Fast jeder leidet irgendwann in seinem Leben einmal an schuppigem Haar. Die weißen Flocken sind nicht nur unschön, sie kommen meist in unangenehmer Begleitung einer trockenen Kopfhaut. Doch was hilft wirklich gegen Schuppen? Neben speziellen Shampoos gibt es auch zahlreiche Hausmittel, die Linderung verschaffen können. Hier erfahren Sie, welche Mittel wirklich wirksam sind und wie Sie sie richtig anwenden.
Schuppen sind trockene, weiße Hautschuppen, die sich viele Menschen von den Schultern streichen. Genauer gesagt sind es Hornzellen, die von der Kopfhaut abfallen. Das ist ein völlig normaler Vorgang, da wir täglich mehrere Tausend dieser Hornzellen verlieren. Dies hat den Hintergrund, dass alle paar Wochen neue Hornzellen produziert werden, weshalb die alten sich dann von der Kopfhaut lösen.
In der Regel fallen diese Hornzellen einzeln ab und sind deshalb zu klein, um sie zu sehen. Es kann aber vorkommen, dass sich die Hornzellen vermehrt von der Kopfhaut lösen und wir sie in hoher Menge schließlich als Schuppen wahrnehmen. Sie können peinlich sein, einen Juckreiz hervorrufen und haben oft unterschiedliche Ursachen.
Oft ist nicht klar, warum Schuppen auftreten, aber hier sind einige mögliche Faktoren:
Ein Grund für sichtbare Schuppen kann falsche Haarpflege sein. Die Haare werden zu häufig gewaschen oder zu intensive Shampoos und Conditioner verwendet. Oder die Kopfhaut wird durch zu heißes Föhnen oder Heizungsluft im Winter ausgetrocknet. Auch Allergien, ungesunde Ernährung oder Hormonumstellungen, wie zum Beispiel in der Schwangerschaft, können Auslöser sein.
Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Schuppen unterschieden: trockene und fettige Schuppen. Wichtig zu wissen ist, dass es einen Unterschied zwischen fettigen und trockenen Schuppen gibt.
Trockene Schuppen könnte man fast mit Schnee vergleichen, denn es sind kleine weiße Hautschüppchen, die vom Kopf herabrieseln und sich auf der Kleidung zu erkennen geben. Sie sind die Folge von trockener Kopfhaut und somit ein Zeichen dafür, das der Feuchtigkeitshaushalt auf dem Kopf gestört ist. Begleitet werden trockene Schuppen oft von Juckreiz und einem unangenehmen Spannungsgefühl.
Fettige Schuppen sind etwas größer, gelblich und ölig. Sie kleben an Kopfhaut und Haaren. Wie auch bei den trockenen Schuppen, sind fettige Schuppen die Folge von Unausgeglichenheit der Kopfhaut. Diese produziert nämlich auf ganz natürliche Weise Talg, der dabei helfen soll, die Haare und Kopfhaut vor äußeren Einflüssen zu schützen. In diesem Fall handelt es sich um eine Überproduktion der Talgdrüsen, die Haare und Kopfhaut fettig macht.
Eine erhöhte Talgproduktion kann das Haar jedoch fettig machen und fettige Schuppen verursachen. Die Schuppen bei fettiger Kopfhaut sind meist größer als bei trockener Haut, haben eine gelbliche Farbe und sind ölig. Aufgrund ihrer öligen Konsistenz verklumpen sie leicht und können dadurch die Entstehung von Hefepilz begünstigen.
Es gibt verschiedene Ansätze, um Schuppen zu bekämpfen. Hier sind einige Tipps und Hausmittel, die helfen können:
Es gibt eine Vielzahl von Anti-Schuppen-Shampoos auf dem Markt. Hier sind einige Beispiele:
Je nach Produkt variieren die Inhaltsstoffe. Manche Hersteller setzen auf natürliche Wirkstoffe wie Weizenkeimöl. Andere verwenden chemische Wirkstoffe wie Pirocton-Olamin und Zink-Pyrithion. Sie bekämpfen bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut, etwa den Hefepilz Malassezia furfur. Hat sich dieser stark ausgebreitet, hilft ein Anti-Schuppen-Shampoo aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Ketoconazol.
Viele Menschen setzen auf natürliche Hausmittel, um Schuppen zu bekämpfen. Hier sind einige bewährte Mittel, je nach Art der Schuppen:
Günstig und natürlich: 7 Hausmittel gegen Schuppen
Hier sind einige Anwendungsbeispiele für die genannten Hausmittel:
| Hausmittel | Anwendung | Hinweise |
|---|---|---|
| Kokosöl | 2 EL in die Kopfhaut einmassieren, 30 Minuten einwirken lassen, mit mildem Shampoo auswaschen | Spendet Feuchtigkeit und hemmt Pilzwachstum |
| Apfelessig | 100 ml Apfelessig mit 100 ml warmem Wasser mischen, auf die Kopfhaut gießen, 15 Minuten einwirken lassen, gründlich ausspülen | Reguliert den pH-Wert der Haut |
| Olivenöl | 10 Tropfen auf die Kopfhaut massieren, über Nacht einwirken lassen, am nächsten Morgen mit mildem Shampoo auswaschen | Gibt der Kopfhaut Fett zurück |
| Aloe vera | Aloe-vera-Gel auf die Kopfhaut auftragen, 30 Minuten einwirken lassen, mit lauwarmem Wasser auswaschen | Spendet Feuchtigkeit und beruhigt die Haut |
| Teebaumöl | Ein paar Tropfen dem Shampoo hinzufügen oder direkt auf die Kopfhaut auftragen, 15 Minuten einwirken lassen, auswaschen | Wirkt desinfizierend und reguliert die Talgproduktion |
Gereizte, trockene und juckende Kopfhaut braucht Schutz und die richtige Pflege. Vermeiden Sie alles, was für die Haut eine zusätzliche Belastung darstellen könnte. Bei akutem Juckreiz gilt: Nicht kratzen! Wenn Sie es nicht aushalten, klopfen Sie leicht mit den Fingern auf die Kopfhaut. Außerdem trägt Kälte dazu bei, den Juckreiz auf der Kopfhaut zu lindern. Legen Sie sich ein feuchtes Handtuch oder ein in ein Geschirrtuch gewickeltes Kühlpad auf den Kopf.
Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können. Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen.
Hier sind einige allgemeine Tipps für eine gesunde Kopfhaut und Haare:
tags: #was #hilft #wirklich #gegen #schuppen #hausmittel
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.