Pilzinfektion der Kopfhaut: Ursachen, Symptome und wirksame Behandlungen

Hinter unangenehmem Juckreiz, entzündeter Haut und lästigen Schuppen können das seborrhoische Ekzem oder eine Kleienpilzflechte stecken. Etwa 3-5 % der deutschen Bevölkerung leiden darunter.

Was ist Kopfhautpilz?

Kopfhaut-Pilz ist ein häufiges Hautleiden bei vielen Menschen. Kopfhautpilz ist einer Infektion mit Hautpilzen (Dermatophyten) am Haaransatz geschuldet.

Ursachen

Die Mikroorganismen sind wichtig für das natürliche Gleichgewicht und die Schutzfunktionen der Kopfhaut. Dazu gehört auch der Hefepilz Malassezia. Unter bestimmten Bedingungen kann er sich jedoch übermäßig vermehren und zu Schuppenbildung, Juckreiz und nässenden Stellen auf der Kopfhaut führen.

Vielleicht hast du davon schon in den sozialen Medien gehört: Bei Friseuren oder in Barbershops kann man sich mit dem Hautpilz Trichophyton-Tonsurans anstecken. Die Infektion erfolgt dabei oft über Kämme, Scheren oder Rasiermesser und wird durch mangelhafte Hygiene verursacht.

Die Tinea capitis wird auch als Ringelflechte bezeichnet und betrifft vor allem Kinder. Dieser Pilz ist hochansteckend. Hier haben die Sportler engen Hautkontakt, über den sich der Pilz verbreiten kann. Früher kannte man den Hautpilz aus dem Ringsport.

Symptome

Pilz an der Kopfhaut hat typische Symptome, wie Juckreiz, Irritation und Rötung der Haut. Folgende Symptome treten bei einer Pilzerkrankung der Kopfhaut auf:

  • Rote, runde Flecken auf der Kopfhaut (sogenannte Hexenringe)
  • Trockene Schuppen auf den betroffenen Stellen
  • Ausfallende Haare
  • Evtl. Entzündungen und Juckreiz

Diese Anzeichen treten meist nicht nur auf der Kopfhaut, sondern auch im Nacken auf. Auch der Bart kann vom Hautpilz betroffen sein.

Das seborrhoische Ekzem, auch seborrhoische Dermatitis genannt, erkennt man an weiß-gelblichen und oft fettigen Schuppen, unter denen die Haut gerötet und entzündet ist. Das Ekzem tritt meist im Gesicht oder am Haaransatz auf und sorgt für stark juckende Kopfhaut.

Die Schuppen sind in diesem Fall gelblich und fettig. Sie haften an der Kopfhaut und lassen sich nicht immer ganz einfach lösen. Diese Überbesiedlung des Hefepilzes auf der Kopfhaut gilt auch als Einflussfaktor für das seborrhoische Ekzem.

Die Kleienpilzflechte, auch Pityriasis versicolor genannt, tritt meist an der Brust, am Rücken oder am Hals in Form kreisförmiger, gelblich-brauner Flecken auf.

Neben juckenden Rötungen zeigen nicht selten Abszesse, zudem ist auch Haarausfall möglich.

Dabei bilden sich kreisförmige, gerötete Areale, die meist stark jucken. Gräuliche Schuppen sowie lokal begrenzter Haarausfall treten ebenfalls häufig auf.

Wichtig: Nicht immer steckt hinter Schuppen, Rötungen und Juckreiz auf der Kopfhaut eine Pilzinfektion. So kann es sich zum Beispiel um eine vorrübergehende Irritation oder auch um ein Ekzem handeln. Wenn du unsicher bist, aber auch, wenn die Symptome besonders ausgeprägt sind, ist ärztlicher Rat sinnvoll.

Behandlung von Kopfhautpilz

Juckende Kopfhaut: Ursachen, Tipps und die beste Pflege

Wenn Du unter Kopfhautpilz leidest, solltest Du ein anerkanntes Shampoo gegen Pilz verwenden (rezeptpflichtig). Da sich die Therapie, genauer gesagt das richtige Mittel gegen Kopfhautpilz, danach richtet, welcher Erreger verantwortlich ist, solltest du bei einer Infektion in jedem Fall zuerst eine ärztliche Praxis aufsuchen.

Bei starkem Pilzbefall kommt in der Regel eine systemische Therapie in Form von antimykotischen Tabletten zum Einsatz. Zusätzlich ist die Anwendung von Shampoos mit pilzreduzierenden Wirkstoffen unverzichtbar.

Abhängig vom Erreger, deinem Alter und je nachdem, ob du noch andere Medikamente einnimmst, kann das medizinische Fachpersonal das passende Mittel gegen Kopfpilz auswählen. Bei Kindern spielt auch das Körpergewicht eine Rolle.

Grundsätzlich erfolgt die Behandlung auf zwei Wegen: Zum einen muss die Infektion mit Tabletten behandelt werden. Bewährte Antipilzmittel für Erwachsene sind zum Beispiel Itraconazol, Griseofulvin, Terbinafin und Fluconazol. Bei dieser systemischen Therapie musst du für etwa eine Woche täglich eine Tablette einnehmen, im Anschluss reicht eine Tablette pro Woche.

Den Kopfhautpilz musst du zeitgleich auch noch von außen behandeln - zum Beispiel mit einer Creme, einem Shampoo oder einem Spray. Effektive Wirkstoffe sind insbesondere Bifonazol, Clotrimazol, Ketoconazol, Selensulfid, oder Selendisulfid.

Diese topische (äußerliche) Behandlung dauert etwa zwei bis vier Wochen, genauer gesagt so lange, bis du keine Symptome mehr hast und der Pilzerreger im Labortest nicht mehr nachgewiesen werden kann.

Wichtig: Auf Hausmittel gegen Hautpilz solltest du verzichten, da du den Pilz damit nicht loswirst, stattdessen aber sogar deine Symptome verschlimmern kannst.

Zur äußerlichen Behandlung von Kopfpilz sind sowohl die Creme als auch das praktische Spray von Canesten® EXTRA geeignet. Beide enthalten den Wirkstoff Bifonazol, der eine Breitbandwirkung gegen eine Vielzahl von Erregern hat - auch gegen T. tonsurans, den Erreger des Kopfpilzes vom Friseur.

Unser Vichy DERCOS Anti-Schuppen Intensiv-Shampoo für normale bis fettige Kopfhaut mildert Juckreiz und wirkt Schuppen langfristig entgegen. Das sanfte, aber tiefenreinigende Shampoo mit Selendisulfid besitzt eine fungistatische Wirkung. So kann es Pilzbefall sowie die Häufung des Malassezia Hefepilzes auf der Kopfhaut verringern und das kopfhauteigene Mikrobiom wieder ins Gleichgewicht bringen.

Tipp: Wird Kopfhautpilz frühzeitig behandelt, kann eine systemische Therapie oft vermieden werden.

Ketozolin® 2 % Shampoo

Ketozolin® 2 % Shampoo ist Ihr starker Partner gegen das seborrhoische Ekzem und Kleienpilzflechte. Ketozolin® 2 % zählt zu den sogenannten Antimykotika. Es wird bei Jugendlichen und Erwachsenen als medizinisches Shampoo zur Behandlung und Vorbeugung der folgenden pilzbedingten Hauterkrankungen angewendet:

  • Schuppen mit Juckreiz und Rötungen auf der Kopfhaut (seborrhoische Dermatitis, auch seborrhoisches Ekzem genannt.)
  • Schuppige bräunliche Flecken auf der Haut (Kleienpilzflechte, medizinisch: Pityriasis versicolor)

Ketozolin® 2 % enthält den Wirkstoff Ketoconazol. Diese Substanz wird schon seit langem zur Bekämpfung von Pilzinfektionen auf der Haut eingesetzt. Die Anti-Pilz Wirkung beruht auf einer Veränderung der Zellmembran des Pilzes. Ketoconazol verhindert damit das Wachstum von Dermatophyten und von Hefepilzen.

Ketozolin® 2 % Shampoo wird wie ein Shampoo angewendet: Es wird auf die betroffenen Stellen aufgetragen und nach kurzer Einwirkzeit wieder ausgespült.

Die pilzhemmende Wirkung tritt schnell ein. Bei der seborrhoischen Dermatitis zeigt sich bereits nach wenigen Anwendungen eine deutliche Besserung. Schon nach wenigen Anwendungen entfaltet das Anti-Pilz Shampoo seine Wirkung.

Wie wirkt Ketozolin® 2 % Shampoo?

Ketozolin® 2% enthält den lange erprobten, pilzhemmenden Wirkstoff Ketoconazol. Er bekämpft den Hautpilz, der bei beiden Hauterkrankungen zugrunde liegt und drängt so die Pilzinfektion effektiv zurück. Auf diese Weise werden auch der Juckreiz und die Entzündung gelindert.

Bei äußerlicher Anwendung schädigt der Wirkstoff Ketoconazol die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von auf der Haut wachsenden Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert. Das Arzneimittel wirkt gegen ein breites Spektrum von Pilzen, das auch Hefepilze einschließt. Die Wirkung beruht auf einer Veränderung der Zellmembranen des Pilzes. Das Arzneimittel wirkt oberflächlich (topisch) in der obersten Hautschicht und gelangt nicht in den Körper.

Anwendung von Ketozolin® 2 % Shampoo

Praktisch: Die Anwendung von Ketozolin® 2 % als Anti-Pilz Shampoo ähnelt der eines normalen Shampoos: Einfach auftragen, einwirken lassen und anschließend ausspülen.

Massieren Sie pro Woche zwei Mal eine wallnussgroße Menge Ketozolin® 2% Shampoo in das feuchte Haar und in die Kopfhaut ein, lassen Sie es einige Minuten einwirken und spülen Sie es anschließend gründlich aus.

Die betroffenen Areale werden mit dem Shampoo gewaschen. Spülen Sie das Shampoo nach drei bis fünf Minuten aus.

Gut zu wissen: Einen besonders nachhaltigen Erfolg erzielen Sie, wenn Sie auch die Haare mit dem Ketozolin® 2% Shampoo behandeln.

Dosierung von Ketozolin® 2 % Shampoo

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Dieses Arzneimittel darf nur äußerlich angewendet werden!

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene und Jugendliche

  • Schuppige bräunliche Flecken auf der Haut (Pityriasis versicolor)
    • Behandlung: einmal täglich über maximal fünf Tage.
    • Vorbeugung: einmal täglich über maximal drei Tage vor der Sommerzeit.
  • Kopfschuppen (seborrhoische Dermatitis)
    • Behandlung: zweimal wöchentlich im Abstand von 3-4 Tagen über zwei bis vier Wochen.
    • Vorbeugung: einmal wöchentlich oder alle zwei Wochen über drei bis sechs Monate.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Sie sollten Ketozolin® 2% Shampoo nicht verwenden, wenn Sie allergisch oder überempfindlich gegen Ketoconazol oder einen weiteren Bestandteil des Arzneimittels sind. Ebenso sollte bei Kindern Ketozolin® 2% Shampoo keine Anwendung finden, da bisher keine Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vorliegen. Vermeiden Sie den Kontakt von Ketozolin® 2% Shampoo mit den Augen. Sollte das Shampoo dennoch in die Augen gelangen, spülen Sie diese mit kaltem Wasser gründlich aus.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.

Was sollten Sie beachten?

  • Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Formaldehyd (E-Nummer E 239)!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
  • Konservierungsstoffe (z.B. Sorbinsäure und Sorbate, E 200, E 201, E 202, E 203) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben.

Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Der Wirkstoff des Präparats wird nach Anwendung auf der Kopf- oder Körperhaut kaum vom Körper aufgenommen. Daher darf das Arzneimittel nach Rücksprache mit dem Arzt während der Schwangerschaft angewendet werden.

In Studien, bei denen der Wirkstoff des Arzneimittels an Tiere verfüttert wurde, sind Fruchtschädigungen aufgetreten. Schwangere müssen daher bei der Anwendung des Präparats besonders vorsichtig sein und ein Verschlucken der Lösung vermeiden.

Das Arzneimittel kann während der Stillzeit angewendet werden. Während der Stillzeit sollte das Präparat jedoch nicht im Brustbereich angewendetwerden. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Körperstellen ist zu vermeiden.

Weitere Tipps und Informationen

  • Wie lange dauert Kopfhautpilz? Unbehandelt kann er Wochen bis Monate anhalten.
  • Was passiert, wenn man Kopfhautpilz nicht behandelt? Unbehandelter Kopfhautpilz kann zu Entzündungen, Haarausfall und in schweren Fällen zu Narbenbildung führen.

Produktdetails & Pflichtangaben

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Wirkstoff Hilfsstoffe
20 mg Ketoconazol
  • Euxyl K200
  • N,N-Bis(2-hydroxyethyl)cocosfettsäureamid
  • PEG-7 glycerol cocoat
  • Ponceau 4R
  • Tridodecylammoniumpolypeptid
  • Poly(oxyethylen)-120-methyl(D-glucopyranosid)dioleat
  • Dodecylpoly(oxyethylen)-(2,3)-hydrogensulfosuccinat, Dinatriumsalz
  • Natrium laureth-2 sulfat
  • Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung
  • Salzsäure zur pH-Wert-Einstellung
  • Wasser, gereinigtes
  • Natriumchlorid
  • Natriumsulfat, wasserfreies
  • Citronensäure
  • Kalium sorbat
  • Phenoxyethanol

tags: #shampoo #gegen #pilzinfektion #der #kopfhaut

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