Elektrische Haare, ein Problem, das viele kennen, besonders in den kalten Wintermonaten. Es scheint, als hätte man in eine Steckdose gefasst - die Haare stehen in alle Richtungen ab und sind statisch aufgeladen. Aber warum ist das so, und was kann man dagegen tun? In diesem Artikel werden wir die Ursachen für fliegende Haare untersuchen und Ihnen effektive Tipps und Produkte vorstellen, mit denen Sie dieses Problem in den Griff bekommen können.
Elektrische Haare lassen sich physikalisch erklären. Bei Reibung, zum Beispiel durch Kämmen oder dem Abnehmen einer Mütze, entstehen negativ geladene Elektronen, sodass das Haar positiv geladen wird. Es kommt zu einem Ungleichgewicht, in dessen Folge die Haare in den Flugmodus gehen. Unser Haar ist aber ebenfalls positiv geladen und Plus und Plus stößt sich ab - der Effekt der elektrischen Haare ist da.
Um elektrischen Haaren und auch Frizz entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Tipps und Produkte. Die richtige Pflege hilft bereits, der statischen Aufladung vorzubeugen.
Besonders im Winter ist eine reichhaltige und feuchtigkeitsspendende Haarpflege wichtig. Shampoos mit Rotalgen-Extrakt oder Moringa bieten sich hier an. Außerdem gehört im Winter Conditioner zu den Must-Dos bei der Haarwäsche. Strapazierte und wintermüde Haare freuen sich einmal in der Woche über eine Pflege-Kur. Bei fliegenden Haaren ist ein Pflege-Öl als Finish optimal.
Die Übeltäter im Kampf gegen fliegende Haare sind Kämme und Bürsten aus Plastik. Die Reibung mit den Plastik-Borsten sorgt direkt für elektrostatisch aufgeladene und abstehende Haare. Besser greifen Sie zu einem Kamm aus Holz mit breiten Zinken. Die Reibung ist geringer und Holz sorgt als Naturmaterial auch nicht für eine elektrostatische Aufladung. Den gleichen Effekt erzielen Sie mit einer Bürste mit Wildschweinborsten. Wenn Sie sich allerdings nicht von ihrer Lieblings (Plastik-) Bürste trennen möchten, können Sie sich mit einem kleinen Trick helfen: Die Borsten durch ein Kosmetik- oder Taschentuch stechen und die Haare vorsichtig bürsten. Der Zellstoff neutralisiert die elektrische Ladung und somit fliegende Haare.
Auch die Kleidung spielt eine Rolle. Kleidung aus Kunstfasern wie Polyester, Nylon oder Polyamid beschleunigen die statische Aufladung der Haare. Natürliche Fasern wie Baumwolle, Seide oder Leinen sorgen für etwas mehr Ordnung auf dem Kopf. Und sogar Gummisohlen bei Sneakers und anderen Schuhen können für elektrische Haare sorgen: Durch die Reibung der Gummisohlen auf dem Untergrund wird der Körper elektrisch aufgeladen und gibt es direkt an die Haare weiter.
Zusätzlich sorgt die trockene Heizungsluft im Winter für den Struwwelpeter Look: Umso trockener die Luft, desto mehr Elektrizität sammelt sich in den Haaren an. Die eher feuchte Luft im Frühjahr oder Sommer kann die elektrische Ladung viel besser ableiten.
Stehen ihre Haare zu Berge, hilft ein bisschen Handcreme. Verteilen Sie eine haselnussgroße Menge in den Handflächen und streichen Sie damit über das krause Haar. Wenn Sie keine Handcreme zur Hand haben, tun es auch feuchte Hände. Einfach mit etwas Abstand an den abstehenden Haaren vorbei streichen - schon liegt wieder alles. So bändigen sie übrigens auch schnell die sogenannte Babyhaare.
Fliegende Haare sind nicht gleich Frizz, auch wenn unsere Produktempfehlungen oberflächlich gegen beides helfen. Hier liegt der Unterschied:
Wenn Sie auf Nummer sicher gegen fliegende Haare gehen wollen, können Sie ihre Kleidung zusätzlich mit einem Antistatik Spray einsprühen.
| Problem | Lösung |
|---|---|
| Trockene Haare | Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Conditioner, Haarkuren, Haaröle |
| Statische Aufladung durch Bürsten | Bürsten mit Naturborsten oder Holz verwenden |
| Trockene Luft | Luftbefeuchter verwenden, feuchte Hände über die Haare streichen |
| Kleidung aus Kunstfasern | Kleidung aus Naturfasern tragen |
| Styling mit Hitze | Hitzeschutz verwenden, Föhnen vermeiden |
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