Warum Trockenshampoo deine Haare austrocknet und was du dagegen tun kannst

Trockenshampoo ist ein beliebter Helfer, wenn es morgens schnell gehen muss. Es legt fettige Haaransätze trocken, zaubert Volumen und zögert die nächste Haarwäsche hinaus. Doch bei häufiger Anwendung kann Trockenshampoo die Haargesundheit immens beeinflussen. Hier erfährst du, was passiert, wenn du es mit dem Dry Shampoo übertreibst und wie du deine Mähne davor schützt.

Die Auswirkungen von häufigem Gebrauch von Trockenshampoo

Wer fast täglich Trockenshampoo benutzt, tut seinen Haaren auf Dauer nichts Gutes: Dry Shampoos machen ihrem Namen alle Ehre und trocknen die Kopfhaut aus. Häufig ist die Kopfhaut zusätzlich auch durch die Puderpartikel des Dry Shampoos irritiert.

Trockenshampoo kann zu Haarausfall führen

Lagert sich zu viel Trockenshampoo um die Haarfollikel an, das nennt man Build up, wird die Haarwurzel geschwächt und der Haarausfall von gesunden Haaren begünstigt. Was deshalb wichtig ist? Mindestens einmal pro Woche sollte die Kopfhaut von sämtlichen Styling- und Trockenshampoo-Resten befreit werden.

Besonders gründlich sind sogenannte Scalp Peelings mit Fruchtsäure, die direkt am Haaransatz einmassiert werden und Ablagerungen sanft entfernen. Wöchentliche Scalp Scrubs lösen Rückstände.

Trockenshampoo lässt deine Haare stumpf aussehen

Du benutzt Trockenshampoo, damit die Friese möglichst frisch wirkt? Blöd, dass bei zu häufiger Anwendung genau das Gegenteil der Fall ist. Die feinen Puderpartikel im Trockenshampoo lagern sich mit der Zeit nicht nur direkt auf der Kopfhaut, sondern auch entlang der Haarsträhnen ab.

Der unschöne Effekt: Deine Haare reflektieren weniger Licht und verlieren ihren Glanz. Damit das nicht passiert, hilft ein mild reinigendes Shampoo, dass nicht nur auf der Kopfhaut einmassiert, sondern auch entlang der Längen aufgeschäumt wird. Tipp: Kaltes Wasser beim Auswaschen erhöht den Glanzeffekt zusätzlich.

Shampoo und Conditioner, die mild reinigen und intensiv nähren, sind ideal, um die Haare vor dem Austrocknen zu schützen.

Trockenshampoo bremst das Wachstum deiner Haare

Du wunderst dich, warum deine Haare quasi kaum wachsen? Das könnte leider am zu häufigen Gebrauch von Trockenshampoo liegen. Das Dry Shampoo macht den Ansatz frisch, indem Puderpartikelchen Talg und Sebum aufsaugen. Leider werden so auch schnell Poren verstopft und es bilden sich nicht nur vermehrt Pickelchen auf der Kopfhaut, sondern auch Hautirritationen und schuppige Stellen sind das Ergebnis.

Durch die irritierte Haut gerät die Versorgung der einzelnen Haarfollikel schnell in die Hinterhand und das Wachstum der Haare kommt ins Stocken.

Tipps gegen trockene Haare

Wie Trockenshampoos funktionieren

Trockenshampoos sind in zwei Formen erhältlich: Produkte in der Sprühdose können direkt auf das Haar aufgesprüht werden. Trockenshampoos, die in Puderform verkauft werden, müssen hingegen mit einem Pinsel oder ähnlichen Applikatoren auf den fettigen Haaransatz aufgetragen werden.

Ist das Produkt erst einmal im Haar, wird es mithilfe von Bürsten oder Kämmen nur noch verteilt und lässt den unerwünschten, öligen Glanz verschwinden. Während eine reguläre Haarwäsche mit Shampoo und Wasser das Haar reinigt und von Fett befreit, werden bei der Anwendung von Trockenshampoos Inhaltsstoffe wie Stärke oder mineralisches Talkum auf das Haar aufgetragen.

Diese Stoffe absorbieren überschüssiges Fett und machen das Haar etwas griffiger und voluminöser. Der fettige Ansatz verschwindet und die Haare lassen sich besser stylen.

Tipps zur richtigen Anwendung von Trockenshampoo

Wie bei vielen Produkten gilt auch für Trockenshampoo: alles in Maßen! Wenn du keine Zeit zum Haarewaschen hast, kannst du ohne Bedenken zum Trockenshampoo greifen. Idealerweise empfiehlt es sich, Trockenshampoo sparsam ein bis maximal zweimal pro Woche anzuwenden.

Umso wichtiger ist es, die Haare mindestens einmal in der Woche (je nach Haartyp) gründlich zu waschen, um Styling- und Trockenshampoo-Reste zu entfernen. Auch um Schuppenbildung zu verhindern, ist regelmäßiges Haarewaschen unabdingbar.

Die richtige Haarwäsche: 10 Fehler, die du vermeiden solltest

Die Haarwäsche gehört zur Beauty-Routine einfach dazu: Haare nass machen, aufschäumen, ausspülen, abrubbeln. Easy, oder? Doch auch wenn das Waschen der Haare eine der alltäglichsten Sachen der Welt ist, machen viele dabei haarsträubende Fehler. Hier sind 10 Fehler, die du bei der Haarwäsche vermeiden solltest:

  1. Ungekämmt die Haare waschen: Bevor du ins erfrischende Nass hüpfst, solltest du deine Haare gründlich ausbürsten. Das erleichtert die anschließende Reinigung, da Talg, Schmutz und Überreste von Styling-Produkten schon mechanisch aus Haar und Kopfhaut gekämmt werden.
  2. Das Haar nicht nass genug machen: Ist dein Haar nur halb durchnässt, kann das Shampoo nicht vernünftig aufgeschäumt werden und die Reinigungsleistung ist vermindert. Also: Wasser marsch!
  3. Mit zu viel Shampoo Haare waschen: Hier gilt die Devise: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Je nach Haarlänge verteile eine haselnuss- bis walnussgroße Menge in deinem Haar und massiere sie gründlich ein.
  4. Das gesamte Haar mit Shampoo waschen: Du solltest dich beim Shampoonieren gezielt auf den Ansatz konzentrieren. Eine sogenannte Ansatzwäsche reicht völlig aus.
  5. Die Haare nicht gründlich auswaschen: Mithilfe des „Quietsch-Tests“ kannst du sichergehen, dass du Shampoo- und Conditioner restlos ausgespült hast: Gereinigte Haare fangen bei Berührung unter dem Wasserstrahl an zu quietschen.
  6. Haare zu heiß waschen: Drehst du die Temperatur am Wasserhahn hoch, kann das die Haare austrocknen: Sie verlieren ihren Glanz und werden spröde. Besser und lipidfreundlicher ist es, mit lauwarmem Wasser zu waschen.
  7. Conditioner am Haaransatz anwenden: Demgegenüber ist der Conditioner DAS Produkt für die Längen und Spitzen. Außerdem solltest du den Ansatz aussparen.
  8. Einwirkzeit wird nicht beachtet: Ein Blick auf die Anwendungsempfehlung der Hersteller und auf die Rückseite der Shampoo-Flasche lohnt sich immer!
  9. Haare trocken rubbeln: Da nasse Haare kleine Sensibelchen sind, solltest du stattdessen lieber die Feuchtigkeit mit einem weichen Handtuch oder gar Baumwoll-T-Shirt sanft ausdrücken.
  10. Haare zu häufig waschen: Häufiges Haarewaschen kann die Kopfhaut strapazieren, da natürlich schützende Fette entfernt werden.

Was tun bei trockenem, strohigem Haar?

Trockenes Haar entsteht, wenn du deine Haare nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgst oder dein Haar die Feuchtigkeit nicht einschließen kann. Hier sind einige Tipps, um trockenes, strohiges Haar zu vermeiden und zu behandeln:

  • Verwende immer Conditioner nach der Haarwäsche: Er enthält feuchtigkeitsspendende pflanzliche Inhaltsstoffe wie Kakaosamenbutter und Haferextrakt sowie Jojoba-Ester, die trockenes, kaputtes Haar reparieren und stärken.
  • Wasche deine Haare alle zwei bis drei Tage: Die beste Haarwasch-Routine für trockenes Haar besteht darin, das Haar alle zwei bis drei Tage zu waschen und zu pflegen.
  • Verwende Hitzeschutz: Wenn du Hitzestyling-Tools verwendest, senke die Temperatur und verwende immer einen Hitzeschutz.
  • Schütze dein Haar vor UV-Strahlen: So wie UV-Strahlen deine Haut schädigen können, können sie auch dein Haar schädigen.
  • Verwende einen Silky Bamboo Pillowcase: Ein Bambus Kissen hat viel glattere Fasern als ein gewöhnliches Baumwollkissen.

Inhaltsstoffe, auf die du achten solltest

Einige Inhaltsstoffe können helfen, trockenes Haar zu hydratisieren und zu schützen:

  • Aloe Vera: Reich an Enzymen, Mineralien, Aminosäuren und anderen Nährstoffen, die den Haaren und der Kopfhaut wichtige Feuchtigkeit spenden.
  • Glyzerin: Ein natürliches Feuchthaltemittel, d.h. es zieht Feuchtigkeit in das Haar ein.
  • Mangoextrakt: Hat hydratisierende Eigenschaften, die ausgetrocknete Haare mit Feuchtigkeit versorgen.
  • Heidelbeerextrakt: Reich an schützenden Antioxidantien.

Vermeide Shampoos mit:

  • Parabenen: Gelten als potenzielle endokrine Disruptoren.
  • Sulfaten: Entziehen dem Haar und der Kopfhaut ihre natürlichen feuchtigkeitsspendenden Öle.

Alternativen zum Trockenshampoo

Wenn du empfindlich auf Aerosole, Duftstoffe oder sonstige Inhaltsstoffe von Trockenshampoos reagierst, solltest du lieber sofort zu einem Flüssigshampoo greifen. Eine weitere Möglichkeit ist das tägliche Waschen der Haare mit einem milden Shampoo, um die Kopfhaut sauber zu halten und ein übermäßiges Fetten der Haare zu vermeiden.

Zusammenfassung

Trockenshampoo ist ein praktischer Helfer, sollte aber nicht zu oft verwendet werden, da es die Haare austrocknen und die Kopfhaut irritieren kann. Achte auf die richtige Anwendung, verwende feuchtigkeitsspendende Shampoos und Conditioner und schütze dein Haar vor schädlichen Umwelteinflüssen, um gesundes und glänzendes Haar zu erhalten.

Problem Ursache Lösung
Trockene Haare Häufige Anwendung von Trockenshampoo, austrocknende Inhaltsstoffe Weniger Trockenshampoo, feuchtigkeitsspendende Shampoos und Conditioner
Haarausfall Build-up um die Haarfollikel Regelmäßige Kopfhautpeelings
Stumpfes Haar Ablagerung von Puderpartikeln Mild reinigende Shampoos
Verlangsamtes Haarwachstum Verstopfte Poren und Hautirritationen Mäßige Anwendung von Trockenshampoo, gute Kopfhautpflege

tags: #warum #trocknet #shampoo #haare #aus

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen