Jahrelang haben wir dem unteren Wimpernkranz die Aufmerksamkeit verwehrt, die ihm gebührt. Doch jetzt ist es an der Zeit, sich endlich darum zu kümmern! Der Wimperntrend "Bottom Lashes" ist in diesem Jahr angesagt: Tuschen, tuschen, tuschen!
Für große Augen ist dieser Trend nahezu optimal, denn so werden die Augen harmonisch umrahmt und bekommen einen Hauch Dramatik. Wer helle Wimpern hat, sollte ohnehin oben und unten sorgfältig tuschen und auch die feinen Härchen im inneren Wimpernkranz nicht vergessen.
Achtung bei dieser Augenform: Wer keine mandelförmigen Augen hat, sondern eher eine waagerechte Mondsichel mit nach unten deutenden Enden, der sollte den unteren Wimpernkranz nicht zu kräftig betonen. Denn dann wird das Auge optisch nach unten gezogen.
Für Trendsetter: Einzelne Fake Lashes an den unteren Wimpernrand kleben, wirkt besonders spannend! Auf Instagram brummt der Hashtag #bottomlashes. Kräftig tuschen oder falsche Wimpern ankleben - je nach Geschmack entsteht ein ganz neuer Look. Vom koketten Püppchenstyle à la Twiggy bis zum Trend-Make-up mit Knallfarbe.
Das richtige Augen-Make-up kann den gleichen Effekt wie ein Eyelifting haben. Lidschatten, Eyeliner und Co. sorgen für den perfekten Augenaufschlag.
Mit dem Tuschen der oberen und unteren Wimpern erzielen Sie einen optischen Effekt. Das Auge öffnet sich weiter und Ihr Blick wirkt intensiver. Die unteren Wimpern dürfen Sie zarter tuschen als die oberen, denn durch zu viel Farbe laufen Sie Gefahr, eine optische Irritation herbeizuführen. Im ungeschminkten Zustand treten die oberen Wimpern schließlich stärker hervor. Diese Balance sollten Sie erhalten.
Wenn es darum geht, die unteren Wimpern zu tuschen, sind sich die Profis einig: Der Wimpernkranz wird rund um das ganze Auge getuscht, kein Härchen darf vergessen werden. Jedoch gibt es dabei jede Menge zu beachten.
Je nach Geschmack oder gewünschtem Effekt können Sie aber auch auf das Tuschen des unteren Wimpernkranzes verzichten. Brillenträger und Brillenträgerinnen sollten sich zudem um die Auftragsdicke ihrer Mascara Gedanken machen. Durch die Sehhilfen können Effekte verstärkt oder abgemildert werden. Wenn Sie weitsichtig sind, verwenden Sie Wimperntusche besser sparsam. Sie sind kurzsichtig? Bereits seit 2022 zeichnet sich dennoch ein weiterer Trend ab. Die Lower Lashes im Stil der 1960er-Jahre sind wieder in.
Perfekt getuschte, definierte Wimpern lassen Ihre Augenpartie sofort frischer und Ihren Blick viel wacher wirken - quasi wie der Morgenkaffee fürs Gesicht. Last but not least: Obwohl das Wimperntusche auftragen der letzte Step Ihres Augen-Make-ups ist, sollten Sie mit der Vorbereitung Ihrer Wimpern bereits vor Lidschatten, Eyeliner und Kajal starten.
Die Grundvoraussetzung für ein perfekt definiertes, voluminöses Ergebnis sind saubere, gepflegte Wimpern. Für traumhaft geschwungene Wimpern ist die gute alte Wimpernzange ein Muss. Öffnen Sie Ihre Wimpernzange so weit wie möglich, setzen Sie sie direkt am Wimpernkranz an und drücken Sie die Zange für einige Sekunden sanft zusammen.
Make-up-Artists schwören übrigens darauf, den Wimpern-Curler kurz unter den heißen Föhn zu halten - eine Art Lockenstab für die Wimpern sozusagen. Aber Achtung: Die Zange sollte nicht zu heiß werden, da sonst Ihre Wimpern geschädigt und die empfindliche Haut am Auge leicht verbrennen kann. Tragen Sie einen dunklen Kajal entlang Ihrer oberen Wasserlinie auf, bevor Sie zur Mascara greifen.
Make-up-Artists lassen ihre Models jedoch gerne in verschiedene Richtungen blicken, um ein perfektes Resultat zu erzielen. Probieren Sie daher beim nächsten Mal einen kleinen Perspektivenwechsel und schauen Sie beim Tuschen der oberen Wimpern nach unten. Bevor Sie das Mascara-Bürstchen an Ihren Wimpern ansetzen, sollten Sie überschüssiges Produkt immer abstreifen. Je näher, desto besser - setzen Sie Ihr Mascara-Bürstchen für verführerische Klimper-Wimpern so nah wie nur möglich am Ansatz Ihrer Wimpern an. Im nächsten Schritt bewegen Sie das Bürstchen sanft in einer Zickzack-Bewegung hin und her und ziehen es durch die gesamte Wimpernlänge.
Um die Härchen zu 360 ° mit Mascara zu umhüllen, tuschen Sie sie daher zunächst von oben und anschließend noch einmal von unten. Wichtig: Niemals zuerst von unten und danach von oben tuschen.
Das fängt schon bei der richtigen Größe des Mascara-Bürstchens an. Orientieren Sie sich beim Kauf an Ihren Augen. Wer eher kleinere Augen hat, sollte zu einem kürzeren Bürstchen greifen.
Tipp 1: Ist die Bürste dicht und buschig, nimmt sie viele Tusche auf und das sorgt für mehr Länge, verklebt aber auch eher als z.B. ein Bürstchen, wo die Borsten mehr auseinander stehen. Die Bürste setzt man direkt am Wimpernkranz an. Den Mascara trägt man immer in einer Zick-Zack-Bewegung auf.
Tipp 2: Immer mit der breiten Seite des Bürstchens in Zickzackbewegungen von der Mitte nach außen tuschen. Am besten tuscht man die Wimpern mit einer Gummi-Bürste.
| Mascara-Typ | Effekt | Empfehlung |
|---|---|---|
| Volumen-Mascara | Verleiht Fülle und Dichte | Für feine, wenig voluminöse Wimpern |
| Verlängernde Mascara | Verlängert die Wimpern optisch | Für kurze Wimpern |
| Wasserfeste Mascara | Hält auch bei Feuchtigkeit und Tränen | Für besondere Anlässe oder bei öliger Haut |
Karol Young Moses ist Make-up-Artist und erklärt, dass ein häufiger Fehler, den viele Frauen beim Schminken mit Wimperntusche machen, das Auftragen von zu dicker Mascara auf den unteren Wimpern ist. „Dunkle untere Wimpern können feine Linien und Fältchen unter den Augen betonen“, erklärt Moses. „Das Auftragen von Mascara nur auf den oberen Wimpern lenkt die Aufmerksamkeit nach oben und von den darunter liegenden problematischen Bereichen weg.“ Damit sind zum Beispiel auch dunkle Augenringe gemeint, die bei einem zu stark betonten unteren Wimpernkranz noch mehr in den Vordergrund treten.
Moses fügt hinzu, dass gerade Frauen ab 40 darauf achten sollten, nicht zu dick Mascara aufzutragen. Es sei wichtig, maximal zwei bis drei Schichten Tusche aufzutragen und sich dabei auf die äußeren Ecken der Wimpern zu konzentrieren. Mit zunehmendem Alter wandern die äußeren Augenwinkel nämlich weiter nach unten, betont die Expertin.
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