Achseln, Beine und Intimbereich - das sind die Körperstellen, an denen die meisten Menschen keine Haare haben möchten. Rund 80 Prozent der Erwachsenen in Deutschland gehen gegen den Wildwuchs vor, Frauen häufiger als Männer. Ältere Menschen über 50 Jahre lassen ihre Körperhaare deutlich öfter stehen als die jüngeren.
Wer Wert auf eine regelmäßige Haarentfernung legt, kennt das: Rasieren ist zwar praktisch, führt aber nur kurzfristig zum Ziel. Die Haare werden nämlich nur an der Hautoberfläche abgetrennt - nach drei Tagen melden sich bereits die ersten Stoppeln wieder. Supernervig. Um langfristig Ruhe zu haben, ist Waxing eine effektive Methode.
Was die Wax-Behandlung so effektiv macht: Beim Wachsen wird (ähnlich einer Epilation) die komplette Haarwurzel entfernt. Das Ergebnis sind keine nervigen Härchen für die nächsten Wochen und glatte Haut.
Es gibt kaum eine Stelle am Körper, an der nicht gezupft, epiliert, rasiert, gecremt oder gewachst wird. Je nachdem, ob es um die Haarentfernung für Gesicht, Achseln, Beine, Intimzone oder andere Regionen geht, sind die verschiedenen Methoden mal mehr, mal weniger gut geeignet. Neben der besten Lösung für jede Körperregion spielen die Nachhaltigkeit der Behandlung, die Anwendung und viele weitere Faktoren eine Rolle.
Frauen und Männer greifen meist zum Nassrasierer, um Körperhaare zu entfernen. Ein Rasierer kappt das Haar an der Hautoberfläche. Das ist praktisch, eine Rasur hält aber nicht lange an. Nach ein bis drei Tagen wachsen wieder Stoppeln nach.
Vorteil des Rasierens unter den Achseln: Es hilft prinzipiell den Schweißgeruch zu verringern. Denn Schweiß kann schneller abfließen und Bakterien, die den Geruch verursachen, können sich nicht in den Haaren einnisten.
Auftragen, einwirken, abspülen: Mit Enthaarungscremes ist weiche Haut mit fein nachwachsenden Haaren nach kurzer Wirkungszeit ohne Schmerzen möglich. Inhaltsstoffe auf Schwefelbasis lösen die Keratinstruktur der Haare auf und entfernen diese bis zu einem Millimeter unter der Hautoberfläche. Das Ergebnis hält zwar ein paar Tage länger „hairfree“ als eine Rasur, jedoch können die Wirkstoffe empfindliche Haut reizen.
Stiftung Warentest hat 6 Enthaarungscremes getestet und die Veet 3 min. Haarentfernungs-Creme zum Testsieger erklärt, gefolgt von Rilanja Body Enthaarungscreme und Snä Epil Enthaarungscreme.
Während sich beim Gedanken an einen Epilierer bei vielen schon die Härchen aufstellen, ist er für andere der Garant für länger haarfreie Haut. Bei dieser Methode zupfen rotierende Pinzetten die Haare mit der Wurzel aus und bieten Stoppelfreiheit für bis zu vier Wochen.
Für bis zu vier Wochen zarte Haut bieten Wachse die besten Chancen. Die Haare werden sowohl bei Zuckerpaste, Kaltwachsstreifen als auch Warmwachs mit der Wurzel ausgerissen, jedoch anders als beim Epilierer mit nur einem Ruck. Auf diese Weise wird das unangenehme Ziepen verkürzt. Die Methode bietet zudem den Vorteil feiner und weniger dicht nachwachsender Härchen.
Da mit Wachs auch die Haarwurzeln entfernt werden, ist die Behandlung nicht vollkommen schmerzfrei. Mit Wachs reißen Mutige Haare an der Wurzel heraus. Der Lohn: bis zu einen Monat Haarfreiheit.
Geht es um die Effektivität, ist Warmwachs wärmstens zu empfehlen. Für die Anwendung werden Hartwachse erhitzt und auf den Körperstellen aufgetragen, die von Haaren befreit werden sollen. Prinzipiell eignen sich die Haarhelfer für den Körper, beispielweise an den Beinen, Achseln, Armen oder im Intimbereich, aber auch für die Gesichtsenthaarung bei Damenbart oder verlängerten Koteletten. Warmwachs ist besonders hautfreundlicher.
Tipp: Sonnenbäder, Cremes, Parfüm oder Seifen können frisch enthaarte Haut reizen.
| Modell | Inhalt | Preis pro kg / l | Anwendung mit Streifen | Lieferzeit |
|---|---|---|---|---|
| Lifestance Waxing Set | 400 g | ca. 87,48 € pro kg | nicht notwendig | Sofort lieferbar |
| Anruz Waxing Set | 500 g | ca. 67,98 € pro kg | nicht erforderlich | Sofort lieferbar |
| Veet Warmwachs-Set | 400 g | ca. 64,98 € pro kg | nicht erforderlich | Sofort lieferbar |
| Pink Cosmetics Wachsperle | 800 g | ca. 43,63 € pro l | nicht erforderlich | Sofort lieferbar |
| Tress Wellness Wachswärmer Set | 100 g | ca. 379,50 € pro kg | nicht notwendig | Sofort lieferbar |
Kaltwachsstreifen gehören zu den beliebtesten Methoden, um unerwünschte Haare schnell und einfach zu entfernen. Sie sind in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich und eignen sich für die Entfernung von Haaren an verschiedenen Körperstellen.
Eine Sonderform des Warmwachses stellt das sogenannte Sugaring mit Zuckerpaste dar. Im Gegensatz zu den meisten Produkten auf Basis von Hartwachsen ist in der Regel keine Abziehhilfe nötig, da die Produkte nach dem Erkalten in der Flickingtechnik am Rand gegriffen werden können. Ein weiterer Unterschied ist das Abziehen in Haarwuchsrichtung.
Benötigt werden jeweils ¼ Tasse Wasser und frischer Zitronensaft sowie zwei Tassen Zucker, eine Prise Salz und ein Tropfen Duftöl nach Belieben. Die Masse kann umgefüllt und auf Zimmertemperatur abgekühlt werden. Zum Gebrauch muss sie erneut auf etwa 30 Grad erhitzt und dann ordentlich geknetet werden.
Wer lange Ruhe haben will, kann über eine dauerhafte Haarentfernung mit Laser oder Blitzlampe (IPL, Intense Pulsed Light) nachdenken - im Studio oder beim Dermatologen. Inzwischen gibt es auch Heimgeräte auf dem Markt.
Risiken kennen: Lichtimpulse von Heimgeräten sind zwar geringer als die von professionellen Apparaten im Studio oder beim Dermatologen, doch bei unvorsichtiger oder unsachgemäßer Nutzung drohen Verbrennungen und Hautverfärbungen.
Jede Form des Haarentfernens stresst die Haut. Sie braucht danach eine beruhigende Pflege, etwa durch milde, feuchtigkeitsspendende Lotionen. Von besonders fettreichen Cremes ist dagegen abzuraten - sie können die bakterielle Besiedlung der Haut verschlechtern. Denn beim Rasieren kommt es zu kleinsten Verletzungen auf der Haut, in denen sich Bakterien ansiedeln können.
Vorbeugen lässt sich mit einem Hautpeeling, um eine Verstopfung der Poren zu verhindern. Aber Vorsicht: Nicht direkt peelen, bevor Sie Haare entfernen - lieber ein bis zwei Tage vorher.
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