Haarausfall ist ein weitverbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Eine häufige Form des Haarausfalls ist der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie), bei dem es zu einem anhaltenden Haarverlust kommen kann.
Die Tendenz zum Haarverlust haben die Eltern den Betroffenen praktisch mit in die Wiege gelegt - die Ausprägung des Haarausfalls ist in den Genen vorprogrammiert. Während rund 60 Prozent der Männer an erblichem Haarausfall leiden, sind Frauen nicht ganz so häufig betroffen.
Wenn bei Frauen die Haare ausgehen, kann dies verschiedene Ursachen haben. Eine Ursache für Haarausfall bei Frauen, die oft übersehen wird, weil sie immer noch überwiegend mit Männern in Verbindung gebracht wird, ist die genetische Veranlagung.
In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige zu hormonell erblich bedingtem Haarausfall und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Hormonell erblich bedingter Haarausfall bei Frauen ist auch als „androgenetische Alopezie vom weiblichen Typ“ bekannt. Tatsächlich sind circa 40 Prozent aller Frauen im Lauf ihres Lebens von dieser Form betroffen.
Schuld am Verlust der Haare sind die Gene: Die Veranlagung bestimmt das Ausmaß des Haarverlusts. Anlagebedingter Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt, ist die häufigste Form von Haarausfall. Er betrifft sowohl Männer als Frauen. Erste Anzeichen des Haarausfalls können sich bereits im Teenageralter bemerkbar machen.
Mit zunehmendem Alter zeigt er sich verstärkt, bei Frauen insbesondere nach den Wechseljahren. Fachleute betrachten die androgenetische Alopezie als erbliche Störung. An der Vererbung sind mehrere Gene beteiligt.
Wie genau der anlagebedingte Haarausfall vererbt wird, ist bei Männern besser untersucht als bei Frauen. Genetisch bedingter Haarausfall kann von beiden Elternteilen an die Tochter vererbt werden. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass nur die mütterliche Linie eine Rolle spielt.
Frauen erleben den hormonell erblich bedingten Haarausfall anders als Männer. Kennzeichnend für den anlagebedingten Haarausfall ist, dass die Haare in bestimmten Bereichen kontinuierlich ausgehen und die Haardichte dort immer mehr zurückgeht.
Im Gegensatz zu Männern, bei denen sich häufig der Haaransatz zurückbildet oder kahle Stellen im Scheitelbereich auftreten, äußert sich der genetisch bedingte Haarausfall bei Frauen durch eine insgesamt gleichmäßige Ausdünnung des Haares. Ein typisches Zeichen ist die Verbreiterung des Scheitels, die mit der Zeit immer deutlicher sichtbar wird. Außerdem kann das Haar an Volumen und Fülle verlieren, wodurch es sich weniger dicht anfühlt und weniger gut frisierbar ist.
Betroffene Frauen erkennen einen hormonell erblich bedingten Haarausfall an folgenden Auffälligkeiten:
Manche Frauen bekommen auch eine Stirnglatze, die sich ebenso bei Männern zeigt. Eine komplette Glatze ist hingegen bei ihnen selten.
Phasen des erblich bedingten Haarausfalls bei Frauen:
Wenn bei androgenetischer Alopezie die Haarwurzeln überempfindlich auf das männliche Sexualhormon Testosteron, genauer gesagt auf das sogenannte Dihydrotestosteron (DHT) reagieren, passiert Folgendes:
Bei Frauen mit anlagebedingtem Haarausfall sind neben DHT weitere Hormone beteiligt - insbesondere, wenn der Haarausfall spät einsetzt. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen fördert das Haarwachstum und wirkt so vermutlich Haarausfall entgegen. Nimmt die Menge von Östrogen ab - etwa nach den Wechseljahren - geht die vermutete Schutzwirkung verloren.
Bei Menschen mit anlagebedingten Haarausfall ist der Einfluss des Hormons Dihydrotestosteron (DHT) auf die Haarwurzel erhöht. DHT bewirkt, dass die Haare aufhören zu wachsen und ausfallen.
Frauen, die sich unsicher sind, woher ihr Haarverlust kommt, sind in einer Dermatologiepraxis an der richtigen Adresse. Die Fachleute können bestimmen, ob der Haarausfall erblich bedingt ist oder beispielsweise eine Entzündung der Kopfhaut dahintersteckt. Wie bereits erwähnt, unterstützen auch Gynäkolog*innen bei der Ursachenforschung. Je nach Form des Haarausfalls kann es nötig sein, weitere Ärzt*innen hinzuzuziehen, zum Beispiel Endokrinolog*innen.
In der Hautarztpraxis gibt es verschiedene Möglichkeiten, sowohl dem Ausmaß des Haarverlusts als auch der Ursache für das Ausfallen der Haare auf den Grund zu gehen.
Dieser Test hilft der Dermatologin oder dem Dermatologen, sich ein Bild über die Menge des Haarausfalls zu verschaffen. Die eigentliche Arbeit leistet die oder der Betroffene im Voraus: Zähle dazu täglich die beim Waschen oder Bürsten ausgefallenen Haare über einen festgelegten Zeitraum hinweg.
Um festzustellen, wie leicht sich die einzelnen Haare aus der Kopfhaut lösen, zupft die Hautärztin oder der Hautarzt an unterschiedlichen Stellen des Kopfes sanft an den Haaren - ohne sie mit Gewalt herauszuziehen. Ähnlich wie beim Haarzähltest erlaubt es diese Methode, das Ausmaß und zusätzlich die Verteilung des Haarausfalls über den Kopf einzuschätzen.
Mögliche Veränderungen im Haarzyklus lassen sich mithilfe eines sogenannten Trichogramms herausfinden. Das Analyseverfahren dient der Haarwurzeluntersuchung. Dabei werden Haarsträhnen an verschiedenen Stellen des Kopfs in eine Klemme gespannt und ausgezogen. Die Auswertung erfolgt unter dem Lichtmikroskop.
Eine computergestützte Analyse ist weniger schmerzvoll als das klassische Trichogramm, da dazu keine Haare ausgezupft werden müssen. Die Ärztin oder der Arzt rasiert einen kleinen Bereich hinter der Stirnhaargrenze, färbt diese Stelle mit einem Haarfarbstoff und macht eine Aufnahme. Nach wenigen Tagen werden die eingefärbten Haare dann erneut fotografiert und digital analysiert.
Auch Blutuntersuchungen können dabei helfen, mögliche Ursachen für den Haarausfall herauszufinden. So kommen beispielsweise auffällige Eisen- oder Schilddrüsenwerte ans Licht.
Erste Anlaufstelle bei einem plötzlichen oder auch langanhaltenden Haarausfall ist der Hautarzt. Kann dieser keine eindeutige Diagnose stellen, kommen evtl. weitere Spezialisten in Frage, wie z.B. Endokrinologen (z.B. bei hormonell bedingtem Haarausfall).
Erblich bedingter Haarausfall lässt sich durch eine Blickdiagnose leicht anhand der Stellen diagnostizieren, an denen er auftritt. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Kopfhaut-Gewebeprobe und einer Haarwurzel-Analyse, auch Trichogramm genannt. Die Kombination dieser drei Untersuchungen lässt ziemlich eindeutige Rückschlüsse darauf zu, ob ein erblich bedingter Haarausfall vorliegt.
Um die Diagnose zu sichern, untersuchen Ärztinnen und Ärzte die Kopfhaut mit einem Auflichtmikroskop (Dermatoskop). Damit lassen sich die Haarwurzeln genauer betrachten, die sich bei manchen Menschen mit anlagebedingtem Haarausfall komplett zurückbilden.
Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Für Frauen stehen die Chancen gut, ihr Haarwachstum bei hormonell erblich bedingtem Haarausfall wieder anzuregen. Um den Haarausfall zu behandeln, stehen verschiedene Mittel zur Wahl.
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für erblich bedingten Haarausfall bei Frauen, die sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Ansätze umfassen. Zu den häufig verwendeten Medikamenten gehört Minoxidil, das lokal auf die Kopfhaut aufgetragen wird und das Haarwachstum anregen kann. Antiandrogene Medikamente wie Spironolacton können helfen, den Spiegel von Dihydrotestosteron (DHT) zu senken und den Haarausfall zu verlangsamen.
Zu den nichtmedikamentösen Optionen gehört die PRP-Therapie (platelet-rich plasma), bei der konzentrierte Blutplättchen in die Kopfhaut injiziert werden, um das Haarwachstum anzuregen.
Behandlung einer androgenetischen Alopezie: Obwohl der genetisch bedingte Haarausfall keine Krankheit im herkömmlichen Sinne ist, also nicht zwingend aufgrund gesundheitlicher Risiken behandelt werden muss, wünschen sich viele Betroffene einen Weg aus der Haarlosigkeit - sei es aus Scham oder dem Wunsch, attraktiver auszusehen und ihren Selbstwert zu steigern. Die gute Nachricht: Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für die androgenetische Alopezie. Diese richten sich nach dem Schweregrad des Haarausfalls und der individuellen Verträglichkeit.
Die Erfolgsaussichten einer medikamentösen Behandlung bei androgenetischer Alopezie hängen maßgeblich davon ab, wann mit einer Therapie begonnen wird. Je früher die Behandlung mit einem wirksamen Arzneimittel, wie z. B. Anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist die häufigste Form von Haarausfall.
| Therapie | Beschreibung |
|---|---|
| Medikamentöse Therapie | Minoxidil oder Redensyl zur Anregung des Haarwachstums. |
| Hormonelle Therapie | Antiandrogene Medikamente zur Senkung des DHT-Spiegels. |
| PRP-Therapie (plättchenreiches Plasma) | Injektion von plättchenreichem Plasma zur Förderung des Haarwachstums. |
| Haartransplantation | Verpflanzung von Eigenhaar, um kahle Stellen aufzufüllen. |
Einige Nebenwirkungen von Finasterid: Die Einnahme von Finasterid kann die sexuelle Lust bremsen (Libido-Verlust) und zu Erektionsstörungen oder Problemen mit dem Samenerguss (Ejakulationsstörungen) führen. Nach dem Absetzen des Medikaments legt sich das bei den meisten Männern wieder.
Alfatradiol ist eine Art Doppelgänger des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen. DHT ist ein Abkömmling des männlichen Geschlechtshormons Testosteron, das den Haarausfall fördert. Blockiert man diese Wirkung, kann das den Haarausfall mindern.
Alfatradiol gibt es als Präparate zum Auftragen auf die Haut für Frauen und Männer. Ihr Nutzen ist in Studien aber nicht ausreichend belegt.
Eine Haartransplantation erfordert einen professionellen Umgang mit den verschiedenen Techniken und den persönlichen Wünschen.
Häufig werden Behandlungen mit eigenem Blutplasma (PRP-Behandlung) oder Laser angeboten. Fachgesellschaften empfehlen diese Methoden bisher nicht, da aussagekräftige Studien, etwa zum Nutzen, zur Langzeitwirkung, oder Vergleichsstudien mit den Standardmethoden fehlen.
Wichtig: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin oder in der Apotheke beraten, wie man Minoxidil richtig anwendet und ob bei Ihnen möglicherweise Gegenanzeigen für das Medikament vorliegen.
Für eine natürliche und gut verträgliche Behandlung von hormonell erblich bedingtem Haarausfall bei Frauen empfiehlt sich die Einnahme von Priorin® Kapseln im Rahmen des Diätmanagements. Sie versorgen die Haarwurzel mit wichtigen Mikronährstoffen und unterstützen ihren Zellstoffwechsel.
Du möchtest möglichst natürlich behandeln?
Die richtige Ernährung kann einen erblich bedingten Haarausfall nicht stoppen. Sie kann aber dafür sorgen, dass die vorhandenen Haare dicker und gesünder sind und dass zusätzliche Faktoren, die sich auf das Haarwachstum auswirken, minimiert werden. Insbesondere auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Zink, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen sollte geachtet werden.
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