Nizoral Shampoo Anwendung: Umfassender Leitfaden zur Behandlung von Hautpilzinfektionen

Nizoral ist ein medizinisches Shampoo, ein Arzneimittel, zur Behandlung von Infektionen der Haut durch Pilze oder Hefen bei Jugendlichen und Erwachsenen. Das Shampoo kann sowohl zur Behandlung der behaarten Kopfpartie als auch größerer Flächen an Brust, Rumpf (Oberkörper) oder Gesicht verwendet werden.

Nizoral Shampoo wird zur äußerlichen Behandlung von Pilzerkrankungen angewendet.

Es eignet sich vor allem zur Behandlung schuppender Hautentzündungen, die durch eine bestimmte Hefe hervorgerufen werden (Pityrosporum).

Sie können diese Infektionen mit Nizoral Shampoo behandeln und ihnen vorbeugen.

Achten Sie darauf, dass das Shampoo nicht in Ihre Augen läuft.

Nizoral Shampoo ist nicht für Säuglinge und Kinder unter 12 Jahren geeignet.

Sie können Nizoral Shampoo während der Schwangerschaft und Stillzeit verwenden.

Die mit der Anwendung von Nizoral-Shampoo während der Schwangerschaft oder Stillzeit verbundenen Risiken sind nicht bekannt.

Waschen Sie die betroffenen Hautpartien gründlich, lassen Sie das Shampoo 3-5 Minuten einwirken und spülen Sie es dann aus.

Die Häufigkeit der Haarwäsche hängt von der Art der Infektion ab und davon, ob Sie die Infektion behandeln oder verhindern möchten, dass sie erneut auftritt.

Nizoral Shampoo ist ein Produkt für Erwachsene und Jugendliche zur Behandlung von Hautinfektionen, die durch Pilze oder Hefen verursacht werden.

Die erwähnten Hautläsionen erscheinen normalerweise als:

  • Abschälen der Haut am behaarten Teil des Kopfes in Form von weißen Schuppen
  • rotbraune Flecken mit gelben oder weißlichen Schuppen, normalerweise im Gesicht oder auf der Brust (seborrhoische Dermatitis)
  • kleine braune oder weißliche Flecken von unregelmäßiger Form, die am Oberkörper erscheinen (Pityriasis versicolor).

Wirkstoff und seine Eigenschaften

Ketoconazol ist ein Imidazol-Antimykotikum und wird zur Behandlung von Hautpilzinfektionen eingesetzt, indem es die Ergosterinbiosynthese hemmt.

Ketoconazol gehört zu den Azolen. Diese gehören zur Gruppe der Antipilzmittel (Antimykotika). Antipilzmittel finden Verwendung in der Bekämpfung von Pilzen.

Ketoconazol entfaltet seine Wirkung, indem es den Aufbau bzw. die Durchlässigkeit der Zellmembran von Pilzen verändert.

Dies führt dazu, dass das Wachstum und die Vermehrung von Pilzen gehemmt wird.

Anwendungsgebiete von Ketoconazol

Der Wirkstoff Ketoconazol ist ein Antimykotikum, welches Anwendung in der Therapie folgender Erkrankungen findet:

  • Endogenes Cushing Syndrom bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren
  • Seborrhoische Dermatitis bei Erwachsenen und Jugendlichen
  • Pityriasis versicolor bei Erwachsenen und Jugendlichen
  • Dermatomykosen wie z. B. Tinea pedis/cruris/corporis, Mikrosporien sowie Soormykosen bei Erwachsenen

Ketoconazol wird in der Dermatologie unter anderem bei der Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor), dem Seborrhoischen Ekzem (Seborrhoische Dermatitis) oder Fußpilz (Tinea pedis) angewendet.

Es findet aber auch einen weiteren therapeutischen Nutzen für die Behandlung des Cushing-Syndroms verwendet.

Anwendungsart

Das Arzneimittel Ketoconazol ist in Deutschland als Shampoo, Creme und in Form von Tabletten verfügbar.

  • Als Shampoo müssen die betroffenen Areale mit dem Wirkstoff eingerieben und nach drei- bis fünfminütiger Einwirkzeit ausgewaschen werden.
  • Als Creme sollte Ketoconazol auf die erkrankte Haut samt 1-2 cm der umgebenden Hautfläche aufgetragen und solange mit dem Finger einmassiert werden, bis der Wirkstoff eingezogen ist.
  • Die Tabletten mit dem Wirkstoff Ketoconazol sollten mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Ketoconazol kann sowohl lokal in Form von Salbe, Creme oder als Shampoo als auch systemisch (in Tablettenform) bei schweren Pilzerkrankungen verwendet werden.

Ketoconazol wird zur äußerlichen Behandlung in Form von Creme, Salbe oder Shampoo mit einer Wirkstoffkonzentration von 2% verwendet.

  • Creme und Salbe sollten 1-2 mal täglich, dünn, nach gründlicher Hautreinigung auf das erkrankte Hautareal aufgetragen werden. Die Therapiedauer sollte ca. 2-4 Wochen betragen.
  • Ketoconazol in Form als Shampoo sollte ca. 2 mal wöchentlich verwendet werden. In der Regel sollte es für ca. 3-5 Minuten auf der Kopfhaut einwirken und dann gut ausgewaschen werden. Die Therapie beträgt hier ebenfalls 2-4 Wochen, abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. Zur Vorbeugung kann das Shampoo einmal wöchentlich weiter verwendet werden.

In der systemischen Behandlung mit Tabletten wird Ketoconazol normalerweise 1 mal täglich eingenommen. Die Wirkstoffkonzentration beträgt 200 mg.

Dosierung und Anwendung von Nizoral Shampoo

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nizoral 2 % - medizinisches Shampoo ist zur Anwendung bei Jugendlichen und Erwachsenen bestimmt.

Art der Anwendung:

Zum Auftragen auf die behaarte Kopfhaut

  1. Die Haare mit warmem Wasser nass machen und Nizoral 2 % - medizinisches Shampoo (entsprechend einer Menge von ca. 1-2 Kaffeelöffeln bzw. 1 Säckchen) auftragen und zum Schäumen bringen.
  2. Shampoo 3-5 Minuten einwirken lassen.
  3. Haare und Kopfhaut gründlich spülen.

Das Shampoo soll nicht in die Augen geraten!

Dosierung und Dauer der Anwendung:

Die empfohlene Dosis beträgt:

Behandlung: 2-mal wöchentlich, für 2-4 Wochen anwenden.

Zur Vermeidung von Rückfällen: einmal alle 1-2 Wochen anwenden.

Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist nach spätestens 4 Wochen eine ärztliche Beratung erforderlich.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Nizoral 2 % - medizinischem Shampoo zu stark oder zu schwach ist.

Dosierung bei spezifischen Hautproblemen

Abschälen der Haut am behaarten Teil des Kopfes in Form von weißen Schuppen und rotbraunen Flecken mit gelben oder weißlichen Schuppen, meist im Gesicht oder auf der Brust (seborrhoische Dermatitis):

  • Behandlung: 2 mal pro Woche für 2-4 Wochen.
  • Wiederauftreten der Krankheit verhindern: 1x pro Woche oder 1x alle zwei Wochen.

Behandlung: 1x täglich für 1-5 Tage.

Nach dieser Zeit wenden Sie das Shampoo je nach Bedarf alle ein bis zwei Wochen je einmal an.

Haare und Kopfhaut gründlich mit Wasser benetzen.

Eine ausreichende Menge Shampoo (ca. 5ml) verwenden, um Haar und Kopfhaut mit ausreichend Schaum zu waschen.

Das Shampoo vorsichtig über die ganze Kopfhaut einmassieren und 3-5 Minuten einwirken lassen.

Danach das Shampoo gründlich ausspülen.

In der akuten Phase wiederholen Sie diesen Vorgang 2x pro Woche für 2-4 Wochen.

Danach wenden Sie das Shampoo vorbeugend einmal alle 1-2 Wochen an.

Anwendung bei Kindern:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von NIZORAL 2 % - medizinischem Shampoo ist bei Kindern unter 12 Jahren nicht erwiesen.

Wirkstoff ABC Ketoconazol I (18.11.2022)

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie das Shampoo unmittelbar nach einer oder als Ersatz für eine Kortikosteroid-Behandlung anwenden, kann es zu Hautreizungen kommen.

Diese äußern sich in Form von Rötung, einem lokalen, brennenden Gefühl, eventuell Juckreiz oder Schwellung aufgrund einer Überempfindlichkeit an den Stellen, die dem Shampoo ausgesetzt sind.

Überallgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Hautausschlag, Atembeschwerden oder Schwellung wurde berichtet.

In diesem Fall empfiehlt es sich, die Behandlung zu unterbrechen und Ihren Arzt zurate zu ziehen.

Brechen Sie die Behandlung ab, wenn Sie das Shampoo nicht vertragen.

Mögliche Nebenwirkungen:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Geschmacksstörung (Dysgeusie)
  • Entzündung des Haarbalgs (Follikulitis)
  • Augenirritation; vermehrter Tränenfluss
  • Akne; Haarausfall (Alopezie); Kontaktdermatitis
  • trockene Haut; abnormale Haarstruktur
  • Ausschlag; Brennen der Haut
  • Hauterkrankungen; Abschälung der Haut
  • Hautreaktion am Verabreichungsort: entzündliche Rötung der Haut (Erythem), Irritation, Überempfindlichkeit der Haut bzw. des Immunsystems, Juckreiz der Haut (Pruritus), Pusteln

Reaktionen am Verabreichungsort, wie entzündete Haarfollikel, Juckreiz, Reizung, brennendes Gefühl auf der Haut, Rötung, trockene oder empfindliche Haut, Ausschlag, Haarausfall, Veränderungen der Haartextur, gestörter Geschmackssinn, lokales Ekzem und verstärkter Tränenfluss kommen gelegentlich vor.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Schwellungen von Haut und Schleimhaut durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, im Gesicht und Rachen eventuell mit Luftnot (Angioödem)
  • Veränderung der Haarfarbe

Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen), Augenreizung und Reaktionen am Verabreichungsort, wie lokale Überempfindlichkeit, Pusteln, Akne, Abschuppen der Haut, können selten vorkommen.

Wechselwirkungen

Wenn Sie Kortikosteroide (kortisonhältige Arzneimittel) in Form von Cremen, Salben oder Lotionen verwenden, sprechen Sie mit Ihren Arzt oder Apotheker bevor Sie mit der Behandlung mit Nizoral 2 % - medizinischem Shampoo beginnen.

Sie können zwar mit der Nizoral-Behandlung beginnen, dürfen die Kortikosteroid-Therapie jedoch nicht von einem Tag auf den anderen abbrechen.

Die Haut könnte mit Rötungen und Jucken reagieren.

Setzen Sie Ihre Kortikosteroid-Behandlung wie folgt fort:

  1. behalten Sie 1 Woche lang dieselbe Behandlung wie bisher bei;
  2. reduzieren Sie in den darauffolgenden 1 - 2 Wochen stufenweise die Häufigkeit der Kortikosteroid-Behandlung;
  3. setzen Sie danach die Anwendung der Kortikosteroid-Behandlung zur Gänze ab.

Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Nach einer Langzeitbehandlung mit Kortikosteroiden wird empfohlen, diese Behandlung schrittweise über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen abzubauen, während Nizoral Shampoo angewendet wird.
  • So wie im Fall anderer Shampoos ist der Kontakt mit den Augen zu vermeiden. Sollte dies doch einmal geschehen, müssen die Augen mit Wasser gespült werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Nizoral Shampoo anwenden.

Kontraindikationen

Nizoral Shampoo darf nicht angewendet werden...

  • wenn Sie allergisch gegen Ketoconazol oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie allergisch gegen Arzneimittel sind, die ein Imidazolderivat enthalten, (erkundigen Sie sich bei Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrem Apotheker).

Schwangerschaft und Stillzeit

Der Wirkstoff von Nizoral 2 % - medizinisches Shampoo wird nach Anwendung auf der Kopf- oder Körperhaut kaum vom Körper aufgenommen.

Daher darf Nizoral 2 % - medizinisches Shampoo während der Schwangerschaft angewendet werden, solange Ihr Arzt eine entsprechende Nutzen-Risiko-Bewertung durchgeführt hat.

Nizoral 2 % - medizinisches Shampoo kann während der Stillzeit angewendet werden.

Während der Stillzeit soll Nizoral 2 % - medizinisches Shampoo jedoch nicht im Brustbereichangewendet werden.

Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Körperstellen ist zu vermeiden.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Nizoral Shampoo bei schwangeren Frauen stehen keine ausreichenden Daten zur Verfügung.

Zusammensetzung

Der Wirkstoff ist: Ketoconazol.

1 g Shampoo enthält 20 mg Ketoconazol

Die sonstigen Bestandteile sind:

Imidurea, Natriumlaurylethersulfat, Dinatriumlaurylethersulfosuccinat, Kokosfettsäurediethanolamid, Laurdimonium hydrol.

Ketoconazol. 1 g Shampoo enthält 20 mg Ketoconazol.

Natriumlauromacrogolsulfat, Dinatriumlauromacrogolsulfosuccinat, Kokossäurediolamid, quaternisiertes Kollagen, Macrogol-5500-Methylglucosedioleat, Natriumchlorid, konzentrierte Salzsäure, Imidoharnstoff, Parfüm, Natriumhydroxid, Natriumerythrosin und gereinigtes Wasser.

Pharmakokinetik von Ketoconazol

Resorption

Ketoconazol benötigt für seine Auflösung und Resorption eine saure Umgebung.

Nach Einnahme einer 200-mg-Dosis erreicht es Spitzenplasmakonzentrationen von etwa 3,5 μg/ml innerhalb von 1 bis 2 Stunden, insbesondere wenn es mit einer Mahlzeit eingenommen wird.

Die maximale Konzentration und die Fläche unter der Kurve (AUC) steigen überproportional mit der Dosis.

Verteilung

Etwa 99% des Ketoconazols im Plasma sind an Proteine gebunden, hauptsächlich an Albumin.

Ketoconazol verteilt sich weit im Gewebe, gelangt jedoch kaum in den Liquor cerebrospinalis.

Metabolismus

Ketoconazol wird umfangreich in inaktive Metaboliten umgewandelt, hauptsächlich durch das Enzym CYP3A4.

Hauptwege der Biotransformation umfassen die Oxidierung und den Abbau der Imidazol- und Piperazinringe sowie oxidative O-Dealkylierung und aromatische Hydroxylierung.

Elimination

Die Elimination aus dem Plasma erfolgt biphasisch mit einer anfänglichen Halbwertszeit von 2 Stunden und einer nachfolgenden Halbwertszeit von 8 Stunden.

Etwa 13% der Dosis werden im Urin ausgeschieden, wobei 2-4% unverändert bleiben.

Der Haupteliminationsweg ist die Ausscheidung über die Galle in den Darm.

Bei der topischen Anwendung von Ketoconazol als Antimykotikum auf der Haut können keine messbaren Plasmakonzentrationen festgestellt werden.

Die Penetration von Ketoconazol bleibt größtenteils auf die oberen Hautschichten begrenzt, mit den höchsten Konzentrationen im Stratum corneum.

Eine Verlängerung der Kontaktzeit der Creme auf der Haut beeinflusst diese Penetrationskinetik nicht.

Weitere wichtige Informationen

Ketoconazol aus der Gruppe der Azole gehört zu den Antipilzmitteln (Antimykotika).

Sie wirken gegen Pilzerkrankungen, insbesondere Pilzerkrankungen der Haut.

Ketoconazol kann sowohl lokal in Form von Salbe, Creme oder als Shampoo als auch systemisch (in Tablettenform) bei schweren Pilzerkrankungen verwendet werden.

Ketoconazol, ein Antimykotikum, ist in verschiedenen Formen erhältlich und die Verfügbarkeit hängt von der Form des Medikaments ab.

Topische Formen von Ketoconazol, wie Cremes, Shampoos und Lösungen zur äußerlichen Anwendung, sind in vielen Ländern rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Diese werden zur Behandlung von Hautpilzinfektionen wie Dermatophytosen, Hefepilzinfektionen und Seborrhoischer Dermatitis eingesetzt.

Orale Formen von Ketoconazol, die in Tablettenform zur Behandlung von systemischen Pilzinfektionen eingesetzt werden, sind in der Regel rezeptpflichtig.

Nebenwirkungen von Ketoconazol

Die Nebenwirkungen in der Behandlung mit Ketoconazol variieren abhängig von ihrer Anwendungsform.

Bei der lokalen Anwendung in Form von Creme, Shampoo oder Salben kann es sehr selten zu leichten Hautirritationen wie Brennen, Juckreiz, Trockenheit, Hautschuppung oder Rötung kommen.

Im Allgemeinen ist Ketoconazol zur äußerlichen Anwendung aber gut verträglich.

Bei der systemischen Therapie d.h. die Einnahme in Tablettenform kann es oftmals zu Magen-Darm Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen kommen.

Ketoconazol darf nicht verwendet werden, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Ketoconazol oder Azole besteht.

Wirkmechanismus

Der Wirkstoff Ketoconazol ist ein Imidazol-Derivat, welches als starker Blockierer der Steroidogenese durch seine Eigenschaften als Hemmer der Cytochrom-P450-Enzyme in der Nebenniere wirkt.

Es blockiert insbesondere die 17α-Hydroxylase und beeinflusst zudem die 11-Hydroxylierung sowie bei höherer Dosierung die Spaltung von Cholesterinseitenketten, wodurch es sowohl die Cortison- als auch die Aldosteronsynthese unterdrückt.

Ketoconazol hemmt auch die Androgensynthese, indem es die C17-20-Lyase in den Nebennieren und Leydig-Zellen blockiert.

Zusätzlich hat es direkte Effekte auf kortikotrope Tumorzellen bei Patienten mit Cushing-Syndrom.

Zudem wirkt Ketoconazol als Antimykotikum stark gegen die Ergosterinbiosynthese, einem wesentlichen Bestandteil der Zellmembran von Pilzen.

Diese Substanz reguliert die Membranpermeabilität und modifiziert andere Lipidbestandteile der Zellmembran.

Bei fungistatischer Wirkung fördert es die Vermehrung des Plasmalemmas und die Verdickung der Zellwand, was zu Änderungen in der Membranpermeabilität führt und die Aufnahme essenzieller Nährstoffe behindert.

In fungizider Konzentration verursacht es die Nekrotisierung des Zellinneren.

Ketoconazol ist effektiv gegen diverse Pilzerreger, inklusive Dermatophyten und Hefen wie Malassezia spp., die bei seborrhoischer Dermatitis eine Rolle spielen.

Dosierung von Ketoconazol als orale Therapie des Cushing-Syndroms

Beginn der Behandlung bei Erwachsenen und Jugendlichen: 400 - 600 mg täglich, aufgeteilt in zwei oder drei Dosen.

Kontraindikation bei der Einnahme von Ketoconazol

Die Anwendung von Ketaconazol ist kontraindiziert bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Ketoconazol und/oder jegliche Imidazol enthaltende Antimykotika
  • Akuter oder chronischer Lebererkrankung und/oder bei Leberenzymwerten mehr als zweifach über der Obergrenze des Normalwerts
  • Schwangeren und Stillenden
  • Angeborenen oder belegten erworbenen QTc-Verlängerungen
  • CYP3A4 metabolisierten HMG-CoA-Reduktase-Hemmern aufgrund des Risikos von Skelettmuskel-Toxizität einschließlich Rhabdomyolyse
  • Eplerenon aufgrund des erhöhten Risikos für eine Hyperkaliämie und Hypotonie
  • Methadon, Disopyramid, Chinidin, Dronedaron, Pimozid, Sertindol, Saquinavir, Ranolazin, Mizolastin, Halofantrin aufgrund der potenziell erhöhten Plasmakonzentration und dem QT-verlängernden Potenzial
  • Dabigatran aufgrund des erhöhten Blutungsrisikos
  • Triazolam, oralem Midazolam und Alprazolam aufgrund des Potenzials längerer oder stärkerer Sedierung und Atemdepression
  • Ergotalkaloiden aufgrund des erhöhten Risikos eines Ergotismus und anderer schwerwiegender unerwünschter vasospastischer Ereignisse
  • Lurasidon
  • Quetiapin aufgrund des erhöhten Toxizitätsrisikos
  • Telithromycin und Clarithromycin bei Patienten mit schwerwiegender Einschränkung der Nierenfunktion aufgrund des erhöhten Risikos einer Hepatotoxizität und Verlängerung des QT-Intervalls
  • Felodipin und Nisoldipin aufgrund des erhöhten Risikos eines Ödems und dekompensierter Herzinsuffizienz
  • Colchicin bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion aufgrund des erhöhten Risikos schwerwiegender unerwünschter Reaktionen
  • Irinotecan aufgrund der Veränderung der Biotransformation dieses Arzneimittels
  • Everolimus und Sirolimus aufgrund der Erhöhung der Plasmakonzentration dieser Arzneimittel
  • Vardenafil bei Männern über 75 Jahren aufgrund des erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse
  • Paritaprevir/ Ombitasvir aufgrund des erhöhten Risikos unerwünschter Reaktionen
  • Fesoterodin und Solifenacin bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Ketoconazol besitzt ein breites Spektrum an Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten. Zu den wichtigsten Interaktionen gehören:

  • CYP3A4-Substrate: Ketoconazol hemmt CYP3A4 und kann die Konzentration anderer Medikamente erhöhen, was zu verstärkten Effekten oder Nebenwirkungen führen kann.
  • Absorptionsbeeinträchtigende Medikamente: Medikamente, die den Magensäuregrad verändern, können die Absorption von Ketoconazol beeinträchtigen.
  • QT-Verlängernde Substanzen: Beispiele sind Methadon, Chinidin und Pimozid, welche das QT-Intervall verlängern können.
  • HMG-CoA-Reduktase-Hemmer (z. B. Simvastatin, Atorvastatin): Erhöhtes Risiko von Muskeltoxizität, inklusive Rhabdomyolyse.
  • Eplerenon: Erhöhtes Risiko von Hyperkaliämie und Hypotonie.
  • Dabigatran: Erhöhtes Blutungsrisiko.
  • Benzodiazepine: Verstärkte Sedierung und Atemdepression möglich.
  • Ergotalkaloide: Risiko von Ergotismus und vasospastischen Ereignissen.
  • Antipsychotika wie Quetiapin: Erhöhtes Toxizitätsrisiko.
  • Makrolidantibiotika: Bei Niereninsuffizienz erhöhtes Risiko von Hepatotoxizität.
  • Kalziumkanalblocker: Erhöhtes Risiko von Ödemen und Herzinsuffizienz.
  • Colchicin: Bei Niereninsuffizienz erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen.

Für die vollständige Angabe aller Wechselwirkungen von Ketoconazol wird auf die Fachinformation des jeweiligen Herstellers verwiesen.

Hinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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