Haarausfall ist ein beängstigendes Thema, aber leider kann er eine häufige Nebenwirkung der Magenbypass- oder Schlauchmagen-Operation sein. Viele Patienten berichten, dass ihnen etwa 3 Monate nach der Operation die Haare ausfielen. Sie können sich damit trösten, dass es sich hierbei nicht um eine langfristige Nebenwirkung des Magenbypasses handelt. Vielmehr handelt es sich um einen vorübergehenden Zustand. Dieser kann mit den richtigen Hilfsmitteln minimiert und in einigen Fällen sogar verhindert werden.
Dieser Artikel erläutert den Prozess des Haarausfalls nach einer Magen-Operation und gibt Ihnen wertvolle Tipps, was Sie dagegen tun können.
Haarausfall ist eine der Nebenwirkungen der Magenbypass- oder Schlauchmagen-Operation. Er entsteht normalerweise durch die drastische Gewichtsveränderung und den damit verbundenen Nährstoffverlust. Einige Monate nach der Operation leitet der Körper Nährstoffe aus dem Haarwachstumsprozess zu den lebenswichtigen Organen um.
Das Haar hat eine Wachstumsphase und eine Ruhephase, die als Telogen- bzw. Telogen Effluvium bezeichnet den Haarausfall, der auftritt wenn Ihr Haar in die Ruhephase (Telogenphase) eintritt. Dies geschieht nach etwa 3 Monaten. Es kann aber auch schon früher eintreten. In der Regel führt dies nicht zu extremem Haarausfall oder gar kahlen Stellen.
Dieser Prozess wird meist durch die Kalorienrestriktion nach der Operation ausgelöst. Es gibt aber auch andere Faktoren, die zu diesem Zustand nach einer Magenbypass-Operation führen können. Manche Menschen leiden nach einer bariatrischen Operation auch unter Angstzuständen oder Depressionen. Diese verstärken die Stressreaktion des Körpers und können zu Nebenwirkungen wie Haarausfall führen.
Die Phasen des Haarwachstums: Anagen (Wachstumsphase), Katagen (Übergangsphase), Telogen (Ruhephase).
Das Telogen Effluvium tritt plötzlich auf, sollte aber nicht länger als 6 Monate nach der Operation andauern. Die Entzündung, die diesen Haarausfall verursacht, kann bis zu 50 % der Kopfhaut betreffen.
Haarausfall nach einer bariatrischen Operation kann bei bis zu 41% der Patienten auftreten. Es wird häufig mit einem Mangel an Proteinen und Mikronährstoffen wie Zink und Eisen in Verbindung gebracht. Die Operation selbst ist ein stressiger Zustand, der von verschiedenen hormonellen Reaktionen begleitet wird, die zusätzlich zum physischen und psychischen Stress der bariatrischen Chirurgie das Haarwachstum beeinflussen können.
Die Zufuhr von Eiweiß ist einer der wichtigsten Schritte, um eine rasche Genesung nach der Operation zu gewährleisten. Die allgemeine Empfehlung lautet 60-80 Gramm Eiweiß pro Tag für die meisten bariatrischen Patienten. Das Gute an Eiweiß ist, dass es den Aufbau und Erhalt von Muskeln unterstützt. Es fördert die Wundheilung und den Stoffwechsel und zügelt den Hunger.
Eiweiß kann über diätetische Lebensmittel wie mageres Fleisch und Fisch zugeführt werden. Viele Patienten entscheiden sich dafür, Mahlzeitenersatz/Eiweißshakes in ihre Ernährung aufzunehmen. Der Verzehr eines Eiweißshakes sorgt dafür, dass Sie mühelos die richtige Menge an Eiweiß zu sich nehmen.
Mit Eiweiß können Ausgleichsreaktionen des Körpers, wie z. B. Haarausfall, verhindert oder minimiert werden. Die Haarfollikel bestehen nämlich aus Eiweiß, und eine eiweißreiche Ernährung kann das Haarwachstum fördern.
Eisen ist einer der häufigsten Mangelerscheinungen, die bei Patienten mit Magenbypass auftreten können. Eisenmangel kann eine Rolle spielen bei der Belastung des natürlichen Haarzyklus. Tatsächlich ist Eisen der Mikronährstoff, der am häufigsten mit Haarausfall in Verbindung gebracht wurde.
Unerwünschten Nebenwirkungen wie Haarausfall vorbeugen? Dann ist es ratsam, die tägliche Multivitamin-Kur, die auch Eisen enthält, konsequent einzuhalten. Bei einigen Nahrungsmittelunverträglichkeiten nach einer Operation kann es schwierig sein, genügend Eisen über die Nahrung aufzunehmen.
Neben Eisen wurde bei einigen Patienten, die nach einer Operation anhaltenden Haarausfall haben, auch ein Zinkmangel festgestellt. Zink kann eine regulierende Wirkung auf den Haarausfall und die Entwicklung von Alopezie (dauerhafter Haarausfall) haben.
Aus diesem Grund wird bariatrischen Patienten empfohlen, je nach Art des Eingriffs 8-22 mg Zink pro Tag zu sich zu nehmen. Zink ist vor allem in Austern, rotem Fleisch und Geflügel enthalten. Ein spezielles Multivitaminpräparat für Adipositas enthält ausreichend Zink. Damit kann man sicherstellen, dass Sie einen gesunden Gehalt an allen wichtigen Vitaminen und Mineralien haben.
Nehmen Sie Ihr Multivitaminpräparat konsequent ein. Wenn Sie weitere Maßnahmen zur Vorbeugung und Minimierung des Haarausfalls benötigen, gibt es Ergänzungsmittel für Haare, Haut und Nägel oder Multikollagenpräparate.
Wichtige Vitamine und Mineralien für gesundes Haarwachstum.
Es gibt auch einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um den Haarausfall zu verringern. Dazu zählen zum Beispiel das Tragen von lockeren Frisuren und der Verzicht auf übermäßiges Styling, das die Haare zusätzlich belastet sowie die Zufuhr von entsprechenden Vitaminen und Nährstoffen.
Viele Patienten berichten, dass Sie nach der Operation Alkohol nicht mehr oder nur noch in kleinen Mengen vertragen. Durch eine Operation ergeben sich auch Veränderungen im Hinblick auf die Einnahme von Medikamenten.
Nach einer bariatrischen Operation ist das Risiko für einen Vitamin- und Mineralstoffmangel erhöht. Daher wird die Einnahme von Multivitaminpräparaten empfohlen. Auch Eisen und Vitamin B12 müssen regelmäßig durch den Hausarzt überprüft werden, damit es nicht zu einer Blutarmut kommt. Dies gilt insbesondere beim Magen-Bypass.
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