Die Frisur ist mehr als nur eine Art, das Haar zu tragen. Sie ist ein Ausdruck von Persönlichkeit, Kultur und Zeitgeist. Von einfachen Schnitten bis hin zu aufwendigen Stylings spiegelt die Frisur soziale Normen, individuelle Vorlieben und historische Entwicklungen wider.
Woher kommt das Wort ‚Frise‘? Von seiner Wortherkunft her ist das Wort sozusagen ein halber Franzose. Es ist die Kurzform von Frisur und der Begriff Friseur gemacht wird und der wiederum stammt vom französischen Verb friser ab. Eigentlich heißt friser sowas wie zwirbeln oder auch kräuseln. Wir haben es eingedeutscht und Friseur draus gemacht, der macht schicke Frisen aus Haaren und fertig ist die Herleitung.
Das Wort "Frisur" stammt aus dem Französischen. Genauer gesagt, aus dem gleichbedeutenden französischen Wort "frisure". Das Verb "friser" bedeutet so viel wie "kräuseln". Im Deutschen hat sich daraus der Begriff "Friseur" entwickelt, der denjenigen bezeichnet, der Haare kunstvoll ordnet und schneidet.
„Fräulein Frise“ ist also eine eigengetragene Marke. Darauf sind wir sehr stolz und wir tragen das schöne, umgangssprachliche Wörtchen Frise nur allzu gerne in unserem Namen. Dass uns immer wieder Menschen unter Fräulein Friese finden wollen oder in ihren Telefonbüchern abspeichern, ist natürlich auch kein Problem für uns. Und Friesland ist ja auch wunderschön, wer würde nicht gerne in den Dünen in einem Reethaus wohnen und die Ruhe genießen. Daher kommt schön zu uns nach Wuppertal, um euch dort eure neue Frise zu holen.
An dieser Stelle wollen wir uns auch mal Zeit für SOwas nehmen und euch sagen, was eine Frise ist, warum wir uns als Fräulein Frise markenrechtlich eintragen haben lassen und was eine „schicke Frise“ ausmacht.
Zum guten Benehmen, zum Bewegen in der Öffentlichkeit gehören auch die Kleidung, die Frisur, die Mode.
Die Geschichte der Frisuren ist vielfältig und spiegelt die jeweiligen kulturellen und gesellschaftlichen Einflüsse wider. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich Frisuren immer wieder verändert, von einfachen, praktischen Haartrachten bis hin zu aufwendigen und modischen Kreationen.
Orthodoxe Frauen zeigen nach der Hochzeit ihre Haare nicht mehr in der Öffentlichkeit. Die erste Begegnung zwischen Rebekka und Isaak liefert den biblischen Ursprung: „Rebekka blickte auf und sah Isaak. Sie ließ sich vom Kamel herunter und fragte den Knecht: Wer ist der Mann dort, der uns auf dem Feld entgegenkommt? Der Knecht erwiderte: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich.“ (1. Buch Mose 24, 64f)
Als Brauch setzte sich das Bedecken der Haare im 15. In den strenggläubigen chassidischen Gemeinden, die im 18. Jahrhundert in Osteuropa entstanden, war es sogar üblich, dass Frauen sich zur Hochzeit alle Haare abschnitten und danach das Tichel, ein Kopftuch, trugen.
Dennoch gab es zwischen den verschiedenen orthodoxen Strömungen immer graduelle Unterschiede in der Auslegung, ob nach der Hochzeit alles Haar verhüllt bleibt oder wie viel von ihrem Haar eine Frau zeigt. Egal für welche Variante sich eine verheiratete Frau entscheidet, sie kann aus einem vielfältigen modischen Angebot wählen.
Ein markantes Beispiel für eine Frisur mit rebellischem Charakter ist der Irokesenschnitt.
Will... Kahlrasierte Kopfhaut, in der Mitte ein Streifen Haare, der nach oben steht - so geht der Irokesenschnitt. Ende der Siebziger Jahre war er der ultimative Schocker auf Punkköpfen, doch dann verkam er durch den kickenden Trendsetter David Beckham zum modischen Blickfang. Da sollte man doch meinen, diese Frisur hätte ihre revolutionäre Durchschlagskraft vollständig eingebüßt. Doch weit gefehlt! Gerade erhielt der sechsjährige Pennäler Bryan aus Parma, Ohio, einen Schulverweis, weil ihm seine Mutter einen Hahnenkamp geschoren hatte. Die Begründung: Die Frisur sei eine Ablenkung für die anderen Schüler.
Wie der Name schon sagt, stammt die Frisur von den Irokesen, einem Verbund von Indianervölkern, die südlich des Ontariosees, schlappe 300 Meilen südwestlich von Bryans Schule entfernt, lebten. Genau genommen trugen nicht alle Irokesen diese Frisur, sondern nur die Mohawk, weswegen die englische Bezeichnung für diesen Haarschnitt auch "Mohawk" ist.
Auf Nicht-Indianer-Köpfen tauchte der Irokesenschnitt dann erstmals im Zweiten Weltkrieg auf. Der Halbindianer und Fallschirmjäger Jake McNiece brachten die Frisur in die US-Armee. Laut McNiece waren die "Filthy Thirteen" eine Truppe von Außenseitern, die die Offiziere nicht grüßten und sich weigerten, die Unterkünfte zu feudeln - also schon beinahe echte Punks. Viele von ihnen trugen Irokesenschnitte. Auch im Vietnamkrieg schoren sich US-Soldaten ihre Köpfe nach Mohawk-Art. Über sie fand der Haarschnitt auch seinen Weg in den Film "Taxi Driver".
Victor Magnotta, ein persönlicher Freund von Regisseur Martin Scorsese, erzählte Scorsese und Hauptdarsteller Robert De Niro bei einem Abendessen von seinen Erlebnissen in Vietnam und von der speziellen Haartracht mancher Soldaten. Besonders gut stand die Frisur De Niro nicht, doch mit dem Hahnenkamp auf dem Kopf stigmatisierte sich die Filmfigur Travis Bickle als Außenseiter der Gesellschaft - und machte sich gleichzeitig zu einem Blickfang.
Wer erinnert sich nicht an die Szene, in der Bickle einen schmalen Gang entlang läuft, grinsend, mit zwei Pistolen in der Hand und fast ohne Haar? Mut zum Auffallen und Mut zur Hässlichkeit waren auch zentrale Elemente der Punkbewegung. Da passte der Iro hervorragend.
Seit den Siebzigern kultivierten Punks die Frisur in allen möglichen Spielarten: Natur oder gefärbt, in Stacheln, angefilzt oder als Doppelstreifen.
Vereinzelt zitierten auch Nicht-Punks die Frisur. Da war zum Beispiel Lawrence "Mr. T" Tureaud. Er vermöbelte Silvester Stallone in "Rocky III" und ließ als B.A. "Bad Attitude" Baracus zusammen mit dem A-Team Autos in die Luft fliegen. Er verkörperte die pure Bad-Guy-Optik - und der Haarschnitt trug nicht wenig dazu bei.
Und dann kam - David Beckham und mit ihm der Niedergang des Irokesen als Antifrisur. Im Mai 2001 präsentierte der Promi-Kicker im Pride-Park-Stadion in Derby bei einem Training sein neues Styling. Bei Beckhams Frisur hatte auch kein besoffener Freund den Barttrimmer geschwungen, sondern es war ein französischer Coiffeur am Werk gewesen. Diese Art des Mohawk kennzeichnete nicht mehr den Abschaum, sondern war Posh-Spice-kompatibel. Dass der Mode-Iro der Post-Beckham-Ära nicht als "richtiger Irokesenschnitt" anerkannt wird, schlug sich auch sprachlich nieder. Im Englischen nennt sich diese Frisur nicht Mohawk, sondern Fauxhawk - Möchtegern-Iro. Heißt: ein bisschen Wildheit für alle, eine Frisur, die sich mit etwas weniger Gel auch im Büro tragen lässt.
Der Fauxhawk fand seine Nachahmer rasend schnell in den Justin Timberlakes und Schweinsteigers dieser Welt. In Deutschland heißen Leute, die diese Frisur trugen, übrigens Gucci-Punks. Warum auch nicht. Der Fauxhawk verspricht den Genuss, ein bisschen anders aussehen zu können, ohne sich hässlich machen zu müssen. Vielleicht wird die Frisur deswegen auf Melissa-Etheridge-Konzerten und in Berlin-Kreuzberg überdurchschnittlich häufig gesichtet.
Doch wem gehört die Frisur? In den achtziger und neunziger Jahren gab es Buttons mit der Aufschrift: "Gebt den Indianern den Urwald zurück". Ist es vielleicht Zeit, zu fordern: "Gebt den Mohawk ihre Frisur zurück"? Wahrscheinlich würde ein Weltfrisurengericht das Copyright für den Irokesenschnitt heute eher den Punks zusprechen.
Stellt man sich gewisse Redewendungen wortwörtlich vor, die irgendwas mit uns und unserem Körper zu tun haben, entstehen die verrücktesten Bilder: Frosch im Hals, Haare auf den Zähnen, Würmer aus der Nase.
An diesem Mann mit der gepappten Frisur schien sich nie wieder etwas bewegen zu wollen.
Vera hingegen sah eleganter denn je aus, auch ihre Frisur war neu.
Wir kleiden uns wie er, wir versuchen, uns so zu bewegen, und selbstverständlich tragen wir auch seine Frisur.
Sie ist nur etwas klein für den Kopf mit der widerborstigen Frisur.
Umgangssprachlich die Frisur sitzt eine moderne, veränderte Frisur haben die Frisur ordnen, ändern ihre lockere Frisur wippte um das Köpfchen.
Frisur f. ‘Haartracht’ (18. Jh.), aus gleichbed. frz. frisure.
Ob als Ausdruck von Rebellion, religiöser Zugehörigkeit oder modischem Geschmack - die Frisur ist ein Spiegelbild der Gesellschaft und ihrer Werte.
„Schicke Frise haste da!“, schon mal gehört? Wenn nicht, dann bitte schleunigst zu uns zum Haareschneiden kommen 🙂 Frise ist nicht nur Teil unseres Namens, sondern auch ein umgangssprachliches Wort, das mal hier mal da durch unseren Sprachgebrauch huscht.
David Beckham mit einem modernen Irokesenschnitt (Fauxhawk)
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