Keine andere Blume verkörpert die Liebe besser als die Rose. Seit dem Altertum wird die Königin der Blumen mit romantischen Gefühlen verbunden. Aufgrund ihrer Symbolhaftigkeit und der breiten Farbpalette zählt die Rose zu den beliebtesten Schnittblumen der Deutschen. So verwundert es nicht, dass sie häufig auf Hochzeiten zu finden ist: im Brautstrauß oder auch in Gestecken. Oft entsteht der Wunsch die Rosen und die damit verbundenen, schönen Erinnerungen zu konservieren. Hinzu kommt, dass Trockenblumen und Trockenblumensträuße sich gerade zu einem Trend entwickeln. Sie halten länger als frische Schnittblumen und sind damit nachhaltiger.
Leider lassen Rosen schnell ihre Köpfe hängen oder verlieren ihre Blütenblätter, wenn man nicht genau weiß, wie man beim Trocknen vorgehen muss. Doch wie trocknet man Rosen richtig? Diese Frage bekommen wir häufiger von Kundinnen im Gartencenter gestellt! Nachfolgend verraten wir Euch unsere besten Methoden zum Konservieren von Rosensträußen oder Blüten. Wir vergleichen für Euch die Ergebnisse und helfen Euch bei der Wahl der richtigen Methode.
Im Grunde eignet sich fast jede gefüllte Rose für den Trocknungsprozess. Das Ergebnis variiert jedoch je nach Sorte und vor allem Farbe. Leuchtende pinke oder rosa Rosen halten ihre ursprüngliche Farbe oft gut, während die klassische rote Rose immer beim Trocknen nachdunkelt und dabei tiefrot bis fast schwarz wird. Auch helle Rosensorten verändern ihre Farbe häufig ins Gelbliche, Bräunliche oder Grünliche. Meist werden die Farben nostalgischer, also weniger grell. Je leuchtender die Farbe der frischen Rose ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie eine starke Farbe behält. Welche Farbe Eure Rosenblüten später bekommen, lässt sich jedoch nie ganz sicher vorhersagen. Hier gilt: Probieren geht über Studieren und frisch gewagt ist halb gewonnen!
Natürlich kann man bei der Farbwahl auch nach der Bedeutung gehen: Während weiße Blüten für Treue stehen, gelbe für Freundschaft, verkörpern zarte rosa Blüten die junge, zärtliche Liebe zweier Menschen. Eine einzelne, rote Rose sagt oft mehr als tausend Worte. Denn sie ist immer eine Liebeserklärung. Rote Rosen stehen für lang anhaltende Liebe und wahre Leidenschaft. Welche Frau (oder auch Mann!) freut sich nicht, wenn sie/er mit einem schönen Strauß roter Rosen überrascht wird?
Die meisten Schnittrosen aus dem Blumenladen lassen sich hervorragend trocknen. Wichtig ist, dass sie schon etwas aufgeblüht sind und der Welk-Prozess noch nicht begonnen hat, ehe Ihr die Blumen trocknet. Dann bekommt Ihr das beste Ergebnis. Ihr dürft also nicht zu lange warten. Wer abwartet bis die Rosen beginnen zu welken, geht das Risiko ein, dass sich die Blütenblätter beim Trocknen lösen und abfallen.
Besonders gut eignen sich gefüllte Duftrosen aus den Gattungen der Edelrosen, Englische Rosen, sowie gefüllte Beetrosen. Die Rose sollte am besten bei trockener Witterung in den Morgenstunden abgeschnitten werden. Dabei ist es wichtig, dass es sich um eine intakte, voll erblühte Blume handelt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es mehrere effektive Methoden zur Trocknung von Rosenblättern oder -sträußen gibt, welche alle ihre Vor- und Nachteile haben. Hier ist ein kurzer Überblick:
Hier sind die detaillierten Anleitungen zu den einzelnen Methoden:
Eine der bekanntesten, einfachsten und besten Methoden, um Rosen haltbar zu machen, ist das Lufttrocknen. Für diese Art der Konservierung eignen sich neben Rosen auch bestimmte andere Blumen wie Schleierkraut, Mohnkapseln und Hortensien. D. h. man kann auch einen kompletten Blumenstrauß wie z. B. den Brautstrauß mit dieser Methode trocknen. Die Blüten dunkeln durch die Trocknung an der Luft nach, d. h. ihre ursprüngliche Farbintensität verblasst etwas. Trotzdem möchten wir Euch diese Methode besonders ans Herz legen, da sie umweltfreundlich ist, selten schiefgeht und die getrockneten Rosen einen sehr natürlichen, nostalgischen Charme bekommen.
Der Prozess der Konservierung gestaltet sich bei dieser Methode simpel. Benötigt werden:
Vorgehensweise:
Tipp: Wenn Ihr häufiger trocknet, macht die Anschaffung einer Kräuterkrone oder anderer Hilfsmittel zur Aufhängung Sinn. So geht alles leichter von der Hand und gleichzeitig bekommen die aufgehängten Blumen einen tollen dekorativen Charakter.
Das Konservieren von Rosen mit Glycerin ist eine häufig angepriesene Methode. Populär ist sie durch sogenannte Infinity Rosen geworden, die drei 3 Jahr lang schön und frisch aussehen. Die Hersteller entziehen der Rose das Wasser und ersetzen es durch Alkohol und Glycerin. Das lässt die Rose zeitlos wirken.
Die Verwendung von Glycerin erfordert ideale Laborbedingungen, ein perfektes Mischverhältnis und Know How und ist nicht leicht zuhause umzusetzen. Uns ist es mit einfachen DIY-Rezepten nicht gelungen ein gutes Ergebnis zu erzielen, ähnlich wie bei dieser Bloggerin lassen die Rosen bei der Aufnahme des Glycerins die Köpfe zu früh hängen, was zum Welken und Faulen der Blüten führt. Selbst wenn man die Rosen direkt anschließend zum Trocknen aufhängt, verlieren sie oft ihre Blütenblätter. Wir können diese Methode deshalb für Laien nicht empfehlen. Entweder man nimmt das Geld in die Hand und kauft bei den besagten Produzenten eine echte Infinity Rose oder man entscheidet sich für eine der anderen Konservierungs-Methoden. Dann hat man zwar nicht die Optik einer taufrischen Rose, doch getrocknete Rosen halten locker 3 Jahre und länger und sie haben ihren eigenen ganz besonderen Charme.
Eine weitere tolle Methode ist das Einlegen der Rose in Kieselgel (auch Silica-Granulat genannt, erhältlich im Bastelladen oder Internet). Durch den schonenden Trocknungsprozess bleibt die Farbintensität der getrockneten Rosenblätter gut erhalten und es geht schneller als eine Trocknung an der Luft. Diese Methode eignet sich hervorragend für einzelne Blütenköpfe oder eine einzelne Rosen. Für ganze Rosensträuße ist sie ungeeignet.
Benötigt werden:
Vorgehensweise:
Diese Methode dient lediglich der Trocknung der Blütenblätter, um diese anschließend für ein wohlig duftendes Potpourri oder für Flower Confetti verwenden zu können. Hierfür eignen sich insbesondere die Rosenblätter von Duftrosen.
Dafür die Blütenblätter auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech platzieren. Je nach Blütenblättern für ca. 0,5 - 2 Stunden bei 40-50 Grad Umluft und spaltbreit geöffneter Backofentür trocknen. Die Backofentür kann mit der Hilfe eines gefalteten Küchentuchs stabilisiert werden kann.
Achtung: Zwischendurch nachsehen, ob die Blüten schon trocken sind, um ein Verbrennen zu vermeiden.
Die getrockneten Rosenblätter je nach Wunsch mit angenehm duftendem Rosenöl beträufeln. Anschließend die Blüten in einem Säckchen, einer Dose oder einer Schale aufbewahren und als bezaubernde Dekoration verwenden. Wer sie als Flower Confetti verwenden möchte, kann Tütchen aus Papier basteln.
Alternativ können die Blütenblätter auch an der Luft getrocknet werden. Benötigt wird dazu:
Vorgehensweise:
Besonders schön werden Rosenblätter, wenn sie einzeln gepresst werden. Dann kann man mit ihnen zauberhafte Bilder erstellen oder Karten gestalten. Dafür ist das Pressen jedoch mit etwas Aufwand verbunden.
Benötigt werden:
Vorgehensweise:
Achtung: Manchmal zieht Feuchtigkeit durch die Lagen und kann das Buch beschädigen. Dann wellen sich die Seiten oder es entstehen Wasserflecken. Entweder wählt Ihr ein Buch das Ihr entbehren könnt oder Ihr kauft Euch eine eigene Blütenpresse. Gerade wenn Ihr gerne bastelt kann sich das lohnen, denn es gibt sie schon für kleines Geld.
Sollten Eure getrockneten Rosen im Laufe der Zeit einstauben, so können diese problemlos mithilfe von kalter Föhnluft gereinigt werden. Außerdem solltet Ihr darauf achten sie keinem zu starken Sonnenlicht auszusetzen. Überall, wo es Zimmerpflanzen an Licht fehlt, können Trockenblumen glänzen. Ideal ist z. B. ein Sideboard im fensterlosen Wohnungsflur.
| Methode | Geeignet für | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Lufttrocknung | Sträuße und einzelne Rosen | Einfach, günstig, umweltfreundlich | Farbintensität verblasst |
| Glycerin | Nicht empfehlenswert für Laien | Ermöglicht "Infinity Rosen" | Erfordert Laborbedingungen |
| Kieselgel | Einzelne Blüten | Gute Farberhaltung, schnell | Nicht für Sträuße geeignet |
| Backofen | Blütenblätter | Schnell | Nur für Blütenblätter |
| Pressen | Blütenblätter | Schöne Ergebnisse für Bastelarbeiten | Aufwendig |
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