Ihre Frisur sagt mehr über Sie aus, als Sie vielleicht denken. Ob Pixie, Longbob oder lange Wallemähne - Frisuren sind so individuell wie ihre Trägerinnen selbst. Doch warum hat sich eingebürgert, dass lange Haare typisch für Frauen sind, während Männer eher kurze Haare tragen? Dieser Frage gehen wir hier auf den Grund.
Haare dienen der Selbstinszenierung und haben eine hohe Bedeutung nach außen und nach innen. Wir setzen sie ein, um unser Selbstbild zu befriedigen und Eindruck zu schinden. Eine volle und gesunde Haarpracht gilt in vielen Kulturen als Symbol für Gesundheit und Attraktivität.
Psychologin Lisa Voigt bestätigt: „Es gilt immer noch als typisch weiblich, lange Haare zu haben. Einige Frauen sehen sich womöglich in ihrer Weiblichkeit regelrecht beschnitten, fühlen sich dadurch weniger attraktiv und begehrenswert.“ Lange Haare stehen für Jugend und Stärke. Wenn dann Strähne um Strähne abgeschnitten wird, kann sich das negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken.
Was sagt die Haarlänge über die Persönlichkeit einer Frau aus?
Frauen mit Kurzhaarfrisuren lieben es praktisch.
Früher waren Männer oft im Kriegseinsatz, wo kurze Haare hygienischer waren, da sich Läuse und Flöhe in Massenunterkünften schnell ausbreiten konnten. In Armee und Gefängnis wurde das Haar geschoren. Lange Haare könnten beim Kampf stören oder man könnte an ihnen gepackt werden. Kurze Haare wirkten also männlich, und Frauen grenzten sich ab, indem sie lange Haare trugen.
Schon in der Bibel findet sich die Unterscheidung: "Lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für den Mann eine Schande, für die Frau aber eine Ehre ist, lange Haare zu tragen?" (1. Korinther 11:14-15).
Mit einer Haarfarbe setzen Frauen sich in Szene und erregen Aufmerksamkeit. Die Beurteilung von Haarfarben ist oft gegensätzlich und hängt vom persönlichen Geschmack ab. Die kulturellen Gegebenheiten spielen ebenfalls eine Rolle. So werden blonde Frauen in einem Land mit überwiegend dunkelhaarigen Frauen anders wahrgenommen als in Skandinavien.
Reinhold Bergler erklärt:
Unter Hirsutismus versteht man einen sehr starken Haarwuchs bei Frauen, der eher dem männlichen Behaarungsmuster entspricht. Charakteristisch sind etwa ein „Damenbart“ oder Haare an Brust und Rücken.
Frauen mit Hirsutismus haben meist mehr männliche Geschlechtshormone im Körper als Frauen ohne Hirsutismus. Die häufigste Ursache ist das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), eine Hormonstörung der Eierstöcke.
Unerwünschte Haare lassen sich kosmetisch entfernen, wie durch Rasieren oder mit Licht (Photoepilation). Auch eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich, dies dauert aber eine längere Zeit. Hormonelle Verhütungsmittel können die Menge männlicher Geschlechtshormone im Körper senken.
Methoden zur Haarentfernung bei Hirsutismus:
| Methode | Beschreibung | Hinweise |
|---|---|---|
| Blondierungscremes | Aufhellen der Haare | Kann Hautreizungen verursachen |
| Enthaarungscremes | Chemische Entfernung der Haare | Kann Hautreizungen verursachen |
| Rasieren | Kurzfristige Entfernung der Haare | Einfach, aber Haare wachsen schnell nach |
| Wachsen | Entfernung der Haare mit Wurzel | Schmerzhaft, aber längere Wirkung |
| Photoepilation | Zerstörung der Haarfollikel durch Licht | Dauerhafte Haarentfernung, mehrere Sitzungen notwendig |
| Elektrolyse | Zerstörung der Haarfollikel durch Strom | Dauerhafte Haarentfernung, zeitaufwendig |
Ob platinblond oder schokobraun, ob Pixie-Cut oder Wellen - es kann das Selbstbewusstsein stärken, wenn das Äußere dem eigenen Wesen entspricht und man sich dadurch rundum wohl und ausgeglichen fühlt. Es ist wichtig, dass Frauen bei Frisurveränderungen mitentscheiden können, welche Frisur zu ihrer Persönlichkeit passt.
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