Die Haarwäsche ist eine alltägliche Routine, doch nicht immer lässt sich ein Kontakt mit den Augen vermeiden. Ehe man sich versieht, gelangt Shampoo in die hochempfindlichen Augen, was stark brennt und äußerst unangenehm ist.
Hier erfahren Sie, warum das passiert und was Sie dagegen tun können.
Shampoos enthalten chemische Substanzen, deren Aufgabe es ist, Fett und Schmutz von Kopfhaut und Haaren zu lösen. Außerdem können, je nach Produkt, Konservierungs- und Duftstoffe enthalten sein. Gelangen diese Stoffe in die Augen, stören sie den Tränenfilm, der das empfindliche Sehorgan schützt. Die Folge: Das Auge wird rot, trocken und brennt.
Hersteller von Kindershampoos werben gerne mit dem Slogan „Brennt nicht in den Augen“, um Kindern (und deren Eltern) die Angst vorm Haarewaschen zu nehmen. Viele Jungen und Mädchen fürchten die Prozedur, weil vor allem beim Abspülen leicht Shampoo-Reste ins Auge gelangen.
Das Brennen von Shampoo in den Augen kann verschiedene Ursachen haben:
Es ist wichtig zu wissen, dass Shampoos, die keine Irritationen verursachen, meist aggressive Inhaltsstoffe enthalten, die zu einer Betäubung des Auges führen.
Wichtig ist sofortiges und gründliches Ausspülen. Gelangt ein großer Schwall Shampoo direkt ins Auge, verursacht er Schmerzen.
Hier sind einige Schritte, die Sie unternehmen können, wenn Shampoo in Ihre Augen gelangt:
In der Regel finden sich auf den Produkten selbst oder auf den Verpackungen auch von den Herstellern Hinweise, wie im Notfall vorzugehen ist.
In den meisten Fällen verschwinden die Beschwerden nach wenigen Minuten oder Stunden, vorausgesetzt, Sie haben sämtliche Reste durch gründliches Ausspülen beseitigt. Shampoo in den Augen verursacht demnach selten bleibende Schäden und stellt anders als etwa eine Augenverätzung mit Chemikalien keinen akuten Notfall dar. Dennoch ist es wichtig, die Augen weiterhin zu beobachten.
Suchen Sie einen Augenarzt auf, wenn:
Um das unangenehme Brennen im Auge zu vermeiden, können Sie folgende Tipps beachten:
Eine Allergie an den Augen kann viele Ursachen haben. Ebenso wie bei anderen Kontaktallergien ist der sogenannte Epikutantest (Allergietest an der Haut, auch Patch-Test genannt) die wichtigste Untersuchung, um die korrekte Diagnose stellen zu können. In einer aktuellen Studie analysierten Hautärzte und Augenärzte aus den USA die Epikutantests von 215 Patienten mit einer Kontaktallergie am Auge. In den Tests der 215 Patienten mit einer Kontaktallergie am Augenlid zeigten sich positive Reaktionen auf 74 Allergene.
Häufige Allergene am Auge:
Den effektivsten Schutz vor einer Allergie am Augenlid bietet natürlich die zielgerichtete Allergenmeidung. Daher ist es wichtig, allergische Symptome am Auge von einem Arzt sorgfältig untersuchen zu lassen, um herauszufinden, auf welche einzelne Substanz man allergisch reagiert. Denn nur dann kann man gezielt darauf verzichten.
Behandlung der gereizten Haut:
Tenside sind die waschaktiven Substanzen eines Shampoos. Sie sind dafür verantwortlich, dass Fett- und Schmutzpartikel aus unserem Haar gelöst werden, was Wasser allein nicht schaffen würde. Bekommt man Schaum ins Auge, brennt das höllisch.
Problematische Tenside:
Diese Tenside können stark reizend wirken und nicht nur ein unangenehmes Brennen verursachen, wenn Schaum ins Auge läuft, sondern auch die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen. Dies kann dazu führen, dass die Kopfhaut entweder stark austrocknet und sich sogar entzündet. Auch übermäßiges, schnelleres Nachfetten kann eine Nachwirkung des „Angriffs“ auf die Kopfhaut sein.
Alternativen zu aggressiven Tensiden:
Viele Verwenderinnen, die auf natürliche, milde Tenside umgestiegen sind, berichten, dass ihre Kopfhaut weniger schnell nachfettet, weniger juckt und spannt.
Das Brennen von Shampoo in den Augen ist zwar unangenehm, aber tatsächlich wichtige Funktionen erfüllt. Es schützt unsere Augen vor schädlichen Chemikalien, macht uns auf Inhaltsstoffe aufmerksam, verhindert Folgeschäden oder spätere Verletzungen und sensibilisiert uns für die bewusste Verwendung von Produkten.
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