Juckreiz und Schuppen können Anzeichen für verschiedene Krankheiten bei Hunden sein. Eine häufige Ursache hierfür ist der Befall mit Milben, insbesondere Raubmilben. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte des Milbenbefalls beim Hund, einschließlich der Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und vorbeugenden Maßnahmen.
Raubmilben (Cheyletiellen) sind im Vergleich zu anderen Milbenarten relativ groß und messen knapp 0,2 bis 0,5 Millimeter. Sie werden auch als "wandernde Schuppen" bezeichnet. Obwohl das Auftreten von Cheyletiella bei Hunden seltener geworden ist, sollten Hundebesitzer über diese Parasitenart informiert sein.
Hunde können sich durch direkten oder indirekten Kontakt mit Raubmilben anstecken. Eine indirekte Ansteckung ist auch nach Wochen noch möglich. Besonders häufig treten Raubmilben dort auf, wo viele Hunde zusammenkommen.
Cheyletiellen befallen nicht jede Körperstelle von Hunden, sondern vorwiegend die sogenannten Prädilektionsstellen. Halter von Hunden, die von Raubmilben geplagt sind, können sich ebenfalls anstecken. Anzeichen für einen Raubmilbenbefall beim Menschen sind unter anderem Hautreizungen und starker Juckreiz.
Ihr Tierarzt kann in der Regel schnell feststellen, ob Ihr Hund Raubmilben hat.
Bestimmte Antiparasitika (Milbenmittel) sind zur Bekämpfung der Raubmilben geeignet. Nach der Behandlung mit dem geeigneten Mittel untersucht Ihr Tierarzt Ihren Hund erneut, um den Erfolg der Therapie zu überprüfen.
Von Vorteil ist es, wenn Sie im Rahmen der Therapie für Ihren Hund auch Ihre Wohnung mit entsprechenden Parasitenmitteln behandeln. Sie sollten zudem Decken und Kissen sicherheitshalber bei über 60 Grad Celsius waschen oder einige Zeit einfrieren.
Um die von Milben ausgelösten Hautprobleme zu lindern, können spezielle Shampoos eingesetzt werden. Ein Beispiel hierfür ist das Sebolytic Shampoo (Virbac), welches dazu dient, schuppige Beläge zu lösen und die Haut zu beruhigen. Es wirkt jedoch nicht direkt gegen die Milben selbst.
Ein weiteres Shampoo, das zur unterstützenden Behandlung von bakteriellen und Pilzinfektionen eingesetzt werden kann, ist PYODERM® Shampoo. Es enthält Chlorhexidin, welches keimhemmend wirkt und die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Zudem enthält es SPHERULITES®, ein Kapselsystem, das für eine gleichmäßige Freisetzung der aktiven Substanzen sorgt, sowie Chitosanid, das eine Schutzschicht auf der Haut bildet.
Neben der Behandlung mit Shampoos gibt es weitere Maßnahmen, die zur Unterstützung der Hautgesundheit beitragen können:
Es ist wichtig zu beachten, dass Juckreiz und Hautprobleme auch durch andere Erkrankungen wie die atopische Dermatitis verursacht werden können. Die atopische Dermatitis ist eine allergische Reaktion auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt (Allergene), z.B. durch Hausstaubmilben oder Pollen. Die Symptome sind chronischer Juckreiz, haarlose Stellen, Hautdefekte und Entzündungen. Die Diagnose erfolgt durch Ausschluss anderer Ursachen.
Die atopische Dermatitis ist nicht heilbar, aber mit der richtigen Behandlung lassen sich die Symptome oft gut kontrollieren. Die Behandlung umfasst:
Die beste Möglichkeit, Ihren Hund vor Raubmilben zu schützen, ist eine geeignete Parasitenprophylaxe. Eine gute Hygiene und regelmäßige Reinigung der Umgebung können ebenfalls dazu beitragen, das Risiko eines Milbenbefalls zu reduzieren.
Es ist ratsam, sich von Ihrem Tierarzt beraten zu lassen, um die optimale Behandlung und Prophylaxe für Ihren Hund zu finden. Der Tierarzt kann das klinische Bild der Haut Ihres Hundes beurteilen und die geeigneten Maßnahmen empfehlen.
| Behandlungsmethode | Beschreibung | Hinweise |
|---|---|---|
| Antiparasitika | Milbenmittel zur Bekämpfung von Raubmilben | Vom Tierarzt verschrieben |
| Sebolytic Shampoo | Löst Schuppen und beruhigt die Haut | Wirkt nicht direkt gegen Milben |
| PYODERM® Shampoo | Keimhemmend und feuchtigkeitsspendend, unterstützt die Behandlung von bakteriellen und Pilzinfektionen | Enthält Chlorhexidin und SPHERULITES® |
| Essentielle Fettsäuren | Wirken entzündungshemmend und stärken die Hautbarriere | Nahrungszusätze mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren |
| Allergikerdiät | Ausschlussdiät zur Identifizierung von Futtermittelunverträglichkeiten | Nur nach Absprache mit dem Tierarzt |
| Umgebungsmanagement | Regelmäßiges Staubsaugen, Waschen von Decken und Kissen | Reduziert die Belastung durch Allergene |
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