Permethrin ist ein Wirkstoff gegen Parasiten und gehört zur Gruppe der Pyrethroide. Es wird zur Behandlung verschiedener Hauterkrankungen eingesetzt, insbesondere bei Befall mit lästigen Insekten wie Milben (unter anderem Auslöser der Krätze) und Läusen.
Permethrin ist ein Insektizid, das als Creme oder Lösung zur äußerlichen Anwendung auf der Haut und Kopfhaut erhältlich ist. Es wird vor allem bei Infektionen mit Insekten wie Milben (z.B. Krätzemilben) oder Läusen (z.B. Kopfläusen) verschrieben. Alternativ kann es zur Behandlung der Rosacea (Couperose) angewendet werden.
Permethrin ist in Konzentrationen ab 5 % verschreibungspflichtig und auf Rezept in Apotheken erhältlich. In niedrigeren Konzentrationen ist Permethrin rezeptfrei bzw. frei verkäuflich.
Permethrin ist ein starkes Muskel- und Nervengift für Parasiten. Als fettlösliche Substanz kann der Wirkstoff den Chitinpanzer der Insekten gut durchdringen und in ihr Zentrales Nervensystem (ZNS: Gehirn und Rückenmark) gelangen. Dort öffnet das Insektizid für mehrere Sekunden die Natriumkanäle (Ionenkanäle) in der Membran der Nervenzellen (Neuronen). Dies senkt die Erregungsschwelle der Neuronen, was unkontrollierte Nervenimpulse zur Folge hat.
Außerdem setzen die Nervenzellen vermehrt Botenstoffe (Neurotransmitter) frei, was zu Koordinationsstörungen, Lähmungserscheinungen und schließlich zum Tod des Insektes führt. Ist die Dosis zu gering, können die Insekten den Wirkstoff durch Enzyme abbauen und sich wieder erholen. Durch den Zusatz von speziellen Stoffen (wie Piperonylbutoxid) kann der enzymatische Abbau jedoch verhindert werden.
Permethrin wirkt selektiv gegen Insekten wie Läuse, Zecken, Flöhe, Milben und Stechmücken, ist jedoch für Menschen nicht giftig. Als Ursache dafür wird der unterschiedliche Aufbau der Natriumkanäle zwischen Mensch und Insekten angesehen.
Permethrin wird lokal auf die Haut, meist in Form von Salben oder Sprays, aufgetragen. Da der Wirkstoff kaum über die Haut aufgenommen wird, ist mit keinen den ganzen Organismus betreffenden (systemischen) Nebenwirkungen zu rechnen. Etwaige Anteile die dennoch ins Blut gelangen werden im Blut rasch durch unspezifische Esterasen (Enzyme) gespalten und über die Nieren ausgeschieden.
Das Insektizid wird bei Kopfläusen (Pediculosis capitis) sowie Krätze (Scabies oder Skabies) angewendet. Als Skabies bezeichnet man eine durch bestimmte Milben ausgelöste, übertragbare und juckende Hautkrankheit.
Permethrin wird bei verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt, z.B.:
Permethrin ist ausschließlich zur äußeren Anwendung gedacht. Es wird zum Beispiel als Salbe, Spray oder Creme auf die von den Parasiten befallenen Stellen aufgetragen. Eine Ausnahme hiervon ist Skabies, wo nicht nur die betroffenen Stellen sondern der gesamte Körper lückenlos eingecremt wird.
Die Dosierung hängt von der Art der Anwendung und dem betroffenen Bereich ab:
Permethrin-biomo Lösung 0,5% ist ein Mittel gegen Parasiten zur einmaligen äußerlichen Behandlung des Kopfhaares bei Befall mit Kopf läusen (Pediculus capitis). Der Wirkstoff Permethrin in permethrin-biomo Lösung 0,5% gehört zur Wirkstoffgruppe der sogenannten Pyrethrine. Pyrethrine kommen in Blüten bestimmter Pflanzen vor, z.B. bei einigen Chrysanthemenarten.
Bei sachgemäßem Gebrauch von Permethrin-Spray (Lösung) oder -Salbe kommt es nur selten zu Nebenwirkungen wie Hautirritationen (Rötungen) und Hautjucken (Pruritus). Diese können sich als Brennen, Prickeln oder Stechen äußern.
Sehr selten entwickeln sich durch die Anwendung des Insektizids Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Atembeschwerden und allergische Reaktionen möglich. Außerdem kann das Mittel Haarausfall, Schwindel und Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheit oder Pelzigsein an verschiedenen Stellen des Körpers auslösen.
Permethrin darf in folgenden Fällen nicht angewendet werden:
Da der Wirkstoff weder als Tablette eingenommen noch über die Haut aufgenommen wird ist mit keinen Wechselwirkungen zu rechnen.
Permethrin-Salbe ist zur Behandlung von Skabies bereits nach dem vollendeten zweiten Lebensmonat zugelassen. Die aufzutragende Menge richtet sich nach der Körperoberfläche.
Bisherige Beobachtungen und klinische Studien sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko. Während der Behandlung mit Permethrin kann weiter gestillt werden, auch wenn der Hersteller im Beipackzettel eine Stillpause von fünf Tagen empfiehlt.
Krätze ist ansteckend. Deshalb sollten besondere Hygienemaßnahmen zusätzlich zur medikamentösen Therapie durchgeführt werden:
Permethrin ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab einer gewissen Konzentration rezeptpflichtig. Sprays zur Insektenabwehr beim Menschen oder bei Hunden sind von der Rezeptpflicht ausgenommen.
Wirkstoffzusammensetzung von Permethrin-biomo Lösung 0,5%:
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