Warum rasieren Triathleten ihre Beine? Gründe und Vorteile

Viele Triathleten rasieren ihre Beine, obwohl es nicht zwingend notwendig ist. Es hat jedoch einige Vorteile, besonders beim Radfahren, aber auch in anderen Bereichen. Hier sind die wichtigsten Gründe für die sportliche Beinrasur:

Daniela Ryf beim Ironman auf Hawaii 2023 mit Trinkflasche im Trikot

1. Hygiene

Während des Trainings und Wettkampfs schwitzt der Sportler stark. Staub, Fliegen und Kettenöl landen auf den Schienbeinen. In behaarten Beinen verklebt dieser Schmutz leicht, während er auf glatter Haut einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden kann.

2. Schnellere Trocknung

Nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen trocknen rasierte Beine schneller. Es reicht, mit einem Handtuch darüberzufahren oder sie im Wettkampf durch den Fahrtwind trocknen zu lassen.

3. Bessere Massage

Physiotherapeuten verwenden oft Öl bei Beinmassagen. Auf behaarten Beinen würden die Haare und das Öl verkleben. Eine Massage auf glatter Haut fühlt sich angenehmer und effektiver an.

4. Unkompliziertere Wundversorgung

Bei Schürfwunden stören Haare nur. Im schlimmsten Fall verkleben sie mit der Wunde, was sehr unangenehm ist. Ohne Haare kann die Wunde besser ausgewaschen und gepflegt werden. Pflaster halten besser auf glatter Haut und lassen sich schmerzfreier entfernen.

5. Bessere Aufnahme von Lotionen

Lotionen ziehen besser in rasierte Haut ein und bilden keine unschönen Röllchen. Wer seine Beine pflegt, wird durch rasierte Beine weniger gestört.

6. Optik

Ohne Haare zeichnen sich die Muskeln deutlicher ab, was für viele ästhetischer wirkt.

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Aerodynamik und Beinrasur

Der Luftwiderstand ist der größte Gegner von Radfahrern, die schnell sein wollen. Sitzposition, Fahrrad und Laufräder sind wichtige Faktoren für eine bessere Aerodynamik. Aber wie sieht es mit der Beinrasur aus?

Rasierte vs. unrasierte Beine - was ist schneller?

Laut Aerodynamik-Experte Jean-Paul Ballard von Swiss Side bringen rasierte Beine einen großen Vorteil. Bei Tests wurden Unterschiede von bis zu 20 Watt Luftwiderstand bei 45 km/h gemessen (10 Watt bei 35 km/h). Dies liegt daran, dass Haare die falsche Art von Rauheit erzeugen. Die beste Lösung sind aerodynamisch optimierte Textilien wie Aerosocken.

Radprofi Simon Geschke

Weitere Aerodynamik-Tipps

  • Bierbauch vs. Waschbrettbauch: Mehr Volumen im Brust- und Bauchbereich kann aerodynamisch von Vorteil sein, da es die Krümmung des Körpers verringert.
  • Rasiertes Gesicht vs. Vollbart: Es gibt keinen messbaren Unterschied, da sich die meisten Haare in der Stagnationszone des Luftstroms befinden. Kühlung ist jedoch wichtiger, daher kann das Rasieren von Gesichts- oder Kopfhaar die Leistung verbessern.
  • Kurzhaarfrisur vs. Zopf: Ein Pferdeschwanz ist normalerweise nicht schädlich, da er sich im Windschatten des Helms befindet. Kurze Haare ermöglichen jedoch eine bessere Kühlung des Kopfes.
  • Slickreifen vs. Profil: Aus aerodynamischen Gründen sollte man am Vorderrad einen Reifen mit Profil verwenden. Am Hinterrad ist die Auswahl freier.

Zusammenfassung der Vorteile

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Vorteile der Beinrasur für Triathleten zusammenfasst:

Vorteil Beschreibung
Hygiene Leichteres Abwaschen von Schmutz und Schweiß
Schnellere Trocknung Beine trocknen schneller nach dem Schwimmen oder Schwitzen
Massage Angenehmere und effektivere Massage
Wundversorgung Einfachere Reinigung und Pflege von Wunden
Lotionen Bessere Aufnahme von Lotionen
Optik Deutlichere Muskeldefinition
Aerodynamik Potenzielle Reduzierung des Luftwiderstands

Tipps für die perfekte Beinrasur

  1. Verwende spezielle Körperrasierer.
  2. Nutze Rasierschaum oder -gel.
  3. Wechsle die Klingen regelmäßig.
  4. Dusche die Beine vorher mit warmem Wasser ab.
  5. Rasiere gegen den Strich.
  6. Wärme den Rasierer an.
  7. Übe wenig Druck aus und lass locker.
  8. Beachte Gefahrenzonen und lass dir Zeit.
  9. Spüle mit kaltem Wasser ab.
  10. Trage Feuchtigkeitslotion auf.

Alternativen zur Beinrasur

  • Waxing/Sugaring: Hält mehrere Wochen, kann schmerzhaft sein.
  • Epiliergerät: Hält bis zu vier Wochen, kann schmerzhaft sein.
  • IPL-/Laser-Behandlung: Dauerhafte Haarentfernung, aber teuer.

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