Whitney Houston: Mehr als nur eine Stimme – Eine tragische Ikone

2012 starb Whitney Houston mit nur 48 Jahren. Ihr Tod gab lange Rätsel auf.

Whitney Houston war die größte Performerin der vergangenen 30 Jahre, und der Beweis ist jenes Lied, das man fast nicht mehr hören mag, was indes nicht am Lied selbst liegt, sondern daran, dass es seit 1992, als es 14 Wochen an der Spitze der US-Hitparade stand, so oft gespielt wurde, dass man es einfach über hat. "I Will Always Love You" ist ein Lied, das kaum jemand so zu singen in der Lage ist wie Whitney Houston es getan hat.

In einer sogar für Soul-Sänger*innen frappierenden Häufigkeit sang Whitney Houston von der Liebe - und zwar selten von der platonischen oder altruistischen. Schon am Anfang ihrer Karriere hießen ihre Lieder „You Give Good Love“, „I Wanna Dance With Somebody (Who Loves Me)“ und „The Greatest Love Of All“.

Die Songs des internationalen Weltstars mit der unverwechselbaren Stimme gehen auch heute noch ans Herz (darunter "I Will Always Love You", "Run to You, "I Have Nothing").

Am 9. August wäre die Ausnahmesängerin 60 Jahre alt geworden. Manche Dramen ihres Lebens kamen erst nach ihrem tragischen Tod ans Licht.

Die Sängerin und Schauspielerin hat viel durchgemacht, von ihrer Kindheit bis zum musikalischen Erfolg über ihre turbulente Ehe mit Bobby Brown, ihren Suchtproblemen und ihrem Tod. Nach ihrem Ableben kamen immer mehr Fakten über ihr Leben ans Tageslicht.

Kindheit und frühe Karriere

Am 9. August 1963 wurde Whitney in Newark, New Jersey als Tochter von Cissy Houston geboren. Dionne Warwick war ihre Cousine, Aretha Franklin die Patentante. Es handelte sich also um die First Family of Gospel.

Whitney sang bei Auftritten ihrer Mutter, 1979 dann mit Chaka Khan, später mit der Gruppe Material. Zugleich arbeitete sie als Model. 1983 nahm sie der Platten-Mogul Clive Davis unter Vertrag.

1984 wurde als Versuchsballon die Single „Hold Me“ herausgebracht, ein Duett mit dem großen Teddy Pendergrass. Houstons Debüt-Album fiel in eine Zeit, da man in der Musikbranche in Platin-Auszeichnungen und Millionenverkäufen dachte.

Fast zwei Jahre arbeitet Davis mit der jungen Whitney Houston an deren Debutalbum. Heute ein Klassiker, ist die selbstbetitelte Platte 1985 ein Megaerfolg und Fremdkörper zugleich. Das Cover zeigt die Sängerin mit glattgekämmtem Haar und ernstem, fast abschätzigem Blick, eine seltsame Tunika über der Schulter.

Die Balladen sind von einer fast beängstigenden Perfektion, die Uptempo-Nummern gnadenlos pop-kompatibel, das Radio liebt sie, 17 Millionen Platten werden verkauft, drei Singles schießen auf Platz Eins der Charts - und Houstons emphatische, glasklare Stimme wird zur Projektionsfläche für die Sehnsüchte und Selbstvergewisserungen des Mainstream-Publikums der Achtzigerjahre.

Zwei Jahre später wiederholt Whitney Houston den Erfolg mit ihrem zweiten Album, künstlerisch wie kommerziell. Schon gar niemand, warum.

Man kann behaupten, dass die Berater mit „Whitney“ (1987) und dem moderat modernisierten „I’m Your Baby Tonight“ (1990) alles richtig machten. Dazwischen lag noch der Hit „One Moment In Time“, der Song zu den Olympischen Spielen in Seoul, 1988. 1991 sang Whitney beim Finale des Super Bowl die Nationalhymne. Sie war endgültig das Golden Girl der USA.

Im folgenden Jahr triumphierte sie sogar mit dem belächelten Auftritt in dem Film „The Bodyguard“. Eine Schmonzette mit Kevin Costner, der sie erstaunlich zartbittere Momente verlieh, indem sie ihre Diva zwischen eingebildeter Zicke und schutzbedürftigem Rehlein anlegte. Vom Soundtrack des überaus erfolgreichen Films stammt das Stück „I Will Always Love You“.

Lieblingslied einer Generation von jungen (und nicht mehr ganz jungen) Frauen und Gipfelpunkt der Houstonschen Gesangsartistik.

Ihr letzter Auftritt hatte Whitney Houston wohl am 9. Februar dieses Jahres in einem kleinen Club in Hollywood, dokumentiert in einer dürren, 32 Sekunden langen Handyaufnahme. Whitney Houston sollte an dem von ihrem langjährigen Manager und Entdecker Clive Davis organisierten Dinner teilnehmen.

Doch am Sonnabend um 15.55 Uhr amerikanischer Zeit erklärt ein Notarzt sie für tot.

Zwischen den beiden Filmaufnahmen liegen 29 Jahre, liegen eine beispiellose Karriere und ein bespielloser Absturz.

So makellos Houstons Musik ist, so sehr widerspricht sie einer Tradition von Blut, Schweiß und Tränen, einer Forderung nach Authentizität, die sich in der Popkultur von jeher durch Brüchiges, Widerborstiges artikuliert. Bei Whitney Houston hört man nichts Brüchiges. Nur Perfektion.

Am Ende bleibt vielleicht „The Greatest Love Of All” der ultimative Whitney-Houston-Song. Eine natürlich perfekte Ballade, hinter deren vermeintlicher Glätte die früh gezogene Lebensbilanz einer selbstbestimmten, gleichsam in jeder Hinsicht alleine stehenden Künstlerin erkennbar ist.

„No matter what they take from me / they can’t take my dignitiy“, singt sie (“Egal, was sie mir nehmen / sie können mir nicht meine Würde nehmen“). Und: „Because the greatest love of all / is happening to me / I found the greatest love of all / inside of me” (“Denn die größte Liebe von allen/ geschieht mir / Ich fand die größte Liebe von allen / in mir”).

Whitney Houston war inspiriert von älteren Kolleginnen wie Nina Simone und Aretha Franklin. Und sie selbst hat etlichen Nachfolgerinnen als Vorbild gedient: Mariah Carey, Christina Aguilera und Beyoncé berufen sich ausdrücklich auf sie.

Vorwürfe des Missbrauchs in der Kindheit

Die Vorwürfe wiegen schwer: Whitney Houston wurde angeblich als Kind von ihrer Cousine Dee Dee Warwick, der Schwester von Dionne Warwick, sexuell missbraucht. Die Beschuldigungen gegen Dee Dee kommen von Whitneys Halbbruder Gary Garland. Auch er soll von seiner Cousine missbraucht worden sein.

Mary Jones, Whitney Houstons Assistentin, hatte das Familiengeheimnis in der "Whitney"-Dokumentation ebenfalls ausgeplaudert. Für die Mutter von Whitney, Cissy, war diese Behauptung nur schwer zu ertragen. Sie soll von all den schrecklichen Ereignissen in der Kindheit ihrer Tochter nichts mitbekommen haben.

Gemeinsam mit Dee Dees Schwester Dionne Warwick gab sie dem US-Magazin "People" ein Statement heraus. Darin heißt es: "Wir können unseren Schock und unser Entsetzen gar nicht beschreiben. Es fällt uns schwer zu glauben, dass meine Nichte Dee Dee Warwick zwei meiner drei Kinder belästigt haben soll."

Abgestritten haben die beiden Frauen den Vorwurf aber nicht. Um das Erlebte zu verdrängen, soll sich Whitney in Drogen geflüchtet haben.

Whitney Houston bei einem Auftritt im Jahr 1991

Persönliche Kämpfe und Kontroversen

Vielleicht war es die Heirat mit dem Taugenichts Bobby Brown, die Whitneys Leben aus dem Ruder laufen ließ. „Der Teufel bin ich selbst“, sagte sie einmal - aber der Teufel hat den Schnaps gemacht und wahrscheinlich auch Kokain und Crack.

Jahre später wurden Privatfilme aus dem Schlafzimmer gehandelt, eine Hausangestellte fühlte ich von Houston unsittlich bedrängt. Solche Anschuldigungen sind üblich - aber nur dort, wo sie auf fruchtbaren Boden fallen.

Whitney Houstons Filmkarriere entwickelte sich mit „Waiting To Exhale“ (1995) und „The Preacher’s Wife“ (1995) unglücklich. Erst 1998 erschien mit „My Love Is Your Love“ wieder ein Album.

Seit 1993 war Whitney die Mutter eines Kindes, der Tochter Bobbi Kristina. Immer wieder sah man Fotos von der derangierten Sängerin, die von ihrem Mann geschlagen worden und stark abgemagert war.

Obwohl das Album „I Look To You“ 2009 verhallt war, unternahm Whitney Houston eine Tournee, die zum Desaster geriet. Übers Internet wurden bald Schnipsel mit ihrer versagenden Stimme verbreitet, beim Konzert in Berlin wurde die Sängerin ausgebuht und verlacht.

Jahrelang rankten sich Gerüchte um Whitney Houstons Bisexualität. Ihre Assistentin, langjährige Freundin und enge Vertraute, Robyn Crawford, hat 2019 die Liebesbeziehung zu der Sängerin öffentlich gemacht. In ihrem Enthüllungsbuch "A Song for You: My Life With Whitney Houston" gibt Crawford an, dass sie und Houston nicht nur platonisch befreundet waren.

"Wir wollten zusammen sein, nur wir zwei", ist in dem Werk zu lesen. Aus der Freundschaft wurde eine sexuelle Beziehung, was auch Freunden und Familie nicht verheimlicht blieb, jedoch nicht akzeptiert wurde. Zudem befürchtete Robyn Crawford, dass Whitney durch ihre Romanze ihre Karriere ruinieren könnte. Aufgeben wollten beide ihre Liebe dennoch nicht. "Whitney wusste, dass ich sie liebe. Und ich wusste, sie liebte mich. Wir haben uns alles bedeutet."

Houstons Ex-Mann Bobby Brown bekräftigte die Spekulationen 2016. "Wenn er etwas sagte, hörte ich ihm zu", beschrieb Houston 2009 ihre Beziehung zu R'n'B-Sänger Bobby Brown, mit dem sie Tochter Boobie Kristina bekam, im Gespräch mit Oprah Winfrey. "Er war meine Droge, ich habe nichts ohne ihn getan."

Die Ehe, die Whitney Houston und Sänger Bobby Brown 1992 vollzogen, war das, was man heutzutage als toxische Beziehung definieren würde. In den Medien heißt es später, Bobby Brown habe Whitney Houston zerstört. Auch von "Die Schöne und das Biest" ist immer wieder die Rede.

Hatte der Niedergang der Künstlerin mit dem Kennenlernen von Bobby Brown begonnen? Der Musiker weist nach ihrem Tod alle Vorwürfe von sich. "Ich habe nie einen (Drogen-)Rausch erlebt, bevor ich Whitney traf", so Brown. "Ich habe Gras geraucht, ich habe Bier getrunken", härtere Drogen habe er aber nicht angerührt. Im Leben seiner Frau hätten Drogen hingegen schon "lange vor" dem Beginn ihrer Beziehung im Jahr 1991 eine Rolle gespielt.

Bobby Brown wollte sein schlechtes Image loswerden, gelungen ist es ihm bis heute nicht. Dazu trug auch Whitney Houston mit ihren Aussagen selbst bei. Mehrmals habe es Gewalt in der Beziehung gegeben. Grund für die Streitigkeiten soll gewesen sein, dass Bobby nicht mit Whitneys Ruhm klar kam. 2007 ließ sich das Paar scheiden.

Alkohol, Drogenmissbrauch und Entzug waren die Kehrseite von Houstons glanzvoller Karriere. Die Soul-Diva testete schon in ihrer Jugend gemeinsam mit ihren Geschwistern illegale Substanzen. Lange stritt sie ihre Drogenabhängigkeit ab. Bei Oprah Winfrey redete sie Klartext. "Ich habe Crack geraucht und Marihuana. Nach dem Dreh von 'Bodyguard' 1992 wurde es immer schlimmer [...] Teilweise habe ich monatelang nicht richtig schlafen können."

Ihr Leben geriet außer Kontrolle. "Ich habe viel gefeiert. Wirklich, ich habe mir die Seele aus dem Leib gefeiert", sagte sie damals in einem Interview über ihre Suchtprobleme. Whitneys Mutter Cissy sorgte schließlich dafür, dass Whitney sich in eine Entzugsklinik einweisen lief. Nicht das letzte Mal für die Sängerin. Trotz zahlreicher Entzugsversuche kam Houston nicht von den Drogen los.

Der tragische Tod

Am 11. Februar 2012 wurde das Ausnahmetalent leblos in der Badewanne seines Hotelzimmers in Beverly Hills gefunden. Die Nachricht von Whitney Houstons Tod am Vorabend der Grammy-Verleihung sorgte weltweit für Entsetzen.

Offiziell heißt es, die Sängerin wurde mit dem Gesicht nach unten leblos in der Badewanne gefunden, als Todesursache nannte die Gerichtsmedizin Ertrinken, als "Folge einer Herzerkrankung mit Arterienverkalkung und von Kokainkonsum". Neben der Wanne lagen Pillenfläschchen. Ihr Tod wurde als Unfall eingestuft.

Hätte er verhindert werden können? "Wir wissen, dass sie eine Herzkrankheit hatte und dass sie chronisch Kokain konsumierte. Wenn es diese beiden Faktoren nicht gegeben hätte, wäre sie wahrscheinlich nicht in der Badewanne ertrunken", sagte Craig Harvey, Sprecher der Gerichtsmedizin.

Noch immer ranken viele Theorien und Gerüchte um den Tod der Soul-Diva. Demnach könnte Whitney Houston ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben oder sogar ermordet worden sein.

In Los Angeles ist der detaillierte Obduktionsbericht von Whitney Houston veröffentlicht worden. Am Ende war es dann doch viel schlimmer als zunächst angenommen. Whitney Houstons Hotelzimmer glich einer Apotheke und einer Drogenhöhle, als die Polizei am 11. Zwölf Pillendosen (von fünf verschiedenen Ärzten verschrieben), lose Tabletten auf dem Nachttisch, überall verschreibungspflichtige Medikamente, Hustensaft, ein Tablett mit unzähligen Zigarettenstummeln im Bad, ein Löffel mit Rückständen einer weißen Substanz und ein zusammengerolltes weißes Stück Papier mit ebenfalls einer weißen Substanz.

Die Details waren dem am Mittwoch in Los Angeles veröffentlichten Obduktionsbericht zu entnehmen. Das muss sich demnach zwischen 14.45 Uhr und 15 Uhr abgespielt haben. Gegen 15.35 Uhr kehrte Houstons Angestellter ins Hotelzimmer zurück und fand die Sängerin mit dem Gesicht nach unten in der mit Wasser gefüllten Wanne. Die Temperatur des Badewassers war nach dem Obduktionsbericht "sehr heiß".

Exakt heißt es im Bericht: "Auf dem Nachttisch wurde ebenfalls weißes Puder gefunden. In dem Bericht heißt es auch, dass "Blut aus der Nase" der Sängerin lief.

Whitney Houston trug außerdem, so steht es in dem Bericht, eine braune Perücke, als die Polizei sie leblos auffand.

Nun, acht Jahre, nachdem die Welt vom schockierenden Tod von Whitney Houston erfuhr, gibt es immer noch viele Geheimnisse um das, was in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills am 11. Februar 2012 geschah.

Vieles aus dem Bericht des Gerichtsmediziners schockierte ihre Fans. Darunter die Tatsache, dass die Sängerin und Schauspielerin an einer Lungenkrankheit litt. Zudem trug sie eine Zahnprothese. Letzteres ist bei Drogen- und Alkoholabhängigen nicht selten. Aber es bleiben noch weitere Fragen offen. Wer hatte ihr die Drogen geliefert? Warum hatte sie sie genommen? War noch jemand mit ihr im Raum?

Ein weiteres überraschendes Detail, aus dem Bericht war die Feststellung, dass sowohl Gegenstände aus Houstons Zimmer als auch ihre Brieftasche fehlten. „[Der] kalifornische Führerschein der Verstorbenen war vor meiner Ankunft aus der Brieftasche, die sich in der Handtasche befand, entnommen worden“, hieß es darin.

Außerdem erfuhr man, dass Houston Wunden im Gesicht hatte, als man sie in der Badewanne fand. Konkret handelte es sich um „zwei oberflächliche Abschürfungen an der linken Seite ihrer Stirn und eine oberflächliche Abschürfung an der linken Seite des Nasenrückens“.

Der forensische Pathologe Cyril Wecht erklärte, dass das Wasser in der Wanne mit fast 35 Grad so warm war, dass er nicht glaubt, dass Houston vorher in der Wanne lag, sondern irgendwie hineinfiel und versehentlich ertrank. „Ich glaube, dass sie in dieses sehr heiße Wasser gefallen ist.

Whitney Houstons Assistentin, die die Sängerin tot in der Badewanne aufgefunden hatte, gab später an, dass die offizielle Version der Geschehnisse nicht vollständig sei: „Jemand war mit ihr im Zimmer, hatte ihr diese Medikamente gegeben und sie später ertrunken in der Badewanne gefunden. Darauf hat die Person die Wasserhähne abgedreht und den Raum verlassen“, sagte Jones.

„Ich glaube nicht, dass [Whitney] an Drogen gestorben ist“, sagte Ex-Mann Bobby Brown zu ROLLING STONE.

Offiziell wurde als Todesursache "accidental drowning", also Ertrinken durch Unfall angegeben.

Das Vermächtnis

So eine Stimme! So ein Talent! Ihre Lieder bleiben in der Welt, zum Glück.

Allerdings weiß man ja längst, dass Whitney Houston einsam war, unter Selbstzweifeln litt, dass sie sich nicht im Griff hatte, die falschen Freunde wählte und Drogen ähnlich heiter und undosiert einwarf wie andere Leute Gummibärchen.

Genau das tut dieser Film, er raunt, indem er Leute aus ihrem Umfeld zu Wort kommen lässt, von denen man nicht so genau weiß, wie nah sie ihr wirklich gestanden haben. Außerdem geht das Gerede über den Absturz der Privatperson inzwischen so weit, dass es am Mythos der Künstlerin kratzt.

In ihrer Musik findet man keine Spur von dieser Negativität, die alle Welt ihr neuerdings zuschreibt. Man höre sich noch einmal das fantastische zweite Album aus dem Jahr 1987 an, "Whitney" heißt es, und "I Wanna Dance With Somebody" war der erste Single-Hit daraus. Er stand auf der ganzen Welt auf Platz eins, und er hat noch heute heilsame Wirkung. Houston lacht darin, man kann gar nichts anders, als mitzulachen, und wer dieses Lied zum Frühstück hört, wird noch beim Abendessen auf Wolke sieben sitzen.

Das Drama Whitney Houstons bestand nun darin, dass sie als Crossover-Künstlerin vermarktet werden sollte. In den frühen 80er Jahren wurde vor allem der US-Markt noch stark in Musik für Weiße und für Schwarze unterteilt, und Whitney Houston sollte für beide Gruppen attraktiv sein. Sie selbst hatte eigentlich R 'n' B machen wollen und Funk, aber man wollte "keinen weiblichen James Brown", wie man ihr mitteilte.

Den größten Knacks ihrer Karriere, vielleicht ihres Lebens bekam sie dann 1989 bei den "Soul Train Awards", als das schwarze Publikum sie auspfiff und als zu weiß beschimpfte. Sie war getroffen, verletzt und gebrochen, und sie trug fortan nur mehr Perücken - sozusagen als Maske, als Schutz der Privatsphäre.

Whitney Houston ist der Popstar, von dem fast niemand je die echten Haare gesehen hat.

Was den Menschen Whitney Houston so traurig gemacht hat, ist von uns Musikhörern nicht zu ergründen. Wir sollten nicht länger über das reden, was sein könnte, sondern über das, was da ist.

Am 21. Januar 2015, rund drei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, wurde auch die gerade einmal 22-jährige Bobbi Kristina bewusstlos in einer Badewanne aufgefunden. Seitdem hatte sie das Bewusstsein nie richtig wiedererlangt. Bobbi Kristina lag monatelang auf der Intensivstation. Ihr Zustand verschlechterte sich schließlich so sehr, dass sie im Juni in ein Hospiz verlegt wurde, wo sie am 26. Juli 2015 verstarb.

Wie das US-Portal "TMZ" behauptet, soll es drei Jahre zuvor einen ähnlichen Vorfall gegeben haben, bei dem Bobbi Kristina beinahe in einer Badewanne ertrunken wäre. Eine anonyme Quelle gibt an, sie und ihre Mutter hätten in der Nacht vor Houstons Tod im Jahr 2012 in der Beverly Hilton Bar in Beverly Hills zusammen gefeiert. Beide seien sehr betrunken gewesen. Bobbi sei im weiteren Verlauf des Abends bei laufendem Wasserhahn in der Badewanne eingeschlafen. Damals wurde sie gerettet.

Besonders tragisch: Whitneys Tochter hatte schon immer eine Vorahnung und befürchtete, wie ihre Mutter zu enden. Über den Tod ihrer Mutter schien Bobbi Kristina nie hinweggekommen zu sein. Sie starb an gebrochenem Herzen, genau wie einst ihre Mutter Whitney Houston.

Die Musik-Ikone bleibt unvergessen.

Die letzten 24 Stunden von Whitney Houston

Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Ereignisse im Leben von Whitney Houston zusammen:

Jahr Ereignis
1963 Geburt in Newark, New Jersey
1985 Veröffentlichung des Debütalbums "Whitney Houston"
1992 Heirat mit Bobby Brown
2007 Scheidung von Bobby Brown
2012 Tod in Beverly Hills
2015 Tod von Bobbi Kristina Brown

tags: #whitney #houston #ohne #perücke

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