Achseln rasieren bei Männern: Eine umfassende Anleitung

Abgesehen vom Bart-Trimmen und Rasieren stehst du als Mann früher oder später vor der Frage: Wie viel Körperbehaarung darf es sein? Zum Beispiel unter den Armen. Ob Männer ihre Achselhaare rasieren sollten oder nicht, ist in erster Linie eine Geschmacksfrage.

Die Ära der Ästhetik macht auch um Männer keinen großen Bogen mehr. Der gepflegte Beau steht hoch im Kurs. Achselhaare stören da nicht nur das Gesamtkunstwerk Mann, sondern werden von vielen mittlerweile als ungepflegt empfunden.

Aber die ohnehin schon immer schönere Damenwelt macht uns seit langem vor, was neuerdings von uns erwartet wird. Die Frau pflegt und stylt sich, was ihre natürliche Schönheit unterstreicht. Haare möchte sie nur auf ihrem hübschen Köpfchen. Hier sollen sie dick und lang sein. Den Rest des Körpers hingegen hält sie mit allen Mitteln und großem Kosmetik-Budget so haarfrei wie nur möglich.

Nicht jeder möchte sich jedoch allen Trends und Zeitgeistern unterwerfen. Wir denken, dass einem Naturburschen nebst prächtigem Vollbart auch prächtige Achselhaare stehen, er seinem Naturell treu bleiben sollte und damit auch gut fährt. Aber wir sehen genauso, dass viele Männer von sich aus gerne dem neuen Ästhetizismus folgen und alle Schönheit aus sich herausholen möchten. Dazu gehört heute nun einmal das Entfernen der Körperbehaarung. Mitunter die Rasur der Achseln. Dieser widmen wir uns im Folgenden.

Für deine Achseln gilt, wie für den Rest der Körperbehaarung: halte es, wie du möchtest. Du kannst sie, je nach Geschmack, natürlich belassen, trimmen oder ganz entfernen. Die Achseln zu rasieren, liegt bei Männern übrigens immer stärker im Trend.

Eine Umfrage von YouGov fand heraus, dass zwei Drittel der Frauen Achselhaare bei Männern unästhetisch - also unsexy - finden. Grund genug sie zu entfernen? Für viele schon. Aber nicht nur die Ästhetik ist ein Thema. Achselhaare sind auch schlicht und ergreifend unhygienisch. Ohne Haare fließt Schweiß besser ab und staut sich weniger unter den Achseln.

Denn die stets körperwarme, wenig belüftete Achselhöhle bietet ideale Lebens- und Vermehrungsbedingungen für Bakterien, die für die Bildung unangenehmer Gerüche verantwortlich sind. "Werden die Haare entfernt oder zumindest getrimmt, verringert das die Oberfläche, an der sich Schweiß, geruchsbildende Bakterien und Pilze ausbreiten können", erklärt Jörg Westhues, Deo-Experte bei Rexona. Männer, die schnell und häufig unter Schweißgeruch leiden, sollten deshalb zügig darüber nachdenken, sich ihrer Haarpracht unter den Armen zu entledigen.

Allerdings gibt es auch Argumente, die für Achselhaare sprechen:

  • Achselhaare sorgen für bessere Kühlung: "Ein Vorteil von Achselhaaren ist, dass sie den Schweiß auffangen und dieser auf diese Weise schneller verdunstet", sagt Westhues. Deshalb haben Menschen, die in heißen Klimazonen leben, evolutionsbedingt eine stärkere Achselbehaarung, da der Achselschweiß der Körperkühlung dient.
  • Rasierte Haut ist empfindlicher: Die Haut unter den Achseln ist empfindlich. Wird sie regelmäßig enthaart, kann das bei einigen Männern zu schmerzhaften Irritationen führen. Behaarte Haut in den Achselhöhlen dagegen ist weniger empfindlich.

Methoden zur Achselhaarentfernung

Es gibt zahlreiche Methoden, um die Achselhaare zu entfernen. Ganz schnell geht's mit dem Rasierer oder einer Enthaarungscreme, langanhaltender wird's mit einem Waxing und dauerhaft wirst du den Pelz per Laser los. "Welche Methode, die beste für einen ist, muss jeder Mann letztendlich selbst entscheiden. Das hängt auch mit der Zeit, dem Budget, der Schmerzempfindlichkeit und dem gewünschtem Effekt ab", sagt Westhues.

Um dir die Entscheidung für die optimale Methode zu erleichtern, vergleichen wir im Folgenden die gängigsten Enthaarungsmethoden für die Achseln.

Trockenrasierer vs. Nassrasierer: Herstellung, Preisunterschiede und Handhabung

1. Nassrasur

Die Nassrasur. Die sauberste Art für den kompletten Kahlschlag unter den Achseln. Selbst wenn du dich freiwillig für die Rasur deiner Achselhaare entscheidest, möchtest du vielleicht doch auf eine maskuline und vertraute Technik zurückgreifen - die Nassrasur. Du gehst ähnlich vor wie bei der Rasur von Kinn, Wangen und Hals. Das einzige, was „leider“ nicht geht, ist die Verwendung eines Rasiermessers oder eines Wechselklingenmessers.

Du musst ja deinen Arm heben, so dass du keine zweite Hand hast, um die Haut richtig für die Messerrasur zu straffen. Heißt, du verwendest besser einen feinen Rasierhobel oder einen guten Sicherheitsrasierer - einen mit scharfen Klingen.

Befeuchte deine Achseln am Waschbecken oder unter der Dusche mit warmem Wasser, das erwärmt die Haut und öffnet die Poren. Hebe deinen Arm über den Kopf, das spannt und strafft die Achselhaut etwas. Nun trägst du mit der Hand Rasierschaum auf, aus Rasierseife oder Rasiercreme selbst geschlagen (super) oder auch aus der Dose (okay). Er erweicht deine Haare, lässt Rasierklingen leicht gleiten und minimiert so Rasurbrand.

Nach einer kurzen Einwirkzeit ziehst du mit deinem Rasiertool über die Achseln, zunächst in Wuchsrichtung und dann dieser entgegen. Wasche deine Achselhöhle danach mit kühlem Wasser, das schließt die Poren wieder. Kleine Schnitte kannst du mit blutstillendem Alaunstift behandeln. Etwas mildes After Shave Balsam oder Feuchtigkeitscreme drauf und gut ist‘s.

Die meisten Männer bevorzugen bei der Entfernung der Körperbehaarung die Nassrasur. Kein Wunder, denn: "Die Rasur ist eine einfache, schmerzfreie und vergleichsweise kostengünstige Methode, um Achselhaare zu entfernen", sagt Westhues.

Und so läuft's glatt: Achselhaare sollten immer von oben und von unten rasiert werden, aus dem einfachen Grund, weil sie auch in beide Richtungen wachsen. "Es empfiehlt sich, den Arm während der Rasur weit nach hinten zu strecken. So wird die Haut in der Achselregion gestrafft und kann gründlicher rasiert werden", rät Westhues.

Wenn du die Achselhaare zum ersten Mal rasierst, solltest du sie vorher mit einer Schere stutzen. Sonst können sich die langen Haare im Rasierer verheddern und das ist äußerst unangenehm.

Der Nachteil der Rasur ist, dass immer nur der sichtbare Part des Haares entfernt wird und die Stoppel schnell nachwachsen.

Rasur der Achseln

2. Trockenrasur

Die Trockenrasur. Sie lässt dir die Wahl zwischen komplett weg oder nur reduzieren. Die Nassrasur ist immer eine gründliche Rasur, bei der logischerweise alle Haare hinterher ab sind. Vielleicht möchtest du aber nur ein wenig lichten und kürzen. Dann ist für dich die Trockenrasur geeignet.

Mit einem elektrischen Bart- und Haarschneider, am besten einem, der verschiedene Längeneinstellungen erlaubt, kannst du schnell und einfach deinen Achselhaaren Länge nehmen, dabei Volumen reduzieren und auf männliche Art Ordnung schaffen. Wenn du dich mit ganz glatten Achseln zu feminin fühlen würdest, ist das Trimmen ein guter Mittelweg zwischen Anpassung und Verweigerung.

Allerdings kannst du dich mit einer Trockenrasur dennoch auch komplett nackt unter den Achseln machen. Wenn du das möchtest, dient dir hierzu ein Trockenrasierer, mit dem du auch deinen Bart rasieren kannst. Je hochwertiger das Gerät und je mehr technische Ausstattung es bietet, desto gründlicher wird das Ergebnis ausfallen, und desto sanfter geht es mit deiner Haut um.

Da bei der Trockenrasur fast keine Vorbereitung notwendig ist, du also Achselhaut und Haare vorher nicht befeuchten oder einschäumen musst, sparst du Zeit und kannst jederzeit mal über die Achseln rattern, wenn beispielsweise deine Traumfrau ein kurzfristiges Date angekündigt hat. Zeit zum Auftragen eines duftenden, mild desinfizierenden und pflegenden After Shave Balsams bleibt aber sicher noch. Perfekt für deine Haut und ihre Sinne.

3. Enthaarungscreme

Die schmerzloseste und simpelste Art der Achselhaarentfernung. Einfach nach Anleitung auftragen und abschaben. Vorteil der Enthaarungscreme: Sie ist ohne große Verrenkungen aufzutragen und schmerzfrei - also, wenn es nicht zu Hautrötungen kommt.

Enthaarungscreme wird in einer dicken Schicht auf die Haut aufgetragen und muss dann 10 Minuten einwirken. Mittels Chemie werden die Haare aufgelöst, die Reste anschließend abgewaschen. An robusten Hautpartien wie den Beinen klappt das gut. An sensiblen Stellen, wie eben den Achseln, sind nicht selten schmerzhafte Rötungen die Folge.

Weiteres Problem: Wie bei der Rasur wird das Haar nur oberflächlich entfernt und wächst schnell nach.

4. Waxing, Sugaring, Epilieren

Schmerzhaft mit sadistischem Touch geht Achselhaarentfernung mit Waxing, Sugaring oder einem Epilierer. Diese drei Methoden tun weh, weil die Haare samt Wurzel ausgerissen werden, dafür bist du sie vier bis sechs Wochen los.

Beim Waxing trägst du Wachs, beim Sugaring eine Zucker-Zitronensaft-Wasser-Mischung auf und reißt das Ganze nach dem Erstarren mit einem Ruck ab. Der Epilierer ist ein Elektrorasierer ähnliches Gerät, immerhin, aber er packt das Haar auch samt Wurzel.

Folge auf jeden Fall den Anleitungen des jeweiligen Herstellers bei der Anwendung, auch bezüglich Vorbereitung und Nachbereitung.

5. IPL und Laser

Dauerhaft entfernt deine Haare ein IPL Gerät, das mit Xenonlicht-Impulsen Haarwurzeln verödet, oder ein Laser, dessen gebündelte Lichtstrahlen ebenso veröden. Dazu solltest du aber besser zur Kosmetikerin oder zum Arzt deines Vertrauens.

Laser-Haarentfernung

Weitere Vorteile der Achselrasur

Sie unterstreichen also deine innere Schönheit. Aber du wirst auch nicht mehr so stark nach Schweiß riechen. Denn in Achselhaaren kann sich der Schweiß besser halten, lässt sich nicht so leicht abwaschen und Bakterien, die von den Eiweißen deines Schweißes leben, können sich kräftig vermehren und den üblen Geruch bei ihrer Zersetzungsarbeit produzieren.

In haarfreien Achseln hat ein wohlriechendes Deo weniger Arbeit und du wirst länger gut duften.

Im Ernst: Ohne Haare unter den Achseln erhöht sich die Aquadynamik und verringert sich der Luftwiderstand. Millisekunden, die bei Schwimmern und Läufern zählen. Schön schlau zum Sieg.

Was du beachten solltest

Schön bleibst und schlau bist du, wenn du bei der Achselhaarentfernung ein paar Dinge berücksichtigst und beachtest. Deine Achselhaut ist relativ empfindlich. Sie reagiert entsprechend gereizt auf Rasur, Epilieren, Lasern und all das. Schau dir deine Haut und ihre Reaktion an und ändere die Methode, bis du diejenige gefunden hast, die deine Haut am wenigsten reizt. Jeder ist anders, aber generell treffen folgende Dinge zu.

  1. Alkohol reizt die Achselhaut sehr und trocknet sie aus, so dass du als After Shave nur einen kühlenden, pflegenden und entzündungshemmenden Balsam oder eine Creme mit beispielsweise Kamille, Teebaumöl oder Hamamelis verwenden solltest. Warte aus diesem Grund auch einige Stunden mit dem Deo und rasiere dich deshalb am besten abends.
  2. Rasierst du deine Achselhaare zu tief, ziehen sie sich unter das Hautniveau zurück, wachsen teilweise nicht mehr aus der Pore heraus und es können Abszesse entstehen. Neigst du dazu, ist ein vorausgehendes Peeling ratsam, auch eher die Trockenrasur oder Enthaarungscreme.
  3. Bei der Haarentfernung mit Laser, IPL oder mittels Sugaring solltest du 24 Stunden nachher nicht in die Sonne, ins Solarium und in die Sauna.
  4. Auch die Haarlänge spielt eine Rolle. Beim Epilieren beispielsweise sollten deine Achselhaare nur ein paar Millimeter lang sein, sonst können sie sich verheddern in den Drehköpfen.

Unser Tipp daher: Sei schlau und schau dir die jeweilige Gebrauchsanweisung ganz genau an. Schlau und schön - das geht.

Fakt ist aber auch: Pickel und Hautrötungen sind noch weniger attraktiv als Haare. Wenn sich also die Haut rötet oder Pickel und Pusteln entstehen, sollte man der Haut eine Auszeit gönnen, unabhängig von der Haarentfernungsmethode. Unser Tipp: Trimme deine Achselhaare dann auf eine einheitliche Länge bzw. Kürze, die gerade nicht mehr pikst.

Für eine möglichst schonende Rasur ohne Hautirritationen solltest Sie auf jeden Fall zu einem Rasierer speziell für Frauen greifen. Peelen Sie Ihre Haut ein- bis zweimal wöchentlich.

Er macht die Härchen weicher, legt sich wie ein schützender Film auf die Haut und lässt den Rasierer besser gleiten. Das Ergebnis: glattere Haut und weniger wunder Stellen.

Der Druck verteilt sich damit besser auf der Haut. Wechseln Sie die Klingen daher regelmäßig, etwa alle 2 Wochen oder nach 5 bis 10 Anwendungen.

Gerade die Achseln sind ein schwer zu rasierender Bereich, bei dem es einiges zu beachten gilt. Strecken Sie Ihren Arm möglichst weit nach oben und hinten. Fassen Sie hierfür z. B. an Ihr Ohr auf der anderen Kopfseite.

Um Stoppeln bei der Rasur der Achseln zu vermeiden, rasieren Sie nicht nur von oben nach unten, sondern auch von links nach rechts und diagonal.

Verwenden Sie jetzt unbedingt feuchtigkeitsspendende Cremes für sensible Haut!

Ein guter Zeitpunkt ist beim Duschen oder Baden, denn dann sind die Haare weicher. Spezielle 2-in-1-Duschgele entwickeln einen cremigen Schaum, der die Haare optimal auf die Rasur vorbereitet.

Die Haare müssen schnell weg, aber der Schaum ist leer? Dann greifen Sie statt zu Duschgel besser zu Conditioner.

Während die Klingen über die Haut gleiten, entsteht Reibung - die Haarwurzeln können sich entzünden und es bilden sich kleine Pickelchen.

Hierbei lösen sich Härchen und Rasierschaum, die ansonsten die Zwischenräume der Klingen verstopfen würden.

Auch bei dieser Art der Haarentfernung hält das Resultat lange an - bis zu zwei Wochen etwa. Der Nachteil: Nach dem Epilieren kommt es häufig zu Hautirritationen.

Nach dem Waxing wachsen die Härchen fein nach, zudem kommt es selten zu Hautirritationen.

Allerdings kann es dabei leicht zu Hautirritationen kommen.

tags: #unter #den #achseln #rasieren #manner #anleitung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen