Perfektes Styling mit Pomade? Kein Problem. Aber das Auswaschen? Normales Shampoo reicht oft nicht - das Haar bleibt fettig, schwer und lässt sich schlechter stylen. Doch mit den richtigen Tricks bekommst du selbst die stärkste Pomade restlos raus.
Pomade ist mehr als nur ein Styling-Produkt - sie beeinflusst auch die Gesundheit und Pflege deiner Haare. Während einige Pomaden das Haar geschmeidig halten und vor dem Austrocknen schützen, können andere Rückstände hinterlassen oder Feuchtigkeit entziehen. Besonders beim Auswaschen von Pomade stellt sich oft die Frage: Wie bekomme ich sie restlos aus dem Haar, ohne es zu strapazieren?
Je nach Pomaden-Typ kann das Auswaschen eine echte Herausforderung sein. Während wasserbasierte Pomaden oft mit normalem Shampoo entfernt werden können, lassen sich ölhaltige Varianten nur schwer lösen. Die enthaltenen Wachse und Öle legen sich um das Haar und widerstehen herkömmlichen Reinigungsmethoden.
Ölbasierte Pomaden bestehen aus Vaseline, Bienenwachs oder pflanzlichen Ölen und umhüllen das Haar mit einer schützenden Schicht. Diese sorgt nicht nur für langanhaltenden Halt, sondern hilft auch dabei, Feuchtigkeit einzuschließen, was besonders bei trockenen oder dicken Haaren von Vorteil sein kann. Allerdings kann diese schützende Barriere auch dazu führen, dass sich Produktreste im Haar ansammeln.
Bei täglicher Anwendung oder falscher Reinigung können sich diese Rückstände auf der Kopfhaut ablagern, was das Haar schwerer wirken lässt und auf Dauer die Kopfhaut belasten kann.
Tipp: Spezielle Pomade-Shampoos mit Tensiden oder tiefenreinigende Haarseifen helfen, ölhaltige Rückstände effektiv zu entfernen.
Wasserbasierte Pomaden enthalten Wasser als Hauptbestandteil und setzen auf Polymere oder Wachse, um dem Haar Halt zu verleihen. Sie bieten eine moderne Alternative zu ölhaltigen Pomaden, da sie leichter in der Anwendung und mit herkömmlichen Shampoos meist problemlos auswaschbar sind.
Nach dem Auftragen trocknen wasserbasierte Pomaden an, wodurch sie für starken Halt und langanhaltende Kontrolle sorgen. Je nach Formulierung kann der Effekt variieren - einige Pomaden bleiben flexibler und erlauben ein Umstyling im Laufe des Tages, während andere nach dem Trocknen eher fest werden und weniger Spielraum für Anpassungen lassen.
Ein möglicher Nachteil ist, dass einige wasserbasierte Pomaden Alkohol oder synthetische Fixierstoffe enthalten, die dem Haar Feuchtigkeit entziehen können.
Tipp: Wer wasserbasierte Pomaden nutzt, sollte sein Haar mit feuchtigkeitsspendenden Shampoos und Conditionern pflegen, um Austrocknung vorzubeugen.
Eigentlich ist die Frage „Wie bekomme ich die Pomade wieder aus den Haaren?“ zunächst ja prinzipiell eher Quatsch. Haarpomade ist dazu da, um in den Haaren zu bleiben. Richtig Pomade auswaschen geht eigentlich nicht, trotz regelmäßigen Brausens bleibt immer noch ein Rest in der Beatwolle.
Pomade ist dafür da, um auch mal länger im Haar zu bleiben ohne dabei Haar oder Kopfhaut zu schaden. Ganz im Gegenteil, echte Pomadenfans schwören auf das eigenartig angenehme Gefühl auf ihrem Haupt, wenn die Paste mal ein paar Tage länger wirken darf. Aber ein echter Pomadenjunkie weiß, dass auch er sich irgendwann von seinem Stylingprodukt frei waschen muss, denn 24/7 möchte man auch seine Lieblingspomade sicher nicht im Haar behalten.
Wie bereits erwähnt, lassen sich wasserbasierte Pomaden mit ziemlich jedem Shampoo auswaschen. Die wirklich festsitzenden Pomaden mit ihrer Öl-Basis werden beim Anblick von Shampoo aus der Drogerie nicht mal müde lächeln.
Das Scrub Shampoo der Schorem Kultbarbiere aus Rotterdamm ist mit seinen Mikroperlen, die wie ein Peeling für die Haare funktionieren, bestens geeignet, um Pomade aus den Haaren zu waschen. Wichtig ist bei diesem Shampoo, dass es nicht täglich genutzt werden sollte, so empfiehlt es auch der Hersteller. Teebaumöl-, Minze- und Lavendel erfrischen das Haar und die Kopfhaut und als Cleansing Shampoo reinigt es die Haare besser als ein normales Shampoo.
Ein tolles Shampoo für den täglichen Einsatz, das Pomaden zumindest leicht entfernt, so den Buildup kontrolliert und dabei großartig nach Lakritze und Süßholz duftet. Das enthaltene Menthol belebt die Kopfhaut und ausreichend Pflege gibt es dank Panthenol auch noch.
Sollte dir das normale Shampoo nicht ausreichen und du brauchst etwas, um alle Pomadenrückstände sofort loszuwerden, dann gibt es noch den Uppercut Degreaser*.
Letzter Tipp: Pomadenshampoo ist nicht ohne, immerhin muss es Pomade auswaschen können. Was ich damit sagen will ist, es ist nicht für die tägliche Haarwäsche geeignet.
Wenn alle Pomade so schnell wie möglich aus den Haaren muss, weil du z.B. ein wichtiges Gespräch hast und dich frisch mit dem Kamm behandeln willst, dann gibt es noch einen Geheimtipp und zwar Kernseife. Kernseife funktioniert deswegen so gut, weil sie eine stark fettlösenden Wirkung hat und so der Basis der Pomade mit Anlauf den Rest gibt. Beides solltest du nicht zu häufig verwenden, denn Kernseife wie auch Spülmittel greifen bei häufiger Verwendung die Haare zu stark an.
Eine Warnung sollte ich vorausschicken, denn für die richtig harten Pomaden wie z.B. eine Murray’s Superior reicht dieses Hausmittel oft nicht aus bzw.
Das Rezept ist allerdings denkbar einfach, du mischst Olivenöl und Shampoo zu gleichen Teilen und arbeitest das Gebräu in deine Haare. Nach einigen Minuten kannst du schon mal testen, ob sich was tut. Ich lasse die Mischung immer 10 bis 15 Minuten einwirken.
Um nicht zu viel Öl und Shampoo zu verschwenden, schnapp dir einfach ein kleines Glas und nimm von beiden Teilen etwa einen halben Finger breit.
Nimm einfach irgendeine Spülung aus der Drogerie. Wenn es dann an der Zeit ist, die Pomade auszuwaschen, nimmst du einfach ein paar Minuten vorher die Spülung und knallst dir eine ordentliche Ladung ins trockene Haar. Du brauchst die Haare nicht nass machen, gar nichts. Nach 10 oder 15 Minuten einwirken, gehst du einfach ganz normal duschen und Haare waschen. Ich hab es das erste mal versucht und habe Pomade von über einer Woche aus den Haare bekommen. Da ist nichts dran geblieben.
Beim Duschen komme ich dann meistens mit zwei Waschvorgängen aus. Weil’s irgendwie dazugehört und weil man sich damit so schön gut fühlt nehme ich dann gerne das gute Dax Vegetable Oil Shampoo. Geht aber auch mit völlig normalem Shampoo, dauert dann nur vielleicht einen Waschgang länger, die Pomade rauszubekommen. Ich habe mit ‚Herbal Essences Strahlend Sauber‘ (Update 02/2019: wird leider nicht mehr hergestellt) auch gute Erfahrungen gemacht.
Und woran erkennt man, dass alles raus ist? Die Haare quietschen wieder!
Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Methoden und Produkte zusammenfasst:
| Methode/Produkt | Anwendung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Scrub Shampoo | Wie normales Shampoo verwenden, aber nicht täglich | Peeling-Effekt, erfrischt die Kopfhaut | Nicht für den täglichen Gebrauch geeignet |
| Olivenöl und Shampoo | Zu gleichen Teilen mischen, ins trockene Haar einmassieren, einwirken lassen, ausspülen | Natürliche Inhaltsstoffe, effektiv bei ölbasierter Pomade | Kann etwas zeitaufwendig sein |
| Spülung | Großzügig ins trockene Haar einmassieren, einwirken lassen, ausspülen | Einfache Anwendung, entfernt auch ältere Pomadereste | - |
| Kernseife | Wie Shampoo verwenden | Stark fettlösend | Kann das Haar bei häufiger Anwendung austrocknen |
| Erdnussbutter | In nasses Haar einreiben, gut ausspülen | Ungewöhnliche, aber effektive Methode | Kann klebrig sein und muss gründlich ausgespült werden |
Pomade kann weit mehr als nur Halt bieten - sie kann auch die Gesundheit und Pflege deiner Haare beeinflussen. Die Wahl der richtigen Pomade hängt also nicht nur von deinem Styling, sondern auch von deinem Haartyp und Pflegeaufwand ab.
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