Männer mit Glatze: Attraktivität und Wahrnehmung im Fokus von Studien

Das Thema Männer mit Glatze ist in unserer Gesellschaft häufig Gegenstand von Diskussionen. Während einige Menschen einen kahlen Kopf als besonders attraktiv und anziehend empfinden, bevorzugen andere das Bild eines Mannes mit voller Haarpracht. Viele Männer leiden unter einer beginnenden und dann weiter fortschreitenden Glatzenbildung.

Häufig beginnt der Haarverlust mit der Entstehung von Geheimratsecken in den jungen Jahren. Betroffene junge Männer fühlen sich in ihrer Männlichkeit eingeschränkt und weniger attraktiv. Ihr Selbstbewusstsein schwindet, und sie haben oft das Gefühl, dass der Haarausfall mit dem fortschreitenden Alter zusammenhängt. Der Verlust von Kopfhaar kann für viele Männer eine große Belastung darstellen und sich massiv auf das tägliche und soziale Leben auswirken.

Laut einer Studie der Dr. Wolff-Gruppe wirkt sich der Haarschwund besonders bei jungen Heranwachsenden negativ auf die Psyche aus. Diese psychologischen Auswirkungen zeigen, wie stark das Selbstbild von Männern mit dem Zustand ihrer Haare verknüpft ist. Viele Männer haben kein Problem damit, dass ihnen die Haare ausfallen. Sie fühlen sich damit sogar interessanter und maskuliner. Andere hingegen hadern mit ihrem Schicksal, ziehen sich zurück und sind unglücklich über den Verlust ihrer Haarpracht.

In diesem Artikel analysieren wir, wie Männer mit Glatze wirken und welche sozialen und psychologischen Auswirkungen die Glatze auf ihr Selbstbild haben kann. Darüber hinaus bieten wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene, die sich nicht mit ihrer Glatze abfinden möchten.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wahrnehmung von Männern mit Glatze

Bis in die Neunzigerjahre hinein wiesen Studien darauf hin, dass glatzköpfige Männer auch genauso wahrgenommen werden (Clinical Dermatology: Moerman, 1988). Probanden bewerteten Männer mit Glatze auf Fotos beispielsweise als älter und weniger begehrenswert als gleichaltrige, ähnlich aussehende Herren mit vollem Haar (Journal of Applied Social Psychology: Cash, 1990). Inzwischen ist klar: Ganz so einfach ist es nicht. Nachgewiesen ist lediglich, dass Männer mit Glatze älter wirken.

Zwei US-amerikanische Forscher wollen sogar belegt haben, dass Männer mit Glatze als weise, reif und sanft wahrgenommen werden (Ethology and Sociobiology: Muscarella und Cunningham, 1996). Die Halbglatze oder Glatze ist ein Zeichen von sozialer Reife und von Fürsorglichkeit. Eindeutig sind diese Hinweise nicht. Denn manchmal werden kahle Männer auch anders wahrgenommen, etwa wenn sie sich bewusst die Haare abrasieren.

Sie werden mächtiger, männlicher, stärker und größer eingeschätzt als ihre behaarten Kollegen. Die eher dürftige Studiengrundlage hierfür: Fotos von vier Männern, jeweils einmal mit ihrem natürlichen Haar und einmal per Software kahl geschoren, die von 344 Probanden beurteilt wurden. Die Glatzenträger erschienen ihnen im Durchschnitt mehr als zwei Zentimeter größer und deutlich stärker.

Die Probanden trauten ihnen zu, an der Hantelbank über zehn Kilo mehr zu stemmen (Social Psychological and Personality Science: Mannes, 2012). Laut Albert Mannes, der die Studie durchgeführt hat, ist es wichtig, dass das soziale Umfeld die Glatze als eigene Entscheidung wahrnimmt. Ihr Träger grenzt sich von der sozialen Norm ab.

Bereits 2012 wurde der Attraktivitätsfaktor von Männern mit Glatze unter dem Thema „Shorn Scalps and Perception of Male Dominance“ (Rasierte Köpfe und die Wahrnehmung männlicher Dominanz) untersucht. Auch damals war das Ergebnis eindeutig: Glatzenträger gelten als dominanter, größer und stärker. Diesen Männern wird oft ein höherer Erfolgsfaktor und mehr Respekt zugesprochen.

Männer, die verzweifelt an den letzten eigenen Haaren festhalten und eine Halbglatze tragen, wurden hingegen als weniger attraktiv und weniger männlich eingestuft. Eine kahle Stelle in der Mitte oder ein dünner Haarkranz kann das Selbstbild negativ beeinflussen und als unattraktiv wahrgenommen werden.

Für viele junge Männer, die mit dem Gedanken spielen, sich eine Glatze zu schneiden, kann dies eine wichtige Erkenntnis sein. Anstatt sich mit dem fortschreitenden Haarverlust zu quälen, kann der Kahlschlag auf dem Kopf eine selbstbewusste Entscheidung sein. Wie Sie sich entscheiden, hängt letztlich von Ihrem ganz persönlichen Wohlbefinden und Ihrer Selbstwahrnehmung ab. Ob Sie sich dafür entscheiden, eine Glatze zu tragen oder nicht, sollte immer darauf basieren, was Sie glücklich und selbstbewusst macht. Es ist wichtig, dass Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen.

Hollywood und Sport als Vorbilder

Unter einem populärwissenschaftlichen Aspekt kann die Attraktivität von glatzköpfigen Männern relativ einfach, wenn auch vielleicht zu oberflächlich, begründet werden. Dafür muss man nur nach Hollywood oder in die Sportwelt schauen. Schauspieler wie Vin Diesel und Bruce Willis oder Sportler wie Pep Guardiola zeigen, dass Männer mit Glatze oft als besonders selbstbewusst und dominant wahrgenommen werden.

In der Filmindustrie sind viele Männer mit einer Glatze vertreten, die als äußerst attraktiv und erfolgreich wahrgenommen werden. Schauspieler wie Vin Diesel, Bruce Willis und Jason Statham sind prominente Beispiele. Diese glatzköpfigen Schauspieler spielen häufig Actionhelden, die die Welt vor dem Untergang retten, und sind damit in klassischen „Jungs-Filmen“ zu sehen.

Auch im Sport, insbesondere im Fußball, gibt es zahlreiche Beispiele von Männern, die durch ihre Glatze attraktiver und erfolgreicher wirken. Aus der Sicht vieler Frauen sind Männer mit Glatze oft diejenigen, die eine starke Schulter zum Anlehnen bieten. Diese Männer wirken daher sexy und attraktiv. Helden in Filmen, die gegen das Böse kämpfen, werden als stark und erfolgreich wahrgenommen.

Diese Wahrnehmung lässt sich auch wissenschaftlich belegen. Das Ergebnis dieser Studie: Männer mit Glatze wurden nicht nur als intelligenter, sondern auch als attraktiver und dominanter wahrgenommen. In den Augen der meisten Probanden erfordert es nämlich eine gehörige Portion Mut, sich gänzlich von den eigenen Haaren zu trennen und zu seiner Glatze zu stehen.

Behandlungsmöglichkeiten und Alternativen

Dennoch wollen sich viele nicht kahl rasieren, sondern sehen, dass auf ihren Geheimratsecken endlich wieder Haare sprießen. Und dafür nehmen sie vieles in Kauf. Beispielsweise die vermeintlichen Wunderwässerchen aus dem Drogeriemarkt: mit schwarzem Pfeffer, Ginkgo, Aloe Vera, Sanddorn, Koffein und einer Vielzahl mehr angereichert. Die Wirkung des Haartunings ist aber mindestens umstritten. Studien, die den Erfolg bestätigen, werden meist von den Kosmetikherstellern selbst finanziert und auch durchgeführt.

Das Salben der betroffenen Stellen hat übrigens eine lange Tradition. Schon die alten Ägypter empfahlen für kahle Stellen eine Kur aus den gezupften Stacheln eines Igels, eingelegt in einer Mischung aus Honig, Alabaster und rotem Ocker. So beschreibt es Kerry Segrave in seinem Buch Baldness. A Social History. Und vielleicht hatten auch die alten Ägypter schon verstanden: Aus den verzweifelten Blicken, die kahle Männer in den Spiegel werfen, lässt sich ein Geschäft machen. Heute fließen jedes Jahr Millionen in den Wunsch nach vollem Haupthaar.

Eines der meistverkauften Mittel ist Minoxidil, das für drei Monate 50 Euro kostet. Eine Haartransplantation bietet hierbei eine der besten und effektivsten Lösungen. Bei diesem Verfahren werden gesunde Haarfollikel aus dem Spenderbereich entnommen und in die kahlen Stellen verpflanzt.

Neben der Haartransplantation gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten, die den Haarwuchs fördern und den Haarverlust reduzieren können. Methoden wie Minoxidil oder PRP-Behandlungen (Plättchenreiches Plasma) können das Haarwachstum anregen und die Haarwurzeln stärken.

Neben der Eigenhaarverpflanzung gibt es noch alternative Behandlungsmöglichkeiten, wie zB. die Haarpigmentierung oder eine PRP Behandlung. Bei einer Haarpigmentierung werden kleine Farbpartikel in die Haut implantiert. Sie erzeugen den Anschein eines dichten Haarbilds und eignen sich wunderbar für kurze, als auch für lange Frisuren. Die PRP Behandlung sorgt dafür, dass Ihr Haar revitalisiert wird. Mittels körpereigenem Blutplasma, wird ein vitaminreiches Serum produziert, welches das Wachstum und die Gesundheit der Haarfollikel fördert.

Die Entscheidung, ob Sie Ihre Glatze behalten oder Maßnahmen gegen den Haarausfall ergreifen, sollte immer in Ihrem eigenen Interesse und Wohlbefinden getroffen werden.

Tinder-Experiment: Glatze vs. Haarpracht

Das Gesundheitsportal „My Spring“ hat mal einen anderen, eher unwissenschaftlichen, aber nicht minder interessanten Ansatz gewählt, um herauszufinden, wie anziehend so ein Glatzenmann ist: Man hat für Christian zwei Profile auf Tinder erstellt - alles bis ins Detail gleich, bis auf die Fotos. Die zeigen den einen Christian mit dunklem, vollem Haar, den anderen mit Glatze. Christian hat zehn Tage lang täglich hundert Frauen allen Alters nach rechts gewischt, also insgesamt 1000 Frauen positiv bewertet. Er selbst gab sich als 29 Jahre alter Marketing-Berater mit Wohnorten in Hamburg und München aus.

Das Ergebnis: Bei Christian mit Glatze haben von tausend potenziell möglichen Matches gerade mal dreißig Frauen ebenfalls nach rechts gewischt - beim Christian mit Haaren immerhin 254. Glatzen-Christian hat sechs Nachrichten bekommen, der haarige 19. Ein ziemlich eindeutiges Ergebnis also - ziemlich wenig Flirterfolg für den Single mit Glatze im Vergleich zu seinem Doppelgänger mit Frisur.

Es gibt allerdings Trost, zumindest für homosexuelle Männer: Man hat denselben Versuch nämlich auch mit einem Christian durchgeführt, der sich auch für Männer interessierte. Und da sahen die Vorlieben schon wieder ganz anders aus - Christian mit Glatze hatte 335 Matches und bekam 75 Direktnachrichten. Der mit Haaren hatte nur 140 Matches mit Männern und bekam 52 Nachrichten.

Profiltyp Anzahl Matches (Frauen) Anzahl Nachrichten (Frauen) Anzahl Matches (Männer) Anzahl Nachrichten (Männer)
Christian mit Glatze 30 6 335 75
Christian mit Haaren 254 19 140 52

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Psychologische Aspekte und Selbstwahrnehmung

Wissenschaftler sind sich einig: früher oder später werden so gut wie alle Männer von einer Glatze betroffen sein. Die Dermatologin Natalie Garcia Bartels (Hautklinik der Charité in Berlin) berichtete, dass nahezu 80 Prozent aller Männer bis zum 80. Meist handelt es sich hierbei um genetisch bedingten Haarausfall, die sogenannte Androgenetische Alopezie. Die Ursache liegt hierbei in der Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber der männlichen Geschlechtshormone.

Es ist doch ganz klar bewiesen, dass z.B. bei Arbeitslosigkeit ein Bewerbungsfoto häufig ganz entscheidend dafür ist, ob man sich gegen seine Konkurrenten durchsetzen kann oder man aussortiert wird. Auch Der Zustand der Zähne spielt da auch eine sehr grosse Rolle! Die selben Kriterien sind doch auch eminent wichtig bei der Partnersuche z.B. nach der angesprochenen Scheidung.

Auch wenn man sich mit seiner AGA persönlich abgefunden hat, wird man doch ständig, ja oft täglich mit diesem groben Manko durch negative und dumme Reaktion anderer konfrontiert! Nicht umsonst leiden schon Kinder und Jugendliche an starken Neurosen und Komplexen, wenn sie äußerlich "wenig ansehnlich" sind.

Die Einstellung des Mannes wirkt sich direkt zu seinem eigenen Aussehen auf die Haltung der Frau aus, wie man sich selbst sieht und über sein Aussehen denkt. Häufiger betrachten die Frauen neben dem Mangel an Haaren andere Aspekte des Charakters und der Persönlichkeit des Mannes und reagieren darauf entsprechend. Sie streben nicht nur nach Aussehen, sondern auch nach Persönlichkeit und allgemeiner Attraktivität einer Person.

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