Lange, dichte Wimpern sind der Traum vieler. Wimpernseren versprechen, diesen Traum wahr werden zu lassen. Doch halten sie, was sie versprechen? Und welche Risiken sind mit der Anwendung verbunden? Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen mit Wimpernseren, vergleicht Vorher-Nachher-Ergebnisse und geht auf die potenziellen Risiken und Nebenwirkungen ein.
Die Wimpern werden im Alltag oft strapaziert. Wasserfeste Mascara, das Tragen einer Schlafmaske oder das Reiben der Augenpartie können dazu führen, dass Wimpern häufiger ausfallen. Ein Wimpernserum kann hier helfen, indem es die Wimpern stärkt und das Wachstum anregt.
Allein am oberen Augenlid hast du 100 bis 150 Wimpern, die in drei Reihen verteilt sind. Unten sind es in etwa 100. Man teilt den Zyklus grob in vier Phasen ein: die aktive Wachstumsphase, die Festigungsphase, die Ruhephase und der Ausstoß. Insgesamt ist dieser Zyklus zwischen zwei und vier Monaten lang. Sprich: Deine Wimpern fallen in dieser Zeit aus und wachsen neu nach - je nach Person ist das unterschiedlich.
Ein Wimpernserum ist das ideale Mittel dafür, deinen eigenen Wimpern den Boost zu verleihen, den sie verdient haben. Doch wirken alle Wimpernseren gleich? Nicht wirklich. Es gibt einen großen entscheidenden Unterschied, wenn es um die Funktion von Wimpernseren geht - und dieser wird durch diese zwei verschiedenen Stoffe bestimmt:
Wie bei so ziemlich allen Beauty-Produkten gilt auch für Wimpernseren: Dein Geschmack und dein Körper entscheiden. Ein gutes Wimpernserum sieht eben nicht für jede:n gleich aus: Während sich manche den sofortigen Effekt wünschen, möchten andere lieber einen langsameren, aber softeren Prozess des Wimpernwachstums erzielen.
Damit du das perfekte Produkt für dich findest, ist wichtig zu wissen: Ist es dir wichtig, ob das Produkt hormonfrei ist? Möchtest du deine Wimpern langsam, aber effektiv stärken und nähren? Diese Kriterien spielen eine wichtige Rolle für die Entscheidung:
Es gibt viele Wimpernseren auf dem Markt - aber welche wirken tatsächlich? Unsere Editors haben verschiedene Produkte getestet und teilen ihre Erfahrungen mit euch.
Unsere Editors haben Wimpernseren über mehrere Wochen getestet und dabei geprüft: Sind sie gut verträglich? Gibt es Nebenwirkungen? Und natürlich: Werden die Wimpern durch regelmäßige Anwendung wirklich länger?
Hier eine Übersicht von getesteten Wimpernseren:
Die Redakteurin Madeline Dangmann berichtet über das "Eyelash Activating Serum" von M2 Beauté: "Bereits vor ein paar Jahren hat es mir innerhalb von Wochen für meine Hochzeit Traumwimpern gezaubert. Und auch jetzt bin ich einfach nur begeistert! Schon nach ca. drei Wochen sind meine Wimpern merklich (!) länger - und kommen mir außerdem auch etwas dichter vor."
Sarah Riechwald, Junior Photo & Visual Content Editor, sagt über das Wimpernserum von Douglas Collection: "Für mich war ein sehr wichtiger Faktor, dass das Serum hormonfrei ist. Vorherige Wimpernseren, die ich ausprobiert hatte, haben bei mir zu dunklen Augenringen geführt oder hatten andere Nebenwirkungen. Das Serum von Douglas Collection hat meine Wimpern nach ca. vier Wochen durch die natürlichen Inhaltsstoffe gestärkt und allgemein robuster und voller gemacht."
Leona Ullmann, Affiliate Beauty Editor, über den “Lash & Brow Booster” von RefectoCil: "Ohne Wimpernserum? Ohne mich! Für meine von Natur aus relativ kurzen, hellen Wimpern ist der zusätzliche Boost unverzichtbar. Das Serum von RefectoCil kenne und nutze ich schon länger. Es sorgt dafür, dass meine Wimpern gestärkt werden und nicht abbrechen - auch, wenn ich fast täglich eine Wimpernzange nutze. Besonders liebe ich daran, dass ich es auch für meine Augenbrauen verwenden kann."
Die Erfahrungen mit Wimpernseren sind vielfältig. Viele Anwender berichten von längeren, dichteren und dunkleren Wimpern. Allerdings gibt es auch Berichte über Nebenwirkungen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören:
Diese Reaktionen lassen sich auf einen bestimmten Inhaltsstoff in den Seren zurückführen: Prostaglandine. Das sind Gewebshormone, die von Natur aus in Menschen und anderen Tieren vorkommen und zuerst bei der Behandlung von Glaukomen (grüner Star) zum Einsatz kamen.
Katie Berohn, Beauty-Redakteurin bei Who What Wear, gab zu: „Ich bin definitiv eine der Leute, die sich vor Wimpernseren fürchten. Ich habe grüne Augen und große Angst vor Verfärbungen, also halte ich mich davon fern. Es ist einfach eine so empfindliche Körperpartie und längere Wimpern sind mir nicht wichtig. Deswegen hatte ich nie das Gefühl, es könnte die Mühe wert sein.“
Einige Leute erzählen, ihr Wimpernserum habe dazu geführt, dass ihre Augen müde aussähen - was sie durch das Serum vielleicht eigentlich hatten beheben wollen. „Ich sehe aus, als hätte ich seit Wochen nicht geschlafen“, erzählt Becker in dem Video mit der Caption „GrandeLash Side Effects“. „Ich dachte mir: Was habe ich in meiner Hautpflegeroutine geändert, das dafür sorgen könnte, dass meine Augen so rot und verfärbt aussehen? Die Antwort ist: dieses Serum“, sagt sie und hält die goldene Tube Wimpernserum in die Kamera.
Kelly Washington, eine Social-Media-Redakteurin hier bei Refinery29, hat „empfindliche und zu Ausschlägen neigende Haut“ und erzählt mir, ein Wimpernserum habe bei ihr über Nacht eine Hautreaktion rund um die Augen ausgelöst. „Ich wachte mit geschwollenen, roten, wunden Augen und dunklen Ringen über und unter meinen Augen auf“, sagt sie. „Ich war damals bei meiner Familie und als ich morgens aus meinem Zimmer kam, fragten mich alle wegen meiner Augen, ob es mir gut ginge. Die dunklen Augenringe waren sogar in Video-Calls sichtbar.“
Die Inhaltsstoffe von Wimpernseren variieren je nach Produkt. Zu den häufigsten Inhaltsstoffen gehören:
Dr. Lazar ergänzt jedoch, dass es bei diesen bestehenden Problemen „definitiv nicht hilft“, ein prostaglandinhaltiges Wimpernserum zu verwenden, und in vielen Fällen sogar bestehende Trockenheit oder Reizungen verschlimmern kann - vor allem, wenn du empfindliche Haut oder okuläre Rosacea hast (das ist eine Entzündung, die Jucken, Brennen und Rötungen an den Augen hervorrufen kann).
Viele derjenigen, die schon aus ästhetischen Gründen Wimpernseren verwendet haben, entscheiden sich jetzt stattdessen für alternative Behandlungen, die mit wenigeren Risiken verknüpft sind. Besonders beliebt ist das sogenannte Wimpern-Lifting, bei dem du etwa 30 bis 45 Minuten lang mit geschlossenen Augen da sitzt, während dir eine chemische Lösung auf die Wimpern aufgetragen wird, die daraufhin mit Silikon-Papilloten in Form gebogen werden. Die Wimpern erhalten ihren neuen Schwung danach etwa drei bis sechs Monate lang.
Refinery29-Social-Media-Redakteurin Breanna Davis sagt: „Ich würde immer eher individuelle Wimpern benutzen, bevor ich zum Serum greife.“
Wenn du den sichtbaren Effekt von Wimpernseren mit Prostaglandin magst und keine Nebenwirkungen feststellst, kannst du das Serum aber natürlich weiter verwenden. Um das Meiste herauszuholen, empfiehlt die Optikerin und Mitbegründerin von Peep Club Nicola Alexander-Cross, prostaglandinhaltige Seren drei Monate am Stück zu benutzen, gefolgt von einer mehrmonatigen Pause, um die Risiken der Nebenwirkungen des Langzeitgebrauchs zu minimieren.
Ein Pflegeserum für die Wimpern kann man dagegen täglich anwenden. "Sichtbare Effekte starten meist zwischen Woche vier und sechs, maximal nach etwa zwölf Wochen", so Dr. Steinkraus. Zudem merkt sie an: "Pausiert man dauerhaft, fallen die Wimpern nach und nach auf das ursprüngliche Maß zurück. Die Anagenphase normalisiert sich".
Kurz und knapp: Nein! "Damit Prostaglandin-Analoga wirken, müssen sie direkt an den Wimpernansatz aufgetragen werden - also dorthin, wo der Haarfollikel sitzt", sagt Dr. Steinkraus. Mascara sitze auf dem Haar, nicht auf dem Follikel und das bedeute, dass es keinen Effekt auf das Wimpernwachstum habe. "Mascara mit 'Wimpernserum-Claim' enthält daher meist pflegende Stoffe (zum Beispiel: Öle oder Peptide), aber keine wachstumsaktiven Konzentrationen." Das heißt: "Serum-Mascara wirkt pflegend, aber nicht wachstumsfördernd auf die Wimpern", so Dr.
Nein, eine klassische Wimperntusche ist nicht wachstumsfördernd für die Wimpern. Sie tuscht, definiert und verleiht Schwung und Länge. Damit die Wimpern gesund wachsen können, ist es wichtig, dass du Mascara immer vollständig und sanft abschminkst, ohne Härchen auszureißen. Das bestätigt auch die Fachärztin: "Mascara selbst hemmt das Wachstum nicht. Aber zu aggressive Reinigung, rubbeln, wasserdichte Mascara, die nur schwer abzukriegen ist, sowie zu häufiges Wimpernbiegen führt zu Wimpernbrüchen." Und das könne die Wimpern kürzer wirken lassen. Eine Serum-Mascara könne das jedoch nicht ausgleichen. Trotzdem könne sie "die Haarfaser stärken, das Abbrechen reduzieren und die Wimpern optisch dichter erscheinen lassen", sagt die Fachärztin.
Das Angebot an Wimperntuschen ist vergleichbar mit Sand am Meer - wasserfeste Mascara, braune Mascara, klassische Mascara, farbige Mascara, durchsichtige Mascara, Mascara mit Wimpernserum, Tubing Mascara und so weiter. Deswegen lässt sich DIE eine beste Mascara auch nur schlecht küren, da es einfach sehr viele gute Produkte gibt. In unserer Übersicht "Beste Mascara", in der wir Highlight-Produkte aus der Kategorie Wimperntusche zusammentragen, findest du die Favoriten, die uns aktuell am meisten überzeugen.
Wimpernseren können eine effektive Möglichkeit sein, um längere und dichtere Wimpern zu bekommen. Allerdings sollte man sich der potenziellen Risiken und Nebenwirkungen bewusst sein. Es ist ratsam, vor der Anwendung einen Arzt oder Optiker zu konsultieren und auf Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen zu setzen.
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