Welche Lebensmittel fördern das Haarwachstum?

Der Weg zu gesundem, langem Haar kann beschwerlich sein. Doch bestimmte Lebensmittel können als wahre Beauty-Booster wirken und das Haarwachstum beschleunigen. Eine ausgewogene Ernährung hat bekanntlich positive Auswirkungen auf den Körper. Der Spruch "Du bist, was du isst!" gilt auch für gesundes Haar. Bestimmte Nährstoffe sind dafür verantwortlich. Neben einer ausgeprägten Pflegeroutine spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle.

Die wichtigsten Nährstoffe für das Haarwachstum

Volles, gesundes Haar ist für viele ein Ausdruck von Schönheit, Jugend und Wohlbefinden. Wenn das Haar dünner wird oder langsamer wächst, kann das schnell verunsichern. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Wege, das Haarwachstum auf natürliche Weise anzuregen oder zumindest zu unterstützen - von pflegenden Inhaltsstoffen über nährstoffreiche Lebensmittel bis hin zu altbewährten Hausmitteln.

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1. Proteine für lange Haare

Haare und Protein bilden eine Lovestory. Tatsächlich ist Protein der Nährstoff, der im Haar, z.B. in Form von Keratin, am häufigsten vorkommt und ihm Struktur, Form und Festigkeit verleiht. Deswegen wird empfohlen, täglich ausreichend Proteine aufzunehmen - zum Beispiel durch Produkte wie:

  • Fleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Tofu
  • Linsen
  • Quinoa
  • Hafer
  • Bohnen

2. Vitamine für lange Haare

Auf drei bestimmte Vitamine können sich eure Haare immer verlassen: zum einen Biotin, das bei der Elastizität der Haare eine wichtige Rolle spielt, zum anderen Vitamin E, weil es den Alterungsprozess entschleunigt, und zu guter Letzt Vitamin A, das sowohl Haarausfall vorbeugen als auch die Talgproduktion regulieren soll.

Was dementsprechend in eurem Einkaufskorb landen sollte?

  • grünes Blattgemüse (z.B. Grünkohl, Spinat)
  • Vollkornprodukte
  • mageres Fleisch
  • Vollmilch
  • gelbes, rotes und orangefarbenes Obst, z.B. Beeren, Zitrusfrüchte
  • diverse Gemüsesorten wie Karotten, Tomaten und Paprika
  • Avocados
  • Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse und Pinienkerne

3. Mineralien für lange Haare

Ein schlechtes Haarwachstum könnte auf einen Mangel an wichtigen Mineralien wie Zink und Eisen zurückzuführen sein - schließlich besitzen sie in unserem Körper wichtige Aufgaben. Ohne sie können keine neuen Zellen produziert und kein Sauerstoff transportiert werden. Die Folge: trockenes Haar oder sogar Haarausfall. Das heißt: ab sofort mineralstoffreiche Lebensmittel wie:

  • dunkle Schokolade (natürlich eine moderate Portion)
  • Hülsenfrüchte
  • Meeresfrüchte
  • grünes Gemüse
  • Samen und Nüsse. Besonders eisenreich sind etwa Sesam, Haferflocken, Kürbiskerne, Pistazien und Mandeln
  • Linsen
  • Bohnen

4. Fette für lange Haare

Fett verleiht dem Haar nicht nur Glanz, sondern stimuliert auch die Talgdrüsen und tut den Haarfollikeln, die beim Haarwachstum von großer Bedeutung sind, gut. Deswegen sollte bei eurer Ernährung die Aufnahme von Omega 3 und Omega 8 nicht zu kurz kommen.

Weitere Faktoren, die das Haarwachstum beeinflussen

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die den Haarwachstumszyklus beeinflussen können. Von besonderer Bedeutung sind unsere Gene. Beim anlagebedingten Haarausfall reagieren die Haarwurzeln besonders empfindlich auf die aktive Form des männlichen Hormons Testosteron, wodurch die Wachstumsphase verkürzt und die Haarfollikel kleiner werden. Neben den Genen kann auch das Immunsystem Störungen des Haarwachstums provozieren. Auch bestimmte Medikamente können Haarwachstumsstörungen verursachen. Darüber hinaus können Haarwachstumsstörungen das Ergebnis hormoneller Veränderungen sein, wie sie etwa nach der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auftreten. Einen negativen Einfluss auf die Haarpracht scheint auch Stress auszuüben.

Was Sie sonst noch für Ihr Haar tun können

Auch wenn viele Frauen und Männer sich sehnlich wünschen, dass ihre Haare schneller wachsen - das Haarwachstum lässt sich nach dem heutigen Stand der Forschung nicht spürbar beschleunigen. Wir können es aber unterstützen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Raucher ein höheres Risiko für Haarausfall haben, als Nichtraucher. Ein Grund dafür scheint die verringerte Durchblutung der Haarfollikel zu sein. Ernähren wir uns einseitig und ungesund, wird das Haar nicht ausreichend mit allen essenziellen Nährstoffen versorgt, die es zum Wachsen braucht. Schlaf ist für die Regeneration des Körpers von großer Bedeutung. Gleichzeitig hilft ausreichend Schlaf, Stress zu reduzieren, der als weiterer Auslöser für Haarausfall bekannt ist.

Wer Haarwachstumsstörungen vermeiden möchte, sollte unbedingt auch auf die Auswahl der Pflegeprodukte achten und aggressive Inhaltsstoffe wie Alkohol oder Silikone meiden. Damit Haare ungestört wachsen können, brauchen sie eine optimale Nährstoffversorgung, schonende Pflege und Schutz. Kopfhautmassagen lassen den Stresspegel sinken und sorgen für Entspannung. Der Einsatz von Rosmarinöl, Rizinusöl oder Teebaumöl kann die Wirkung einer Kopfmassage noch intensivieren. Eine echte „Befreiung“ für die Kopfhaut können zudem Peelings sein. Sie fördern nicht nur die Durchblutung, sondern lösen auch überschüssigen Talg, Styling-Rückstände und abgestorbene Hautschüppchen ab.

Sonnenstrahlung, trockene Heizungsluft, Luftverschmutzung etc. setzen Kopfhaut und Haaren täglich zu. Pflegeprodukte mit Antioxidantien wie Zink, Selen oder sekundären Pflanzenstoffen helfen dem körpereigenen Schutzsystem dem oxidativen Stress entgegenzuwirken.

Top 10 Lebensmittel für schönes Haar

Ganz alltägliche Lebensmittel aus dem Supermarktregal können schon dafür sorgen, dass Ihre Haare nicht nur stärker, sondern auch glänzender und weicher werden.

  1. Nüsse: Walnüsse und Mandeln sind reich an Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E und Biotin.
  2. Aprikosen: Vitamin B5 sorgt für ein kräftiges, volles Haar.
  3. Haferflocken: Enthalten viel Biotin und Zink, was Haarausfall verhindern kann.
  4. Lachs: Omega-3-Fettsäuren versorgen die Kopfhaut mit Feuchtigkeit und Proteine sorgen für kräftiges Haar.
  5. Fleisch: Magere Fleischvarianten wie Hähnchen- oder Putenbrust liefern Proteine und Zink.
  6. Tofu: Die Aminosäure Lysin regt das Haarwachstum an und kräftigt es.
  7. Linsen: Reich an Zink, Vitaminen, Ballaststoffen, Magnesium und Eiweiß.
  8. Brokkoli: Enthält Eisen, Vitamin C und Folsäure, die für die Gewebeerneuerung verantwortlich sind.
  9. Eier: Ein wichtiger Bestandteil unserer Haare stellt das Faserprotein Keratin dar und damit das wachsen kann, benötigt es eine Menge Proteine und Biotin.
  10. Süßkartoffel: Wirkt der Entstehung von Schuppen entgehen und sorgt zusätzlich dafür, dass unsere Mähe nicht spröde oder trocken aussieht.

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