Selbstbräuner richtig auftragen: Tipps für streifenfreie Bräune

Viele Menschen wünschen sich im Sommer eine schöne Bräune, wissen aber um die schädlichen Auswirkungen von UV-Strahlen. Die Lösung: Selbstbräuner. Doch das Auftragen kann zur Herausforderung werden. Mit der richtigen Technik und Pflege gelingt Ihnen ein optimales Ergebnis.

Wie funktioniert Selbstbräuner?

Selbstbräuner erzeugt Bräune durch eine chemische Reaktion zwischen den Inhaltsstoffen des Produkts und der obersten Hautschicht. Der Hauptwirkstoff ist Dihydroxyaceton (DHA), ein Zucker, der mit Proteinen und Aminosäuren in der Hornschicht (Stratum corneum) reagiert. Dabei entstehen Melanoiden, braune Pigmente, die der natürlichen Bräune ähneln. Diese Bräune hält bis zu einer Woche und verblasst mit dem natürlichen Abschuppen der Haut.

Wichtig: Selbstbräuner bietet keinen Sonnenschutz! Verwenden Sie daher immer einen zusätzlichen SPF.

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Vorbereitung für die perfekte Bräune

Eine gründliche Vorbereitung ist entscheidend für ein gleichmäßiges Ergebnis.

  • Peeling: Entfernen Sie abgestorbene Hautschüppchen am Tag zuvor mit einem sanften Peeling in kreisenden Bewegungen. Achten Sie besonders auf trockene Stellen wie Knie, Ellenbogen, Hände und Füße.
  • Entfernen der Haare: Am besten schon am Tag zuvor enthaaren, dann kann sich die Haut über Nacht von eventuellen Reizungen erholen.
  • Feuchtigkeitspflege: Tragen Sie eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme auf, um trockene Hautstellen mit Feuchtigkeit zu versorgen. Vermeiden Sie es, die Haut komplett einzucremen, da dies die Aufnahme des Selbstbräuners beeinträchtigen könnte.
  • Kalt duschen: Wenn die Zeit drängt, hilft es, nach dem Peeling kalt zu duschen und zumindest eine Stunde abzuwarten, damit sich die Poren schließen. So verhindert man dunkle Punkte.

Die richtige Anwendung

Der Selbstbräuner sollte in gleichmäßigen Bewegungen aufgetragen werden, an den Beinen beginnend und dann nach oben arbeitend.

  • Textur: Schäume sind besonders für Anfänger geeignet, da sie sich leichter verteilen lassen.
  • Handschuhe: Ein spezieller Handschuh erleichtert das Auftragen und verhindert Flecken an den Händen.
  • Getönter Selbstbräuner: Noch sicherer geht man mit einem getönten Selbstbräuner, weil man sofort sieht, welche Stellen schon Farbe abbekommen haben und mögliche Streifen oder Flecken schnell ausbessern kann.
  • Gesicht: Für das Gesicht gibt es spezielle Selbstbräuner-Produkte, die leichter sind und die Poren nicht verstopfen. Tragen Sie den Selbstbräuner mit kreisenden Bewegungen auf, und achten Sie darauf, weniger Produkt an den Haaransatz, Augenbrauen und Oberlippe zu verwenden.

Bräune nach und nach aufbauen

Mischen Sie etwas Selbstbräuner in Ihre übliche Feuchtigkeitscreme, um eine sehr leichte und gleichmäßige Abdeckung zu erreichen. Dies verhindert eine zu starke Bräune und hilft, das Produkt besser in die tägliche Pflegeroutine zu integrieren.

Darüber hinaus gibt es graduelle Selbstbräuner, die langsam über mehrere Anwendungen eine Tönung aufbauen und so das Risiko von Fleckenbildung reduzieren.

Contouring mit Selbstbräuner

Mit Selbstbräuner kann man, genau wie mit Bronzer, die sogenannten Sonnenterrassen, also Partien wie Wangenknochen, Stirn, Schultern und Dekolleté, die beim natürlichen Bräunen besonders der Sonne ausgesetzt sind, betonen.

Schutz von Kleidung und Bettwäsche

Lassen Sie den Selbstbräuner mindestens zehn Minuten komplett einziehen, bevor Sie sich anziehen. Wer es besonders eilig hat, hilft mit dem Föhn nach, oder pinselt mit einem dicken Pinsel etwas losen Puder auf die Haut. Um Flecken zu vermeiden, tragen Sie lockere, dunkle Kleidung, oder schlafen Sie in einer dunklen Bettwäsche, wenn sie den Selbstbräuner über Nacht einwirken lassen.

Die Enthüllung: Perfekte Bräune, die lange hält

Nach dem Auftragen des Selbstbräuners sollten Sie je nach Hersteller etwa drei bis sechs Stunden warten, bevor Sie duschen, um der Bräune Zeit zum Entwickeln zu geben. Möglichst kurz und nur lauwarm duschen, bis das Wasser klar ist und die Haut dann vorsichtig trockentupfen.

Damit der goldene Teint möglichst lange und schön gleichmäßig bleibt, alle paar Tage wirklich nur ganz leicht exfolieren und regelmäßig eincremen. Heiße Bäder und langes Duschen lieber vermeiden, genauso wie wildes Trockenrubbeln danach.

Fehlervermeidung

  • Ungleichmäßige Bräune: Gute Beleuchtung und ein Ganzkörper-Spiegel helfen ungemein, damit keine Stellen beim Auftragen von Selbstbräuner vergessen werden.
  • Dunkle Poren: Vermeiden Sie es, direkt nach dem Duschen Selbstbräuner aufzutragen, besonders nach dem Rasieren.
  • Verfärbte Handflächen: Spezielle Handschuhe oder einen Applikator sorgen nicht nur für gleichmäßigere Tönung, sie schützen auch vor Flecken. So oder so sofort nach der Anwendung Hände waschen und nur einen Rest Produkt auf dem Handrücken und der Oberseite der Finger verteilen.
  • Haare einfärben: Zur Vorbeugung diese Partien eincremen, dann nehmen sie die Farbe nicht so stark an, oder direkt nach der Anwendung mit einem feuchten Wattepad oder Wattestäbchen überschüssigen Selbstbräuner entfernen.
  • Sport treiben: Genau wie der Kontakt mit Wasser sorgt der Schweiß dafür, dass das Produkt wieder abgewaschen wird und sich die Bräune nicht richtig entwickelt.

SOS-Tipps: Selbstbräuner-Flecken wieder entfernen

  • Wasser: Dazu die Haut bei einer ausgiebigen Dusche oder in der Badewanne einweichen und dann die zu dunkel gewordenen Stellen vorsichtig mit einem festen Handtuch oder einem sanften Peeling abrubbeln.
  • Zitronensaft oder Toner: Mit alkoholhaltigem Gesichtswasser oder Zitronensaft auf einem Wattepad oder -Stäbchen lassen sich kleinere Flecken, zum Beispiel an den Augenbrauen, den Fersen, Handballen oder Nagelhäutchen wieder aufhellen.
  • Remover: Einige Hersteller von Selbstbräunern bieten auch Produkte an, um sie wieder zu entfernen.

Selbstbräuner Arten

Es gibt verschiedene Arten von Selbstbräunern, die sich in ihrer Textur und Anwendung unterscheiden:

Art Beschreibung Vorteile Nachteile
Bräunungslotionen Kombinieren die Pflegewirkung einer Bodylotion und spenden Feuchtigkeit während sie zart bräunen. Pflegend, einfache Anwendung Bräune verschwindet schnell, nicht so intensiv
Bräunungssprays Werden auf die Haut gesprüht. Einfache Anwendung, auch über Kopf Muss gut trocknen, färbt sonst ab
Bräunungsgels Leichte Textur, die sich gut verteilen lässt. Schneller Effekt, da meist getönt Erfordert Erfahrung, um gleichmäßig aufzutragen
Bräunungstücher Praktisch für die Anwendung im Gesicht. Perfekte Menge für das Gesicht -

Zusätzliche Tipps

  • Peelings Entfernen Sie abgestorbene Hautzellen von Körper und Gesicht.
  • Rasieren Sie sich am Tag davor, nicht erst an dem Tag, an dem Sie den Selbstbräuner verwenden möchten.
  • Tages-/Nachtcreme Verwenden Sie etwas Tagescreme, Nachtcreme oder eine Lotion bei trockener Haut und auf Hautstellen, die dazu neigen, abgestorbene Hautzellen anzuhäufen (Knöchel, Knie und Ellenbogen).

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