getestete Vorgänger ES-EL9A-S503 ist auch die neue Epilierer-Serie ES-EY von Panasonic mit zwei Epilierwalzen ausgestattet, die schonend und fast komplett schmerzfrei sogar kaum sichtbare Härchen entfernen. Stolze 60 Pinzetten leisten hier ruckzuck kompetente Arbeit und rücken Haaren bereits ab einer Länge von 0,5 mm zu Leibe. Wir haben das Modell ES-EY90 mit großzügigem Zubehör getestet, das den hohen Preis unserer Meinung nach wert ist.
Der Panasonic lässt sich sowohl trocken als auch auf nasser Haut unter der Dusche einsetzen. Die Gebrauchsanweisung rät, in diesem Fall Duschgel zu verwenden, da durch den entstandenen Schaum der Epilierer noch angenehmer und schmerzloser über die Haut fahren und noch besser arbeiten kann. Wir können bestätigen: Die Epilation unter der Dusche ist angenehm, allerdings bleiben ein paar Haare mehr stehen, über die man noch zwei, dreimal gleiten muss, bevor auch sie verschwunden sind.
Der Griff ist ähnlich geformt wie der des Vorgängers, liegt aber besser in der Hand und lässt sich etwas besser führen. Damit man auch kein Härchen übersieht, verfügt der ES-EY90 über eine LED-Leuchte, die bei zu viel Druck rot aufleuchtet. Der 90-Grad-Schenkkopf hilft den Hautkontakt auch an Rundungen besser zu erhalten. Egal, welche der drei Geschwindigkeitsstufen wir einstellen, mit dem Endergebnis sind wir zufrieden.
Epilieren ist dank Zubehör jedoch nicht das einzige, was dieser Allrounder auf dem Kasten hat. Denn zu den beiden Epilierköpfen gesellen sich ein Fußpflegeaufsatz samt Schutzkappe, ein Rasieraufsatz und eine Sonic Peelingbürste. Die Epilation erleichtern sollen ein Hautschutzaufsatz für Arme und Beine, ein Aufsatz für Bikini-Zone und Gesicht sowie ein Kammaufsatz.
Der Panasonic ES-EY kann alles, was die Vorgänger-Serie konnte - nur besser. Er ist noch sanfter und seine Epilation ist noch angenehmer, noch gründlicher und noch hautschonender.
Da kommt richtig Power aus der Steckdose. Der Philips Satinelle Essential BRE275/00 ist ein ausschließliches Kabel-Modell. Deshalb darf es zwar nicht mit unter die Dusche, dafür kommt allerdings wirklich Wumms aus der Steckdose - wohl auch deshalb liefert das Gerät so gute Ergebnisse. Beim Arbeiten könnte der Epilierer leiser und sanfter sein - und optisch moderner.
Der Philips Satinelle Essential BRE275/00 mit integrierter Leuchte ist einer der wenigen Epilierer in unserem Test, der mit Kabel statt Akku betrieben wird. Damit darf er zwar leider nicht mit unter die Dusche. Bei der Leistung macht es sich allerdings bemerkbar, denn es scheint, als habe er tatsächlich mehr Power als akkubetriebene Modelle. Im Praxistest entfernt er in zwei Geschwindigkeitsstufen Haarstoppeln mit am gründlichsten, trotz schmalerem Epilierkopf.
Zur Reinigung kann man den Epilieraufsatz abnehmen und bequem unter fließendem Wasser abspülen. Das Kabel macht das Produkt nicht besonders flexibel, wir mussten leider immer in der Nähe einer Steckdose epilieren.
Der Lieferumfang ist schlicht: Rasierkopf, Kamm- und Massageaufsatz, sind im Paket mit enthalten, ebenso wie ein Aufbewahrungstäschchen und Reinigungspinsel. Das stört allerdings nicht weiter, wenn man einfach nur epilieren will, und schlägt sich im niedrigen Preis nieder.
Drei Wochen glatte Haut? Die größte Sorge beim Epilieren ist für die meisten: Tut das weh? Für alle, die noch nie epiliert haben, hier ein kleiner Realtitätscheck: Ja, am Anfang tut Epilieren weh - auch mit dem allerbesten Gerät und dem allerbesten Aufsatz. Denn egal, wie man es nennt: Letztlich reißt man sich mit vielen kleinen Pinzetten viele kleine Haare aus. Und das fühlt sich eben nicht besonders angenehm an. Doch keine Sorge: Mit jedem Mal epilieren lässt der Schmerz ein bisschen nach, da die Haare spärlicher und dünner nachwachsen.
Dabei hilft es regelmäßig zu epilieren und gerade zu Beginn am Ball zu bleiben. Wir können aus eigener jahrelanger Epilier-Erfahrung sagen: Inzwischen ist es überhaupt nicht mehr schlimm. Um Schmerzen zu lindern, bieten einige Geräte spezielle Massageaufsätze an. Sie stimulieren die Haut während des Prozesses, entspannen sie und lenken die Nerven ab, sodass die Epilation weniger intensiv wahrgenommen wird.
Theoretisch kann man überall epilieren - außer auf dem Kopf, auf Schleimhäuten oder verletzter Haut. Am besten eignet sich diese Methode der Haarentfernung allerdings für Arme und Beine. Während an diesen Stellen die Haarentfernung gut aushaltbar ist, ist die Epilation des sensiblen Achsel- und Intimbereichs schon wirklich was für Hartgesottene. Einige Geräte bieten spezielle Aufsätze für diese Zonen, die einen Teil des Epilierkopfs abdecken, sodass weniger Haare auf einmal ausgerupft werden.
Das Epilieren selbst ist kein Hexenwerk und gelingt bei jedem „Haartyp“. Damit das Gerät die Haare gut erfassen kann, sollten sie zwei bis fünf Millimeter lang sein, manche Hersteller versprechen Erfolge auch bei geringerer Länge. Sind die Haare zu kurz, erwischen die Pinzetten sie nicht. Sind sie zu lang, sollte man sie mit einem (oft beiliegenden) Trimmeraufsatz stutzen. Dann geht’s los!
Die Haut mit den Fingern etwas straffen, den Epilierer im 90-Grad-Winkel ansetzen und langsam gegen die Wuchsrichtung führen. Lassen Sie sich dabei wirklich Zeit, damit das Gerät die Haare an der Wurzel erwischt und nicht einfach abbricht. Hat das Gerät verschiedene Geschwindigkeitsstufen, nutzen Einsteiger am besten die niedrigste.
Das wiederholen Sie so oft, bis der Epilierer alle Härchen entfernt hat. Wird der Schmerz zu groß, am besten erstmal an einer anderen Stelle weitermachen und große Flächen, wie die Beine in Abschnitte einteilen. Klingt das Ziepen ab, gehts weiter.
Nicht erschrecken: Nach dem Epilieren ist die Haut vermutlich gereizt und mit kleinen roten Punkten gesprenkelt. Das ist ganz normal und sollte nach wenigen Stunden oder am spätestens nächsten Tag abklingen. Und auch diese Reaktion wird weniger, je öfter man die Haarentfernung wiederholt hat. Um erste Irritationen zu beruhigen, nach dem Epilieren gut eincremen, z. B. mit feuchtigkeitsspendem, kühlenden Aloe Vera Gel. Vermeiden Sie unbedingt Sonnenbaden oder Solarium direkt nach der Haarentfernnung, um die Haut nicht weiter zu belasten.
Vor eingewachsenen Haaren bewahrt ein regelmäßiges Peeling. Ob man zwei, drei oder sogar vier Wochen Ruhe vor den ungeliebten Härchen hat, kommt darauf an, wie regelmäßig man epiliert, wie schnell die eigenen Haare wachsen und wie hoch die eigene Toleranz für ein paar abtrünnige Härchen ist. Fakt ist: Da die Haare an der Wurzel entfernt werden, hält Epilieren länger als Rasieren. Zudem wachsen die Haare nicht so kratzig und stoppelig nach.
Wer als Neuling mit dem Epilieren startet, sollte sich nicht entmutigen lassen, wenn nach ein paar Tage schon wieder erste Härchen spürbar sind. Der Grund dafür ist: Haare wachsen in Phasen. Nicht alle befinden sich immer in derselben Wachstumsphase, nicht alle sind immer gleich lang. Beim ersten Epilieren werden nur die Haare erwischt, die gerade sichtbar sind. Nach ein paar Tagen können Haare aus den anderen Phasen durchbrechen, die zuvor unter der Haut verborgen waren. Anfangs empfehlen wir deshalb ruhig wöchentlich zum Epilierer zu greifen.
Zweiter Minuspunkt im Vergleich zum Rasierer: Epilieren dauert. Wer viele Haare an den Beinen hat, ist anfangs oftmals eine halbe Stunde und länger beschäftigt. Deshalb sollte der Akku bei kabellosen Geräten mindestens 30 Minuten durchhalten. Je mehr rotierende Pinzetten ein Epilierer hat, desto schneller und effektiver arbeitet er. Werden die Haare nach regelmäßiger Behandlung weniger und dünner, geht das Ganze aber oftmals erheblich schneller.
Viele Akkugeräte sind zudem wasserdicht und kommen auch in der Badewanne oder unter der Dusche zum Einsatz.
Neben den genannten Modellen wurden auch weitere Epilierer getestet, darunter:
Die Auswahl an Epilierern ist groß und die Entscheidung für das passende Modell kann schwerfallen. Wichtig ist, die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben zu berücksichtigen. Wer Wert auf eine besonders gründliche und schmerzarme Haarentfernung legt, sollte zu einem Modell mit vielen Pinzetten und flexiblen Epilierkopf greifen, wie dem Braun Silk-épil 9 Flex. Für preisbewusste Käufer ist der Panasonic ES-EY30 eine gute Wahl.
Unabhängig vom gewählten Modell gilt: Mit etwas Geduld und Übung wird das Epilieren zur Routine und sorgt für langanhaltend glatte Haut.
tags: #braun #epilierer #test #vergleich
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