Schuppen Alternative Behandlung: Ursachen, Arten und wirksame Methoden

Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem der Haut, unter dem Männer und Frauen, Jugendliche wie Erwachsene gleichermaßen leiden. Gesundheitlich sind sie in der Regel unbedenklich, sie werden jedoch von den Betroffenen meist als unangenehm oder sogar peinlich empfunden, wenn sie auf die Schultern und auf die übrige Kleidung rieseln. Sie können aber auch mit Juckreiz und einem bestimmten Unbehagen verbunden sein.

Ursachen von Schuppen

Um Schuppen gezielt behandeln zu können, ist es wichtig, ihre Ursache zu kennen. Sie entstehen durch eine beschleunigte Erneuerung der Kopfhautzellen. Normalerweise erneuert sich unsere Haut etwa alle 28 Tage, bei Schuppenproblemen kann dieser Prozess auf nur 7 bis 14 Tage verkürzt sein. Die Hautzellen werden abgestoßen, bevor sie vollständig ausgereift sind, verklumpen miteinander und bleiben als sichtbare Schuppen zurück.

Die häufigste Ursache für Schuppen ist ein natürlich vorkommender Hefepilz namens Malassezia furfur, der sich von den Hautfetten auf der Kopfhaut ernährt. Eine weitere Ursache für Schuppen kann trockene Heizungsluft im Winter sein, wodurch die Kopfhaut austrocknet und sich feine, meist weiße Schuppen bilden. Das gilt auch oft, wenn aggressive Haarpflegeprodukte benutzt werden. Schließlich sind noch bestimmte Hauterkrankungen zu erwähnen, beispielsweise Seborrhoisches Ekzem, Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis.

Arten von Schuppen

Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Schuppen unterschieden:

  • Trockene Schuppen: Diese sind klein, weiß und rieseln leicht vom Kopf, ähnlich wie Schnee. Sie treten oft in Verbindung mit trockener, juckender Kopfhaut auf, die spannt und gereizt ist.
  • Fettige Schuppen: Diese sind größer, gelblich und klebrig. Sie haften oft am Haar und auf der Kopfhaut, da sie mit überschüssigem Talg vermischt sind. Der Hauptauslöser ist hier oft der genannte Hefepilz Malassezia furfur, der natürlicherweise auf der Kopfhaut vorkommt, sich aber bei einer Überproduktion von Talg stark vermehren kann.

Die Schuppen auf der trockenen Kopfhaut sind weiß, trocken, klein und fein. Sie fallen schnell ab. Anti-Schuppenpflege sollte nach Art der Schuppen ausgewählt werden. Es muss zwischen einer gezielten Reinigung für trockene Kopfhaut und fettige Kopfhaut unterschieden werden.

Hausmittel gegen Schuppen - Die Top 7 Tipps 💇💇‍

Behandlung von Schuppen

Der Markt hält spezielle Anti-Schuppen-Shampoos bereit, die unterschiedliche Wirkstoffe enthalten. Beachten Sie vor der Anwendung die Angaben des Herstellers. Meist wird empfohlen, ein Shampoo 2-3 Mal wöchentlich zu benutzen und mindestens 5 Minuten einwirken zu lassen, bevor es ausgespült wird.

Wenn Sie auf Anti-Schuppen-Shampoos verzichten möchten, können Sie versuchen, Schuppen mit einigen Hausmitteln zu bekämpfen. Eine angemessene Pflegeroutine ist ebenfalls wichtig, wenn Sie gegen Schuppenbildung vorgehen wollen. Sehen Sie zunächst von einer täglichen Haarwäsche ab, denn übermäßiges Waschen kann die Kopfhaut reizen und das Problem verschlimmern statt verbessern. Massieren Sie Shampoos sanft ein, da ein aggressives Reiben die Reizungen verstärken kann.

Mit einigen gezielten Maßnahmen können Sie das Risiko von Schuppenbildung verringern, zum Beispiel durch eine Anpassung Ihres Lebensstils. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung - mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren, Zink und B-Vitaminen - um die Kopfhautgesundheit zu unterstützen.

Wann zum Arzt?

Wenn trotz geeigneter Shampoos und Pflegemaßnahmen die Schuppen über Wochen bestehen, mit starkem Juckreiz, Entzündungen oder dicken Krusten einhergehen, ist ein Besuch beim Dermatologen ratsam. Oft steckt ein seborrhoisches Ekzem oder eine andere Hauterkrankung dahinter, die gezielte medikamentöse Behandlungen benötigt.

Nicht selten verbergen sich hinter scheinbar harmlosen Schuppen Pilzinfektionen oder Anzeichen von Schuppenflechten, Neurodermitis oder Ekzeme. Oftmals lassen sich diese Schuppen nicht von herkömmlichen unterscheiden. Es ist ratsam, einen Dermatologen hinzuzuziehen, um Gewissheit zu erlangen. Dieser kann Ihnen eine konkrete Diagnose stellen und wird Ihnen eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlungsmethode vorschlagen.

Behandlung mit Hausmitteln

Hausmittel gegen Schuppen bieten eine sanfte und natürliche Alternative zu herkömmlichen Produkten, besonders bei juckender Kopfhaut. Einige bewährte Hausmittel wie Teebaumöl, Apfelessig und Kokosöl können beruhigend auf die Kopfhaut wirken und besitzen antibakterielle oder entzündungshemmende Eigenschaften. Diese helfen dabei, das Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen, die Schuppenbildung zu reduzieren und Juckreiz zu lindern. Auch Aloe vera ist beliebt, da sie Feuchtigkeit spendet und gereizte Haut beruhigt.

Ein weiterer Vorteil von Hausmitteln ist, dass sie oft weniger irritierend sind. Dennoch ist die Dosierung hier oft problematisch und auch die Wirksamkeit ist individuell unterschiedlich.

Einige beliebte Hausmittel zur Behandlung von Schuppen.

Was hilft wirklich im Kampf gegen Schuppen?

Hausmittel sind für viele eine bewährte Methode, um lästige Haarschuppen loszuwerden. Doch welche Hausmittel gegen Schuppen sollten Sie Ihrer Kopfhaut lieber nicht zumuten? Bevor Sie Haarschuppen eigenständig mit Hausmitteln behandeln, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen. Generell können Hausmittel gegen Schuppen für Linderung sorgen, indem sie die Symptome mildern.

Während Hausmittel bei fettigen Schuppen, verursacht durch einen Pilzbefall oder ein seborrhoisches Ekzem, nicht die gewünschte Wirksamkeit erzielen, können sie bei trockenen Schuppen durchaus Symptome lindern. Das Beste ist jedoch: Viele dieser Hausmittel gegen Schuppen haben Sie wahrscheinlich bereits zu Hause.

Vor allem die Ursachen fettiger Schuppen sollten Sie von einem Arzt feststellen lassen. Dasselbe gilt, wenn Sie nicht nur unter Haarschuppen leiden, sondern sich auch ein Ausschlag bildet. Dann kann ein Hautarzt feststellen, ob es sich um ein seborrhoisches Ekzem handelt.

Weitere Tipps und Informationen

  • Wenn das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut beeinträchtigt ist, kann zu den Schuppen juckende Kopfhaut, Spannungsgefühl und Brennen hinzukommen. Der Körper reagiert mit einer beschleunigten Zellerneuerung. Auf diese Weise versucht er, den Reizstoff loszuwerden und es kommt zur vermehrten Schuppenbildung.
  • Eine ausgeprägte Form von Schuppenbildung existiert bei seborrhöischer Dermatitis, eine gängige und entzündliche Hauterkrankung, oft chronischer Natur und genetisch veranlagt. Dabei wird die Haut am Haaransatz rot und schuppig.
  • Es handelt sich um den Hefepilz Pityrosporum ovale, der auf natürliche Weise im Haarfollikel vorkommt. Bildet er sich stärker aus, führt dies zu Entzündungen und Abschuppungen.

Behandlung durch den Dermatologen

Bei starker Schuppenbildung verschreibe ich antimykotische Lotionen (Ketoconazol, Ciclopiroxolamin) und manchmal eine kurzzeitige topische Behandlung mit Dermokortikoiden gegen Entzündungen. In allen Fällen wird das Mittel an den speziellen Schuppentyp angepasst.

Das Shampoo sollte eine gute kosmetische Qualitäten besitzen, damit es das Haar und die empfindliche Kopfhaut nicht austrocknet. Gleichzeitig sollte es mild und wirksam sein. Die Formulierung sollte einer weiteren Produktion von Seborrhö entgegenwirken, die aufgrund des Talgverlustes entsteht (reaktive Seborrhö).

Ein Anti-Schuppen-Shampoo muss normalerweise mindestens fünf Minuten im Haar verbleiben, damit die aktiven Inhaltsstoffe optimal wirken können. Nach einer konsequenten Anti-Schuppen-Pflege sollte sich nach 4 - 6 Wochen eine Besserung der Kopfhaut eingestellt haben. Falls nicht, kann es sein, dass sich hinter der Bildung von Hautschuppen andere Herausforderungen verstecken.

Was Sie bei der Haarpflege beachten sollten

  • Menschen, die zu Schuppen neigen, sollten die Haare nur mit einem milden Shampoo waschen. Ihr Facharzt für Dermatologie berät Sie über geeignete Pflegeprodukte.
  • Außerdem empfehlen Dermatologen, die Haare nicht jeden Tag zu waschen und sie gründlich mit klarem Wasser auszuspülen, damit keine Shampooreste zurückbleiben. Das Wasser darf nicht zu heiß sein.
  • Nach dem Waschen sollten Betroffene darauf achten, die Haare nicht trocken zu rubbeln und sie nicht zu heiß zu föhnen. Hautärzte raten dazu, auf harte Kämme und Bürsten zu verzichten, weil die Kopfhaut damit aufgekratzt und eine Entzündung verursacht werden könnte.

Wichtig ist aus Sicht des Dermatologen, die Haare richtig zu pflegen und sie zu schützen. Über geeignete Pflegeprodukte berät der Hautarzt Sie individuell. Denn die Wahl des richtigen Schuppenshampoos kann schwierig sein. Manche sind zu aggressiv für Ihre empfindliche Kopfhaut, andere enthalten Stoffe, die Allergien auslösen können.

Waschen Sie die Haare nicht mit zu heißem Wasser und halten Sie beim Trocknen der Haare den Fön nicht zu dicht an die Kopfhaut. Etwa 30 cm Abstand werden von Dermatologen empfohlen. Wählen Sie eine niedrige Temperatur.

Zusätzliche Hinweise

  • Meiden Sie äußere Reizungen der Kopfhaut. Wenn Sie Mützen, Helme oder Hüte tragen, raten Fachärzte für Dermatologie, dass diese nicht zu eng anliegen sollten.
  • Schuppen sind heilbar. Um sie wirksam zu bekämpfen, muss die Kopfhaut wieder in ihr natürliches Gleichgewicht gebracht werden.

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