MONAT Haarpflege: Inhaltsstoffe und worauf Sie achten sollten

MONAT, die Premium-Haarpflegemarke aus den USA, hat in Deutschland für Aufsehen gesorgt. Doch was steckt wirklich hinter dem Hype? Dieser Artikel wirft einen detaillierten Blick auf die Inhaltsstoffe von MONAT Produkten und beleuchtet, welche potenziell schädlichen Substanzen in herkömmlichen Shampoos enthalten sein können.

Was ist MONAT?

MONAT ist eine Marke aus den USA, die seit 2014 in der Haarpflegewelt aktiv ist. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, „natürlich basierte“ Produkte zu entwickeln, die tatsächlich wirken. In Deutschland ist die Marke seit Kurzem offiziell erhältlich. MONAT setzt auf einen Direktvertrieb, was bedeutet, dass die Produkte nicht im Laden, sondern über Berater oder online bestellt werden können. Die Marke verspricht eine Haartransformation durch Shampoos, Conditioner und spezielle Öle. Besonders bei durch Stress oder hormonelle Veränderungen geschwächtem Haar soll MONAT einen Unterschied machen.

Das Besondere an MONAT

Was MONAT von vielen klassischen Marken unterscheidet, ist der Ansatz: Die Produkte kombinieren pflanzenbasierte Inhaltsstoffe mit patentierten Wirkstoffsystemen und zielen dabei nicht auf kurzfristige Styling-Effekte, sondern auf den strukturellen Aufbau von Kopfhaut und Haar. Laut eigener Aussage versteht sich MONAT nicht als Kosmetikmarke, sondern als Pflegesystem.

Schlüsselinhaltsstoffe bei MONAT

Im Mittelpunkt stehen drei Inhaltsstoffe, die immer wieder erwähnt werden:

  • Rejuveniqe®: Ein firmeneigener Komplex aus über einem Dutzend pflanzlicher Öle, darunter Abyssinian Oil, Buriti, Moringa und Baobab. Dieser Mix soll dem natürlichen Hauttalg ähneln und die Kopfhaut ins Gleichgewicht bringen.

Ziel ist es, die Kopfhaut vor freien Radikalen zu schützen, die durch Umweltbelastung, UV-Strahlung oder Stress entstehen können. MONAT verspricht, dass bereits eine kleine Menge des Produkts ausreichend ist, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Viele Anwender berichten von einem angenehmen Duft und einer beruhigten Kopfhaut nach der Anwendung.

Kritische Inhaltsstoffe in herkömmlichen Shampoos

Viele herkömmliche Shampoos enthalten aggressive Chemikalien, die der Gesundheit schaden und die Umwelt belasten können. Es lohnt sich, die Inhaltsstoffliste (INCI) auf der Verpackung sorgfältig zu prüfen. Hier sind einige der wichtigsten schädlichen Inhaltsstoffe, die Sie vermeiden sollten:

1. Sulfate (SLS und SLES)

Wenn dein Shampoo stark schäumt, sind oft Sulfate wie Sodium Lauryl Sulfate (SLS) und Sodium Laureth Sulfate (SLES) am Werk. Diese Schaumbildner basieren auf ethoxilierten Erdölderivaten und können austrocknend und reizend auf Haut und Schleimhäute wirken. Sie entfernen zwar gründlich fetthaltige Schmutzpartikel, lösen aber auch die schützende Barriereschicht der Hautoberfläche an.

2. Silikone

Auf der INCI-Liste erkennst du Silikone an den Endungen „-cone“ oder „-xane“. Silikone täuschen gesundes Haar vor, indem sie es kurzfristig glatt und glänzend aussehen lassen. Tatsächlich versiegeln Silikone die Kopfhaut und bilden einen Film um jedes einzelne Haar. Da Silikone nicht wasserlöslich sind, können sie mit der Haarwäsche nicht einfach wieder ausgewaschen werden, was zu einem Build-up-Effekt führt.

3. Parabene

Parabene sind weitverbreitete synthetische Konservierungsstoffe, die die Haltbarkeit von Shampoos verlängern und das Wachstum von Schimmelpilzen oder Bakterien verhindern. Sie ähneln dem weiblichen Hormon Östrogen und können als endokrine Disruptoren wirken. Studien fanden Parabene bereits im Urin, Blut und Brustgewebe.

4. PEGs (Polyethylenglykole)

PEG ist die Abkürzung für Polyethylenglykol. Die extrem reaktionsfreudigen synthetischen Substanzen werden als Emulgator, Lösungsvermittler, Konsistenzgeber oder Perlglanz in Shampoos eingesetzt. PEG-Verbindungen schädigen die Membranfunktion der Haut, weichen die Zellwände auf und machen sie durchlässig für das Eindringen von Schadstoffen.

5. Phthalate

Phthalate sind eine Gruppe von Chemikalien, die als Weichmacher und Lösungsmittel in Seifen, Reinigungsmitteln und auch in Shampoos enthalten sind. Untersuchungen legen nahe, dass Phtalate hormonell aktiv sind, östrogene Wirkungen haben und als endokrine Disruptoren wirken können.

6. Formaldehydabspalter

Formaldehydabspalter enthalten Formaldehyd in gebundener Form. Sie wirken stark bakterizid und fungizid und werden daher als antimikrobielle Mittel zur Konservierung in Kosmetika wie Shampoos eingesetzt. Formaldehyd reizt die Schleimhäute, lässt die Haut schneller altern, kann Haarausfall und Allergien hervorrufen.

Schädliche Shampoo-Inhaltsstoffe – was Du wissen musst!

Sichere Alternativen und Tipps für die Auswahl von Haarpflegeprodukten

Um sicherere Haarprodukte zu erkennen, sollte man die Inhaltsstoffliste kritisch auf problematische Substanzen wie Sulfate, Parabene und synthetische Duftstoffe prüfen. Hier sind einige Tipps, die Ihnen bei der Auswahl helfen:

  • Achten Sie auf bekannte Siegel: Blauer Engel, Ecocert, BDIH oder das EU Ecolabel.
  • Prüfen Sie die ersten fünf Inhaltsstoffe: Sie machen den Hauptanteil des Produkts aus.
  • Nutzen Sie Apps zur Hilfe: INCI Beauty und Yuka sind gute Tools, um Produkte zu scannen.
  • Wählen Sie sulfat- und parabenfreie Produkte: Achten Sie auf Kokostenside oder Tenside auf Aminosäure-Basis.
  • Silikonfreie Alternativen: Verwenden Sie natürliche Öle (Argan-, Jojoba- oder Kokosöl) anstelle von Silikonen.

MONAT Bewertungen: Was sagen die Nutzer?

Die Meinungen über MONAT Produkte sind geteilt. Viele Nutzer loben die hohe Qualität und Wirksamkeit der Produkte, berichten von mehr Glanz, Geschmeidigkeit und einem gesünderen Aussehen der Haare. Besonders hervorgehoben wird auch die Kompetenz und Beratung des Personals. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die von juckender Kopfhaut, Schuppen und Haarausfall berichten.

Positive Erfahrungen

  • Viele Anwender berichten von einem gesünderen Haarwachstum und weniger Haarbruch.
  • Einige Nutzer mit Naturlocken erleben eine verbesserte Lockenbildung.
  • Die Produkte werden als sehr ergiebig beschrieben.

Negative Erfahrungen

  • Einige Nutzer berichten von juckender Kopfhaut und Schuppenbildung.
  • Es gibt Kritik am Kundenservice und den hohen Rücksendekosten.
  • Einige Anwender empfinden die Produkte als überteuert.

Zusammenfassende Tabelle: Schädliche Inhaltsstoffe und ihre Auswirkungen

Inhaltsstoff Mögliche Auswirkungen
Sulfate (SLS, SLES) Reizung der Kopfhaut, Austrocknung, Juckreiz, Haarausfall
Silikone Build-up-Effekt, Versiegelung der Kopfhaut, Austrocknung des Haares
Parabene Hormonelle Störungen, allergische Reaktionen
PEGs Schädigung der Hautmembran, Durchlässigkeit für Schadstoffe
Phthalate Hormonelle Störungen, östrogene Wirkungen
Formaldehydabspalter Reizung der Schleimhäute, beschleunigte Hautalterung, Haarausfall, Allergien

Es ist wichtig, die individuellen Bedürfnisse und Prioritäten bei der Auswahl von Haarpflegeprodukten zu berücksichtigen. Eine sorgfältige Prüfung der Inhaltsstoffliste und das Einholen von Meinungen anderer Nutzer können bei der Entscheidung helfen.

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