Haarveränderungen sind beliebt, aber nicht jedes Farbexperiment ist vorteilhaft. Um Haarfärbe-Fauxpas zu vermeiden, sollte man sich mit der Frage auseinandersetzen: “Welche Haarfarbe passt zu mir?”
Stefanie Gottschalk vom Salon Pony Club München erklärt, dass der häufigste Fehler darin besteht, Bilder von Beauty-Influencer:innen oder Stars als Vorlage zu nehmen und zu erwarten, dass das Ergebnis bei einem selbst genauso aussieht. Da jede:r andere Haare und eine andere Ausgangssituation hat, sollte man mehrere Faktoren wie Hautton, Augen und Haarstruktur berücksichtigen, um vorab abzuwägen, ob die Haarfarbe passen könnte.
Dank immer wiederkehrender neuer Trends steigt das Bedürfnis nach abwechslungsreichen Veränderungen. Doch eine trendige Haarfarbe zu tragen, bedeutet nicht automatisch, dass diese die richtige Wahl ist. Letztendlich kann aber die Augenfarbe darüber entscheiden, wie ein Haarstyle wirkt. Die richtige Kombination lässt die Augen strahlen und hebt diese gekonnt hervor, während eine falsche die Augen eher stumpf wirken lässt.
Um die Frage “Welche Haarfarbe passt zu mir?” zu beantworten, haben wir die passenden Kombinationen nachfolgend zusammengestellt:
Blaue Augen sollten passend zur Farbe selbst eher mit kühlen Haarfarben kombiniert werden. Beispielsweise kann man mit einem aschigen Blondton oder einem hellen Braun nichts falsch machen. Jedoch können auch ein Erdbeerblond oder ein Rotton die blauen Augen besonders betonen, ebenso ein dunkles Braun oder Schwarz.
Bei braunen Augen sind kalte Töne eher weniger gut. Eine wirkliche Faustregel gibt es allerdings nicht, doch zu empfehlen sind warme Töne wie etwa Goldbraun, Schokoladenbraun oder eine goldenes Honigblond. Letztendlich funktionieren aber alle Brauntöne und warmen Blondtöne.
Bis auf Silbertöne bist du mit grünen Augen sehr flexibel. Sowohl Braun als auch Kupfer oder Golblond harmonieren wunderbar. Tipp: Am besten kann eine grüne Augenfarbe durch Rot oder Kupfer unterstrichen werden.
Zwar kommt es bei gräulichen Augen auf die Farbton-Mischung an, jedoch sollten kühle Töne prinzipiell passend sein. Du solltest ein kühles Braun, Platinblond oder Schwarz testen.
Alle, die eine Augenfarbe zwischen Grün und Braun haben, sollten extrem helle oder dunkle Haare vermeiden. Stattdessen sind Zwischenfarben wie Rostbraun oder Rotbraun gut in Kombination mit haselnussfarbenen Augen.
Neben der Augenfarbe ist der zweite Schritt hin zur richtigen Haarfarbe die Analyse des eigenen Hauttons. Prinzipiell gilt: je heller oder dunkler der Hautton, desto heller beziehungsweise dunkler die Haarfarbe. Was das genau für die Frage “Welche Haarfarbe passt zu mir?” bedeutet, lest ihr hier.
Bei Haarfarben für sehr blasse Haut sollte man ebenfalls zu sehr hellen Farben greifen, um den Teint möglichst zum Strahlen zu bringen. Am besten unterstreichen aschblond oder platinblond die Haut. Rot- und Gelbtöne sollten hingegen bei Haarfarben für blasse Haut vermieden werden, da sie sehr gerne Hautunreinheiten betonen.
Falls du dazu neigst, im Sommer schnell einen Sonnenbrand zu bekommen, statt braun zu werden, hast du sehr wahrscheinlich helle Haut. Hierfür solltest du zu aschigen Braun- oder Blondtönen greifen. Nur von ganzen dunklen Braun- oder Schwarztönen solltest du lieber die Finger lassen.
Sonnengeküsste Haut benötigt sandige Töne. Insbesondere Akzente in Karamellnuancen sind sehr schmeichelt für einen mittleren Teint. Ebenso gut sehen allerdings auch Beigeblond, Hellbraun oder Bronde aus.
Ebenso wie bei sehr heller Haut sollten intensive Farben wie Schokoladenbraun oder Tiefschwarz mit einem dunklen Hautton kombiniert werden. Rot- und Brauntöne können gleichfalls funktionieren. Hingegen kommen Blondnuancen, primär Platinblond, eher nicht infrage.
Kalten Hauttypen schmeichelt Aschblond, aber auch Schwarz oder kalte Brauntöne, während neutrale Hauttypen mit den meisten Haarfarben harmonieren.
Warme Hauttypen brauchen auch warmen Haarfarben. So stehen dir auch warme Haarfarben wie Gold- oder Beigetöne besonders gut.
Falls du dich immer noch fragen solltest: “Welche Haarfarbe passt zu mir?”, hilft garantiert eine tiefgreifendere Analyse des Hauttons. Denn die Hauttypen unterscheiden sich nicht nur bei einem bloßen Blick auf sie. Es kommt auf feine Nuancen an, die sich mit der Farbtypenlehre unterscheiden lassen.
Der Frühlingstyp hat meistens helle Haut sowie helle Augen und ist etwas sonnenempfindlich. Sommersprossen können dabei auch ein Merkmal von ihm sein. Da der Frühling jedoch zu den warmen Jahreszeiten zählt, sind warme Farben wie etwa Goldblond, Kupfer oder Hellbraun gut geeignet.
Erstaunlicherweise stehen dem Sommertyp eher kühle Farben. Die eher hellere Haut kann im Sommer schnell braun werden, was Vielfältigkeit bei den Haarstyles erlaubt. Besonders gut sehen helle und kühle Haarfarben aus, also alles in Richtung Platinblond, Grau, aber auch Rosa und allgemein Pastelltöne.
Jetzt wird es wärmer. Herbsttypen haben einen wärmeren, gebräunten Teint mit eher goldenem bzw. gelblichem Unterton. Diesem Typ stehen besonders Haarfarben wie Rot, Honigblond oder Kupfer und natürlich Braun in allen Nuancen, von Haselnuss bis Kastanie.
Auch bei den Wintertypen wird es wieder etwas frischer. Der kalte Farbtyp hat typischerweise eher hellere Haut, aber schon von Natur aus dunkleres Haar mit leuchtenden Augen. Genauso können aber auch Menschen mit dunklerem Teint Wintertypen sein. Das bedeutet, kräftige Farben sind erlaubt. Haarfarben wie Schwarz oder Dunkelbraun schmeicheln dem Wintertyp. Wer experimentierfreudig ist, greift zu Blau oder Lila.
Teste, welche Haarfarbe zu dir passt, mit einer App. Wenn du vorab sehen möchtest, wie eine Haarfarbe zu dir passt, bietet sich ein Test mittels App an. In der kostenlosen “Modiface Hair Color”-App kann man ein Selfie hochladen, die eigenen Haare anwählen und in der gewünschten neuen Haarfarbe einfärben. Wenn du deine Haare selbst färben möchtest, kannst du die Haarfarben von Anbietern wie L’Oréal Paris, Garnier oder Schwarzkopf ebenfalls vorher in den dazugehörigen Firmen-Apps testen.
Wenn du dir mit deiner gewünschten Haarfarbe noch nicht sicher bist, kannst du zunächst eine Tönung wählen. Diese ist deutlich schonender für die Haare und wäscht sich nach gewisser Zeit wieder raus. Damit ist diese Methode die beste Möglichkeit, um Haarfarben auszuprobieren, bevor man zur Permanentlösung Färben greift. Möchte man jedoch heller als seine Naturhaarfarbe werden, wird man ums Färben nicht herumkommen.
Auch die Haarstruktur sollte nicht außer Acht gelassen werden. Wenn dein Haar bereits sehr brüchig ist, solltest du zum Beispiel lieber auf Glossings oder Tönungen setzen und beim Blondieren eine Pause einlegen. Noch ein Tipp von Stefanie Gottschalk: “Überlege immer, wie viel Zeit du in die Haare nach dem Färben investieren möchtest. Bei wenig Zeit, solltest du eine Haarfarbe und Technik wählen, die deinen natürlichen Haaren ähnlich ist, damit du nicht ständig nachfärben musst.” Gleiches gilt für die Pflege zu Hause. Blondiertes Haar braucht mehr Aufmerksamkeit als durch ein Glossing veränderte Haare.
Um schlussendlich jedoch die Frage “Welche Haarfarbe passt zu mir?” beantworten zu können, sind noch weitere Faktoren zu beachten.
Für eine ausgewogene Harmonie im Gesicht spielen ebenso die Augenbrauen eine große Rolle. Sie verleihen dem Gesicht Ausdrucksstärke, weshalb es wichtig ist, die richtige Balance zur Haarfarbe zu finden. Prinzipiell sollten die Augenbrauen der Haarfarbe entsprechen oder dieselben Untertöne haben. Beispielsweise passen zu braunen Haare, Augenbrauen in einem ähnlichen oder etwas helleren Ton. Zu dunkle Augenbrauen können das Gesicht schnell hart wirken lassen.
“Die neue Haarfarbe sollte an die Naturhaarfarbe angepasst werden”, weiß Stylistin Gottschalk. “Wer etwa mittelblondes Haar hat, kann beim Blondieren besser gelbe Akzente erreichen. Je dunkler der natürliche Ton der Haare ist, desto mehr geht das aufhellende Ergebnis ins Rötliche bzw. goldene Orange.” Aber auch radikale Veränderungen können gut aussehen, vorausgesetzt die Haarfarbe passt zum Hautton.
Blond, braun, schwarz oder rot? Mit einer neuen Haarfarbe können wir im Handumdrehen unseren Typ verändern. Doch nicht jede Haarfarbe passt zu jedem Hauttyp. Es muss nicht immer gleich die ganz große Typveränderung sein: Oft reichen schon leichte Veränderungen der Farbnuancen, um den Look frischer und jünger zu machen. Steht ein Farbwechsel an oder bist du mit deiner Naturhaarfarbe zufrieden? Wer nicht die kompletten Haare färben will, kann es auch mal mit Strähnchen im Balayage-Look probieren. Das wirkt besonders natürlich. Und auch der Ombré-Look ist schwer gefragt.
| Augenfarbe | Empfohlene Haarfarben |
|---|---|
| Blaue Augen | Kühle Haarfarben (Aschblond, Hellbraun), Erdbeerblond, Rot, Dunkelbraun, Schwarz |
| Braune Augen | Warme Töne (Goldbraun, Schokoladenbraun, Goldenes Honigblond), Brauntöne, Warme Blondtöne |
| Grüne Augen | Braun, Kupfer, Goldblond, Rot |
| Graue Augen | Kühles Braun, Platinblond, Schwarz |
| Haselnussfarbene Augen | Zwischenfarben (Rostbraun, Rotbraun) |
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