Was hilft wirklich gegen Schuppen? Hausmittel und bewährte Tipps

Fast jeder leidet irgendwann in seinem Leben einmal an schuppigem Haar. Die weißen Flocken sind nicht nur unschön, sie kommen meist in unangenehmer Begleitung einer trockenen Kopfhaut. Doch was hilft wirklich gegen Schuppen? Neben speziellen Shampoos gibt es auch zahlreiche Hausmittel, die Linderung verschaffen können. Hier erfahren Sie, welche Mittel wirklich wirksam sind und wie Sie sie richtig anwenden.

Was sind Schuppen eigentlich?

Schuppen sind trockene, weiße Hautschuppen, die sich viele Menschen von den Schultern streichen. Genauer gesagt sind es Hornzellen, die von der Kopfhaut abfallen. Das ist ein völlig normaler Vorgang, da wir täglich mehrere Tausend dieser Hornzellen verlieren. Dies hat den Hintergrund, dass alle paar Wochen neue Hornzellen produziert werden, weshalb die alten sich dann von der Kopfhaut lösen.

In der Regel fallen diese Hornzellen einzeln ab und sind deshalb zu klein, um sie zu sehen. Es kann aber vorkommen, dass sich die Hornzellen vermehrt von der Kopfhaut lösen und wir sie in hoher Menge schließlich als Schuppen wahrnehmen. Sie können peinlich sein, einen Juckreiz hervorrufen und haben oft unterschiedliche Ursachen.

Ursachen für Schuppen

Oft ist nicht klar, warum Schuppen auftreten, aber hier sind einige mögliche Faktoren:

  • Starke Sonneneinstrahlung, Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit
  • Kontaktallergie auf bestimmte Inhaltsstoffe von Haarpflegeprodukten
  • Pilzbesiedlung auf der Hautoberfläche
  • Unzureichende Haarwäsche, wodurch sich Hautzellen ansammeln oder zu häufige Haarwäsche, wodurch die Kopfhaut austrocknet
  • Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Neurodermitis, Hefepilz oder seborrhoisches Ekzem
  • Schwaches Immunsystem
  • Hormonschwankungen
  • Wechseljahre
  • Stress

Ein Grund für sichtbare Schuppen kann falsche Haarpflege sein. Die Haare werden zu häufig gewaschen oder zu intensive Shampoos und Conditioner verwendet. Oder die Kopfhaut wird durch zu heißes Föhnen oder Heizungsluft im Winter ausgetrocknet. Auch Allergien, ungesunde Ernährung oder Hormonumstellungen, wie zum Beispiel in der Schwangerschaft, können Auslöser sein.

Welche Arten von Schuppen gibt es?

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Schuppen unterschieden: trockene und fettige Schuppen. Wichtig zu wissen ist, dass es einen Unterschied zwischen fettigen und trockenen Schuppen gibt.

Trockene Schuppen

Trockene Schuppen könnte man fast mit Schnee vergleichen, denn es sind kleine weiße Hautschüppchen, die vom Kopf herabrieseln und sich auf der Kleidung zu erkennen geben. Sie sind die Folge von trockener Kopfhaut und somit ein Zeichen dafür, das der Feuchtigkeitshaushalt auf dem Kopf gestört ist. Begleitet werden trockene Schuppen oft von Juckreiz und einem unangenehmen Spannungsgefühl.

Fettige Schuppen

Fettige Schuppen sind etwas größer, gelblich und ölig. Sie kleben an Kopfhaut und Haaren. Wie auch bei den trockenen Schuppen, sind fettige Schuppen die Folge von Unausgeglichenheit der Kopfhaut. Diese produziert nämlich auf ganz natürliche Weise Talg, der dabei helfen soll, die Haare und Kopfhaut vor äußeren Einflüssen zu schützen. In diesem Fall handelt es sich um eine Überproduktion der Talgdrüsen, die Haare und Kopfhaut fettig macht.

Eine erhöhte Talgproduktion kann das Haar jedoch fettig machen und fettige Schuppen verursachen. Die Schuppen bei fettiger Kopfhaut sind meist größer als bei trockener Haut, haben eine gelbliche Farbe und sind ölig. Aufgrund ihrer öligen Konsistenz verklumpen sie leicht und können dadurch die Entstehung von Hefepilz begünstigen.

Was tun gegen Schuppen?

Es gibt verschiedene Ansätze, um Schuppen zu bekämpfen. Hier sind einige Tipps und Hausmittel, die helfen können:

Allgemeine Tipps

  • Zu häufiges Haarewaschen sollte vermieden werden, da die Kopfhaut so keine Möglichkeit hat, selbst die notwendige Fettschicht zum Schutz zu bilden und somit austrocknet.
  • Beim Waschen immer darauf achten, lauwarmes Wasser zu verwenden und gründlich auszuspülen.
  • Die Auswahl des Shampoos kann für die Pflege von schuppigen Haaren wesentlich sein. Viele Haarwaschmittel wirken fettreduzierend, weshalb man auf ein eher mildes Produkt setzen sollte.
  • Wenn man das richtige Anti-Schuppen-Shampoo gewählt hat, sollte man dies keinesfalls länger als 30 Tage benutzen, um die Balance der Kopfhaut nicht auseinander zu bringen.
  • Auch bei der Bürste kann man einiges falsch machen, da falsche Bürsten die Kopfhaut unnötig reizen. Am besten sind Haarbürsten mit Naturborsten, da sie den Talg im Haar gut verteilen und Schuppen bei regelmäßiger Anwendung verschwinden lassen.
  • Zu heißes Föhnen und Glätten oder alkoholhältige Produkte wie Haarspray oder Schaumfestiger sollten nur sparsam verwendet werden, um die Kopfhaut nicht zusätzlich zu belasten.
  • Auch bei der Ernährung gilt: Weniger ist mehr! Zu viel Zucker, Alkohol oder Kaffee bringen die Hautflora aus der Balance und begünstigen so auch die Schuppenbildung auf dem Kopf. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung gilt als Basis bei allen Mitteln gegen Schuppen.
  • Bei hohen Temperaturen im Sommer entsteht nicht selten ein Sonnenbrand auf der Kopfhaut, was Schuppen begünstigt. Daher sollte man immer eine Kopfbedeckung tragen oder Haar und Haut mit einem UV-Schutz-Spray schützen.

Spezielle Produkte und Shampoos

Es gibt eine Vielzahl von Anti-Schuppen-Shampoos auf dem Markt. Hier sind einige Beispiele:

  • Kérastase Symbiose: Die Anti-Schuppen Shampoos befreien von trockenen und fettigen Schuppen und sorgen dafür, dass diese bis zu zwei Monate lang nicht wiederkommen. Ergänzend dazu schützt du dich mit der Haarkur Kérastase Symbiose Masque Revitalisant Essentiel vor wiederkehrenden Kopfhautschuppen.
  • Schwarzkopf BC Scalp: Das Schwarzkopf BC Anti-Dandruff Shampoo entfernt Schuppen sanft bei jedem Haartyp. Das Shampoo bildet außerdem eine Schutzschicht für die Kopfhaut. Für eine optimale Wirkung wird es mit dem Schwarzkopf BC Anti-Dandruff Serum kombiniert. Das Serum sorgt für Balance auf der Kopfhaut und beugt die Entstehung von weiteren Schuppen vor. Die nachwachsenden Haare sind besonders gesund.

Je nach Produkt variieren die Inhaltsstoffe. Manche Hersteller setzen auf natürliche Wirkstoffe wie Weizenkeimöl. Andere verwenden chemische Wirkstoffe wie Pirocton-Olamin und Zink-Pyrithion. Sie bekämpfen bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut, etwa den Hefepilz Malassezia furfur. Hat sich dieser stark ausgebreitet, hilft ein Anti-Schuppen-Shampoo aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Ketoconazol.

Hausmittel gegen Schuppen

Viele Menschen setzen auf natürliche Hausmittel, um Schuppen zu bekämpfen. Hier sind einige bewährte Mittel, je nach Art der Schuppen:

Günstig und natürlich: 7 Hausmittel gegen Schuppen

Hausmittel gegen fettige Schuppen

  • Teebaumöl: Teebaumöl gilt als wirksames Hausmittel gegen fettige Schuppen, da es das Pilzwachstum hemmt. Schon ein paar Tropfen vom Teebaumöl können als Zusatz im Shampoo wahre Wunder wirken.
  • Apfelessig: Apfelessig wirkt gegen fettige Schuppen, indem es die Poren der Talgdrüsen reinigt und so den pH-Wert der Kopfhaut reguliert. Der Essig wird im Verhältnis 1:1 mit Wasser vermischt und danach auf die Kopfhaut aufgetragen und leicht einmassiert.
  • Kokosöl: Auch Kokosöl kann gegen fettige Schuppen eingesetzt werden. Das Öl versorgt die Haut nämlich mit essentieller Feuchtigkeit, die das Pilz- und Bakterienwachstum hemmt. Es wird in die Kopfhaut einmassiert und dann mit einem milden Shampoo und warmen Wasser ausgewaschen.
  • Zitrone: Durch den Säuregehalt reguliert Zitronensaft den pH-Wert auf der Kopfhaut und hilft so gegen fettige Schuppen.
  • Lindenblütentee: Lindenblütentee lindert Entzündungen, weshalb er sich als Hausmittel gegen fettige Schuppen bewährt hat. Um fettige Schuppen loszuwerden, bereite den Tee wie gewohnt vor und lasse ihn abkühlen, bevor du ihn auf deine Kopfhaut gießt.

Hausmittel gegen trockene Schuppen

  • Arganöl: Als Hausmittel gegen trockene Schuppen empfiehlt sich die Anwendung von Arganöl. Es hilft dabei, den Feuchtigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
  • Olivenöl: Olivenöl gegen Schuppen und trockene Kopfhaut anzuwenden, ist ebenso empfehlenswert. Es versorgt die Kopfhaut mit Nährstoffen und Feuchtigkeit und mindert das Jucken und die Schuppenbildung. Das Öl wird direkt nach der Haarwäsche in die noch feuchte Kopfhaut massiert.
  • Backpulver: Backpulver wirkt mit lauwarmen Wasser wie ein Peeling und entfernt abgestorbene Hautschuppen. Diese Methode sollte man jedoch nur bei leichten Schuppen anwenden, da die Kopfhaut ansonsten noch mehr strapaziert werden kann.
  • Aloe vera: Aloe vera ist eine Sukkulente, die vor allem für ihre antibakteriellen und beruhigenden Eigenschaften bekannt ist. Aloe vera wird ebenfalls eine feuchtigkeitsspendende und entzündungshemmende Wirkung zugesprochen, weshalb sie sich besonders gut als Mittel gegen trockene Schuppen macht.
  • Haaröl aus Ingwer: Die Pflanze besitzt mehrere antibakterielle und antiseptische Eigenschaften, die helfen, die Kopfhaut zu reinigen und Schuppen zu verhindern. Das Öl versorgt deine Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit.
  • Naturjoghurt: Naturjoghurt wirkt entzündungshemmend und kann dadurch die Reizungen und Entzündungen der Kopfhaut beruhigen.

Anwendung der Hausmittel

Hier sind einige Anwendungsbeispiele für die genannten Hausmittel:

Hausmittel Anwendung Hinweise
Kokosöl 2 EL in die Kopfhaut einmassieren, 30 Minuten einwirken lassen, mit mildem Shampoo auswaschen Spendet Feuchtigkeit und hemmt Pilzwachstum
Apfelessig 100 ml Apfelessig mit 100 ml warmem Wasser mischen, auf die Kopfhaut gießen, 15 Minuten einwirken lassen, gründlich ausspülen Reguliert den pH-Wert der Haut
Olivenöl 10 Tropfen auf die Kopfhaut massieren, über Nacht einwirken lassen, am nächsten Morgen mit mildem Shampoo auswaschen Gibt der Kopfhaut Fett zurück
Aloe vera Aloe-vera-Gel auf die Kopfhaut auftragen, 30 Minuten einwirken lassen, mit lauwarmem Wasser auswaschen Spendet Feuchtigkeit und beruhigt die Haut
Teebaumöl Ein paar Tropfen dem Shampoo hinzufügen oder direkt auf die Kopfhaut auftragen, 15 Minuten einwirken lassen, auswaschen Wirkt desinfizierend und reguliert die Talgproduktion

Was können Sie gegen juckende Kopfhaut tun?

Gereizte, trockene und juckende Kopfhaut braucht Schutz und die richtige Pflege. Vermeiden Sie alles, was für die Haut eine zusätzliche Belastung darstellen könnte. Bei akutem Juckreiz gilt: Nicht kratzen! Wenn Sie es nicht aushalten, klopfen Sie leicht mit den Fingern auf die Kopfhaut. Außerdem trägt Kälte dazu bei, den Juckreiz auf der Kopfhaut zu lindern. Legen Sie sich ein feuchtes Handtuch oder ein in ein Geschirrtuch gewickeltes Kühlpad auf den Kopf.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können. Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen.

Tipps für gesunde Kopfhaut und Haare

Hier sind einige allgemeine Tipps für eine gesunde Kopfhaut und Haare:

  • Milde, wenig tensidhaltige Haarshampoos mit feuchtigkeitsspendenden oder rückfettenden sowie pflegenden oder beruhigenden Inhaltsstoffen verwenden.
  • Haare nicht öfter als nötig waschen. Lauwarmes Wasser schont Haare und Kopfhaut. Haare immer gründlich ausspülen, Rückstände von Pflegeprodukten können die Kopfhaut belasten.
  • Weiche Bürsten verwenden; spitze Borsten reizen die Kopfhaut. Nicht zu heiß föhnen und ausreichend Abstand halten. Starke Hitze trocknet Kopfhaut und Haare aus. Keine aggressiven, zum Beispiel alkoholhaltigen, Stylingprodukte verwenden.

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