Friseur Hohenwutzen Polen: Günstige Haarschnitte und mehr im Nachbarland

Viele Kunden nehmen einiges auf sich, damit die Frisur sitzt. In Grenznähe erfreuen sich auch Friseure in Polen großer Beliebtheit, da ein Haarschnitt dort oft weniger kostet. Aber lohnt sich das wirklich?

Manche Kunden schwören mit Haut und Haar auf ihren Friseur jenseits der Grenze. Andere wiederum lassen kein gutes Haar an der Konkurrenz deutscher Friseure und setzen unumwunden auf die Handwerkskunst auf dieser Seite der Oder. Dabei ist es auffällig, dass es bereits im sonst so verschlafenen Krajnik Dolny diverse Friseursalons gibt. Die Nachfrage ist offenbar groß.

Deutsche sorgen für Haarschneide-Tourismus in polnischem Dorf

Die Friseure in Krajnik Dolny beklagen sich trotz inflationsbedingter Preissteigerungen nicht über fehlende Kunden aus der Grenzstadt Schwedt.

Wappen der Gemeinde Krajnik Dolny

Warum sind polnische Friseure bei deutschen Kunden so beliebt?

Dass die deutschen Kunden den polnischen Friseuren vertrauen, liegt oft am Preis. Diesen Vorteil haben die Anbieter im Nachbarland vor allen Dingen, weil die Lohnkosten jenseits der Grenze niedriger sind. Da sind die Fahrtkosten, die deutsche Kunden haben, nicht einmal zum Haare raufen, wenn sie beispielsweise bis nach Chojna fahren, um sich dort frisieren zu lassen.

Schneller Service und günstige Preise

Viele deutsche Friseursalons haben traditionell lange Wartezeiten, während polnische Friseure oft schnell verfügbar sind und Termine auch kurzfristig vereinbart werden können. Dies ist besonderes für Kunden, die dringend eine Frisur oder Haarbehandlung benötigen, ein großer Vorteil.

Allein in Krajnik Dolny gibt es zehn Friseursalons und keiner von ihnen hat zu wenig Kunden. „Unsere Kunden sind praktisch nur Deutsche“, sagt Joanna Bobko, eine Friseurin in einem der Salons in Krajnik Dolny. Wir haben auch Stammkunden, die regelmäßig zu uns kommen.

„Unsere deutschen Kunden loben unsere Dienstleistungen sehr, und meinen damit nicht nur den guten Preis, sondern vor allem die hohe Qualität“, fügt sie hinzu. Viele deutsche Kunden berichten, dass sie mit den Ergebnissen sehr zufrieden seien, erzählt sie weiter.

„Ich bin extra nach Krajnik Dolny gekommen, um mir eine Dauerwelle machen zu lassen, hier in Krajnik Dolny kostet sie 35 Euro und in Schwedt 80 Euro“, sagt eine Rentnerin aus Schwedt. Namentlich genannt werden möchte sie nicht.

„Der Grund dafür war nicht nur der niedrigste Preis in Polen, aber auch die geschätzte Qualität der polnischen Friseure. Und die Tatsache, dass man keinen Termin wochenlang im Voraus vereinbaren muss, wie es manchmal in Schwedt der Fall ist“, erklärt sie weiter.

Preisvergleich: Friseurdienstleistungen in Polen und Deutschland

In Krajnik Dolny bekommen deutsche Kunden für rund 15 Euro eine komplette Dienstleistung mit Waschen, Schneiden und Föhnen. In Schwedt müssen Kunden für diese Dienstleistung bereits bis zu 33 Euro berappen. Für einen Herrenschnitt sind die Kosten noch einmal niedriger - auch in Deutschland. Ein Kurzhaarschnitt mit Föhnen in Krajnik Dolny kostet etwa 16 Euro und eine Kurzhaarfarbe etwa 33 Euro. In Schwedt muss man für den Haarschnitt mit Waschen, Legen, Föhnen bis zu 45 Euro bezahlen.

Ein Friseursalon in Polen nahe der Grenze bietet günstige Dienstleistungen an.

Inflation und steigende Kosten in Polen

Dabei sind die Friseure in Polen längst nicht mehr so günstig, wie sie es noch vor einigen Jahren oder gar Monaten gewesen sind. Denn die Inflation hat sich auch jenseits der Oder bemerkbar gemacht. Aber im Vergleich zu den Preisen in Deutschland sind polnische Friseure häufig noch attraktiver - dennoch sollten Kunden vergleichen. „Wir mussten in den letzten Monaten die Preise für unsere Dienstleistungen aufgrund der gestiegenen Stromkosten erhöhen“, sagt Friseurin Joanna Bobko.

Herausforderungen für deutsche Friseursalons

In der Schwedt gibt es etwa zwanzig Friseursalons, von denen die meisten in deutscher Hand sind. Eine Friseurin aus Schwedt erklärt, dass die polnischen Anbieter auf der anderen Seite der Grenze vor allem in Sachen Preis eine Konkurrenz seien.

Mithalten können deutsche Handwerker oft nicht, weil sie ihren Mitarbeitern mehr Geld zahlen müssen und oft auch die Miete für die Ladenlokale stärker zu Buche schlägt. Dabei ist es auch bei deutschen Friseuren schon lange nicht mehr so, dass Termine nicht auch kurzfristig verfügbar sind. Etliche Salons haben sich hier den Wünschen der Kunden angepasst.

Und es gibt noch einen wichtigen Unterschied zwischen den Salons in Polen und in Deutschland. Hierzulande ist der Meistertitel eine der Voraussetzungen für die Erbringung von Friseur- und Friseurdienstleistungen. Wer ein Geschäft eröffnet, müsse eine Prüfung bei der Handwerkskammer ablegen. In Polen gibt es diese Hürden nicht.

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Im polnischen Dorf Osinow Dolny geht es vor allem ums Geschäft. Das polnische Dörfchen Osinow Dolny (Niederwutzen) östlich der Oder ist für viele westlich des Grenzflusses inzwischen zu einem wohlvertrauten, riesigen Einkaufszentrum geworden. In Scharen strömen die Deutschen über die Bundesstraße 158 und die Grenzbrücke in das Schnäppchenparadies nach Polen. Besonders beliebt: die zahlreichen Friseure.

Der Polenmarkt Hohenwutzen ist ein beliebtes Ziel für deutsche Kunden.

Osinow Dolny: Das Dorf der Friseure

Frisch frisiert, mit sorgfältig gelegten blonden Locken verlässt Annemarie Kunze gerade den Friseursalon „Ada“ in Osinow Dolny. Auf dem Parkplatz wartet bereits Ehemann Heinz. Er hat die Zeit genutzt, um im nahe gelegenen Supermarkt „Biedronka“ für das Wochenende einzukaufen und den Wagen zu betanken. 1,36 Euro kostet der Liter Super, Diesel ist derzeit für 1,31 an den polnischen Tankstellen jenseits des Grenzübergangs Hohenwutzen (Märkisch-Oderland) zu haben. Groß umrechnen müssen Autofahrer nicht, denn in Osinow Dolny regiert der Euro. Der polnische Zloty scheint keine Gültigkeit zu haben.

Und so ist das polnische Dörfchen Osinow Dolny (Niederwutzen) östlich der Oder für Familie Kunze aus dem Oderbruch westlich des Grenzflusses inzwischen zu einen wohlvertrauten, riesigen Einkaufszentrum geworden. Diese Vorliebe scheinen auch andere Deutsche zu teilen, die in Scharen über die Bundesstraße 158 und die Grenzbrücke in das Schnäppchenparadies strömen.

Entlang der Dorfstraße versperren Stände für Zigaretten, Getränke, Blumen und Gartenpflanzen den Blick auf die einst so idyllisch gelegenen Gehöfte. Verkäufer und Touristen scheint das nicht zu stören. Was zählt, sind die Preise, wie Heinz Kunze bestätigt. „Da muss man schon vergleichen, beispielsweise bei Blumen oder im Supermarkt.“ Und eben auch bei Haarschnitten, wie Ehefrau Annemarie ergänzt. Denn es sei schon ein Unterschied, ob sie für das Waschen, Legen, Färben inklusive Augenbrauen und Föhnen 19 Euro oder wie zu Hause mindestens das Doppelte zahle.

Und noch etwas ist für Heinz Kunze wichtig. „Wer was verkaufen will, muss Deutsch lernen - sonst sucht man sich eben einen anderen Laden.“ Und da gibt es in Osinow Dolny wahrlich die große Auswahl. Schließlich ist der 200-Seelen-Ort als Dorf mit der höchsten Friseurdichte weltweit in die Geschichte eingegangen. 44 Salons sind es, davon einer sogar für Tiere.

Annemarie Kunze jedenfalls ist seit anderthalb Jahren Stammkundin im Salon „Ada“. So nennt sie auch die einzige Friseurin, die in einem winzigen Hinterzimmer im Akkord Haarschöpfe bearbeitet. „Sie ist ordentlich und genau, kann gut schneiden“, schwärmt die deutsche Kundin, die allerdings gar nicht genau weiß, ob die Frau tatsächlich „Ada“ heißt. Denn mit der Verständigung hapert es. Frau Kunze kann kein Polnisch, das Deutsch der Friseurin beschränkt sich auf wenige Brocken. Ein tatsächliches Beratungsgespräch ist unter diesen Umständen gar nicht möglich, laut den Kunden aber auch gar nicht nötig. Denn eine gänzlich neue Frisur will kaum jemand, meist geht es nur um frische Farbe und das Nachschneiden.

So auch im Haarstudio „Elegance“ von Maria Kurczewska ein paar Häuser weiter. Monika Lieske ist in bewährter Fahrgemeinschaft mit ihren Nachbarn Erika Sperling und Bernd Brähmer die 70 Kilometer von Berlin gekommen, wie alle acht Wochen. „Wenn man sich zusammentut, lohnt sich das schon“, meint die Vorruheständlerin, die sich mit ihren Begleitern einig ist: Ein Friseurbesuch in Deutschland ist einfach zu teuer. Der neue Haarschnitt kostet östlich der Oder 30 Euro. „So preiswert kriegst du so einen Topschnitt inklusive neuer Farbe in Berlin nicht - und wenn doch, so versauen sie dir da nur die Haare“, winkt Lieske ab. Hier in Osinow Dolny brauche sie zudem nie lange warten, bis sich ein Friseur um sie kümmere. „Und die können Bärte schneiden“, ergänzt Brähmer.

Die Preise ähneln sich in den Salons: Drei bis vier Euro kostet ein Männerhaarschnitt, zehn der für Frauen, inklusive Waschen, Legen und Föhnen. Längst sind es nicht mehr vornehmlich die Dörfler selbst, die in Osinow Dolny berufsbedingt zu Föhn und Shampoo greifen, sondern Arbeitswillige aus der ganzen polnischen Grenzregion, erzählt Kurczewska. „Um gutes Fachpersonal zu bekommen, muss man mittlerweile auswärts suchen“, sagt die 60-Jährige, die hier im Ort wohnt.

Eigentlich keiner im ehemaligen Niederwutzen will auf die skurrile Berühmtheit seines Dorfes angesprochen werden. In den meisten Salons sind neugierige Frager nicht erwünscht. „Chef erlaubt das nicht“, lautet in vielen Fällen die ausweichende Begründung. Es scheint, als sei den Bewohnern diese Berühmtheit mittlerweile zur Last geworden.

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