Rasierer, Epilierer, Wachs, Creme - Körperhaare lassen sich auf viele Arten entfernen. Epilierer rupfen die Haare samt Wurzel aus und versprechen somit eine gegenüber Rasierern relativ lang anhaltende Haarentfernung. Allerdings kann Epilieren ein wenig Ziepen. Wie unser Test von neun Epilieren zeigt, gibt es jedoch gehörige Unterschiede zwischen den Produkten.
Viele Frauen schwören auf die Haarentfernung mit dem Epilierer, hält das glatte Ergebnis doch länger als nach einer Rasur. Mit einem Epilierer entfernen Sie ungewünschte Haare direkt an der Wurzel.
Ein guter Epilierer arbeitet gründlich: Mit Hilfe kleiner, auf einer Walze angeordneten Pinzetten reißt er die Körperhaare mitsamt den Haarwurzeln aus - das kann schmerzen. Doch das Leiden lohnt sich: Laut Saldo können die Beine zwei bis drei Wochen glatt bleiben.
Ein Epilierer ist ein Gerät zur Haarentfernung, welches meist selbst zu Hause verwendet wird und damit semipermanente Haarentfernung wie Waxing in Studios ersetzt. Die Geräte sind elektrische und verfügen über einen Akku, der regelmäßig aufgeladen werden muss. Die Haare werden samt Wurzel entfernt, wodurch ein glattes Finish erreicht wird, das bis zu vier Wochen anhält.
Die Stiftung Warentest testete in ihrer Ausgabe 05/2019 zehn Epilierer. In Anwesenheit eines Experten oder einer Expertin unterstützten 24 Probandinnen den Test, indem sie mit den verschiedenen Geräten je ein Bein epilierten. Sowohl Probandinnen als auch die Experten beurteilten im Anschluss die Gründlichkeit der Epilation. Getestet wurden unter anderem die Haarentfernung, die Hautschonung und die Handhabung. Auch die Haltbarkeit (inklusive Falltest), der Akku sowie Umwelt und Gesundheit flossen in die Bewertung ein.
Die Testergebnisse waren recht durchwachsen. Bei den Nass-Epilierern konnten immerhin drei der fünf getesteten Epilierer die Prüfer der Stiftung Warentest überzeugen, bei den Trocken-Epilierern nur ein einziger von Braun. Ein günstiges Gerät überstand nicht einmal den Falltest. Von den vier insgesamt “gut“ bewerteten Epilierern waren drei vom Hersteller Braun, der vierte war von Panasonic.
Unter die Testsieger schafft es der Braun Silk-épil 9/980 SkiSpa SensoSmart mit sehr guten Teilnoten in Handhabung und Haltbarkeit. Er kann auch unter der Dusche eingesetzt werden. Bei den Trocken-Epilierern liegt der Braun Silk-épil 3 3/410 vorne. Er punktet mit einer einfachen Handhabung und einem günstigen Preis.
Als Testsieger ging der akkubetriebene Epilierer ES-EY30 von Panasonic hervor, der rund 89 Euro kostet. „Er entfernte die Haare am saubersten und am schnellsten“, urteilt Saldo. Mit bloßem Auge seien nach der Anwendung keine Haare mehr erkennbar gewesen - nicht einmal an schwer zugänglichen Stellen wie den Kniekehlen. Ein paar Punktabzüge gab es allerdings, weil die Probandinnen beim Epilieren ein unangenehmes Ziehen beschrieben.
Weniger schmerzhaft, aber auch etwas weniger effektiv arbeitete der Zweitplatzierte Silk-épil 9 flex von Braun. Das akkubetriebene Gerät - mit einem Preis ab rund 195 Euro das teuerste im Test - hinterließ laut Saldo nach dem ersten Durchgang am Schienbein noch einige sichtbare Haare.
Sehr glatte Ergebnisse, lange Haarfreiheit und ein praktischer kippbarer Epilierkopf bescheren dem Panasonic ES-EY90-A den Testsieg im Praxistest. Vor allem der extra Epilierkopf für Achseln ist bei dem Gerät eine Besonderheit.
Im Praxistest kann der sehr günstige SilverCrest Personal Care Epilierer SED 3.7 H4 / SOED 3.7 H4 überzeugen: Er entfernt lange und kurze Haare zuverlässig, die Haut ist nach der Behandlung nicht gereizt. Im Test waren die behandelten Stellen sechs Tage lang glatt, bevor die ersten Stoppeln wieder spürbar wurden. Angesichts der soliden Leistung, der 32 Pinzetten und des niedrigen Preises ist der Silvercrest-Pinzettenepilierer eine gute Wahl für alle, die mit dem deutlich hörbaren Epiliergeräusch und dem umständlichen Sicherheitsschalter leben können.
Der Braun Silk épil 9 Flex SES 9 Type 5380 punktet mit der umfangreichsten Ausstattung im Test (Case, viele Aufsätze, separater Gesichtsepilierer und Mini-Shaver). Der Braun Silk épil 9 Flex SES 9 Type 5380 hat die umfangreichste Ausstattung im Testfeld. Dadurch ist der höhere Preis unserer Einschätzung nach gerechtfertigt.
Der Braun Silk épil 7 5392 ist das solide All-in-one-Set mit guter Handhabung, Wet & Dry sowie sehr langer Akkulaufzeit im Test (143 Minuten). Die Epilation ist hautschonend und zuverlässig.
Im Praxistest spielt der Panasonic ES-EY30-V seine größte Stärke beim Epilierergebnis aus. Lange und kurze Haare werden in allen Bereichen gut erfasst, nur vereinzelt muss man mehrfach über eine Stelle gehen. Die Haut fühlt sich nach der Epilation wirklich glatt an. Anders als bei einigen anderen Geräten im Test, bei denen eher das Gefühl „zwei Tage nach der Rasur“ bleibt. Schmerzen, Brennen und starke Irritationen bleiben weitgehend aus. Mit etwas Körperlotion nach der Anwendung verschwinden auch leichte Reizungen schnell. Und das Beste: Es folgen 15 haarfreie Tage.
Der Philips Series 8000 BRE740/10 überzeugt im Praxistest mit einer sehr langen Akkulaufzeit. Auch die fünf Aufsätze (darunter zwei Trimmer) sprechen für das Gerät. Schade, dass es keinen extra Sensitiv-Epilierkopf (nur Kappe) gibt. Hinzu kommt das laute Betriebsgeräusch über 86 dB, eine durchwachsene Epilierleistung mit deutlicher Rötung/Brennen und ein schwer zu führender Hornhautaufsatz.
Ein Epilierer zieht die Haare samt Wurzel aus der Haut. Der Epilierkopf verfügt über ein oder zwei Walzen, die mit kleinen rotierenden Pinzetten bestückt sind. Diese öffnen und schließen mit hoher Geschwindigkeit und entfernen so die Haare gründlich.
Von Vorteil: Im Gegensatz zur Rasur, bei der die Haare schnell wieder nachwachsen, bleiben die durch Epilation behandelten Körperstellen länger glatt. Allerdings wird die Epilation von manchen Frauen als schmerzhaft empfunden. Bei empfindlicher Haut können Rötungen entstehen, die aber in der Regel schnell wieder abklingen.
Nach der Behandlung kann man sich auf bis zu vier Wochen glatte Haut freuen. Epiliert man regelmäßig über Jahre hinweg, werden die nachwachsenden Haare weniger und dünner.
Damit sich die Schmerzen in Grenzen halten, sollte man die Haut bereits ein paar Tage vor der Enthaarung auf die Prozedur vorbereiten. Regelmäßiges Peeling beugt eingewachsenen Körperhaaren vor, Cremes erhöhen die Feuchtigkeit der Haut, was sie weniger schmerzempfindlich sein lässt.
Wichtig: Die Härchen sollten nicht zu lang sein, sonst ziept es gehörig beim Zupfen. Zwei bis drei Millimeter sind eine optimale Länge.
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