Was kostet eine Haartransplantation bei Männern? Kostenübernahme und wichtige Fakten

Haarausfall und drohende Glatzenbildung sind Probleme, die niemand gerne an sich selbst wahrnimmt. Dabei sind fast 80 % aller Männer und auch einige Frauen hiervon betroffen. Für viele Menschen ist es daher psychisch sehr belastend, wenn die Haare mit zunehmendem Alter weniger werden.

Volles Haar gilt seit jeher als Zeichen der Jugend, Gesundheit und Vitalität.

Eine Haartransplantation bietet häufig eine effiziente Lösung und verhilft Betroffenen zu neuer Haarpracht und ganz neuem Lebensgefühl. Mithilfe einer Haartransplantation lassen sich bei vielen Patienten auch ohne langjährige Behandlung überzeugende Ergebnisse erzielen.

Wie jeder operative Eingriff sind auch Haartransplantationen aufwendige Verfahren, die natürlich Kosten erzeugen, welche nicht jeder Patient auf einmal bezahlen kann oder möchte. Oftmals wird hier auf eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse gehofft. Wir erläutern im Folgenden, ob diese Möglichkeit besteht und welche Kriterien dazu erfüllt sein müssen.

Die Kosten für Haartransplantationen variieren stark. Insgesamt solltest du mit Kosten zwischen 2.000 € und 10.000 € rechnen. Sie hängen von der Größe der zu behandelnden Bereiche und der gewählten Methode ab.

Kliniken in Ländern wie der Türkei, Polen oder Bulgarien bieten oft besonders niedrige Preise und attraktive All-Inclusive-Pakete, die Transport und Unterkunft einschließen. Allerdings kann die Qualität der Behandlungen im Ausland stark variieren.

Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall, wie anlagebedingten, diffusen und kreisrunden Haarausfall. Die Ursachen sind vielfältig, aber der Leidensdruck ist bei allen Betroffenen ähnlich. Jeder Haarausfall ist anders und erfordert eine individuelle Herangehensweise. Deshalb variieren auch die Behandlungspreise stark.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Ästhetisch ist nicht gleich medizinisch notwendig. Haartransplantationen zählen zu den Ästhetischen Schönheitsoperationen. Selbst krankheitsbedingter Haarausfall ist nur ein Symptom einer Erkrankung und stellt keine eigenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen dar. Die Behandlung zur Verdichtung der Kopfbehaarung geschieht daher aus rein kosmetischen Gründen.

In Deutschland lehnen sowohl gesetzliche, wie auch private Krankenkassen eine Kostenübernahme rein ästhetisch indizierter Eingriffe ab, sofern diese keiner medizinischen Notwendig zugrunde liegen. Patienten einer Neuverpflanzung der Haare tragen die Kosten für diese in der Regel selbst.

Gesetzliche Kranken­versicherungen (GKV) betrachten Haartransplantationen in der Regel als kosmetischen Eingriff und übernehmen die Kosten nicht. Die gesetzliche Krankenkasse (GKV) überzeugt aktuell mit steigenden Preisen und sinkenden Leistungen.

Bei den Kosten für eine Haartransplantation kann eine private Kranken­versicherung (PKV) von Vorteil sein. Viele Versicherer haben Tarife, die eine Bezuschussung für solche Eingriffe vorsehen. So musst du die Behandlungskosten nicht komplett selbst tragen.

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Haarausfall macht vielen Menschen schwer zu schaffen. Etwa 80 % der Männer und 30 % der Frauen erleben im Laufe ihres Lebens Haarausfall, der bis zum vollständigen Haarverlust führen kann.

Ausnahmen bei der Kostenübernahme

Wie immer gibt es bei jeder Regel eine Ausnahme - so auch hier. Wie eingangs erwähnt, muss für eine erfolgende Kostenübernahme durch die Krankenkasse eine Notwendigkeit auf medizinischer Basis bestehen. Dies trifft auf die Haartransplantation zwar im Normalfall nicht zu, jedoch wird hier anders entschieden, sofern der Patient psychologische Probleme, beispielsweise schwere Depressionen, aufgrund des Haarverlustes entwickelt. Dabei muss dieser allerdings nachweislich der Hauptgrund für das seelische Leiden sein.

Stellt der behandelnde Arzt die Erfordernis des Eingriffs zur Verbesserung des seelischen Zustandes fest, erstellt er ein Gutachten, das von der Versicherung eingehend geprüft wird. Auch eine weitere Untersuchung des Patienten durch den medizinischen Dienst der Krankenkasse findet statt.

Frauen erhalten hier häufiger einen Zuschuss als Männer, da der fehlende Haarwuchs für das weibliche Geschlecht eine größere mentale Belastung als für Männer darstellt. Der Umstand der medizinischen Notwendigkeit ist gegeben, wenn alternative Behandlungen oder eine Perücke die psychische Belastung nicht eindämmen und die Auswirkungen des Haarverlusts mindern können.

Formen von Haarausfall

Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall (Effluvium) und Glatzenbildung (Alopezie).

  1. Androgenetische Alopezie: Das ist die häufigste Form des Haarverlusts bei Frauen und Männern. Bei Männern führt eine Überempfindlichkeit auf das Hormon DHT zum Haarausfall.
  2. Diffuser Haarausfall: Dieser Haarausfall hat viele Auslöser, wie Schilddrüsenerkrankungen, Nährstoffmangel, Stress und Medikamente.
  3. Kreisrunder Haarausfall: Diese Form entsteht durch eine Autoimmunerkrankung, bei der die Haarwurzeln am Kopf oder in anderen Regionen angegriffen werden.
  4. Entzündlicher Haarausfall: Entzündliche Erkrankungen, die Haarwurzeln oder die Kopfhaut beeinträchtigen, können ebenfalls Haarausfall verursachen.

Das Hormon DHT (Dihydrotestosteron) dockt an die Haarwurzeln an und lässt sie schrumpfen.

Methoden der Haartransplantation

Aktuell gibt es 3 verbreitete Methoden der Haarverpflanzung.

  1. FUT-Technik (Follicular Unit Transplantation): Diese Methode wird oft bei Glatzenbildung am Oberkopf und größeren Stellen von Haarausfall eingesetzt. Der Arzt oder die Ärztin entnimmt einen Hautstreifen, meist vom Hinterkopf, und verpflanzt ihn an die betroffene Stelle. Die entnommene Haut wird in kleine Streifen (Donorstrips) und anschließend in follikuläre Einheiten zerteilt, die aus 1 bis 5 Haarfollikeln (Grafts) bestehen. Beim Verpflanzen der Haare nutzt der bzw. Die FUT-Technik ist vor allem für Menschen mit längerem Haar geeignet.
  2. FUE-Technik (Follicular Unit Extraction): Bei dieser Methode entnimmt der Arzt oder die Ärztin die Spenderhaare mit einer motorisierten Hohlnadel, die die Haarwurzeln lockert. Die Grafts werden dann mit einer Pinzette herausgelöst. Diese Eingriffe sind minimalinvasiv, schmerzarm und gewebeschonend. Es entstehen keine Narben und die Heilungsphase ist kürzer als bei der FUT-Methode. Allerdings ist diese Methode aufwendiger und somit kostenintensiver.
  3. DHI-Technik (Direct Hair Implantation): Diese Technik ist eine Weiterentwicklung der FUE-Methode. Mithilfe des speziellen CHOI-Stiftes kann der Chirurg oder die Chirurgin einzelne Haare direkt verpflanzen, ohne Messer oder Mikrobohrer zu verwenden. Der präzise Stift ermöglicht es, die Haare besonders dicht zu platzieren, was für ein gelungenes Endergebnis sorgt.

DHI Vs. FUE Hair Transplant | Which Is Better? | Advantages & Disadvantages | Cosmeticium

Weitere Behandlungsoptionen

Es muss nicht immer die Transplantation sein.

  1. Haarpigmentierung: Für Kurzhaarträger:innen ist diese Variante eine Möglichkeit, eine optische Verdichtung des Haars zu erreichen.
  2. Medikamentöse Behandlung: Bei erblich bedingtem Haarausfall kommen Medikamente wie Finasterid oder Minoxidil infrage.
  3. PRP-Behandlung (Platelet-Rich Plasma): Bei dieser Methode injiziert der Arzt oder die Ärztin Blutplasma unter die Kopfhaut und direkt an die Haarwurzeln. Das Plasma steigert das Zellwachstum der Haarfollikel.
  4. Kortisonpräparate: Diese kommen zum Beispiel bei kreisrundem Haarausfall zum Einsatz. Die Salben oder Lösungen musst du dauerhaft anwenden, da die Wirkung nur zeitweilig anhält.
  5. Microneedling: Beim Microneedling werden mithilfe eines Dermarollers, an dem sich zahlreiche Nadeln befinden, winzige Verletzungen auf der Kopfhaut erzeugt.
  6. Mesotherapie: Diese Methode soll Haarausfall verlangsamen und das Haarwachstum anregen. Der Arzt oder die Ärztin spritzt einen Revitalisierungscocktail unter die Kopfhaut, der spezielle Wirkstoffkomplexe enthält.

Kostenfaktoren und Preisspannen

Die Kosten für eine Haartransplantation richten sich nach der Anzahl der verpflanzten Spenderhaare. Pro Haarwurzelgrüppchen muss der Patient mit Kosten von etwa 1 - 3 Euro rechnen. Insgesamt kostet der Eingriff damit je nach Umfang zwischen 2.000 und 8.000 Euro.

Einige Kliniken bieten online einen Haar-Konfigurator mit integriertem Kostenrechner an. So können Betroffene vorab überprüfen, wie hoch der Preis einer Haartransplantation in ihrem Fall ausfallen würde.

Die meisten durchgeführten Haartransplantationen kosten zwischen 2.500 - 12.000 Euro ohne den Einsatz eines Haarroboters und 3.500 - 14.500 Euro bei Durchführung mit Haarroboter.[3] Der Preis ist stets abhängig von der verpflanzten Graftzahl. Durchschnittlich liegt der Preis aktuell bei 4.980 Euro[4] (Stand 1/2023 myBody® GeKIS).

Die Preisspanne bei Haartransplantationen ist verhältnismäßig groß, weil je nach Ausmaß des Haarausfalls mehr oder weniger Grafts extrahiert und implantiert werden müssen und so der OP-Aufwand stark variiert. Bei einer sehr großflächigen Haartransplantationen sind Preise von bis zu 12.000 Euro üblich.

Kostenübersicht Haartransplantation
Faktor Einfluss auf die Kosten
Anzahl der Grafts Je mehr Grafts benötigt werden, desto höher die Kosten.
Methode FUE und DHI sind in der Regel teurer als FUT.
Klinikstandort Deutschland ist teurer als die Türkei oder Osteuropa.
Erfahrung des Chirurgen Erfahrene Chirurgen sind teurer.
Zusatzleistungen All-inclusive-Pakete können teurer, aber bequemer sein.

Finanzierungsmöglichkeiten

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Eigenhaarverpflanzung nicht, muss der von Haarschwund betroffene Patient dennoch nicht auf eine Haartransplantation verzichten. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Ratenzahlung oder einen günstigen Kredit, mit dem die Behandlungskosten in der Haarklinik bezahlt werden können.

Viele renommierte Haarkliniken bieten obendrein eine Haartransplantation Finanzierung an, die zinsfrei oder mit sehr günstigen Zinsen für die finanzielle Sicherheit bei der Bezahlung einer Haartransplantation sorgt. Welche Option sich am besten eignet und ob der Patient einen Kredit aufnimmt oder direkt über die Haarklinik finanziert, sollte in einem Vergleich der unterschiedlichen Möglichkeiten ermittelt werden.

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