Große Namen gehen mit gutem Beispiel voraus. Ob Mega-Star Beyoncé (41) oder Musik-Legende Dolly Parton (77), in den USA gehören Perücken zum guten Ton. Eine ihrer Fake-Frisuren hat sie nach der schwedischen Sängerin Agnetha Fältskog von Abba benannt.
„Glücksrad“-Moderatorin Sonya Kraus hat das Mut-Mach-Gen. Mit ihrer Krebserkrankung ging sie 2021 an die Öffentlichkeit, durchlebte den Behandlungsprozess und gab dazu Einblicke auf ihrem Instagram-Konto. Unter anderem berichtete sie von einer Kühlkappe, mit deren Hilfe während der Chemo-Therapie nicht alle Haare ausfallen sollten.
Es hat teilweise geholfen, trotzdem blieb nur etwas ihrer berühmten blonden Mähne übrig. Sie damals: „Mein eigenes Haar ist runter auf 20 Prozent und sieht ziemlich traurig aus.“ Inzwischen hat sie wieder auf mindestens 70 Prozent aufgestockt. Denn ihre eigenen Haare züchtet die Blondine aktuell wie rare Pflänzchen. Das Frisieren ist schon aufwendig.“ Bis auf Kinnlänge sind ihre echten Haare inzwischen wieder gewachsen. Meist trägt die Frankfurterin einen Hut. „Oder eben meine Perücken!“ Sie ist unglaublich großer Fan der Fake-Frisuren. Sie: „Ich möchte den Frauen die Angst vor der Zweitfrisur nehmen, eine Perücke muss nicht teuer sein. Ich habe auch welche für 30 Euro.“
Männliche Stars sind sehr viel scheuer, wenn es darum geht, zu ihren Haarproblemen zu stehen und darüber zu sprechen, ob sie mit Perücke oder Toupet nachhelfen oder aber eine Haartransplantation durchführen. Am bekanntesten ist Elton John für seinen jahrzehntelangen Kampf gegen das schwindende Haupthaar. Eine Weile probierte er es mit Toupets, schließlich doch mit einer Transplantation.
Patrice Aminati, 30, teilt offen die Herausforderungen ihres Lebens mit schwarzem Hautkrebs. Jetzt spricht die Moderatorin von einer Veränderung, die viele Krebspatient:innen emotional besonders belastet: dem Haarausfall. Auf Instagram postete sie vor wenigen ein Video aus einem Perückengeschäft, nun präsentiert sie, für welches Modell sie sich entschieden hat.
Noch im Sommer berichtete Aminati, dass sie bislang von dieser typischen Nebenwirkung verschont geblieben war. Grund dafür ist ihre spezielle Behandlung: Anders als bei klassischen Chemotherapien setzt sie auf eine Kombination aus Immuntherapie, sowohl Tabletten als auch Infusionen, und punktuelle Hirnbestrahlungen. Diese zielgerichteten Therapien verursachen Haarausfall deutlich seltener.
Doch nun hat auch Aminati damit zu kämpfen: "Bei mir geht es jetzt so langsam los mit dem Haarausfall", erklärt sie ihren Fans. Die Moderatorin lässt sich davon nicht unterkriegen. Mit einem Lächeln probiert sie hellblonde, braune und dunkle Perücken an. "Ich überlege, unabhängig vom Krebs, schon seit längerer Zeit, eine Perücke zu tragen", erzählt sie.
Emotional wird es, als sie ergänzt: "Haare machen sehr viel aus. Ich will nicht in den Spiegel gucken und eine Krebspatientin sehen. Ich halte mich am Leben fest. Darauf konzentriere ich mich. Ich will mich als Frau fühlen." Nur wenige Wochen nach ihrem ersten Besuch im Perückenladen zeigt Patrice, für welches Modell sie sich für ihren ersten großen Auftritt mit Perücke entschieden hat: einen hellblonden Longbob.
Doch dabei will es Patrice nicht belassen. "Zwei Varianten kommen noch“, teasert sie auf Social Media an. Seit 2022 kämpft die Moderatorin gegen schwarzen Hautkrebs. Trotz der unheilbaren Diagnose spricht sie offen über ihre Erfahrungen, um anderen Betroffenen Mut zu machen.
Aminati erhält eine Kombination aus Immuntherapie und punktuellen Hirnbestrahlungen, mit der sie die Krankheit gezielt bekämpft. In der Vergangenheit hat sie wiederholt Updates aus dem Krankenhaus geteilt, zuletzt auch über neue Metastasen und ihre abgeschlossenen Bestrahlungen.
Und das Beste: Die eigenen Haare werden durch die Perücke geschont, denn nur die Haare der Perücke werden für Fototermine oder den Laufsteg behandelt. So hat strapaziertes Naturhaar die Möglichkeit, wieder gesund nachzuwachsen. Gwen Stefanie wird nachgesagt, dass sie genau aus diesem Grund häufiger eine Perücke trägt. Denn ihr extremes Platinblond strapaziert das natürliche Haar sehr.
Auch die männlichen Stars können der Forderung nach jugendlichem Aussehen in Hollywood nicht entkommen. In den meisten Fällen reicht es daher auch nicht, sich die Haare etwas zu tönen, es muss ein Haarteil oder eine Perücke her. So wie bei Nicolas Cage. Und auch Mickey Rourke, der seinen beruflichen Höhepunkt in den 80er Jahren hatte, trägt schon seit einiger Zeit Perücken.
Über diesen Auftritt freuen wir uns besonders: Patrice Aminati zeigt sich bei den European Fitness Awards in Berlin glamourös im schwarzen durchsichtigen Kleid und mit blonder Perücke. Gerade gehe es ihr gut, sagt sie uns strahlend. Trotzdem lässt ihr Gesundheitszustand es nicht zu, dass sie ihren Mann Daniel in der Karibik besuchen kann.
Patrice Aminati sieht man die Unsicherheit nicht an, als sie uns gesteht, dass der Anfang des Abends etwas „wackelig” war: „Sehr lange zuhause gewesen, sehr lange nicht mehr zurecht gemacht, so ein grelles Licht...aber alles sind so herzlich und so freundlich. Deswegen tut es wahnsinnig gut, mal wieder raus zu sein, unter Leuten zu sein.”
Patrice trägt ein elegantes schwarzes Abendkleid, das teilweise durchsichtig ist und eine blonde Perücke. „Ich trage meine Narben und meine Lücken voller Stolz. Heute hab ich mich für mein Zweithaar entschieden, weil ich mich heute nicht als Krebspatient sehen möchte, sondern einfach als Frau, die einen schönen Abend genießt.”
Also, man sieht immer mehr wie Promis wie Kylie Jenner, Beyoncé usw. Perücken tragen. Ich habe mir überlegt, vielleicht auch eine Perücke zuzulegen. Aus einem einfachen Grund, meine Haare sind schon genug geschädigt, und ich bin ein sehr abwechslungsreicher Mensch. Zudem ich auch mal sehr gerne blond haben möchte. Jedoch ist eine Färbung das AUS meiner Haare.
Aber es gibt wirklich Echthaar Perücken die überhaupt nicht wie eine Perücke aussehen. Wenn man seinen Typ mal komplett verändern und seine Mitmenschen vielleicht auch ein bisschen schocken möchte, sind Perücken doch eine gute Alternative. Ich sehe keinen Unterschied darin, jeden Tag eine andere Lippenfarbe zu haben oder eben andere Haare.
Die Wig-Designerin Jackelien Winkler fertigt in Düsseldorf Echthaarperücken in Handarbeit. Inspiriert von Freunden und auch Kylie Jenner kam sie dann auf die Idee, Perücken herzustellen, die für jede Frau tragbar und auch flexibel sein sollten. „Es war mir wichtig, dass sie nicht geklebt werden, sondern ganz einfach an- und ausgezogen werden können, so wie ein Modeprodukt“, sagt sie.
Der Vorteil der Wigs sei, dass das Eigenhaar nicht durch Färben, Styling oder angeklebte Extensions geschädigt werde. „Und sie sind nachhaltig“, setzt Chris Kasela, Mitgründer von Extraliebe hinzu. „Eine Wig hält sehr lange, man muss nicht immer nachfärben oder neue Extensions anbringen.
Winklers Bekanntheit ist schnell gewachsen. Kurz nachdem sie die ersten Bilder ihrer Wigs auf Instagram gestellt hatte, gab es schon Promi-Anfragen. Und seitdem schauen Bekanntheiten wie Jessica Haller, Janine Kunze und auch Influencerin und Modevorbild Leonie Hanne bei Extraliebe vorbei.
Aber nicht alle Kunden kommen zu Extraliebe, weil sie nur eine modische Perücke suchen und ihren Look je nach Laune verändern möchten. Viele Kunden haben einen ernsten Hintergrund. So haben sie zum Beispiel wegen einer Chemotherapie die Haare verloren. „Da gibt es viele traurige Geschichten, die uns emotional sehr berühren. Die jüngste Kundin, die wir hatten, war gerade einmal vier Jahre alt. Und auch viele Alopecia-Betroffene - kreisrunder Haarausfall - kommen zu Extraliebe.
tags: #Promi #Perücken #Frauen #Erfahrungen
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