Die traditionellen japanischen Frisuren für Männer sind ein faszinierendes Thema, das weit über den modernen "Man-Bun" hinausgeht. In der Geschichte Japans spiegelten Frisuren nicht nur den persönlichen Stil wider, sondern auch den sozialen Status und die Zugehörigkeit zu bestimmten Kriegerklassen.
Ein Samurai mit traditionellem Topknot.
Unter der gesamten Bevölkerung Japans zeichneten sich Samurai in erster Linie durch ihr ursprüngliches Aussehen aus. Ihr Kostüm und ihre Frisur fielen mir auf. Frisuren waren anders. Es war diese oder jene Art von Frisur, die den sozialen Status einer Person in der Gesellschaft anzeigte. Eine Verletzung dieser Abstufung hatte schlimme Folgen. Deshalb mussten die unteren Klassen nur die Frisuren tragen, die nur für sie bestimmt waren. Somit unterschied sich der höchste Adel von gewöhnlichen Samurai.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Frisur des japanischen Kriegers in der Antike recht einfach war. Die Haare auf dem Kopf wurden in einem starken Knoten gesammelt, der mit einer schwarzen Kordel zu einem Knoten am Scheitel zusammengebunden wurde. Nach einiger Zeit begannen die Perlen, die Vorderseite des Kopfes zu rasieren. Die neue Frisur hat den lakonischen Namen "Sakayaki" erhalten.
In den folgenden Jahren, ab der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, kann man die Entwicklung der Frisuren beobachten. Zum Beispiel trugen Samurai im 16. Aber die Haare an den Schläfen wurden absolut nicht abrasiert. Eine solche Haarsträhne wurde "Kobin" genannt. Es war der "Kobin", der das Hauptmerkmal der Frisur des Samurai war. Um zwischen Samurai und anderen Schichten zu unterscheiden, mussten alle Handwerker und Kaufleute eine solche Locke abrasieren.
Ende des 16. Jahrhunderts kehrten die Samurai zu ihren alten Traditionen zurück. Diese Frisur war ziemlich praktisch. Sie brauchte nicht viel Zeit, Mühe, schloss nicht die Augen. Bart oder Schnurrbart waren bei den Samurai nicht so beliebt. Die Haare auf den Wangen, Kinn, Stirn Samurai rasiert fast jeden Tag. In früheren Zeiten trugen die Perlen jedoch noch einen Bart, einen Schnurrbart, der ihnen ein Bild des Greuels verlieh. Jeder Krieger musste den Feind mit seinem Erscheinen verscheuchen. Eine damals übliche Art des Haarschnitts für Bärte und Schnurrbärte waren kleine Spitzen am Kinn und lange Enden des Schnurrbarts. Dieser Auftritt war nicht der beste und schönste.
Der Samurai, der sein Vasallentum verlor und ein Ronin wurde, trug eine völlig andere Frisur. Er ließ sein Haar lang gehen.
Da in der Mode doch bekanntlich alles wieder einmal zurückkehrt, erobert auch die Frisur mit den kurz geschorenen Seiten und dem langen Deckhaar, zusammengebunden zu einem lässigen Männerdutt, wieder die Straßen. Was macht eine klassische Samurai-Frisur aus?
Der Männerdutt kann auf unterschiedlichste Weisen getragen werden: Mit langen Haaren, locker und verhalten im Nacken geknotet, mit mittiglangen Haaren oder eben mit einem Undercut. Das Deckhaar wird hoch oben geknotet, während die Seiten kurz bleiben, wie es für den Samurai-Bun typisch ist. Dieser hat einen besonders hohen Wiedererkennungswert.
Denn es gilt: Desto mehr Deckhaar, desto mehr Volumen und Fülle bekommt Ihr Dutt.
Wer genügend Haar auf dem Kopf hat und keinen Under Cut, der kann sich für eine weitere Variante der Samurai-Frisur entscheiden und zwar mit einem sogenannten Half-Bun. Hier nehmen Sie die obere Hälfte der Haare, also das Deckhhaar, und binden lediglich dieses mit einem Haargummi zusammen. Der Rest darf locker hängen bleiben.
Verschiedene Arten von Man-Buns.
Wie es bei den meisten Frisuren und Bärten der Fall ist, steht auch der Samurai-Dutt nicht jedem. „Der Träger sollte ein markantes Gesicht haben, dazu einen dichten Vollbart ohne Geheimratsecken“, weiß Setti. Besonders gut passe die Frisur außerdem zum Business Look. Die Kombination aus Man-Bun und Anzug sei, so der Experte, garantiert ein Trendsetter im Office.
Hat man jedoch ein paar Pfunde mehr im Gesicht und neigt zu schütterem Haar mit hohem Haaransatz, rät der Hairstylist vom Männerdutt eher ab. Bei dünnem Haar empfehlen wir eher einen wuscheligen Kurzhaarschnitt oder einen kurz geschorenen Buzz Cut.
Trotz gewollter Nachlässigkeit und Lässigkeit, die ganz klar zur Samurai-Frisur gehört, sollten Ihre Haare nie fettig oder gar ungepflegt aussehen. „Auch der Samurai-Bun will gepflegt werden, Männer!“, erklärt der Hairstylist.
„Gehen Sie alle drei bis vier Wochen zum Friseur Ihres Vertrauens und lassen Sie sich die Seiten wieder abrasieren. Dabei können Sie auch gleich die Kontur Ihres Barts wieder in Form bringen." Ebenso wichtig ist es, dass das Deckhaar immer frisch gewaschen ist, damit Ihr Dutt nicht strähnig aussieht. Unser Experte empfiehlt außerdem einmal die Woche eine reichhaltige Maske und sich regelmäßig die Spitzen schneiden zu lassen.
Auch ein Spray, das in die nassen Haare gegeben wird und vor Hitze und Strahlungen schützt, bietet sich beim Man-Bun an.
Alles was man für das richtige Styling des Männerdutts benötigt, sind zwei Haargummis. Bei schwachem Halt empfehlen wir ein Wachs für die Haare, gelegentlich auch ein trockenes Haarspray. Das sollte jeder für sich selbst ausprobieren. Unser Experte rät von allen Produkten ab, die die Haare zu „nass“ machen, zu schnell trocken oder hart werden lassen. Dazu gehören Gele und Haarlacke, die das Haar steif und unflexibel wirken lassen und dem Look so die gewollte Lässigkeit nehmen.
Schritt 1: Legen Sie zwei Haargummis bereit und binden Sie mit dem ersten, möglichst weit oben auf dem Hinterkopf, einen strammen Zopf.
Schritt 2: Nehmen Sie nun das zweite Haargummi und ziehen Sie den Zopf nur halb durch - schon sitzt der Dutt.
Schritt 3: Benutzen Sie anschließend ein Wachs, das der Frisur einen natürlichen Glanz verleiht. Tragen Sie zusätzlich etwas Haarspray auf, damit die Frise den Tag übersteht.
Bedenken Sie, dass der Zopf nicht allzu streng sein sollte. Schließlich lebt der Samurai-Bun doch vor allem von dem Stilbruch zwischen kurz rasierten Seiten und lässigem Deckhaar. Zu viel Strenge sorgt außerdem dafür, dass der Look schnell zu gewollt aussieht. Es dürfen sich auch gern mal ein paar Strähnen lösen.
Erklären Sie Ihrem Friseur genau, was Sie haben wollen. In diesem Fall: Einen Undercut mit langem Deckhaar. Dieser kann Sie anschließend optimal beraten und klären, ob diese Frisur zu Ihrer Gesichtsform passt. „So kann er den optimalen Schnitt zu deinem Samurai-Bun kreieren“.
Die Beliebtheit des Männerdutts und dessen Variationen zeigen, dass Männer heutzutage nicht nur zwischen kurz und noch kürzer wählen müssen. Der „Unisex“-Trend und darum kreisende Debatten sorgen auch dafür, dass Man(n) sich mehr Gedanken um seine Frisuren machen darf. Heute stehen nicht mehr streng durchdachte Looks, sondern eine ungewollt wirkende Lässigkeit im Vordergrund, die trotzdem von einem gewissen Stilbewusstsein zeugt.
Neben dem Samurai-Dutt gab es in der japanischen Geschichte noch weitere traditionelle Frisuren für Männer:
Eine Darstellung der Zangiri-Frisur.
tags: #traditionelle #japanische #frisuren #manner
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.