Im Haushalt lauern viele heiße Gefahren: Hantierst du mit Bügeleisen, Wärmflasche oder Backblech, kann es durch Unachtsamkeit zu kleinflächigen Verbrennungen kommen. Brandwunden gelten als kleinflächig, wenn der betroffene Bereich nicht größer als deine Handfläche ist. Solche Verbrühungen und Verbrennungen sind oft ungefährlich, tun aber sehr weh. Je schneller Erste Hilfe bei Verbrennungen geleistet wird, desto besser.
Es gibt verschiedene Verbrennungsgrade, die Ärzte zur Beurteilung von Verbrennungen verwenden:
Schwere Verbrennungen sind ein Fall für den Arzt.
Deshalb muss Erste Hilfe bei Verbrennungen an der Hand vor allem schnell erfolgen: Die betroffene Partie sofort unter fließendem Wasser kühlen, bis die Schmerzen nachlassen. Es reicht, wenn das Leitungswasser lauwarm ist. Bei Verbrennungen im Gesicht helfen feuchte Tücher. Gegebenenfalls Kleidung und Schmuck, die die Hitze weiter speichern könnten, entfernen. Weil die Haut nur oberflächlich angegriffen ist, lässt sich die Verbrennung behandeln, indem du eine kühlende Brandsalbe aufträgst.
Von Eiswürfeln und Kühlpacks ist abzuraten: Sehr niedrige Temperaturen können dem Gewebe zusätzlich schaden und zu lokalen Erfrierungen führen.
Waren tatsächlich Flammen im Spiel, ist die Brandwunde wahrscheinlich tiefer. Unbedingt die betroffene Person in Sicherheit bringen und eventuell brennende Kleidung mit Wasser, einer Löschdecke oder durch Herumrollen löschen. Sind größere Teile der Haut verbrannt, leistest du Erste Hilfe, indem du zunächst unter 112 den Notruf alarmierst. Wenn möglich, Kleidung und Schmuck über den Verletzungen entfernen - jedoch nicht, wenn sie an der Haut haften.
Kühlen ist bei offenen und großflächigen Brandverletzungen keine gute Idee: Je größer die betroffene Hautfläche, desto größer die Gefahr einer kompletten Unterkühlung. Stattdessen solltest du die verletzte Person warmhalten, zum Beispiel mit der silber-goldenen Rettungsdecke aus dem Erste-Hilfe-Kasten.
Offene Wunden sind besonders anfällig für Keime. Deshalb nicht irgendein Tuch aus dem Haushalt darüberlegen oder gar Cremes oder Hausmittel auftragen. Die Wunde könnte sich infizieren, zudem kann der Arzt die Wunde schlechter einschätzen. Du kannst die Brandwunde versorgen, indem du sie locker mit einem keimfreien Verbandtuch aus dem Erste-Hilfe-Koffer bedeckst. Auch ein sauberes Leinentuch eignet sich. Hast du keine sterile Wundauflage zur Verfügung, lässt du die Brandwunde unbedeckt.
Mehr kannst du als Erste Hilfe bei einer Verbrennung nicht machen. Nur medizinisches Fachpersonal kann die Verbrennung weiter behandeln. Bleibe bei dem oder der Verletzten, bis die Rettungskräfte eintreffen. Tröste und beruhige sie oder ihn. Achte darauf, dass die Person nicht friert, das Bewusstsein verliert oder unregelmäßig atmet. In schlimmen Fällen führen Brandverletzungen zu einem Schock: Blässe, Zittern, Unruhe und kalter Schweiß weisen auf diesen lebensbedrohlichen Zustand hin. Halte die Person warm, rede ihr gut zu und lagere die Beine etwas erhöht, damit das Blut in Richtung der lebenswichtigen Organe fließen kann. Verliert die betroffene Person das Bewusstsein, legst du sie in die stabile Seitenlage. Hört sie auf zu atmen, beginnst du mit den Wiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassage), bis die Sanitäter übernehmen.
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Das Glätteisen ist eine wahre Styling-Wunderwaffe. Gerät man da mit einem Finger dazwischen, ist eine schmerzhafte Verbrennung praktisch vorprogrammiert. Nicht nur die Finger bekommen das heiße Glätteisen hin und wieder zu spüren, auch kann es passieren, dass man sich beim Glätten der Haare das Gesicht - insbesondere die Stirn - verbrennt.
Hier sind einige Tipps, was du tun solltest, wenn du dich am Glätteisen verbrannt hast:
Nach der Heilung sollte die Haut regelmäßig mit feuchtigkeitsspendenden Cremes (z. B. mit Panthenol oder Aloe vera) gepflegt werden. Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da verbrannte Haut empfindlicher ist - Sonnenschutz mit LSF 50 ist empfehlenswert.
Da die Heizplatten eines Glätteisens bei der Verwendung relativ heiß werden, kann das Stylen der Haare bei falscher Handhabung des Glätteisens allerdings auch gefährlich werden - sowohl für die Hände als auch für das Haar.
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