Es ist völlig normal, Muttermale am Körper zu haben. Doch woher kommen diese überhaupt? Muttermale sind angeborene Pigmentstörungen, die schon im Mutterleib während der Schwangerschaft entstehen und wie kleine Nester auf der Haut sichtbar werden.
Muttermale sind übrigens nicht zu verwechseln mit Leberflecken, die im Laufe des Lebens, z.B. durch Aufenthalte in der Sonne, auf der Haut entstehen. Optisch unterscheiden sich Leberflecke von Muttermalen vor allem dadurch, dass nur aus angeborenen Muttermalen Haare wachsen können.
Auch das ist vollkommen normal und kennen wir alle. Obwohl wir sie an unserem Körper tragen, wissen wir oft nicht, was Muttermal-Haare nun genau sind und ob wir sie überhaupt zupfen dürfen. Hier lautet die Antwort ganz klar: Nein! Weshalb? Den gefährlichen Grund erfährst du hier.
In diesem Artikel werden wir die Ursachen für das Haarwachstum aus Muttermalen untersuchen, Mythen entkräften und sichere Methoden zur Haarentfernung aufzeigen.
Muttermal-Haare wachsen, wie der Name schon verrät, aus einem Muttermal. Im Gegensatz zu den meist hellen, flaumigen Haaren im Gesicht oder feineren Haaren am Körper ist ein Muttermal-Haar oft dunkel bis schwarz sowie dick und borstig. Sie können aber auch hell sein.
Übrigens: Muttermal-Haare werden oft ethisch unkorrekt auch als Hexenhaar, oder in der Mehrzahl Hexenhaare, bezeichnet. Auf dieses beschämende Wort verzichten wir aber lieber.
„Ein Muttermal ist ein Verbund von Zellen, und da können wie in jeder Hautzelle eben auch Haarzellen vorhanden sein”, erklärt Dr. Christian Merkel vom Haut- und Laserzentrum an der Oper. Das kommt auch daher, dass sich schon während der Schwangerschaft gerade auf den pigmentierten Zellen Haarzellen ansiedeln.
“Diese Haare sind meist sehr borstig und dunkel - was viele Patient:innen optisch stört, vor allem wenn sie im Gesicht auftreten.” In vielen der pigmentierten Flecke befinden sich gewöhnliche Haarfollikel, die für das Haarwachstum sorgen.
Die Entstehung eines Haares, das aus einem Leberfleck wächst, hängt mit der grundlegenden Anatomie der Haut zusammen. Bei Leberflecken handelt es sich nicht nur um eine Schicht von Pigmentzellen auf der Hautoberfläche. Sie reichen oft bis tief in die Haut hinein - bis in die Lederhaut, wo sich die einzelnen Haarfollikel bilden.
Wenn sich der Leberfleck an einer Hautstelle bildet, an der bereits ein Haarfollikel vorhanden ist, kann es vorkommen, dass ein Haar direkt aus ihm herauswächst. Das Haar wächst aus dem Leberfleck, weil die Melanozyten die Haarwurzel umgeben, aber nicht zwangsläufig deren Funktion beeinträchtigen. Somit ist der Leberfleck mit Haaren kein mysteriöses Phänomen, sondern das Resultat einer natürlichen Hautstruktur. Pigmentfleck und Haarfollikel überschneiden sich, weshalb Haare aus dem Leberfleck wachsen.
Die Nävi selbst haben darauf keinen Einfluss. In Muttermal sind Melanozyten in überdurchschnittlicher Anzahl vertreten und besonders aktiv. Sie sorgen für die Farbe und Pigmentierung der Haut. Die Male haben eine große Dichte an Blutgefäßen, was für eine gute Nährstoffversorgung von Haarfollikeln sorgt und zur Herausbildung kräftiger Haare führt.
Mythos vs. Es ist ein populärer Mythos, dass behaarte Muttermale ein Anzeichen für Hautkrebs seien. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, denn die Behaarung tritt bei Malen auf, die stabil sind und sich nicht verändern.
Ein behaarter Leberfleck ist in den meisten Fällen ein gutes Zeichen. Haare, die aus einem Leberfleck wachsen, signalisieren oft, dass der Fleck gutartig sowie stabil ist. Bösartige Veränderungen, wie sie beim schwarzen Hautkrebs (Melanom) auftreten, zerstören die Haarwurzeln. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Melanom Haare wachsen lässt.
Doch auch wenn Haare aus dem Leberfleck sprießen, sollte er beobachtet werden. Sollte er sich mit der Zeit verändern - etwa in Form, Größe, Farbe oder Symmetrie -, dann empfehlen wir Ihnen, einen Dermatologen aufzusuchen.
„Zupfen würde ich so ein Haar nicht”, rät Dr. Christian Merkel. „Auch wenn es noch keine ausreichenden Studien dazu gibt, dass Muttermale dadurch bösartig werden können.” Es gibt aber noch einen anderen Grund, weshalb man Haare aus einem Muttermal nicht mit der Pinzette entfernen sollte: „Durch das Zupfen der Härchen setzt man dauerhaft ein Trauma an der immer gleichen Stelle. Durch die Verletzung in diesen Hautzellen können sich die Muttermale leichter entzünden”, weiß der Experte. „Häufige Entzündungen durch die Haarentfernung sollte man an Muttermalen aber auf jeden Fall vermeiden.”
Viele Menschen zupfen die störenden Haare aus den Leberflecken. Allerdings kann der Vorgang Risiken bergen. Es können kleine Entzündungen oder Verletzungen entstehen, wodurch die umliegenden Zellen gereizt werden. Wichtig: Zwar gibt es bislang keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass das Zupfen von Haaren aus Leberflecken Krebs verursacht.
„Man kann die Härchen sorgfältig mit einer sterilen Schere abschneiden”, so Dr. Merkel. Entfernung: Statt Zupfen besser mit einer kleinen Schere kürzen.
Wenn Sie trotzdem ein Haar aus einem Leberfleck entfernen möchten, ist es sicherer, es vorsichtig mit einer kleinen Schere abzuschneiden. Für eine dauerhafte Entfernung ist die professionelle Haarentfernung aus Leberflecken die effektivste und sicherste Methode. Beachten Sie, dass sowohl die Nadelepilation als auch die Laser Haarentfernung spezielle Kenntnisse erfordern.
Es gibt aber auch dauerhafte Lösungen: „Der Dermatologe kann das Muttermal in einer kleinen OP aus der Haut schneiden.” Wer sich dauerhaft von einzelnen Haaren verabschieden will, muss sie lasern lassen. Das geht aber nur bei dunklen Haaren.
Die dauerhafte Haarentfernung mit einem Laser kommt allerdings nicht infrage, denn dadurch könnten bösartige Veränderungen in der Pigmentzelle ausgelöst werden. Eine Laser Haarentfernung kann die Haare dauerhaft entfernen.
Eine dauerhafte und sichere Haarentfernung auf Muttermalen ist möglich. Zuvor sollte man allerdings den Hautarzt konsultieren. Die Haarentfernung wird mit einem Laser durchgeführt, wobei das Muttermal abgedeckt und geschützt bleibt. Die umliegenden Haare können jedoch effektiv und sicher entfernt werden.
Wenn man Hexenhaare vollständig loswerden will, lohnt sich der Besuch einer Kosmetikerin, die die Haarwurzel mit einem Laser nachhaltig zerstört. Der Laser fokussiert sich auf die Haarfollikel an der Wurzel und zerstört diese auf sanfte Weise durch die entstehende Hitze.
Wenn Ihnen auffällt, dass sich in Ihrem Gesicht immer mehr Hexenhaare ansiedeln, sollten Sie darüber mit einem Arzt sprechen. Hierbei lohnt sich neben dem Gang zum Hautarzt durchaus auch das Gespräch mit einem Gynäkologen. Denn hinter dem übermäßigen Haarwuchs könnte sich eine behandlungsbedürftige Hormonstörung verbergen. Via Bluttest lässt sich schnell herausfinden, ob ein starkes Ungleichgewicht in ihrem Hormonhaushalt vorliegt.
Auf meiner Ratgeberseite über Muttermale kannst du mehr zu diesem Thema lesen. Zum Beispiel über die ABCDE-Methode, die es dir erlaubt, atypische Muttermale zu überprüfen.
Vereinbaren Sie jetzt einen persönlichen Beratungstermin bei ad new cosmetics und erfahren Sie, wie Sie störende Haare sanft und dauerhaft entfernen lassen können. " Als erfahrene Expertin für dauerhafte Haarentfernung verbindet Alexandra Steiger über 22 Jahre Fachwissen mit modernster Technologie.
Haare aus Muttermalen sind meist völlig normal und harmlos. Wer sich an ihnen stört, kann sie sicher entfernen - im Idealfall in einem professionellen Institut, das sowohl ästhetische als auch medizinische Aspekte berücksichtigt.
Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Punkte zusammenfasst:
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Ursache für Haarwuchs | Haarfollikel in Pigmentzellenansammlungen |
| Gefährlichkeit | In der Regel harmlos, aber Veränderungen beobachten |
| Zupfen | Nicht empfohlen, kann Entzündungen verursachen |
| Sichere Entfernung | Schneiden mit steriler Schere, professionelle Haarentfernung |
| Dauerhafte Entfernung | Chirurgische Entfernung, Laser (unter Aufsicht) |
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