Shampoo mit Östrogen Wirkung: Was hilft gegen Haarausfall in den Wechseljahren?

Dünnes Haar oder kahle Stellen an der Kopfhaut können für Frauen in jedem Alter zum Problem werden. Besonders in den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt, was sich häufig auf die Haarwurzeln auswirkt und Haarausfall begünstigen kann. Etwa ein Drittel aller Frauen in den Wechseljahren leiden, bedingt durch Östrogenmangel, zumindest zeitweise unter Haarausfall. Doch es gibt Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken.

Wechseljahre: Symptome, Tipps bei Hitzewallungen und Haarausfall | Dr. Julia Fischer | ARD Gesund

Ursachen für Haarausfall in den Wechseljahren

Ein veränderter Hormonspiegel ist nicht die einzige mögliche Ursache für Haarausfall in den Wechseljahren. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:

  • Hormonelle Veränderungen: Wenn in den Wechseljahren der Östrogenspiegel sinkt und der Anteil von Testosteron im Blut verhältnismäßig steigt, wirkt sich das bei vielen Frauen auf das Volumen und die Fülle der Kopfhaare aus.
  • Erhöhter Testosteronspiegel: Ein erhöhter Testosteronspiegel im Blut verkürzt die Wachstumsphasen der Haarwurzeln, sodass diese verkümmern und ausfallen.
  • Erbliche Veranlagung: Haarverlust in den Wechseljahren hat bei mehr als 40 % aller Frauen eine erblich bedingte Ursache. Bei dieser Form des Haarverlusts liegt eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT) vor, welches die Rückbildung von Haarwurzeln begünstigt.
  • Weitere hormonell bedingte Ursachen: In den Wechseljahren kommen jedoch auch andere hormonell bedingte Ursachen für Haarausfall in Frage.

Wie erkennt man Haarausfall?

Menschen mit gesunden Haarwurzeln verlieren etwa 100 Kopfhaare pro Tag. Es ist normal, wenn nach dem Bürsten ein paar Haare in der Bürste hängen bleiben oder sich in der Dusche aus dem Haar lösen. Vermehrter Haarausfall fällt den meisten Frauen gar nicht auf, bis die Kopfhaut am Haaransatz durchschimmert.

Anzeichen für Haarausfall:

  • Die Haare fühlen sich im Zopf dünn an.
  • Die Kopfhaut fängt an bestimmten Stellen beim Kämmen an zu kratzen.
  • Der Haaransatz lichtet sich vor allem im Scheitelbereich.

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall in den Wechseljahren

Zur Abklärung der Ursache für schwindende Haarfülle sollten Betroffene zunächst einen Hautarzt konsultieren. Je nach Ursache kommen medikamentöse Behandlungen oder Behandlungen mit Hormonen in Frage. Beim Facharzt können mögliche Faktoren eingegrenzt und ausgeschlossen werden, um die richtige Therapieform zu finden.

Hormonelle Behandlungen

Um die hemmende Wirkung von männlichen Hormonen auf die Haarwurzeln zu unterdrücken, bieten sich Behandlungen mit Östrogen und Progesteron bei Haarausfall an. Treten in der Zeit der Wechseljahre auch andere Beschwerden wie Müdigkeit oder Gelenkschmerzen auf, können Behandlungen mit bioidentischen Hormonen den Hormonhaushalt ausgleichen und Symptome lindern. Auch die Einnahme oder das Absetzen der Pille in den Wechseljahren kann sich positiv auf die Entwicklung der Haarwurzeln auswirken.

Medikamentöse Behandlungen

Bei erblich bedingtem Haarverlust bieten sich medikamentöse Behandlungen an, diese schlagen jedoch nicht bei jeder Frau an. Nach ärztlicher Absprache werden in einigen Fällen Medikamente wie Finasterid, Minoxidil oder Antiandrogene eingesetzt. Auch der erbliche Haarausfall kann sich nach der Menopause von selbst einstellen, wenn die Hormonbalance sich einpendelt und Hormonschwankungen nachlassen.

Shampoos und Haarwasser

Es gibt spezielle Shampoos, die darauf abzielen, die Haarwurzeln zu stärken und das Haarwachstum zu fördern. Ein Beispiel ist das Plantur39 Fyto-Coffein Shampoo, das speziell für Frauen nach der Menopause entwickelt wurde. Es enthält Coffein, das die hormonell bedingte Haarproduktion verhindern soll, und Phytophlavonoide aus weißem Tee, die die Widerstandskraft der Kopfhaut stärken. Auch lokal aufgebrachte Östrogenpräparate an der Kopfhaut zur Behandlung der androgenetischen Alopezie der Frau werden sehr häufig eingesetzt.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkung (Plantur39 Fyto-Coffein Shampoo):

  • Coffein: Verhindert die hormonell bedingte Haarproduktion.
  • Phytophlavonoide aus weißem Tee: Stärken die Widerstandskraft der Kopfhaut und der Haarfollikel.
  • Weizenproteine und Provitamin B5: Verbessern und reparieren die Struktur strapazierter Haare.

Anwendungshinweis: Damit ausreichend Koffein in die Haarwurzeln gelangt, sollte das Shampoo 2 Minuten einwirken gelassen werden - vom Auftragen bis zum Ausspülen.

Natürliche Methoden zur Vorbeugung von Haarausfall

Die beste Unterstützung für Haarwurzeln während der Wechseljahre ist eine ausgewogene Ernährung. Vitamine, Ballaststoffe und vor allem Proteine werden zur Entwicklung von Haarzellen gebraucht. Außerdem kann Eisenmangel Haarausfall begünstigen, was sich leicht durch die Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel beheben lässt.

Weitere Tipps zur Vorbeugung:

  • Vitamin D: Ein Mangel an Vitamin D kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken. Regelmäßiges Sonnenbaden im Winter kann den Vitamin D Haushalt ins Gleichgewicht bringen.
  • Sanfte Haarpflege: Häufiges Tragen von Mützen, raue Kopfkissenbezüge und ein grober Umgang mit der Kopfhaut beim Waschen und Kämmen reizt die Haarwurzeln und kann Haarausfall begünstigen.
  • Vermeidung chemischer Reizungen: Aggressive Mittel zum Färben, Anwendungen gegen Läuse und schadstoffbelastete Pflegeprodukte sollten Sie nur in Ausnahmefällen anwenden.

Was man bei der Wahl eines Shampoos beachten sollte

Shampoos, die kaputte Haare reparieren oder sogar vor Haarausfall schützen sollen, gibt es inzwischen viele. Repair-Shampoos bilden oft nur eine Schicht um die Fasern, sodass das Haar glatter erscheint. Dieser Effekt hält nur bei regelmäßiger Anwendung an.

Wichtige Punkte:

  • Wachstumszyklus der Haare: Ein Haar hat einen Wachstumszyklus, der bei jedem Menschen unterschiedlich ist und den ein Shampoo nicht verändern kann.
  • Inhaltsstoffe: Achten Sie auf Inhaltsstoffe wie Coffein, Zink und Niacin, die das Haarwachstum unterstützen können.
  • Wissenschaftliche Studien: Hinterfragen Sie Werbeversprechen und achten Sie auf wissenschaftlich belegte Wirksamkeit, idealerweise durch In-vivo-Studien (an echten Probanden) und nicht nur In-vitro-Studien (unter Laborbedingungen).

Weitere Behandlungen und Produkte

Es gibt eine Vielzahl von Produkten und Behandlungen auf dem Markt, die versprechen, Haarausfall zu reduzieren. Einige davon sind:

  • menoelle® HAIR med: Eine Pflegeserie, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen ab 30 abgestimmt ist und klinisch bewiesen hormonellem Haarausfall entgegenwirkt.
  • Crinohermal Haarlotion: Trägt nach Angaben des Herstellers zu einer Verbesserung der Durchblutung und Stabilisierung des Bindegewebes im Bereich der Haarwurzel bei.
  • Xandrox: Eine Mischung aus verschiedenen Wirkstoffen, darunter Minoxidil, Azelainsäure, Betamethason (Kortison) und Retin-A (Vitamin-A-Säure).
  • Tricomin-Produkte: Werden als Ergänzung zu gängigen Medikamenten zur Behandlung des erblichen Haarausfalls beworben.

Es ist wichtig, sich vor der Anwendung von solchen Produkten von einem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass sie sicher und wirksam sind.

Indem Sie die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Haarausfall in den Wechseljahren verstehen, können Sie die richtigen Maßnahmen ergreifen, um Ihr Haar gesund und voll zu halten.

Überblick über Behandlungsmöglichkeiten
Behandlung Beschreibung Wirkstoffe
Hormonelle Behandlungen Ausgleich des Hormonhaushalts Östrogen, Progesteron, bioidentische Hormone
Medikamentöse Behandlungen Hemmung der DHT-Wirkung Finasterid, Minoxidil, Antiandrogene
Plantur39 Fyto-Coffein Shampoo Stärkung der Haarwurzeln Coffein, Phytophlavonoide, Weizenproteine
menoelle® HAIR med Pflegeserie gegen hormonellen Haarausfall EstroG-100® Extrakt

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