Stärkerer Haarausfall nach dem Duschen: Ursachen, Mythen und Lösungen

Viele Menschen bemerken einen verstärkten Haarausfall während oder nach dem Duschen. Dies kann beunruhigend sein, ist aber oft auf falsche Haarpflege, alltägliche Fehler oder natürliche Prozesse zurückzuführen. Es ist völlig normal, dass Haare beim Waschen ausfallen. Doch wie viel Haarausfall gilt tatsächlich als unbedenklich? Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der individuellen Haarstruktur, der Häufigkeit der Haarwäsche und dem natürlichen Haarzyklus. Im Durchschnitt verliert ein Mensch täglich etwa 50 bis 100 Haare. Wenn Sie Ihre Haare nur alle drei bis vier Tage waschen, erscheint der Haarausfall beim Waschen oft intensiver. Das liegt daran, dass sich die Haare, die ohnehin ausgefallen wären, erst beim nächsten Waschvorgang lösen.

Mythen und Fehler beim Haarewaschen

Häufige Fehler bei der Haarpflege können zu Haarausfall und Haarbruch führen. Hier sind einige Mythen und Fehler, die es zu vermeiden gilt:

Mythos 1: Zu heißes Wasser

Eine heiße Dusche tut gut, ist aber schädlich für die Haare. "Das Haar ist Horn", erklärt Bastian Casaretto, Hairstylist der Naturpflegemarke Aveda. "Deswegen trocknen Haare auch aus, wenn sie an die Wärme kommen, und öffnen ihre Oberfläche bei Hitze, da sich die Schuppen abspreizen." Lauwarmes Wasser ist besser für Haare und Haut.

Mythos 2: Falsches Shampoo

Haare haben unterschiedliche Bedürfnisse. Blondiertes, strapaziertes, lockiges oder trockenes Haar benötigt spezielle Pflege. Wer sich unsicher ist, sollte einen Friseursalon zur Haarberatung aufsuchen. Vorsicht bei Pflegeprodukten, die nicht auf die Haare abgestimmt sind, denn diese können zu Haarausfall führen.

Mythos 3: Zu viel Shampoo

Selbst bei langem Haar reicht eine haselnussgroße Menge Shampoo aus. Ein Shampoo besteht aus verschiedenen Chemikalien in einem pH-Wert, der die Haare reizt. Beim Ausspülen verteilt sich das Shampoo im Rest der Haare, was völlig ausreicht.

Mythos 4: Haarspülung auf dem gesamten Haar auftragen

Eine Spülung (Conditioner) sorgt für Geschmeidigkeit und verschließt die Schuppenschicht. Allerdings sollte man die Haarspülung nicht auf das gesamte Haar auftragen, da dies die Kopfhaut beschwert und das Volumen zerstört.

Mythos 5: Haare mit einem Handtuch trocken rubbeln und bürsten

Haare sind im nassen Zustand empfindlicher. Mit einem Handtuch die Haare trocken zu rubbeln, zerstört die obere Haarschicht und kann für Frizz sorgen. Die Haare können aber auch brüchig werden und komplett abbrechen. Bessere Alternative: ein T-Shirt aus Baumwolle. Genauso schlecht für die Haare ist das Bürsten im nassen Zustand. Lieber die Haare erst auf lauwarmer Hitze föhnen und anschließend bürsten und stylen.

Mythos 6: Die Haare werden zu oft gewaschen

Jeder Waschvorgang strapaziert die Haare. Daher sollte man die Haare nur dann waschen, wenn es unbedingt sein muss. Nach einigen Wochen gewöhnen sich die Haare daran und werden nicht mehr so schnell fettig.

Ursachen für Haarausfall

Es ist normal, dass Menschen beim Haare waschen auch mal einige Haare verlieren. Experten sagen, dass der durchschnittliche Mensch etwa 50 bis 100 Haare pro Tag verliert. Beim Waschen der Haare können einige dieser ausgefallenen Haare mit dem Shampoo in der Badewanne oder der Dusche ausgespült werden. Während Sie Ihre Haare waschen, wird die Kopfhaut durch die Einarbeitung des Shampoos massiert und mechanisch beansprucht. Dies kann dazu führen, dass bereits lose oder geschwächte Haare ausfallen. Die Kombination aus Wasser, Shampoo und Reibung kann den Haarfollikeln helfen, die Haare zu lockern und sie leichter freizugeben. So oder so wären die Haare aber in den folgenden Tagen ausgefallen. Auch wenn Sie nur gelegentlich die Haare waschen, können sich über einen längeren Zeitraum mehr lose Haare auf der Kopfhaut ansammeln. Wenn Sie Ihre Haare waschen, fallen die bereits losen Haare, die sich bereits in der Ruhephase befinden, aus. Solange die Menge an Haaren nicht weit über 100 pro Tag liegt und die Haarpracht nicht merklich abnimmt, ist dies zunächst normal. Darüber hinaus kann es aber noch weitere Gründe haben, warum es zu Haarausfall bzw.

  • Genetische Veranlagung: Die häufigste Ursache für Haarausfall ist eine genetische Veranlagung, die als androgenetische Alopezie oder erblicher Haarausfall bekannt ist.
  • Hormonelle Veränderungen: Veränderungen des Hormonhaushalts und Hormonstörungen können Haarausfall und übermäßigen Haarverlust auslösen oder verstärken. Beispiele dafür sind Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre oder hormonelle Störungen wie Schilddrüsenprobleme.
  • Medikamente und Behandlungen: Bestimmte Medikamente und medizinische Behandlungen können Haarausfall als Nebenwirkung verursachen.
  • Stress und emotionale Belastungen: Ein starkes emotionales oder physisches Trauma, intensive Stressphasen oder belastende Ereignisse können zu vorübergehendem Haarausfall führen.
  • Mangelernährung und Vitaminmangel: Eine unausgewogene Ernährung oder ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Eisen, Zink, Vitaminen (insbesondere Biotin und Vitamin D) und Proteinen kann zu Haarausfall beitragen.
  • Haarbehandlungen und Styling: Übermäßige Hitze, aggressive chemische Behandlungen (wie Dauerwellen oder Haarglätten), eine enge Frisur (z. B. Zöpfe oder Pferdeschwänze) und ständige Zugbelastung können das Haar schwächen und Haarausfall verursachen.

Wenn Sie bemerken, dass Sie beim Waschen mehr Haare verlieren, dann können Sie zunächst Ihre Pflege-Routine verändern, um Haarausfall beim Haare waschen in Zukunft zu vermeiden. Oftmals schleichen sich im Alltag typische Fehler ein, den übermäßigen Haarausfall begünstigen. Gepflegte, saubere Haare sind für das äußere Erscheinungsbild und das Wohlgefühl von Mann und Frau wichtig. Wenn Sie täglich Ihre Haare waschen, dann achten Sie bei der Pflege auf einige wichtige Regeln. Kräftige Massagen der Kopfhaut und stark entfettende Shampoos können das Gleichgewicht der Haut stören und auch die Haarwurzeln negativ beeinflussen. Auch heißes Wasser schädigt die Haare. Beim Kämmen der nassen Haare mit einer Bürste werden immer wieder viele Haare ausgerissen. Eine Schädigung der Haarfollikel kann auch durch grobes Reiben mit einem Handtuch beim Trocknen der Haare auftreten. Hitze beim Föhnen verursacht Reizungen der Kopfhaut. Solange die Haare schonend mit lauwarmem Wasser gewaschen und an der Luft getrocknet werden, spricht nichts gegen eine tägliche Haarwäsche. Um Haarausfall beim Haarewaschen zu vermeiden, ist es ratsam, milde Shampoos zu verwenden und auf heißes Wasser zu verzichten. Besonders Anti-Schuppen-Shampoos können oft recht aggressiv sein und den PH-Wert der Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen, was wiederum Haarausfall begünstigt. Beim Waschen sollten Sie darauf achten, die Kopfhaut nicht zu stark zu massieren, da dies negative Auswirkungen auf die Haarwurzeln haben kann. Spülen Sie die Pflegeprodukte nach der Wäsche gründlich aus.

Haarausfall bei Frauen und Männern

Haarausfall betrifft sowohl Frauen als auch Männer, aber die Ursachen und Erscheinungsformen unterscheiden sich manchmal.

Haarausfall bei Frauen

Frauen erleben häufig diffusen Haarausfall, bei dem das Haar gleichmäßig dünner wird. Hormonelle Veränderungen sind eine der Hauptursachen für Haarausfall bei Frauen. Wechseljahre: Sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren verkürzen die Wachstumsphase der Haare. Schwangerschaft und postpartaler Haarausfall: Während der Schwangerschaft sorgen hohe Hormonwerte für kräftigeres Haar. Nach der Geburt sinken diese Werte abrupt, was zu einem verstärkten, aber meist temporären Haarausfall führt.

Haarausfall bei Männern

Haarausfall bei Männern ist häufig genetisch bedingt (androgenetische Alopezie). Hier spielt das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) eine entscheidende Rolle. DHT bewirkt, dass die Haarfollikel schrumpfen und weniger Haare produzieren. Dieser Prozess zeigt sich meist durch Geheimratsecken und lichter werdendes Haar am Oberkopf.

Saisonaler Haarausfall

Hast du schon einmal bemerkt, dass du im Herbst oder Frühling mehr Haare verlierst? Besonders im Herbst und Frühling, wenn die Temperaturen schwanken und weniger Sonnenlicht verfügbar ist, gerät der Haarzyklus aus dem Gleichgewicht. Aber wie lange dauert saisonaler Haarausfall? In der Regel ist dieser Zustand nur vorübergehend und kann einige Wochen anhalten.

Was tun gegen Haarausfall?

Die Wahl der richtigen Haarpflegeprodukte spielt eine entscheidende Rolle, um das Haar zu stärken und Haarausfall entgegenzuwirken. Speziell formulierte Shampoos, wie das DERCOS Vitalshampoo mit Aminexil® kräftigen das Haar und verbessern die Verankerung der Haare in der Kopfhaut. Auch eigens für Haarausfall formulierte Kuren wie DERCOS Aminexil Clinical 5 für Frauen können dazu beitragen, Haarausfall entgegenzuwirken. Die Kur enthält einen Komplex aus fünf starken Wirkstoffen, deren Effektivität über Haarverlust klinisch bestätigt wurde. Gönn dir regelmäßig eine kleine Massageeinheit! Massiere deine Kopfhaut beim Shampoonieren mit den Händen oder einer speziellen Kopfhautbürste. Auch Haar- bzw. Kopfhautöl, das du eine Zeit lang vor der Haarwäsche aufträgst und sanft einmassierst, kann wohltuend sein. Mit kreisenden Bewegungen förderst du die Durchblutung der Kopfhaut. Umweltfaktoren wie UV-Strahlen, Luftverschmutzung oder extreme Kälte können die Haarstruktur schwächen und Haarausfall begünstigen.

Tabelle: Ursachen und Gegenmaßnahmen bei Haarausfall

Ursache Gegenmaßnahmen
Genetische Veranlagung Medikamentöse Behandlungen (Minoxidil, Finasterid), Haartransplantation
Hormonelle Veränderungen Hormontherapie (in Absprache mit Arzt), spezielle Shampoos und Kuren
Stress Stressmanagement-Techniken (Yoga, Meditation), ausgewogene Ernährung
Mangelernährung Ausgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel (Eisen, Zink, Biotin)
Falsche Haarpflege Milde Shampoos, Vermeidung von Hitze und chemischen Behandlungen

Wann ist Haarausfall beim Waschen bedenklich?

Dass Ihnen beim Haarewaschen und anschließendem Bürsten oder Kämmen vermehrt Haare ausfallen, ist ganz normal, daher muss nicht unbedingt Grund zur Sorge bestehen. Diese Art von Haarausfall muss nicht mit einer Alopecia zusammenhängen, sondern kommt bei vielen Menschen vor. Wenn Sie das Gefühl haben, dass recht viele einzelne Haare ausfallen, können Sie sonst auch auf Shampoos mit Koffein, Biotin, Arganöl, Keratin, Zink und Rizinusöl setzen. Diese stärken die Kopfhaut und sorgen dafür, dass weniger Haare ausfallen, da sie die Durchblutung anregen. Wer das Haarwachstum anregen möchte, setzt zum Beispiel auf ein selbstgemachtes Rosmarinwasser, denn der Wirkstoff soll das Haarwachstum begünstigen.

Während des Duschens können Sie sich ganze Büschel Haare vom Kopf ziehen? Sobald Sie kahle Stellen bemerken oder sich Ihre Haare deutlich am Scheitel lichten oder generell wesentlich dünner wird, können Sie auch einen ärztlichen Rat einholen. Dann kann es sein, dass Sie unter einer bestimmten Form von Haarausfall leiden.

5 Fehler, die Sie beim Haarewaschen vermeiden sollten

Wer das Gefühl hat, nach dem Duschen besonders viele Haare verloren zu haben, sollte schonender vorgehen. Folgende Fehler sollten Sie vermeiden:

  1. Falsches Shampoo: Shampoos und Conditioner, welche Silikone beinhalten, können einen Haarausfall begünstigen. Setzen Sie besser auf milde Shampoos, welche die Haarfollikeln stärken und nicht noch dafür sorgen, dass Ihnen mehr Haare ausfallen. Auch auf die Menge kommt es an, denn eine haselnussgroße Menge ist für die meisten Haare ausreichend, um diese einzushampoonieren.
  2. Nasse Haare kämmen: Sie kämmen Ihre Haare nach dem Waschen recht grob durch? Gönnen Sie Ihrer Mähne nach der Dusche lieber eine kleine Ruhephase und bürsten Sie diese vorher durch. Die Haare sind im feuchten Zustand empfindlicher, daher bietet es sich an, diese vor zu viel Reibung zu schützen, wenn Sie nicht möchten, dass die Haare abbrechen. Wer nicht auf das Kämmen nach der Dusche verzichten kann, sollte auf schonende Tools mit weichen Borsten zurückgreifen.
  3. Zu heiß duschen: Auch zu heißes Wasser kann dafür sorgen, dass mehr Haare ausfallen als üblich. Durch die Hitze kann die Haarwurzel beschädigt werden. Die optimale Temperatur für eine Dusche liegt bei 35 Grad.
  4. Styling-Produkte: Sie verwenden täglich Styling-Produkte, um Ihre Haare in Form zu bringen? Wir würden sagen, dass Sie dies lieber unterlassen sollten - vor allem dann, wenn Ihnen aufgefallen ist, dass Ihnen vermehrt Haare ausfallen. Verwenden Sie im Idealfall nur hochwertige und schonende Produkte, welche die Haare nicht unnötig strapazieren.
  5. Föhn und Hitze: Nach der Dusche werden die Haare geföhnt und von vielen Frauen und Männern gestylt. Dabei wird gern Hitze eingesetzt. Im Sommer empfehlen wir, die Haare lufttrocknen zu lassen. Wenn Sie einen Föhn einsetzen, sollten Sie diesen auf eine nicht allzu heiße Stufe stellen. Glätteisen und Lockenstab bleiben lieber kalt.

Welches Vitamin hilft bei Haarausfall?

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Es gibt verschiedene Ursachen für Haarausfall, wie zum Beispiel hormonelle Veränderungen, Stress oder Mangelernährung. Ein Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen kann ebenfalls zu Haarausfall führen. Insbesondere ein Mangel an Vitamin B7 (Biotin) wirkt sich negativ auf die Gesundheit der Haare auswirken. Biotin ist wichtig für die Bildung von Keratin, dem Hauptbestandteil der Haare. Eine ausreichende Zufuhr von Biotin kann dazu beitragen, den Haarausfall zu reduzieren und das Haarwachstum zu fördern. Lebensmittel wie Eier, Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sind reich an Biotin und sollten daher regelmäßig in die Ernährung integriert werden. Bei einem starken Haarausfall sollte jedoch immer ein Arzt konsultiert werden, um die genaue Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung zu finden.

Welche Blutwerte sollte man bei Haarausfall untersuchen lassen?

Bei anhaltendem Haarausfall ist es ratsam, bestimmte Blutwerte untersuchen zu lassen, um mögliche Ursachen zu identifizieren. Ein Mangel an Eisen kann beispielsweise zu Haarausfall führen, daher sollte der Ferritinwert überprüft werden. Auch ein niedriger Vitamin-D-Spiegel kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken, weshalb dieser Wert ebenfalls wichtig ist. Des Weiteren sollten die Schilddrüsenwerte (TSH, T3 und T4) kontrolliert werden, da eine Fehlfunktion der Schilddrüse ebenfalls Haarausfall verursachen kann. Zudem können weitere Blutwerte wie Zink, Biotin und Folsäure Aufschluss über mögliche Nährstoffmängel geben, die den Haarverlust begünstigen könnten.

Die wichtigsten Blutwerte bei Haarausfall:

  • Ferritin (Eisen)
  • Vitamin D
  • TSH, T3, T4 (Schilddrüse)
  • Zink
  • Biotin
  • Folsäure

Abschließend ist es wichtig zu betonen, dass Haarausfall viele Ursachen haben kann und eine frühzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend sind. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, vermeiden Sie Stress und wenden Sie sanfte Haarpflegetechniken an. Bei anhaltendem oder plötzlichem starkem Haarausfall sollten Sie jedoch einen Arzt oder Dermatologen konsultieren, um die genaue Ursache festzustellen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

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