Viele Menschen streben nach gesünderem und natürlich gepflegtem Haar. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist die "No Poo"-Methode, bei der auf herkömmliche Shampoos verzichtet wird. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung, wie Sie Ihre Haare erfolgreich vom Shampoo entwöhnen können, um Volumen, Glanz und eine gesunde Kopfhaut zu fördern.
Herkömmliche Shampoos enthalten oft synthetische Inhaltsstoffe wie Tenside, Silikone, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Parfum. Diese können die Kopfhaut reizen, Allergien auslösen und dazu führen, dass die Kopfhaut schnell nachfettet.
Ein weiterer Grund für die Shampoo-Entwöhnung ist der Verzicht auf eine Vielzahl von Tensiden, also waschaktiven Substanzen. Viele Menschen vertragen diese nicht, auch nicht in Naturkosmetikprodukten. Sodium Coco Sulfate, also Kokostenside, sind üblicherweise in vielen Naturkosmetik-Shampoos zu finden. In konventionellen Produkten finden sich außerdem noch folgende Tenside, die alle hautreizend oder austrocknend sein können: Sodium Lauryl Sulfat, Ammonium Laureth Sulfat, Ammonium Lauryl Sulfat, Sodium Laureth Sulfat, MIPA-Laureth Sulfat.
Die "No Poo"-Methode zielt darauf ab, die Talgproduktion der Kopfhaut zu regulieren und die natürlichen Öle des Haares zu erhalten.
Es gibt eine Vielzahl natürlicher Alternativen, um die Haare ohne Shampoo zu reinigen:
Die Umstellung auf die "No Poo"-Methode erfordert Geduld und Anpassung. Hier sind einige Schritte, die Ihnen helfen können:
Die Haare mit Natron zu waschen, ist eine von vielen „No Poo“-Möglichkeiten. „No Poo“ steht für „No Shampoo“: Bei dieser Methode wäschst du deine Haare ohne herkömmliches Shampoo, um die darin teilweise problematischen Inhaltsstoffen zu vermeiden.
Löse Natron zum Haarewaschen in Wasser auf. Diese Anleitung gilt für eine Haarwäsche. Alles, was du dafür benötigst: Backnatron und lauwarmes Wasser.
In Wasser gelöstes Natron besitzt einen alkalischen pH-Wert. Die Stärke der alkalischen Lösung hängt vom Mischverhältnis ab und kann bis zu einem pH-Wert von 9 reichen. Deine Kopfhaut ist dagegen leicht sauer, etwa bei einem pH-Wert von 5,5.
Nachdem du die Haare mit Natron gewaschen hast, solltest du unbedingt den Schutz wiederherstellen, indem du den pH-Wert zurück ins Gleichgewicht bringst. Dafür ist eine saure Rinse empfehlenswert. Spüle die saure Rinse nicht aus. Der Essig-Geruch der sauren Rinse verfliegt schnell wieder.
Eine saure Rinse ist nach der Haarwäsche mit Natron empfehlenswert, um den pH-Wert der Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Hier sind einige Optionen:
Auch im Alltag lässt sich die No-Poo-Methode gut integrieren:
Haare waschen mit Mehl kann Talg und Schmutz aus den Haaren entfernen. Besonders gut eignet sich für die Haarwäsche Roggenmehl. Es enthält weniger Gluten als andere Sorten und wird deshalb in Verbindung mit Wasser nicht teigig. Mischen Sie fürs Haarewaschen mit Roggenmehl vier bis fünf Esslöffel feines Roggenmehl mit etwas lauwarmem Wasser.
Massieren Sie die Mischung unter der Dusche in das nasse Haar und spülen Sie es danach wie gewohnt aus, wenn Sie die Haare mit Roggenmehl waschen. Nachteil: Das frische Anrühren der Paste dauert länger als ein fertiges Shampoo zu verwenden.
Haare waschen geht auch mit Heilerde. Diese wird aus Löß, einer Lehmart, gewonnen. Sie wirkt bindend, wodurch sie überschüssigen Talg von der Kopfhaut entfernt.
Um die Haare mit Heilerde zu waschen, vermischen Sie etwa drei Esslöffel Heilerde in Pulverform mit warmem Wasser, bis eine gelartige Masse entsteht. Diese massieren Sie in die Kopfhaut ein und spülen sie anschließend sorgfältig aus. Bei sehr fettigem Haar können Sie die Heilerde 15 bis 20 Minuten einwirken lassen.
Die Natron-Haarwäsche bietet sowohl Vor- als auch Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Einfache und natürliche Methode | Alkalischer pH-Wert kann den natürlichen Hautschutz beeinträchtigen |
| Plastikfrei | Kann bei häufiger Anwendung Haare und Kopfhaut schädigen |
| Effektive Reinigung bei fettigen Haaren | Nicht geeignet für trockenes, gefärbtes oder geschädigtes Haar |
| Eignet sich als Kopfhaut-Peeling | Kann zu statischer Aufladung der Haare führen |
| Tiefenreinigung zur Entfernung von Silikonrückständen | Experimentieren mit Mischungsverhältnissen erforderlich |
Ihre Haarwasch-Routine ist erst dann perfekt, wenn sie optimal zu Ihrem Haartyp, Ihrer Kopfhaut und ihrem Lebensstil passt. Dabei spielen auch die Jahreszeiten sowie Umwelteinflüsse eine wichtige Rolle: Während Ihre Mähne im Sommer jede Menge Feuchtigkeit und zuverlässigen Schutz vor UV-Strahlen benötigt, hilft im Winter eine nährende Pflege gegen trockene Heizungsluft und Kälte.
Ideal sind feuchtigkeitsspendende Shampoos, wie die unserer Elvital Hydra [Hyaluronic] Pure-Serie mit Hyaluronsäure für die Haare und nährende Conditioner. Verwenden Sie Haarpflege, die speziell für coloriertes Haar entwickelt wurde.
Haare und Kopfhaut müssen sich nach jedem Shampoonieren erst wieder regenerieren. Daher ist es wichtig, nicht täglich mit Shampoo zu waschen.
Ein gutes Indiz dafür, wann die nächste Haarwäsche nötig ist:Sobald die Kopfhaut sich fettig oder ölig anfühlt, sollten die Haare, beziehungsweise die Kopfhaut, gereinigt werden.
Das könne bei manchen Menschen nach zwei Tagen sein, bei anderen auch erst nach vier Tagen.
Bei längeren Haaren lohnt es sich laut Weinitschke, die Haare in einem Abwasch zweimal zu waschen. Dabei sollte beim ersten Mal nur die Kopfhaut und beim zweiten Durchgang sollten die Haare nur leicht shampooniert werden. "Das verhindert, dass die Haarlängen und -spitzen austrocknen", erklärt Weinitschke.
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