Haarausfall nach Magen-OP: Ursachen und Lösungen

Viele Menschen erleben nach einer Magenverkleinerung eine Reihe von physiologischen Veränderungen, wobei die offensichtlichste eine Gewichtsveränderung ist. Abgesehen von der Gewichtsabnahme können sich auch der Geschmack und der Appetit verändern.

Für viele Menschen spielt das Haar eine wichtige Rolle bei der Gestaltung ihrer Identität und ihres Körperbildes. Es ist verständlich, dass der Verlust der Haare nach einer Magenverkleinerung beunruhigend sein kann.

Nach der Operation berichten viele Patienten von verstärktem Haarausfall. Dieser sogenannte diffuse Haarausfall tritt gleichmäßig am ganzen Kopf auf.

Es gibt zahlreiche Gründe für den Haarausfall nach einer Magenverkleinerung, der häufigste Grund ist jedoch die Operation selbst und der damit verbundene schnelle Gewichtsverlust.

Ursachen für Haarausfall nach Magen-OP

Wenn nach einer Magenverkleinerung Haarausfall auftritt, kann das verschiedene Ursachen haben. Häufig liegt der Grund in der veränderten Aufnahme von Nährstoffen, Proteinen und Vitaminen.

Der Magen ist ein wichtiger Bestandteil des Verdauungssystems und spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung. Wenn der Magen verkleinert wurde, kann es schwieriger werden, ausreichend Nährstoffe und Proteine aufzunehmen, was wiederum zu Haarausfall führen kann.

Auch die verminderte Nahrungszufuhr und weniger Kalorien können sich auf den Körper auswirken. Auch der Stress, der mit einer Operation und der anschließenden Rehabilitation verbunden ist, kann zu Haarausfall führen.

Ein so umfassender Eingriff wie eine Magenverkleinerung ist ein großer Stress für deinen Körper, selbst wenn du dich grundsätzlich prima von der Operation erholst. Da kann es sein, dass der Körper die Funktionen einschränkt, die nicht zum Überleben notwendig sind.

Bei den vielen Betroffenen handelt es sich um das sogenannte Telogene Effluvium. Dieser Effekt kommt dadurch zustande, dass sich das Verhalten der Haare in den unterschiedlichen Phasen verändert und sich die Haare vermehrt in der Telogenischen Phase, also der Ruhephase, befinden als in der Anagenen Phase (Wachstumsphase) oder der Katagenen Phase (Übergangsphase).

Der Haarzyklus

Das Haar ist eines der Hautanhangsgebilde. Es wächst aus dem Haarfollikel (Haarzwiebel), der sich in der Dermis befindet und bis an die Hautoberfläche reicht. Es besteht zum größten Teil aus Keratin. Jedes Haarfollikel durchläuft einen Wachstumszyklus.

Der Zyklus besteht aus 3 Phasen: Anagen, Katagen und Telogen. Die Anagenphase ist die Phase der aktiven Haarproduktion. Katagen ist die Phase der Umwandlung vom aktiven Wachstum in die Ruhephase. In dieser Phase befindet sich das Haar in der Entwicklung. Die Länge dieser Phasen variiert von einem Körperteil zum anderen.

Auf dem Kopf kann die Anagenphase fünf Jahre andauern, die Katagenphase dauert zwei Wochen, während die Telogenphase etwa drei Monate dauert. Jedes Haarfollikel durchläuft seinen Zyklus unabhängig von den anderen.

Nährstoffmangel als Ursache

Nährstoffmangel kann zu starkem Haarausfall führen. Die wichtigsten Nährstoffe, die sich auf den Haarausfall auswirken, sind Zink, Eisen und Protein. Es wird empfohlen, regelmäßig Bluttests durchführen zu lassen, um einen eventuellen Nährstoffmangel frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls eine Nahrungsergänzung oder Vitaminsupplementierung vorzunehmen.

Viele Patienten berichten, dass Sie nach der Operation Alkohol nicht mehr oder nur noch in kleinen Mengen vertragen. Nach einer Magenverkleinerung ist es wichtig, auf Alkoholkonsum zu verzichten oder diesen zumindest stark zu reduzieren. Der veränderte Magen kann dazu führen, dass Alkohol schneller und stärker vom Körper aufgenommen wird. Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass Alkohol eine hohe Kaloriendichte hat und somit den Gewichtsverlust nach der Operation beeinflussen kann. Außerdem kann übermäßiger Alkoholkonsum auch Auswirkungen auf die Wundheilung haben. Daher sollte Alkoholkonsum nach einer Magenverkleinerung operation vermieden werden oder nur in Maßen genossen werden.

Proteinmangel ist eine der Ursachen für Haarausfall. Keratin ist ein Protein, das reich an Disulfidbindungen ist. Ein Mangel an schwefelhaltigen Aminosäuren wie Cystein und Methionin führt zur Bildung von spröden und brüchigen Haaren und anschließendem Haarausfall.

Studien haben auch gezeigt, dass eine Supplementierung mit Zink aufgrund seiner Rolle bei der Protein- und Nukleinsäuresynthese in den Haarfollikeln und anderen Körperzellen das Nachwachsen der Haare unterstützen kann.

Biotin ist ein weiterer Mikronährstoff, dessen Mangel mit Haarausfall in Verbindung gebracht wurde. Es ist eines der wasserlöslichen Vitamine des B-Komplexes (auch bekannt als Vitamin H oder Vitamin B7). Es wird jedoch von den Bakterien im Darm produziert, und ein Mangel tritt nur selten auf, außer bei Menschen mit einer angeborenen Stoffwechselstörung.

Die Vorbeugung von Haarausfall nach einer Schlauchmagen-Operation erfolgt durch eine adäquate Ernährung vor und nach der Operation. Da Haare aus Keratin, einem Faserprotein, bestehen, verhindert eine ausreichende Proteinzufuhr einen Mangel an den notwendigen Aminosäuren (Cystein und Methionin) und verringert das Risiko bzw. Nahrungsergänzungsmittel mit Mikronährstoffen wie Zink, Vitamin B12, Folsäure usw. Sie sollten sich jedoch darauf einstellen, dass diese Komplikation trotz aller notwendigen Vorbeugungsmaßnahmen auftreten kann.

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Was kann man gegen Haarausfall tun?

Es gibt auch einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um den Haarausfall zu verringern. Dazu zählen zum Beispiel das Tragen von lockeren Frisuren und der Verzicht auf übermäßiges Styling, das die Haare zusätzlich belastet sowie die Zufuhr von entsprechenden Vitaminen und Nährstoffen.

Auch die Einnahme von Tabletten, die das Haarwachstum anregen, kann helfen. Sowohl Neofollics Tabletten als auch Revita Sod Tabletten unterstützen den Körper und liefern die richtigen Nährstoffe.

Auch Eisen und Vitamin B12 müssen regelmäßig durch den Hausarzt überprüft werden, damit es nicht zu einer Blutarmut kommt. Dies gilt insbesondere beim Magen-Bypass. Die Zufuhr von B12 und Eisen geht in den meisten Fällen nur mittels Injektion. Häufig muss zudem auch Eiweiß (in Form von Shakes) zugeführt werden.

Da der Magen verkleinert wurde, ist es ihm nicht mehr möglich das Vitamin B12, was erst im Magen zu Vitamin B12 wird, als solches umzusetzen. Deswegen muss es in Spritzenform verabreicht werden. Vitamin D und Calcium können häufig durch die Operation nicht in ausreichendem Maße aufgenommen werden. Beide Vitamine sollten als Tablettenform eingenommen werden, zur Vorbeugung einer Osteoporose.

Auch nach einem bariatrischen Eingriff besteht die Möglichkeit, ein Kind auszutragen. Die Wirksamkeit oraler Verhütungsmittel (Antibabypille) kann nach einer bariatrischen Operation herabgesetzt sein, da die Aufnahme verzögert oder verringert werden kann. Sie sollten daher in Absprache mit Ihrem Gynäkologen andere Verhütungsmittel verwenden.

Abschließend gilt: Haarausfall nach OP ist oft nur ein vorübergehendes Phänomen. Nach einer Operation kann der Körper geschwächt sein - und das zeigt sich oft auch am Haar.

Die Muli-Vitamin Tabletten, die Ihnen ihr Arzt nach der Operation empfohlen hat sollten Sie regelmäßig einnehmen. Bei Bedarf sollten Sie extra Proteinpräparate nach der Operation einnehmen.

Falls der auftretende Haarausfall für den Patienten sehr unangenehm ist, kann auch eine Mesotheraphie durchgeführt werden. Eine Mesotheraphie ist eine Behandlung mit Hyaluronsäure und wichtigen Nährstoffen.

Denken Sie daran, dass der Grad des Haarausfalls von Patient zu Patient unterschiedlich ist. Bei Patienten mit einer Schlauchmagen-Operation ist die Häufigkeit von Haarausfall gering, da es sich um eine rein restriktive Operation ohne malabsorptive Komponenten handelt. Mikronährstoffdefizite können jedoch eher auf eine unzureichende Aufnahme als auf eine schlechte Absorption zurückzuführen sein.

Hier ist eine tabellarische Übersicht über die wichtigsten Nährstoffe und ihre Bedeutung bei Haarausfall nach Magen-OP:

NährstoffFunktionEmpfohlene Zufuhr
ProteinBaustein der Haare (Keratin)60-80 Gramm pro Tag
EisenWichtig für den Sauerstofftransport zu den HaarfollikelnAbhängig vom Blutbild, ggf. Supplementierung
ZinkReguliert Haarwachstum und beugt Alopezie vor8-22 mg pro Tag
Vitamin B12Wichtig für die Zellteilung und das HaarwachstumGgf. Injektionen, da Aufnahme im Magen reduziert
BiotinUnterstützt den Stoffwechsel der HaarfollikelGgf. Supplementierung

Auch wenn Haarausfall nach einer Magenverkleinerung äußerst ärgerlich ist, hat er eine positive Sache: Im Gegensatz zu verschiedenen anderen Arten von Haarausfall ist er normalerweise temporär.

In den meisten Fällen sind in den ersten zwei Monaten nach der Operation noch keine Veränderungen sichtbar. In der Regel beginnt der Haarausfall dann etwa 3-4 Monate nach der Operation und erreicht seinen Höhepunkt nach etwa 6 Monaten. Danach sollte der Haarausfall allmählich aufhören und das Haar wächst wieder nach.

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