Sahra Wagenknecht, eine prominente Figur in der deutschen Politik, polarisiert mit ihren Ansichten und ihrem unverwechselbaren Stil. Doch wer ist die Frau hinter der markanten Frisur und den pointierten Aussagen? Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte ihres Lebens, von ihrer politischen Karriere über ihr Privatleben bis hin zur öffentlichen Wahrnehmung ihrer Person.
Sahra Wagenknecht wurde am 16. Juli 1969 in Jena geboren. Sie wuchs zunächst bei ihren Großeltern auf und später mit ihrer Mutter in Ost-Berlin. Ihren iranischen Vater verlor sie früh. Wagenknecht war ein verschlossenes Kind, das sich bereits mit vier Jahren selbst das Lesen beibrachte. Trotz ihres sehr guten Abiturs durfte sie zunächst nicht studieren.
Erst nach der Wende begann sie ein Studium der Philosophie und Neueren Deutschen Literatur in Jena, Berlin und Groningen. Wagenknecht ist hochbegabt und las als junge Frau die Werke von Marx, Hegel und Goethe - bis zu 15 Stunden am Tag.
Wagenknecht begann ihre politische Laufbahn in der PDS, aus der später die Linkspartei hervorging. Sie war von 2004 bis 2009 Mitglied des Europaparlaments und zog 2009 in den Deutschen Bundestag ein. Dort profilierte sie sich als wirtschaftspolitische Sprecherin und Fraktionsvorsitzende.
Im Herbst 2023 kam es zum Bruch mit der Linkspartei. Wagenknecht verließ gemeinsam mit neun weiteren Abgeordneten die Partei und gründete das "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW), welches bei der Europawahl und den ostdeutschen Landtagswahlen 2024 antrat.
Das BSW will laut der "Bundeszentrale für politische Bildung" eine eher linke Wirtschafts- und Sozialpolitik. Es vertritt gesellschaftspolitisch aber konservative Werte. Die Partei spricht sich etwa für die Beschränkung von Zuwanderung aus. Kritiker:innen werfen dem BSW vor, auf Linie mit der russischen Propaganda zu sein.
Wagenknecht selbst sieht ihre Partei als "seriöse Adresse" für all jene, die "aus Wut oder Verzweiflung" die AfD wählen, "aber eben nicht, weil sie rechts" seien. Das BSW soll also die Alternative zur Alternative sein. Sprich, AfD-Wählende sind beim BSW herzlich willkommen - obwohl sich die Partei darum bemüht, sich stets von der AfD abzugrenzen.
Sahra Wagenknecht war zweimal verheiratet. Von 1997 bis 2013 war sie mit Ralph T. Niemeyer verheiratet. Seit 2014 ist sie mit dem früheren SPD- und anschließend Linken-Politiker Oskar Lafontaine verheiratet. Gemeinsam leben sie in Merzig im Saarland.
Die Ehe mit Oskar Lafontaine und ihr berufliches Dasein scheinen die Politikerin zu erfüllen - nur eines fehlt: ein Kind. "Irgendwann war es leider zu spät. Und vorher ging es mir wie vermutlich vielen Frauen, die im Beruf sehr eingespannt sind: Man denkt, man hat noch viel Zeit."
Das Ehepaar liebt gutes Essen und Fahrradtouren, die über hundert Kilometer lang sein können. „Durch die Weinberge zu radeln oder an der Saarschleife und der Mosel, das ist wunderschön“, schwärmte Wagenknecht ungewohnt emotional.
Sahra Wagenknecht fällt durch ihr schlichtes, aber betontes Erscheinungsbild auf. Ihr Stil erinnert an die berühmte Sozialistin Rosa Luxemburg, was aber Zufall sein soll.
Wagenknecht hat keine Lust mehr darauf, dass sich jemand über ihre Kleidung oder ihre Frisur auslässt. Sie wolle nach ihrer Politik bewertet werden, nicht nach dem Äußeren, sagte sie in einem Interview.
Seitdem sie 17 ist, trägt Sahra Wagenknecht die immer gleiche Frisur. Die zurückgesteckten Haare sind zum Markenzeichen geworden: "Ich wollte immer gern Locken, aber ich hatte keine."
Gegenüber der faz verriet sie, warum sie ihre schwarzen Haare nie offen trägt: „Weil ich mich dann mehrmals am Tag neu föhnen müsste […] im Politalltag finde ich es viel zu mühsam, mir morgens auch noch eine aufwendige Frisur zu föhnen - wo man eh so wenig Schlaf hat.“ Ihre markante Hochsteckfrisur trägt sie seit ihrem 16. Lebensjahr. „Aus dem Zopfalter war ich irgendwann raus, und dann hatte ich die Idee, einen französischen Zopf zu flechten und ihn hinten hochzuziehen“, erklärt die Politikerin im Interview.
Immer wieder Thema waren in der Vergangenheit auch ihre schönen Beine. So titelte der Merkur 2011 etwas kitschig: „Im kurzen, schwarzen Kleid, die 42-Jährige lässig auf den Treppenstufen und gibt den Blick frei auf ihre schönen Beine - sie scheint von innen zu strahlen. So glücklich und entspannt lächeln kann nur eine verliebte Frau.“
Wagenknechts politische Haltung ist rigoros. Immer wieder fordert Wagenknecht mehr soziale Gerechtigkeit. Ihre Meinungen, insbesondere zum Ukraine-Krieg und zur Migrationspolitik, sind jedoch umstritten und haben ihr Kritik eingebracht. Einige werfen ihr vor, auf Linie mit der russischen Propaganda zu sein.
Immer wieder ein beliebtes Thema ist Wagenknechts akkurat sitzende Frisur. Gegenüber der faz verriet sie, warum sie ihre schwarzen Haare nie offen trägt: „Weil ich mich dann mehrmals am Tag neu föhnen müsste […] im Politalltag finde ich es viel zu mühsam, mir morgens auch noch eine aufwendige Frisur zu föhnen - wo man eh so wenig Schlaf hat.“ Ihre markante Hochsteckfrisur trägt sie seit ihrem 16. Lebensjahr. „Aus dem Zopfalter war ich irgendwann raus, und dann hatte ich die Idee, einen französischen Zopf zu flechten und ihn hinten hochzuziehen“, erklärt die Politikerin im Interview.
Im selben Jahr kam eine weitere, bizarre Debatte auf: Dürfen Links-Politiker Porsche fahren? „Ich habe keinen Führerschein und stehe deshalb nicht in der Versuchung, mir einen zu kaufen. Aber ich fand die Debatte absurd. Darf ein Linker Porsche fahren? Oder wie bei mir: Darf eine Linke Hummer essen?“, fragt Wagenknecht in der Morgenpost und schiebt eine Antwort gleich hinterher:
| Thema | Sahra Wagenknecht |
|---|---|
| Porsche | "Ich habe keinen Führerschein und stehe deshalb nicht in der Versuchung, mir einen zu kaufen." |
| Hummer essen | "Inakzeptabel ist es, wenn ein Linker Hummer isst oder Porsche fährt und das Geld dafür dadurch erwirbt, dass er seine Überzeugungen verkauft." |
„Inakzeptabel ist es, wenn ein Linker Hummer isst oder Porsche fährt und das Geld dafür dadurch erwirbt. Etwa, weil er sich von der Finanzlobby aushalten lässt wie Riester oder von Energiekonzernen wie Schröder und Fischer.“
tags: #Wagenknecht #Frisuren
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