Die weiße Perücke, ein markantes Accessoire, das oft mit der Renaissance und historischen Figuren wie Marie Antoinette assoziiert wird, hat eine faszinierende Geschichte und vielfältige Verwendungszwecke. Dieser Artikel beleuchtet die Entwicklung der Perücke von ihren Anfängen bis zu ihrer heutigen Bedeutung, wobei ein besonderer Fokus auf die weiße Renaissance-Perücke gelegt wird.
König Ludwig XIV mit Perücke
Schon in der Antike trugen Menschen Perücken. Im alten Ägypten waren schwarze Perücken bei Frauen und Männern der höheren Gesellschaft beliebt, was die Schönheitsindustrie ankurbelte. Die alten Griechen bevorzugten blonde Haare, und es gab sogar Gesetze, die unordentlich frisierte Frauen bestraften. Im Mittelalter wurden die Haare meist unter Hauben und Hüten versteckt.
Ihren großen Auftritt hatten die Perücken um 1650. König Ludwig XIII. von Frankreich, der unter schütterem Haar litt, wollte wie ein Löwe aussehen und ließ sich eine wallende Lockenpracht anfertigen. Als dann auch noch der Sonnenkönig Ludwig XIV. zur Perücke griff, gab es unter den Adligen kein Halten mehr.
Die Königin von Frankreich, Marie Antoinette, galt mit ihrer weißen, luxuriösen Turmfrisur als eine der extravagantesten Figuren der Französischen Revolution. Ihre Frisur prägte eine ganze Epoche der Frisurenmode. Die weiße Marie Antoinette Perücke mit ihrem hohen Turm-Aufbau und den Stopsel-Locken wird auch heute noch gerne zu Kostümbällen, historischen Events, Karnevalspartys und Faschingsbällen getragen.
Marie Antoinette Perücke
Die Renaissance König Perücke mit kurzem Pony und halblangen Locken ist in dunklem rotbraun gehalten und passt ideal zu historischen Kostümen. Ob als König oder adeliger Lord zum Maskenball oder als Piratenkönig - diese Perücke ist vielseitig einsetzbar. Sie ist dunkelbraun mit leichten kastanienbraunen Akzenten und feinen schwarzen Strähnchen, was sie sehr echt wirken lässt. Die Locken fallen bis zu den Schultern, und der kurze Pony war in der Renaissance sehr beliebt.
Noch heute tragen Menschen als Zeichen von Würde weiße Perücken. Richterinnen und Richter im Vereinigten Königreich zum Beispiel nutzen sie als Teil ihrer Amtstracht. Angeblich werden diese Perücken oft gebraucht gekauft, da eine sichtbar benutzte Perücke den Eindruck von Erfahrung vermittelt. Einige sollen ihre neuen Modelle sogar vor dem ersten Gebrauch als Wischmopp verwenden.
Britische Richter mit Perücken
Es gibt natürlich noch viele weitere Gründe, Perücken zu tragen. Längst gibt es verschiedenste Farben und Modelle aus den unterschiedlichsten Materialien: von Menschenhaar über Ross- und Ziegenhaar bis hin zu Hanf.
König Friedrich I. von Preußen führte einst eine Perückensteuer ein. Alle, die falsches Haar trugen, mussten in die Staatskasse zahlen. Wie er erkennen konnte, ob die Haare echt oder falsch waren, bleibt jedoch ein Geheimnis.
Um lange Freude an einer Perücke zu haben, sollte man sie vorsichtig der Verpackung und dem Netz entnehmen und sie nicht schütteln, bürsten oder kämmen, sondern nur leicht mit den Fingern in Form bringen. Beim Aufsetzen sollte man sie vorsichtig von der Stirn aus über den Hinterkopf ziehen. Bei langen Haaren empfiehlt sich ein zusätzliches Haarnetz, um die Frisur unter der Perücke zu bändigen und ihr zusätzlichen Halt zu geben.
Die aufregende Renaissance-Damenperücke ist ein echtes Schmuckstück. Im Stil einer französischen Königin ist diese Renaissance-Perücke in weißer Farbe und mit Korkenzieherlocken designt. Sie ist mit einer schwarzen Blume aus Tüll und einer weißen Perlenkette verziert, die über den Pony fällt.
Renaissance-Damenperücke
| Figur | Perückenstil | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ludwig XIII. | Wallende Lockenpracht | Verdeckung schütteren Haares, Darstellung von Macht |
| Ludwig XIV. | Grau oder weiß gepudert | Zugehörigkeit zur Oberschicht, Demonstration von Würde |
| Marie Antoinette | Hoher Turm-Aufbau mit Stopsel-Locken | Extravaganz, modisches Statement |
| Britische Richter | Weiß | Zeichen von Würde und Erfahrung |
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